Deutschlands Politiker: Ist Bildungsmangel eine Grundvoraussetzung?

Deutschlands Politiker:

Ist Bildungsmangel eine Grundvoraussetzung?

Nicht wenige der im Parlament sitzenden Politiker haben überhaupt keinen Bildungsabschluss bzw. keinen Beruf gelernt, und nur wenige haben einen akademischen Abschluss. Nun soll ja ein Parlament ein Abbild der Bevölkerungsstruktur widerspiegeln, so zumindest der Anspruch an eine parlamentarische Demokratie. Wenn jedoch etwa jeder vierte Angeordnete berufslos ist und ohne die politische Karriere arbeitslos wäre https://news-for-friends.de/geschoente-lebenslaeufe-haufenweise-politiker-ohne-berufsausbildung/ gibt das zu denken.

Zum Beispiel Claudia Roth: kurz mal „Theaterwissenschaft“ eingeschrieben und dann nach einem Intermezzo als Managerin einer Musikergruppe Karriere in der Politik. Oder Volker Beck, eigenen Angaben nach von Beruf Menschenrechtsaktivist, man staunt nur, wie sich solche Aktivisten dann in der Politik profilieren können und sich zu Themen auslassen, von denen sie vermutlich so gar keine Ahnung haben. Da fällt einem ein Zitat des Norbert Blüm ein, gefühlt ewiger Minister für Arbeit und Soziales, der sinngemäß meinte, nur wer keine Ahnung hätte, wäre für ein Ministeramt geeignet. Für Fachwissen seien ja die Beamten zu ständig. Da könnte man auf die Idee kommen, das Land würde gar nicht von den Polit-Figuren regiert, sondern von einer Beamtenkaste.

Oder, das grüne Urgestein Joschka Fischer: “Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen, dies zeigt unsere Geschichte ganz sicher.” Fischer hatte mal grade den Hauptschulabschluss (immerhin!) und hat sich als Taxifahrer durchgeschlagen, bevor er bei den Grünen steile Karriere machte und es sogar bis zum Außenminister brachte.

Auch das Spitzenduo der Grünen, Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt, haben kaum was vorzuweisen. Göring-Eckardt hat das Theologiestudium nicht geschafft, Özdemir ist immerhin Kindergärtner bzw. „Erzieher“, was die beiden qualifizieren soll, sich zu Themen, wie Energiewende/Autoantriebe, Flüchtlinge, Wirtschaft, zu äußern, kann man wohl nur mit der Blüm´schen Erklärung verstehen.

Das Alles finden Deutschlands Journalisten nicht einmal der Erwähnung, geschweige denn Diskussion würdig. Nun ja, bei denen schaut es ja meist auch nicht besser aus.

Auch wenn die Grünen ein besonders trauriges Beispiel sein mögen, bei den Anderen sammelt sich nicht unbedingt die Creme de la Creme. Jedoch, allen gemeinsam ist die Kritik an Amerikas Führung, obgleich es da durchgehend noch gebildete Leute in den Führungsebenen gibt. Aktuelles Beispiel Donald Trump: der Präsident („echt“ gewählt vom amerikanischen Volk!) hat nach der Ausbildung an einer Elite-Schule des Militärs immerhin ein Diplom an einer Elite-Universität erworben, und er hat als erfolgreicher Unternehmer ein Milliardenvermögen angehäuft. Der lebt nicht von der Politik, der lebt für die Politik, weil er etwas von dem, was das Land ihm ermöglicht hat, zurückgeben möchte.

Doch nicht nur in Deutschland finden wir Nieten in der Politik – der hochgejubelte französische Präsident, Macron, womit zeichnet sich der denn aus?= Er hat Philosophie studiert, immerhin abgeschlossen – nur, was nützt ein Philosophiestudium heute bei der Bewältigung der anstehenden Probleme? Er will die EU neu aufstellen, insbesondere bezüglich Steuer- und Sozialrecht – sorry, was versteht ein Philosoph davon? Besser wäre es doch, man wüsste was von Volkswirtschaft, Mathematik oder Finanzwesen. In seiner Bankerkarriere hat er das auch nicht gelernt, da war er eher für „Atmosphäre“ zuständig.

