Epidemiologie

Cave – Infektionskrankheiten!

In einer gut ausgearbeiteten Analyse kommt der Autor https://philosophia-perennis.com/2017/07/20/rki-infektionskrankheite/ zu erschreckenden Ergebnissen: die aktuelle Massenmigration  bringt ein hohes Gefährdungspotenzial für die Bevölkerung mit sich. So etwas ist absolut nicht ungewöhnlich – Epidemien bzw. Endemien werden zu Pandemien, wenn es zu einer größeren Wanderungsbewegung kommt. Beste Beispiele aus der Geschichte sind die Einschleppung von Pocken und Grippe nach Amerika, wodurch ein Großteil der Urbevölkerung ausstarb (da mussten, anders als im Wildwestfilm, keine Kriege dazu geführt werden!) sowie umgekehrt die nach Europa gebrachte Syphilis, die in Amerika bei der indianischen Urbevölkerung endemisch war, wobei sich Resistenzen ausgebildet hatten – trotz Infektion bildeteten sich kaum Krankheitszeichen aus, was umgekehrt auch für Grippe und Pocken galt, da waren die Europäer weitgehend immun –  und von Europäern, die sich infizierten und die Seuche („Lues“) nach Europa brachten, wo der Syphilis mehr Menschen zum Opfer fielen als der Pest (eingeschleppt aus Indien).

In früheren Jahrhunderten hatten die Menschen ein probates Mittel: sie verhängten Quarantäne, was zu einer wirksamen Eindämmung der Seuchenverbreitung führte. Quarantäne ist das einfachste und effektivste Mittel der Seuchenhygiene.

Im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert wurden der enormen Fortschritte der Medizin wegen seuchenhygienische Maßnahmen „vergessen“, da der Glaube an eine unbegrenzte Macht der Ärzte sowie der Pharmaka so etwas entbehrlich scheinen ließ. Jedoch, schon beim Aufflammen der AIDS-Pandemie (HIV) hat sich die Medizin als machtlos erwiesen – bis heute ist eine Heilung schlicht unmöglich. Ganz aktuell treten nun weitere bedenkliche Entwicklungen in Erscheinung: längst als ausgestorben gedachte Krankheiten wurden und werden durch die Massenimmigration  eingeschleppt, mit Krankheitserregern, die gegen die verfügbaren Pharmaka unempfindlich sind. Parallel ist das Potenzial der gängigen Antibiotika weitgehend ausgeschöpft, Neuentwicklungen lassen auf sich warten oder sind möglicherweise gar unmöglich.

Zusätzlich kommt erschwerend hinzu, dass die politische und mediale Macht nicht mehr von „Wissenden“ (Wissenschaftlern, präziser, Naturwissenschaftlern) ausgeht, sondern auf Leute mit „Herzensbildung“ übergegangen ist. Die Universitäten bilden immer weniger Ingenieure und Naturwissenschaftler aus, die Zahl der „Studierenden“ (studieren kommt von studere, lat. „sich bemühen“) ist inzwischen verschwindend gering, gegenüber hohen Zahlen an Philosophen, Soziologen und anderen „Gesellschaftswissenschaftlern“, wobei festzuhalten ist, dass der Lernaufwand sich bei diesen sehr in Grenzen  hält, von „bemühen“ kann da gar keine Rede mehr sein. Wegen der geringen Anforderungen in der Ausbildung haben sie Zeit, sich politisch zu betätigen, was heute vorwiegend heißt, in linken Organisationen tätig zu werden, an Demonstrationen teilzunehmen, usw., wofür Naturwissenschaftler keine Zeit finden, wollen sie in überschaubarer Zeit ihr Studium beenden. So bauen die Gesellschaftswissenschaftler schon im Studium ihre sozialen Netzwerke auf, da haben die anderen kaum eine Chance, aufzusteigen.

Diese Veränderung der Gesellschaft findet dann die Fortsetzung in den Lehrplänen der Schulen – mathematische oder naturwissenschaftliche Fächer werden reduziert, immer mehr Schüler verlassen die Bildungsgänge ohne Wissenshintergrund und sind so sehr empfänglich für okkulte Dinge, wie Esoterik etc. Die Wissensdefizite werden rationalisiert, „Gefühl“ (Emotionen) wird höher bewertet als „kaltes“ Wissen (Ratio).

Eine solche Gesellschaft kann notwendige Maßnahmen gar nicht mehr umsetzen. Man hat das bei der Pandemie HIV gesehen: da wurde alles, was dem Schutz der Bevölkerung gedient hätte, als „Diskriminierung“ ausgeschlossen. Auch, hier schließt sich der Kreis, bei der Masseneinwanderung wird nicht rational, sondern emotional diskutiert. Alles, was ein idealisiertes Weltbild stören könnte, wird via Zensur bzw. freiwillig schon im Vorfeld im Keim erstickt. Probates Mittel ist, schon Fragen als „rechtsextrem“ einzustufen und kritische Geister als „Nazi“ zu bezeichnen. Damit kann man natürlich trefflich Emotionen steuern – die ja jeder hat -, und von Emotionen verstehen die Herrschenden sehr viel, nur Wissen, das haben sie nicht.

