Aktuelles

Alle Artikel

Regierung stoppt GOZ neu!

02.03.2009: Regierung stoppt Reform der Zahnarzthonorare

Quelle:    http://www.bibliomed.de/cps/rde/xchg/bibliomed/hs.xsl/90_14556.htm

Die Bundesregierung will auf die geplante Honorarreform der Zahnärzte verzichten und die vorbereitete Verordnung dem Bundesrat voraussichtlich nicht mehr zur Entscheidung vorlegen. Das sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk (SPD) 

, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von heute. Nach ihrer Lesart entgeht den gut 55.000 niedergelassenen Zahnärzten damit eine Honorarerhöhung für die nicht von den Kassen bezahlten Leistungen von zehn Prozent. Die Zahnärzte, denen die Richtung der Reform nicht passt, bestreiten diese Rechnung. Die Gebührenordnung der Zahnärzte (GOZ) war zuletzt 1988 reformiert worden, gegen den Willen der Ärzte. Die Reform ist für alle Patienten von Belang, denn anders als in der Allgemeinmedizin müssen bei Zahnbehandlungen auch Kassenpatienten oft einen Teil der Leistungen selbst zahlen. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung. Caspers-Merk sagte, die Zahnärzte wollten 50 Prozent mehr, dass sei „völlig utopisch, gerade in einer Wirtschaftslage wie der heutigen.“

Das ist wieder typisch die sozialistische Regierungsarbeit: da wird verfälscht und gelogen, eben "wie gedruckt", und die Medien übernehmen das ungeprüft.

Dass die Regierung den Referentenentwurf zurückgezogen hat, ist folgerichtig, weil gegen den Widerstand Bayerns (und die Bayer. Regierung sagt derzeit zu allem "nein" was aus Berlin kommt) nichts mehr läuft - die CSU kämpft ums Überleben. Die warten erst mal den Ausgang der Wahlen ab, und Ulla Schmidt geht nach dem Ärger mit dem Gesundheitsfond jetzt erst mal auf Tauchstation.

Wahr ist, dass es zu einer weiteren Honorarabsenkung hätte kommen sollen - natürlich behaupten die Sozialisten im BMG nebst den roten Ausschussmitgliedern um Prof. Lauterbach was anderes. Aber, eine Erhöhung wäre tatsächlich mit 50 % noch zu niedrig angesetzt. Denn, die derzeittige GOZ gesteht dem Zahnarzt immer noch nicht mehr Honorar für seine Arbeit zu als 1965 - wer bitte arbeitet sonst noch so billig? Verdi hat eine Erhöhung um fast 6 % für die öffentlilch Bediensteten erstritten - und das rechnen Sie mal hoch auf die letzten 40 Jahre!!! und ein Beschäftigter im öffentlilchen Dienst hat keine Kosten, der kriegt sein Geld immer.

Dumm stehen jetzt all die Verlage da, die schon Anweisungen für die neue GOZ verkauft haben - dabei wär´s nach den Landtagswahlen in Bayern doch absehbar gewesen, dass das gestoppt wird. Der Krieg gegen die Ärzte und Zahnärzte und die Reaktion darauf - die Ärzte haben jetzt endlich mal ernst gemacht! - hat den Linken in der CSU gezeigt, dass es so nicht mehr geht, und die FDP hat wie der Phoenix aus der Asche gelich zweistellige Ergebnisse eingefahren. Da sieht man, wie wenig sich die Geschäftemacher tatsächlich kundig machen ...

Und für Zahnärzte gilt: Schließen wir uns den Ärzten an, machen wir Revolution im Wartezimmer - es geht doch, wie man sieht!!!

gh