Es drängt sich der Eindruck auf, Europas Politiker seien Werbefuzzis, ohne Sachverstand in den Themen, die wichtig wären.

Über die Ursachen darf man spekulieren. Kann es sein, dass Politik ein so mühsames Geschäft ist, dass für „richtige“ Arbeit bzw. Bildung gar keine Zeit mehr bleibt? Bekannt ist, dass es heute sehr schwierig ist, die berufliche Karriereleiter zu erklimmen. Die Anforderungen sind gewaltig: ein Bewerber soll jung sein, jedoch möglichst schon zwei Studienanschlüsse vorweisen können. Und wenn es dann klappt mit einer Anstellung, dann ist die (im Normalfall) befristet. Der Begriff „Generation Praktikum“ beschreibt das Dilemma: der Einstieg ins Berufsleben ist steinig. Da sich noch parallel politisch engagieren, den Spagat schafft kaum einer.

Und wenn dann Politik auch eine stark fordernde Aufgabe ist, und wenn man möglichst früh schon Mandate bekommen muss, um überhaupt eine Chance zum Aufstieg zu erhalten, werden sich Menschen wohl entscheiden müssen. Da ist es naheliegend eine Chancenabwägung vorzunehmen: wo habe ich bessere Chancen?

Betrachtet man unser Parlament nach Berufsgruppen – also diejenigen, die überhaupt etwas gelernt haben -, so fällt auf, dass da ein Großteil Juristen sind. Im Letzten Bundestag waren es immerhin 136, gefolgt in der Häufigkeit von Politologen (Platz 2), Volkswirten (26) und Gymnasiallehrern (23). Ganze 8 geben an, Ingenieure zu sein, dann hatten wir 8 Ärzte sowie 7 Chemiker und 7 Biologen. Naturwissenschaftler und Ingenieure sind also deutlich unterrepräsentiert – könnte man durchaus folgern, die finden ja auch leicht einen Job in der Wirtschaft. Natur- und Ingenieurwissenschaften haben Deutschalnd wirtschaftlich stark gemacht, werden jedoch durch die Politik kaum vertreten. Da wundert es nicht, dass gerade auf diesem Gebiet so viele Fehlentscheidungen getroffen werden (Atomausstieg, Energiewende, e-Mobilität), und auch Leute mit wirtschaftlichen Sachverstand haben wohl kaum Bedeutung (folglich Fehlentscheidungen Eurorettung, Transferunion, Flüchtlingspolitik).

Und wenn Jemand vielleicht fachliche Kompetenz hätte (von der Leyen, Ärztin) leitet er/sie nicht etwa das entsprechende Fachressort, sondern wird Verteidigungsminister. Da gelten die Blüm´schen Regeln.

Im neuen Bundestag sitzen nu-n 709 Angeordnete, Daten zu deren Berufen wurden bislang nicht publiziert. Es ist jedoch schwer zu glauben, dass sich etwas Grundlegendes geändert haben könnte. Was als „Erfolg“ angegeben wurde, das hat man schon veröffentlicht, dass etliche „Unternehmer“ im Bundestag einziehen. 75 sollen es sein, gegenüber dem alten Parlament mit 35. Klingt irgendwie gut, da Unternehmer zumindest in der Theorie besser mit Geld umgehen können als Beamte oder Angestellte. Die rechnerische Verdoppelung sollte jedoch auch kritisch betrachtet werden – es saßen im alten Bundestag auch nur insgesamt 631 Abgeordnete. Und: Für die jetzt neu (wieder) einziehende FDP sitzen 13 Unternehmer im Parlament, für die AFD sogar satte 19. Die CDU stellt 30 Unternehmer, Grüne, Linke und SPD entsenden zusammen gerade einmal einen Unternehmer mehr als die FDP, nämlich 14. Zusammen haben die drei erklärt linken Parteien 289 Abgeordnete, der Unternehmeranteil liegt damit unter fünf Prozent! Fast 80 Prozent (32) der Volksvertreter, die ihren Beruf als Unternehmer angeben, sitzen für FDP und AFD im Parlament.