So wird eine öffentliche Diskussion zu den Gefahren der Masseneinwanderung nicht zugelassen, verlässliche Daten muss man sich mühsam aus ausländischen Publikationen zusammenkratzen, ein Deutschland ist das Tabu.

Dem Trend folgend ist auch eine zunehmende Impfmüdigkeit festzustellen. Von Esoterikern (von Heilpraktikern befeuert) wird eine Impfung als hochriskant angesehen, eine Impfung sei ja auch unnatürlich (was das mit Natur zu tun hat?), im Ergebnis finden wir eine Bevölkerung vor, die gegen neu eingeschleppte „alte“ Krankheiten, wie Tuberkulose, Pocken, usw.,  weitgehend schutzlos ist. Dazu kommen „neue“ Krankheiten, die zwar durch Fernreisen auch schon ab und zu in Europa auftraten (z.B. Malaria, Ebola, etc), jedoch durchaus beherrschbar waren, weil die Zahl der Infizierten bzw. potentiell Infizierten überschaubar war. Bei einer unkontrollierten Völkerwanderung im Ausmaß von 2015 sind die Risiken nicht beherrschbar, es ist bis heute wohl unbekannt, wieviel an Krankheiten tatsächlich eingeschleppt wurden, obgleich mittlerweile intern einige Erkenntnisse diskutiert werden (siehe oben). Hier muss sich die medizinische Fachwelt endlich emanzipieren: es kann doch nicht sein, dass Politiker und Medienvertreter, unbeleckt von irgendeinem ärztlichen Wissen, Schutzmaßnahmen einfach verhindern können, indem sie jeden, der warnt, als Nazi bezeichnen!

 

Wann brechen die Sozialsysteme zusammen?

In einem interessanten Artikel der „Zeit“ werden Daten des „Ausländerzentralregister“ kommentiert. Demnach waren im AZR mehr als 10 Millionen Ausländer (Personen, die ausschließlich einen nichtdeutschen Pass besitzen) registriert, so das statistische Bundesamt. Die Mehrheit mit über 5,7 Millionen waren nicht EU-Bürger, primär Syrer, Afghanen und Iraker. Die Zeit spricht dabei korrekt von „Einwanderern“ und nicht von „Flüchtlingen“. Der höchste Anstieg seit 1967 wurde in 2015 mit mehr als 1,5 Millionen angegeben – dies widerspricht eklatant den üblichen kolportierten Zahlen der Regierung.

2016 seien hingegen „nur“ noch netto (nach Abzug der Abwanderer) 480 Tsd zugewandert, wobei aus anderen Quellen  entnommen werden kann, dass die Zahl der Auswanderer deutlich zugenommen hat, es wird von 800 Tsd. jährlich gesprochen, wobei hier primär Deutsche abwandern, vor allem „Reiche“.

Aus anderen EU-Staaten kommen etwa 4,3 Millionen der offiziell registrierten ausländischen Staatsbürger. Somit hielten sich im Jahr 2016 etwa 607.000 EU-Ausländer mehr in Deutschland auf als noch im Jahr 2014. In 2015 reduzierte sich auch die Zuwachs-Zahl der Ausländer durch Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit (230 Tsd.).

Die Zahl der Einwohner ohne deutsche Staatsangehörigkeit wuchs auch durch Geburten stark an. In den beiden Jahren 2015 und 2016 wurden innerhalb der ausländischen Bevölkerung etwa 100.000 Menschen mehr geboren, als verstorben sind. Nach wie vor stellt die türkischstämmige Bevölkerung (ausschließlich türkische Staatsangehörigkeit!) den größten Anteil in Westdeutschland und Berlin.

Nicht gezählt wurden Ausländer mit Doppelpass sowie „Deutsche“ mit Migrationshintergrund. Vor kurzem wurde berichtet, in Frankfurt seien Deutsche mittlerweile in der Minderheit, ohne Berücksichtigung eines etwaigen Migrantionshintergrunds.

Die nackten Zahlen zeigen, welche Veränderungen damit einhergehen. Durch die Zuwanderung wurden demographische Daten verändert – das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung wurde deutlich gesenkt. Dies kann man als positiv werten. Dazu kommt das andere Familienbild der Neubürger: zahlreiche Kinder haben oberste Priorität, und Frauen haben ein anderes Rollenverständnis, eine eigene Karriere wird meist nicht angestrebt. Auch dies könnte man positiv werten – viele Kinder sind ja zukünftige Beitragszahler für die Sozialsysteme, möchte man meinen.

Diametral dazu stehen Befürchtungen zahlreicher fachlich kompetenter Autoren, die das gar nicht so positiv sehen möchten. Grund  für die Skepsis ist unisono, dass der überwiegende Teil der Zuwanderer zum nicht geringen Teil aus Analphabeten ohne jegliche berufliche Qualifikation besteht. Auch diejenigen, die einen  Schulbesuch nachweisen können, belasten. PISA, die anerkannte Bildungsstudie, gibt für Syrien (eines der ganz wenigen Entwicklungsländer, das – vor dem Bürgerkrieg – teilgenommen hat), eine Wissenskompetenz für Schulabgänger in der Größenordnung eines 10-jährigen deutschen Schülers an. Daraus folgt (so die Aussage von Bildungsforschern) ein deutliches Absinken des durchschnittlichen Bildungsniveaus. Im Vergleich zu asiatischen Schülern ist Deutschland längst abgestürzt, im Kernfach Mathematik hinkt Deutschland heute weit hinterher.

