Es ging durch alle Zeitungen: die städtischen Kliniken München haben über Jahre hinweg alle Regeln bei der Hygiene sträflich missachtet. Und eine aktuelle Meldung hat jetzt auch das Uniklinikum „Rechts der Isar“ mit solchen Vorwürfen konfrontiert. Was ist da alles ans Licht der Öffentlichkeit gekommen: da wurden Instrumente nur unvollständig gesäubert, OP-Bestecke kamen verdreckt in die Sterilisation, und dann in den OP. Wenn´s der Chirurg übersehen hat – prost Mahlzeit, Patient! Muss man sich nicht wundern, dass die Hospitalkeime zu einem immer größeren Problem werden, wenn´s so schlecht mit der Krankenhaushygiene steht. Überhaupt – Hygiene scheint im Stellenwert irgendwie nicht mehr ganz oben angesiedelt zu sein, klar, es gibt ja Antibiotika. Dass die gegen Problemkeime gar nicht mehr wirken und Patienten wegen unbeherrschbarer Infektionen sterben – na ja sind halt Kollateralschäden…
Kollateralschäden? Wovon? Von der Ökonomisierung des Gesundheitswesens! Wenn der finanzielle Aspekt ganz oben steht, leidet die Qualität. Und an der Spitze der Kliniken stehen schon lange keine Ärzte mehr, sondern Kaufleute, oder wie im Münchner Fall, noch schlimmer, Politiker. So waren die Vorstände der Münchner Kliniken Soziologen, Politologen, usw., alles sicher ehrenwerte Leute – nur, von Krankheit und Heilung derselben, da haben sie halt nichts verstanden. Und von Geld dummerweise auch nichts – da wurden verdiente Parteiarbeiter in lukrative Posten gehievt, basta. Ganz interessant ist dann noch die Tatsache, dass alle diese Institutionen neben dem Geld der Kassen (die kriegen Therapiepauschalen nicht zu knapp) auch noch riesige Zuschüsse des Staates bekommen, das wird gerne unterschlagen. Und alle sind QM-zertifiziert, das setzt dem Ganzen die Krone auf. QM-zertifiziert – und dann sowas? Das zeigt eben, dass das ganze QM auch nur Augenauswischerei ist, auch wenn man´s zertifizieren lässt. Trotz Zertifizierung kann man jahrelang gegen Grundregeln ärztlicher Kunst verstoßen, das interessiert Keinen. Erst nach etlichen Kontrollen hat dann das Gesundheitsamt (da bestimmen noch Ärzte!) denen die Sterilgutaufbereitung untersagt und die Abteilung bis auf weiteres dichtgemacht. Und was geschieht mit den Verantwortlichen? Richtig, die werden mit fetter Pension in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Und die Kontrolleure aus dem Gesundheitsamt werden schon irgendwie abgestraft, da kann man sicher sein. Geht doch nicht dass sie der Politelite ans Bein pinkeln…
Nun sollten wir ja nicht annehmen, dass das auf die Münchner Kliniken beschränkt wäre – das Krebsgeschwür Filzokratie wuchert überall, und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens tut ein Übriges. Sparen ist die Devise, das erfahren wir ja aktuell schon wieder. Jede Reform – was für ein Missbrauch des Begriffs! – hat ja stets nur drauf gezielt „Wirtschaftlichkeitsreserven“ zu schöpfen, sprich, Einsparungen anzuordnen. Und wo spart man dann? Logisch, da, wo´s nicht gleich jeder sieht. Am Verwaltungswasserkopf jedenfalls spart man nicht, da müssen ja verdiente Politarbeiter versorgt werden. Und am Personal? Lohnkürzungen sind unmöglich (da ist die Gewerkschaft vor), also spart man bei der Anzahl der Mitarbeiter. Die letzte heftige Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst (erinnern Sie sich noch?) ohne Erhöhung der Mittel für die Krankenhäuser, das konnte ja nicht anders als mit Ausdünnung der Mitarbeiterdecke aufgefangen werden.