Es erstaunt, dass gerade diejenigen, die von Unternehmertum also kaum etwas oder gar nichts verstehen, sich öffentlich als Experten auf diesem Gebiet gerieren. Diese Leute wollen also ganz genau wissen, wie Wirtschaft funktioniert, was die Hersteller oder Banken zu tun hätten? Beispiel Elektromobilität: kein vernünftiger Mensch würde ein E-Auto kaufen, da helfen auch Subventionen nichts. Für eine Reichweite von 200 km eine halbe Tonne Batterie mitschleppen, was soll das denn? Die Energieeffizienz kann da kaum sonderlich gut sein, abgesehen davon, dass nach Abschaltung der Kernkraftwerke kaum ausreichend elektrische Energie vorhanden ist, die Mobilität via Batterie zu speisen. Erneuerbare Energie in einem sonnenarmen Land wird nie ausreichend produziert werden können, um das zu leisten. Das haben die Sozialdemokraten (!) durchaus Recht, wenn sie die Kohlekraftwerke in NRW nicht abschalten wollen. Kann jeder, der die Grundrechenarten gelernt hat, leicht nachvollziehen. Vor allem: wenn im Winter die Heizung läuft, kann man kaum gleichzeitig fahren bzw. den Akku aufladen. E-Mobilität ist, wenn man es ehrlich und mit Sachverstand anschaut, als eine neue Antriebsart ergänzend zu konventionellen Antrieben im innerörtlichen Verkehr zur Verminderung örtlicher Emissionen eingesetzt werden – wobei nicht vergessen werden darf, dass dann eben die Emissionen an anderer Stelle (im Kohlekraftwerk) entstehen.

Was zu denken geben sollte: in den „sozialistischen“ Staaten (DDR usw.) haben Beamte bzw. Staatsbedienstete entschieden, wie uns was produziert wird. Da hat dann der „Kunde“ 20 Jahre auf einen Trabi warten dürfen, ebenso lange auf einen Telefonanschluss. Und vor allem, die staatlich gelenkte Wirtschaft ging extrem verschwenderisch mit knappen Ressourcen um (z.B. wurde für analoge Produkte viel mehr Stahl etc. verbraucht), der Energieverbrauch der Wohnungen lag (und liegt!) um Größenordnungen über dem der marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaften (Ausnahme: USA), Wärmedämmung gab es nirgends, die Raumtemperatur wurde nicht mit dem Heizungsregler, sondern durch Öffnen das Fensters gesteuert, und so weiter. Umweltschutz war da auch ein Fremdwort – die schmutzigste Energieerzeugung (Braunkohlekraftwerke ohne irgendeinen Filter) war sozusagen ein Markenzteichen der DDR.

Und wenn man sich nun die Berufsstruktur der „Grünen“ näher anschaut, stellt man fest, dass von den Parteimitgliedern 45 (!) % im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Diese Leute setzen ganz offensichtlich auf Kontrolle um jeden Preis – und die weitgehend ungebildeten (siehe oben) Abgeordneten fordern auch, dass der „Staat“ alles und jedes kontrollieren möge.

Die „Marktwirtschaft“ reagiert auf Kundenwünsche und bedient diese, ist also extrem demokratisch. Die linken Vorschriftenmacher schreiben diktatorisch vor, was zu produzieren ist (siehe Trabi!) und liegen damit treffsicher daneben.

Dass sich grüner Umweltschutz, Bio, usw. überhaupt nicht mit linker Verteilungsideologie verträgt, scheint auch kaum Jemandem aufzufallen. Umweltschutz, der würde doch nur funktionieren, wenn endlich weniger Menschen an den Ressourcen der Erde zehren.

 

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36615/umfrage/berufe-der-bundestagsabgeordneten-16-wahlperiode/

https://www.theeuropean.de/rainer-zitelmann/12886-neuer-bundestag

 

 

 

 

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