Der geringen beruflichen Qualifikation sowie fehlenden  Sprachkenntnissen geschuldet ist dann die Einkommenssituation dieser Neubürger prekär: in einer Wissensgesellschaft wie der deutschen gibt es kaum sinnvolle Tätigkeiten für Menschen ohne Beruf. Die zaghaften Versuche, hier nachzuedukieren, scheitern meist an mangelnden Sprachkenntnissen sowie kulturell bedingten Hindernissen – schon Pünktlichkeit ist ein Problem. Zu den schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt kommt das andere Familienbild – wenn nur der Mann einer Tätigkeit nachgeht, die Frau sich um Haushalt und Kinder kümmert, wird das Einkommen kaum über den Sozialhilfesatz hinaus gehen. Damit verbunden fehlt dann die Motivation, überhaupt eine Tätigkeit aufzunehmen. So steht zu befürchten, dass die Neubürger auf Jahrzehnte hinaus Sozialfälle bleiben – was die Sozialkassen mehrfach belastet: selbst wenn keine Nettozahlungen aus den Sozialsystemen geleistet werden müssen, reicht der geringe Verdienst kaum für wesentliche Einzahlungen ins System. Insbesondere Kinder und mitversicherte Ehefrauen lassen die Bilanz negativ werden.

So kommen Fachleute (z.B. Prof.  Sinn, ehemaliger Chef des IFO Instituts) zum Ergebnis, dass die deutschen Arbeitnehmer deutlich länger arbeiten müssten, um die Kosten der Zuwanderung zu stemmen. Das bedeutet, Volkswirtschaftler gehen heute davon aus, dass die dringend benötigten jungen Beitragszahler für die Rentenkassen gar nicht vorhanden sind. Ein Zuwanderungsgesetz, wie neuerdings von den Politikern aller Couleur gefordert, soll dem Mangel nun abhelfen. Jedoch, auch dies wird keine Lösung bringen: solche Versuche sind schon in der Vergangenheit gescheitert, qualifizierte Migranten gehen lieber in attraktivere Länder anstatt nach Deutschland mit der hohen Abgabenlast. Und, die Rentenversicherung nach dem Umlageverfahren mit dem „Generationenvertrag“ könnte bei steigender Lebenserwartung nur funktionieren, wenn es zahlreiche Kinder gäbe und damit verbunden eine stetig wachsende Bevölkerung, bei hochbezahlten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – in dem bereits heute überbevölkerten Deutschland eine absurde Idee.

So läuft die Alterssicherung voll gegen die Wand, nur dann, wenn der Saat steuerfinanziert das Rentensystem aufrechterhält, hat es eine Chance. Nur, auch da sind Grenzen der Finanzierbarkeit unübersehbar.

Ebenso problematisch stellt sich die Belastung der Sozialen Krankenversicherung dar. Den Politikern ist es offensichtlich klar, dass es hier Finanzierungsprobleme gibt, weshalb die „Bürgerversicherung“ angestrebt wird – eine soziale Krankenversicherung, in die alle einzahlen, auch Beamte oder Selbständige. Dass so die Krankenkassen dauerhaft gerettet werden können, ist wohl auch nur ein Wunschtraum. Dass rechtliche Bedenken bestehen interessiert dabei nur am Rande.

Schwerwiegender jedoch sind die Belastungen durch die gesundheitlich angeschlagenen Zuwanderer zu werten. Bereits ausgestorben geltende Krankheiten, wie TB, Pocken, usw., werden durch die Einwanderer eingeschleppt, wobei die Impfmüdigkeit der Deutschen Epidemien begünstigt.

Dazu kommt, dass Geringverdiener mit großen Familien die Ausgaben der Kassen in ganz anderen Dimensionen belasten als gewohnt.

Zahnmedizinisch sind die Zuwanderer jedoch eine Katastrophe: in den muslimischen Ländern, aus denen der Großteil der „Flüchtlinge“ stammt, wird traditionell extrem süß gegessen und getrunken, wobei eine adäquate Mundhygiene kaum feststellbar ist. Die zahnärztliche Versorgung ist dort auch deshalb nicht vergleichbar: Kariestherapie findet mit Amalgam oder GIZ statt, bei größeren Defekten ist die Extraktion Mittel der Wahl. Zahnersatz wird selten und wenn, dann auf niedrigstem Niveau angeboten.

Eine Umstellung der Lebensweise kann kaum erwartet werden, hierzu kennen wir zahlreiche Studien. Es gab ja etliche Fluchtbewegungen in der Vergangenheit: Afghanistan (als die Russen bekämpft wurden), Jugoslawien (beim Zerfall in Einzelstaaten), usw. Und die Kosten waren enorm – die Kosten für die zahnärztliche Versorgung stiegen bis auf einen Gleichstand mit den ärztlichen Ausgaben (!), was dann einseitig zu Lasten der Zahnärzte mit diversen „Kostendämpfungsgesetzen“ begrenzt wurde.