Und jetzt spart unser Minister weiter – da wird die Lebenserwartung wegen Zunahme der Sterblichkeit abnehmen, kann man ganz elegant nebenbei die Rentenkasse sanieren. Propagieren die Hausärzte und drohen mit Streik. Denn: noch nie ist es gelungen, für weniger Geld mehr und bessere Leistung zu bewirken. Jegliche Preisreduzierung hat ihren Preis anderswo: in der Landwirtschaft wird weniger „Bio“ produziert, im Handwerk mehr geschlampt, in der Produktion kommt es zu mehr Fehlleistungen (denken wir an „Montagsautos“ oder ähnliches) – weshalb sollte es ausgerechnet im Gesundheitswesen anders sein?
Nun hat der ambulante Bereich ganz schlechte Karten. Während die Gesundheitsanbieter im öffentlichen Besitz Kontrollen umgehen (siehe oben) schlagen die staatlichen Kontrolleure bei den kleinen Leistungserbringern gnadenlos zu. Der einzelne (Zahn)arzt hat ja keine Gewerkschaft, die ihn schützt. Da steht man ganz alleine da, wenn es zur Abrechnungsprüfung kommt (da wird ja gerne Geld eingesammelt zum Wohl der Kassen), da verlangen die Kontrolleure vom Gesundheitsamt richtig hohe Gebühren bei der Hygieneprüfung, und die QM-Prüfer werden´s auch nicht umsonst machen. Für die Prüfer lohnt sich´s, was zu finden, was sie beanstanden können. Dann fallen die Prüfgebühren gleich nochmal an, und bei der Widerholungsprüfung haben sie ja deutlich weniger Arbeit.
Wohl dem, der sich darauf richtig einzustellen vermag. Denn: wer sich anpasst, wer potemkinsche Dörfer á la Kliniken aufbaut, der kann die Prüfer leicht täuschen. Ist ja echt nicht schwierig, alles so zu dokumentieren, dass es passt, auch wenn´s nicht den Realitäten entspricht. Die Prüfer in den Krankenhäusern haben es ja auch lange nicht bemerkt, was da schiefläuft, die haben sich auf´s QM verlassen. Und da waren sie, wie man sieht, wirklich verlassen…
Fortbildung mit dem Dental Observer
Wir geben uns Mühe, unsere Leser mit aktuellen und fachlich kompetenten Inhalten zu versorgen. Und um dies noch besser zu gestalten bieten wir auch Video-Fortbilungskurse an – da kriegen Sie sogar Fortbildungspunkte dafür. Die Fortbildungsreihe wird unter dem Namen „Deutsches Dental Kolleg“ produziert und vertrieben. Und weil ja niemand gerne die Katze im Sack kauft, können Sie sich gerne selbst von unserer Qualität überzeugen – sehen Sie sich doch einfach mal den Trailer beispielhafter Fortbildungskurse an!
Unser Service – Ihre Chance
„We care more about you“ – das ist das Motto von echten Dienstleistungsunternehmen. Und so sehen wir das auch. Im Zentrum unserer Aufmerksamkeit steht der Zahnarzt/ die Zahnärztin, und nicht die Politik, nicht Industrie oder Handel, und schon gar nicht die Kassen. Es gibt ja einen natürlichen Gegensatz zwischen Kassen / Versicherungen und den Zahnärzten: die einen wollen Sparen, die anderen gerechte Entlohnung für ihre Arbeit.
Die Zahnärzte werden immer mehr überzogen von Prüfungen – egal, ob´s um Privatrechnungen oder Kassenabrechnung geht, stets soll der Zahnarzt/die Zahnärztin geschröpft werden.