Die Nachfrage nach zahnärztlichen Leistungen steigt enorm an – das belastet Krankenkassen und Zahnärzte gleichermaßen. Fast alle Patienten sind Sozialfälle und erhalten Zahnersatz ausschließlich zu Lasten der Kassen. Allerdings wird heute, anders als in der Vergangenheit, durch Selbstbeschränkung (vorauseilender Gehorsam) der Medien darüber einfach nicht berichtet.

 

Das Unglück mit der Unwissenheit

Naturwissenschaft wird immer mehr abgelehnt, kann man schon daran erkennen, dass die Zahl der Studenten in diesen Fächern relativ zu „Geisteswissenschaften“ bzw. „Orchideenfächern“ kontinuierlich abnimmt. Schon die allgemeinbildenden Schulen vernachlässigen eine gründliche Wissensvermittlung – seit 1968 hat es eine Verschiebung der Schwerpunkte gegeben, weg von Ingenieur- und Naturwissenschaften hin zu Sozial- und Geisteswissenschaften. So allmählich zeigen sich die Folgen: aus dem Berufsleben ausscheidende Ingenieure und Naturwissenschaftler können kaum noch ersetzt werden. Die große Hoffnung der Wirtschaft, man könnte die Lücken durch Zuwanderung schließen, scheinen sich so gar nicht zu erfüllen.  Wer kommt hat nicht selten nicht einmal einen Grundschulabschluss.

Diese Missachtung hat die Gesellschaft nachhaltig verändert. Die Deutschen, einmal berühmt für Erfindergeist, wirken immer hilfloser. Fehlende Bildung verhindert auch eine sinnvolle Nutzung der modernen Kommunikationsmittel: Das Internet, eine Riesenchance zur Wissensvernetzung und          –beschaffung, kann den Mangel nicht wirklich abstellen, da ohne Grundwissen gar nicht beurteilt werden kann, was da richtig oder falsch ist.

Hinzu kommt, dass wohl ein Großteil der Menschen von der rasanten Entwicklung des Wissens schlicht überfordert ist. Die Innovationen werden zwar genutzt, jedoch nicht verstanden. Beispiel EDV. Der aktuelle Angriff durch „Wonnacry“, dem zahllose Computer weltweit zum Opfer gefallen sind, zeigt eine erschreckende Sorglosigkeit: da wird mit antiquierten Betriebssystemen gearbeitet, deren Sicherheitslücken schon lange nicht mehr durch die Anbieter geschlossen werden, wobei auch ein installierter Virenschutz da nicht mehr hilft, weil die Lücken ja generell nicht mehr diskutiert werden. Da sind dann der gesamt NHS Großbritanniens betroffen (!), die deutsche Bahn ebenso, als besonders prominente Opfer. Und die Schadsoftware wurde eingespielt durch Öffnen verdächtiger E-Mails! Dies ist kaum anders zu erklärten als durch massive Wissensdefekte. Wer das System nicht versteht macht Fehler.

So etwas kann man auf praktisch allen Wissensgebieten sehen. Zusätzlich ist eine rasante Verarmung der Sprache festzustellen, die Leute kommunizieren bevorzugt in SMS-Sprache. L.S. Wygotsky hat schon früh in seinem Werk „Sprechen und Denken“ auf Zusammenhänge hingewiesen: wer nicht richtig sprechen kann, kann auch nicht richtig denken. Die deutsche Gesellschaft wendet sich von „Denken“ bzw. „Wissen“ ab, hin zu „Fühlen“. Deshalb haben finstere Verschwörungstheorien Konjunktur, eine sachliche Diskussion ist kaum noch möglich. Auch der Hype um den Kanzlerkandidaten Schulz ist auf einer rein emotionalen Welle gelaufen, die verbissene Diskussion um „Genpflanzen“, um Pestizide, um Energiewende – alles kaum rational, aber emotional hoch aufgeladen.

Für Ärzte und Zahnärzte ergeben sich daraus erhebliche Probleme. Auch das Thema „Gesundheit“ wird nicht rational beurteilt, auch da schlagen voll Emotionen durch. „Bio“, an sich ein völliger Unsinn, ersetzt Lebensmittelkontrollen (Bio wird der Kontrolle entzogen, weil ja „natürlich“ gesund), und eine besonders krankhafte Idee zu „gesunder“ Ernährung greift um sich: da gibt es immer mehr Gruppen, die angeblich Gesundheit essen wollen: waren das früher nur „Vegetarier“, so kamen dann „Veganer“ hinzu, und aktuell ist die Menge an fanatisch ihren besonderen Weg verteidigenden und angeblich von der „Fabriknahrung“ kranken Menschen unüberschaubar – da hat fast jeder seine ganz eigene Vorstellung, die mit missionarischem Eifer der Umgebung aufgezwungen werden soll. Der Gang zum Heilpraktiker bestätigt dann die komischen Ansichten – da haben plötzlich jede Menge Leute eine Glutenunverträglichkeit, obgleich dies selten „echt“ ärztlich bestätigt werden kann, die „Amalgamallergie“ hatte wir ja schon, die es praktisch gar nicht gibt, Fluor „ist Gift“, und das Ganze wird von den Nutznießern dieser Hysterie, den „alternativen“ Heilern, zur Maximierung ihres Profits gerne bestärkt. Da wird dann behauptet, es sei ein Befall mit Parasiten im Darm gegeben, da müsse eine strenge Diät (natürlich alles Bio) zur „Entgiftung“ angewandt werden, ganze Kurkliniken bieten das zu hohen Gebühren an, und im Ergebnis bilden die Menschen dann schwere psychische Erkrankungen aus.

Die Wissenschaft – die exakte Wissenschaft! – kennte keine „Entschlackung“, „Entgiftung“ o.ä., jedenfalls nicht so, wie es die Alternativ“Medizin“ angibt. „Erfahrungsmedizin“, „Heilpraktiker“, all das basiert auf dubiosen Grundlagen, die Glauben erfordern und nicht Wissen. Und schon gar keine Diät, die seelische Krankheiten heilen könnte.

Nun kommen die Patienten mit ganz konkreten Vorstellungen zu uns und fordern eine ganz bestimmte Behandlung mit vorgegebenen Materialien und Methoden. Wie soll man als „Zahn)Arzt darauf reagieren? Ideal wäre es, den betreffenden Patienten abzuweisen. Schließlich trägt der (Zahn)Arzt die Verantwortung und ist gesetzlich verpflichtet, „Heilkunde auf aktuellem Stand der Wissenschaft“ zu betreiben. Dazu kann kaum ein Rückgriff auf Methoden des Mittelalters angebracht sein.

Nur – es werden immer mehr, das ist wie eine um sich greifende Seuche. Da meint man, man könne es sich nicht leisten, solche Patienten abzuweisen. Und dann kommt die Anpassung: das Phänomen der Massenpsychologie. Wenn so viele das glauben, dann muss doch was dran sein, so die Rationalisierung. Der Gruppenzwang zusammen mit dem Bedürfnis, dazu gehören zu wollen, bewirkt, dass objektiv falsche Methoden Einzug halten in die Arztpraxen.

Und dann gibt es Opfer: http://www.n-tv.de/panorama/Baby-verhungert-wegen-Superfood-Diaet-article19846664.html. Naturapostel, mit eigenem “Bio“ Laden, haben „Glutenunverträglichkeit“ selbst diagnostiziert (beim eigenen Kind!), und weil man auf dem Veganertrip war, gleich eine „Milchunverträglichkeit“ dazu. Weil man das ja alles gelernt hat in der Schule (keinerlei Ausbildung oder Schulbildung) brauchte man niemanden zu fragen, das hat man alles selbst viel besser gekonnt. Und selbst wenn ein Arzt früher konsultiert worden wäre, dem hätte sowieso keiner Glauben geschenkt. Der erste Weg, als man sich Sorgen zu machen begann, war ja auch der zum Heilpraktiker, ganz folgerichtig. Der hat – passiert ja auch nicht immer – die Lebensbedrohliche Situation erkannt und deshalb die Eltern an einen richtigen Arzt verwiesen. Nur, der konnte nicht mehr helfen, das Kind ist an Unterernährung gestorben. Die eigenen Eltern haben ihr Kind verhungern lassen!

Solche Berichte sind selten, die Dunkelziffer ist vermutlich sehr hoch. Falsch verstandenes Mitleid („die Eltern haben ihr Kind verloren“), eine durch unqualifizierte Medien  bestimmte „öffentliche Meinung“, das lässt zögern. Will man sich freiwillig an den Pranger stellen? Also hält man den Ball flach – und es werden viele Opfer folgen…

Grenzen: notwendig oder überflüssig?

Das Wesen der Grenzen

Leben basiert prinzipiell durch Abgrenzung von der Umgebung: es gibt keine Zelle – kleinster Baustein – ohne eine Zellmembran, also eine Grenze. Innerhalb der Grenze sind die Zustände stabil, egal was außerhalb passiert.

Viren haben keine begrenzende Zellmembran, deshalb können sie eigenständig nicht leben. Sie sind darauf angewiesen, irgendwie die Zellmembran zu durchdringen und sich dann schmarotzerhaft auf Kosten der Zelle zu vermehren.

Bakterien sind Einzeller, die man durch Schädigung der begrenzenden Membran töten kann.

„Höhere“ Lebewesen, „Mehrzeller“ besitzen außer den jede Einzelzelle schützenden Membranen zusätzlich eine äußere Grenze, z.B. eine Haut. Wird die Haut geschädigt, erleidet der Organismus schwere Schäden, und ohne Haut sind die Mehrzeller gar nicht mehr lebensfähig.

Grenzen gibt es auch in noch höherer Organisation. So ist der Planet Erde als Teil des begrenzten (!) Universums begrenzt, sowohl in der Ausdehnung als auch in seinen Ressourcen. Tiere leben in begrenzten Revieren – wobei ein erbitterter Streit um die Grenzen der Reviere tobt, bei Vögeln ebenso wie bei Säugetieren, alle Tiere leben in Grenzen ihrer Reviere. Und der Mensch? Menschen leben natürlicherweise in Familienverbänden und Höhlen, auch eine Höhle ist ja ein begrenzter Raum. Ersatzweise leben Menschen heute in Wohnungen oder Häusern, also innerhalb erkennbarer Grenzen.