Wir bieten Ihnen an, sich in der Auseinandersetzung Beistand zu leisten! Denn, niemand muss das widerstandslos hinnehmen – wehren Sie sich! Und wir helfen Ihnen dabei…
Sie müssen für Ihre Mitarbeiter die Sozialversicherung berechnen und abführen (ohne Bezahlung)
Sie müssen für Ihre Mitarbeiter die Steuer berechnen und abführen (ohne Bezahlung)
Sie müssen für Ihre Patienten Kostenpläne schreiben (ohne Bezahlung!)
Sie müssen Therapiepläne kostenlos erstellen (ZE in der GKV)
Sie müssen auf Fragen der Kostenträger kostenlos Antworten geben
Sie müssen die Kassenabrechnung erledigen (natürlich auch ohne Bezhalung)
Das Alles wurde Ihnen schon seit Jahrzehnten zugemutet; Sie können zumindest einen Teil davon abgeben – an den Steuerberater, z.B. Der erledigt Ihre Personalangelegenheiten – soweit es die Steuer und Sozialversicherung betrifft -, aber natürlich nicht umsonst, den müssen Sie bezahlen.
Nun kommen neue Belastungen hinzu:
Sie müssen Ihre Fortbildung nachweisen und über die Kurse Buch führen (natürlich ohne Bezahlung!)
und Sie müssen ein „praxisinternes Qualitätsmanagement“ einführen (auch das, wie könnte es anders sein, ohne dass Sie Geld dafür bekämen)
Und: neuerdings werden massenhaft Prüfanordnungen (auf Wirtschaftlichkeit, auf RiLi-getreue Therapie, usw.) zugestellt – da müssen Sie (aber natürlich: ohne Bezahlung) Stellung dazu beziehen, sonst kriegen Sie per Regress Ihr Honorar gekürzt.
All das schränkt die Freude am Beruf schon deutlich ein, belastet es doch schon genug, weil man eigentlich Arzt sein will und nicht Bürokrat, und dann nimmt es doch sehr viel Zeit in Anspruch (Schätzungen gehen von mindestens 1/3 der gesamten Arbeitszeit aus, die der Zahnarzt für Bürokratie aufwenden muss). Das wird jetzt nicht einfacher. Man muss realistisch sein: will man ein eigenes QM installieren, kostet das hunderte von Stunden, da ist es besser, man nimmt ein System vom Markt, d.h., man kauft sich etwas. Nun wäre es blauäugig, wenn man meint, damit wäre alles erledigt. Auch dann, wenn man einen Externen holt (das ist richtig teuer!), der die QM-Geschichte für die Praxis erledigen soll, bleibt viel Mehrarbeit. Der Grund: fragen Sie mal die Zulieferer, die sich haben zertifizieren lassen! QM soll „kontinuierlich“ sein, d.h., man ist nie fertig damit...
Das ist auch mit der Fortbildung so – endet ein Zyklus (das sind derzeit fünf Jahre) beginnt sofort der Nächste, und die fünf Jahre sind schneller um als man meinen mag.
Und die Prüfanordnungen erledigen sich ja auch nicht von Alleine...
Dazu kommen Belastungen, die zur eigentlichen Tätigkeit gehören:
Sie müssen umfassend aufklären bzw. beraten. Zur Beratung gehört auch eine Beratung in finanzieller Hinsicht (Kosten der Therapie)
Sie müssen die Beratung bzw. Aufklärung so dokumentieren, dass das notfalls auch vor Gericht Bestand hat
Sie müssen zur Umsetzung der RKI-Richtlinien Hygiene sehr viel mehr dokumentieren
Wie wäre es, wenn Sie zumindest einen Teil der zusätzlichen Belastungen abwälzen könnten? Wenn Sie Praxisorganisationsmittel erhielten, die aufeinander abgestimmt sind und zusammen alle die neuen Bürokratiefelder abdecken? Und die auf die Gegebenheiten der Praxis getrimmt sind?
Sie wollen erst mal sehen, ob das auch für Sie passt? Kein Problem: Sie können einzelne Formulare, Patienteninfos, Checklisten, usw. unmittelbar hier downloaden!