Größere Gruppen bestehend aus zahlreichen Familien mussten etwas Gemeinsames finden, um sich abzugrenzen: hier war es eine gemeinsame Sprache und Kultur, die es erlaubten, weitgehend konfliktfrei zusammenzuleben. Nach außen wurden dabei ganz selbstverständlich Grenzen gezogen, teilweise sehr imposant: Limes oder Chinesische Mauer sind beste Beispiele dafür.

Wenn also Grenzen elementare Voraussetzung für Leben an sich bzw. ein konfliktfreies Miteinander bei Gruppen von Lebewesen sind, ist es völlig unverständlich, weshalb solche Grenzen aufgegeben werden oder aufgegeben werden sollen. Als Rom seine Grenzen nicht mehr geschützt hat ging das Imperium unter, als China seine Grenzen nicht mehr schützen konnte, stürzte das Land in Chaos und Bürgerkrieg ab.

Aktuell gibt es Protagonisten einer Lebensweise „ohne Grenzen“. Hinterfragt man Herkunft und Bildung, so wird man rasch fündig: eine naturwissenschaftliche Bildung fehlt generell, so wie insgesamt eine nur recht bescheidene Bildung festgestellt werden kann. In der ausgerufenen „postfaktischen“ Gesellschaft zählen Fakten nicht mehr, Gefühle werden als Richtschnur vorgegeben. Nun sind Gefühle erst einmal kritisch zu betrachten: ein Gefühl ist eine höchstpersönliche individuelle Angelegenheit (Beispiel: Geschwindigkeit, ob etwas schnell oder langsam ist, kann man objektiv messen, ein Gefühl hingegen wird keine übereinstimmende Beurteilung zulassen können). Massenbeeinflussung durch Medien kann jedoch Gefühle synchronisieren – da kann etwas völlig falsches zu einer Massenbewegung werden, wie die totalitären Regime überall auf der Welt eindrucksvoll bewiesen haben. Oder die Werbung. Oder Wahlkampf, oder, oder…

Löst man sich so weit als möglich von Gefühlen und versucht, alles rational zu beurteilen – was bedingt, dass alles, was die Sinne beeinflusst, soweit es irgend geht vermieden wird, eine Askese in klösterlicher Abgeschiedenheit z.B. wäre eine Alternative. Oder zumindest völlige Abstinenz gegenüber allen Medien (TV, Radio, Zeitung), damit die permanente Beeinflussung zurückgedrängt wird – und besinnt sich darauf, was man einmal in der Schule gelernt hat, also z.B. Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, so kann man zumindest versuchen, vernünftige Gedanken zu fassen. Vernünftig, was könnte das sein? Zuerst sollte man doch rational nachvollziehen können, dass ein begrenztes System, wie unser Planet es darstellt, nur begrenzt Rohstoffe, Energie und Fläche bieten kann. Im zweiten Schritt sollte die Überlegung greifen, dass als Folge davon Rohstoffe nicht für den Einmalgebrauch eingesetzt werden dürfen, sondern prinzipiell stets wiederverwendet werden müssen. Das stellt jedenfalls die Wegwerfgesellschaft infrage.

Wird man sich auch der Begrenztheit der vorfügbaren Energie bewusst, sollte dem Mobilitätswahn der Abschied gegeben werden. Als sich die Menschen noch der Begrenztheit bewusst waren, waren menschliche Siedlungen vernünftig ausgebaut: Wohnung und Arbeit lagen nah beieinander, und die Herstellung der Güter des täglichen Bedarfs wurde beim Handwerker um die Ecke bewerkstelligt. Wohnungen wurden nicht irgendwo in die Landschaft gebaut, sondern die Häuser schmiegten sich eng aneinander, was enorme Energieeinsparungen bewirkt. Die Siedlung wurde nur verlassen, um die Felder zu bestellen.

Dies ist durchaus auch heute darstellbar. Die Arbeiter müssen nur in die Nähe ihrer Fabrik umsiedeln – so wie es schon Jahrtausende vorher üblich war.

Die Begrenztheit der Flächen äußert sich auch in einer nicht mehr steigenden Nahrungsmittelproduktion. Alle brauchbaren Flächen für den Ackerbau sind weltweit mittlerweile ausgeschöpft, eine Ausweitung von landwirtschaftlich genutzten Flächen ist nur noch um den Preis der Vernichtung der noch übrigen kümmerlichen Reste von Natur realisierbar.

Die bislang genutzten Agrar-Flächen beschränken die Nahrungsmittelproduktion so lange, so lange keine Produktivitätssteigerung (Ertrag pro Fläche) erfolgt. Hier scheinen weitere Steigerungen schwierig, hat doch die Intensivlandwirtschaft heute schon ihre Grenzen erreicht. Wenn nun vermehrt „Bio“-Produkte verlangt werden, nimmt die Produktivität zwangsläufig ab, auch ein verminderter Einsatz von Pestiziden schlägt auf die Produktion durch. Der scheinbare Überfluss an Nahrungsmitteln in Deutschland bzw. allgemein Europa ist nicht wirklich, wer genau hinschaut, erkennt, dass dieser Überfluss primär auf Importen fußt, und damit wird der Nahrungsmangel nur in andere Weltregionen verlagert.

Der „biologische Fußabdruck“ Deutschlands zeigt das auf: jeder Einwohner Deutschlands verbraucht mehr als dreimal so viel wie an natürlichen Ressourcen verfügbar sind (auf der Fläche der Bundesrepublik), d.h., wir nehmen Anderen etwas weg, ja, sogar sehr viel weg. Wir müssten, um „nachhaltig“ unseren Anteil der Erde zu nutzen, mit einem Drittel auskommen: ein Drittel von allem, also Energie, Nahrungsmittel, Rohstoffe, usw.

Leider betrachten die unterschiedlichsten Bewegungen zum Schutz der Natur stets nur kleine Teilaspekte und nie das große Ganze, zumindest habe ich eine Gesamtbilanz bislang nicht als Grundlage politischer Bestrebungen gesehen.

Die Begrenztheit lässt sich überall erkennen. Im Gesundheitswesen sind die Mittel /Ausgaben begrenzt, direkte Folge der Begrenztheit sind die Überall eingeführten Budgets. Nun kann man nicht Leistungen unbegrenzt abfragen, bei begrenztem Budget, ohne Einbußen an Qualität. Bislang konnten die Einbußen verborgen werden, nur, aktuell treten sie immer deutlicher ins Bewusstsein. Beispiel Krankenhaus: fast alle Kliniken kämpfen mit Personalmangel (Folge der budgetbedingten schlechten Bezahlung verbunden mit einem ungünstigen Stellenschlüssel), Hygienemängeln (ebenso direkte Folge der Einsparungen beim Personal), Ausstattungsmängeln (medizinische Geräten werden aus Kostengründen mit längeren Laufzeiten bis zur Auswechslung bzw. Modernisierung belastet), Baumängeln (die Kliniksgebäude sind sehr in die Jahre gekommen, jedoch es fehlt das Geld für Instandhaltung und Renovierung, wie in Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden auch), und was für das Krankenhaus gilt, gilt auch für die freien Praxen. Beispiel Psychotherapie: psychotherapeutische Praxen haben eine Zulassungssperre, d.h., wir haben eine „Bedarfsregelung“. Nun erhält ein Patient in einem gesperrten (also laut Bürokratie überversorgtem Gebiet) kaum einen Termin innerhalb von sechs Monaten. Da dies ja den Mangel bzw. die Begrenztheit dokumentieren würde, hat die Planbürokratie was Neues erfunden: wie bei allen Fachärzten wird einem Patienten das Recht garantiert, innerhalb von vier Wochen einen Termin zu bekommen. Unmittelbare Folge ist, dass nun zwar ein Termin vergeben wird, dann jedoch die Therapie noch später beginnt, weil ja der Ersttermin Arbeitszeit verschlingt, die nicht mehr therapeutisch genutzt werden kann.

Da werden Potemkin’sche Dörfer gebaut und das Volk in trügerischer Sicherheit gewiegt.

Akzeptiert der geneigte Leser, dass Begrenztheit ein elementarer Bestandteil des Lebens an sich ist und Grenzen nicht etwas widernatürliches, sondern einfach nur eine Überlebensstrategie darstellen, dann sollte auch die daraus abgeleitete Folgerung akzeptabel sein: eine unbegrenzte Zuwanderung bzw. Einwanderung zerstört das Gemeinwesen, so wie eine bakterielle Infektion den Organismus zerstört. Der biologische Fußabdruck, Maß aller Dinge, kann dauerhaft (nachhaltig) nur „1“ sein, d.h., das Gemeinwesen darf nicht mehr verbrauchen als es an natürlichen Ressourcen verfügbar hat. Um alles um ein Drittel zurückzufahren genügt es kaum, dass jeder Einwohner einfach nur weniger verbraucht, es muss auch eine Reduktion der Gesamtzahl an Individuen erfolgen. Nur so ließe sich ein Gleichgewicht herstellen.

Damit ist allen Einwanderungsgesetzen die rote Karte zu zeigen: Einwanderung ist generell zu unterbinden.

Nun wird der Druck auf die Grenzen nicht nachlassen – die unbegrenzte (!) Vermehrung der Menschen erzeugt Not, Hunger, und damit verbunden einen Auswanderungsdruck. Dies ist erst einmal Fakt, und Kriege sind auch nur Folge der Überbevölkerung, die zur Migration  führt, und nicht Ursache. Nun können Migrationsströme doch nicht in Regionen geleitet werden, die selbst schon überbevölkert sind, das ist einfach nicht tragbar. Weder die Ressourcen (denken wir daran: es wird bei uns dreimal so viel verbraucht wie „nachwächst“) noch die Sozialsysteme sind dem Ansturm gewachsen. Schon das Problem „Wohnen“ scheint ausweglos. Es ist schlicht unmöglich jedem Erdbürger eine Wohnung nach unserem  Standard zur Verfügung zu stellen, so viel Beton (oder anderes Baumaterial) gibt es gar nicht. Und für alle Sozial- und Gesundheitsleistungen vorzuhalten ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Gesellschaft steht deshalb am Scheideweg: will sie und mit ihr die Zivilisation überleben, muss sie die Grenzen hermetisch schließen und Wege suchen, mittelfristig die Bevölkerungsdichte zu reduzieren, oder sie entscheidet sich die Grenzen offen zu halten und mit den Migranten unterzugehen, wie damals Rom.

 

Die Einwanderung und die Folgen

Der bekannte Volkswirtschaftler Prof. Bernd Raffelhueschen, Mitglied des Sachverständigenrats, hat Anfang 2016 eine äußerst optimistische Rechnung zu den Kosten der „Flüchtlinge“ präsentiert http://www.focus.de/finanzen/news/finanzexperte-raffelhueschen-die-regierung-weiss-mehr-ueber-die-fluechtlinge-gibt-die-daten-aber-nicht-heraus_id_5300619.html – trotz seiner optimistischen Angaben hat das der Regierung bzw. den Medien offensichtlich nicht gefallen. Seither konnte man nichts mehr von ihm hören, er ist in Ungnade gefallen.

Die Annahme der Wissenschaftler, die zahllosen „Flüchtlinge“ würden zügig integriert und wären schon in 6 Jahren in Arbeit, entsprach der damaligen allgemeinen Euphorie, die jeglichen Realitätssinns entbehrte. In Ländern wie Großbritannien oder Frankreich gibt es Zuwanderung schon viel länger, aus ähnlichen Regionen, und dort sind die Erfahrungen sehr ernüchternd. 90 Prozent der Zuwanderer sind auch nach Jahrzehnten abhängig von Sozialhilfe, und eine Änderung ist auch nicht absehbar. Auch die Kinder und Enkel der ursprünglichen Einwanderer bleiben ohne Jobs – was z.B. in Frankreich zu einem richtigen Bürgerkrieg geführt hat. Die Einwanderer und deren Kinder sehen für sich keine Perspektive, werden kriminell und weisen den Aufnahmeländern alle Schuld für ihr persönliches Scheitern zu.

Wie da die deutschen Führungseliten auf die Idee kommen, konnten es könnte hier anders laufen, ist unbegreiflich, anstatt einfach beschwörend auszurufen „die Integration muss gelingen“ hätte man sich schon mal Gedanken machen können, was in den Nachbarländern falsch gelaufen ist.

In den zivilisierten Ländern ist Bildung die wichtigste Voraussetzung, eine feste Anstellung in einem Wirtschaftsunternehmen zu finden, ohne geht es in der hochtechnisierten Welt einfach nicht. Nun kommen die Einwanderer aus Kulturkreisen, in denen Bildung schlicht unbekannt ist. Diverse PISA Studien haben eindrucksvoll nachgewiesen, dass es schon als gebildet angesehen wird, wenn die Wissenskompetenz eines deutschen 10-Jährigen gegeben ist. Dies war schon zu Beginn der „Flüchtlingskrise“ durchaus bekannt, wer darauf verwiesen hat, wurde jedoch einfach niedergebrüllt. Man hatte den Größenwahn, man könnte in einigen Wochenendseminaren den Bildungsrückstand  aufholen. Allmählich zeigt es sich jedoch, dass die Bedenken durchaus berechtigt waren. Nur eine verschwindend geringe Zahl an Asylbewerbern konnte in den Arbeitsprozess eingegliedert werden, dies entspricht vollständig den Erfahrungen aus Frankreich oder England. Damit einher geht ein steiler Anstieg insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit, was eben in Frankreich zu den aktuellen bürgerkriegsähnlichen Zuständen geführt hat.

Dabei wurde den Zuwanderern und deren Kindern durchaus jede Chance zum Erwerb von Bildung geboten – jedoch waren und sind die Hindernisse intern bei den Zuwanderern zu finden. Wenn ein Großteil der Lehrer weiblich ist, wie bei uns, dann ist es für Menschen aus unserer Kultur unproblematisch. Bei den Zuwanderern aus archaisch strukturierten Kulturen gilt eine Frau jedoch als minderwertig, deshalb gilt auch das durch sie vermittelte Wissen als minderwertig und wird abgelehnt. Das Resultat sind ungebildete Schulabbrecher ohne die geringste Chance auf eine irgendwie bessere soziale Stellung. Kenner der Situation, wie Buschkowski oder Sarrazin, wurden verlacht bzw. in die Ecke rechter Spinner gestellt, wenn sie über ihre Erfahrungen in den Berliner Problembezirken berichteten.

Mittlerweile sieht sich auch das von der linken A. Nahles geführte Arbeits- und Sozialministerium genötigt, den Optimismus zu relativieren, man glaubt dort auch nicht mehr an eine rasche Eingliederung in den Arbeitsprozess.

Wenn man nun annehmen möchte, dass das in Deutschland nicht anders verlaufen wird wie in Frankreich oder England, darf man die Annahmen der  Freiburger Wissenschaftler nicht mehr akzeptieren – die prognostizierten Kosten von 900 Mrd. Euro für die nächsten 6 Jahre sind für die Zukunft fortzuschreiben, bei sich verstärkender Dynamik. Nicht berücksichtigt in den Zahlen sind laut Raffelhueschen die Kosten für eine numerische Aufstockung von Polizei und Justiz, die nach den Attentatserfahrungen zwingend sind. Auch wurden die Kosten für das Gesundheitswesen völlig außen vor gelassen, obgleich hier eine Kostenlawine ohnegleichen auf uns zukommt.

Ebenso wurden die Kosten der „Familienzusammenführung“ unberücksichtigt gelassen. Wie die Erfahrungen aus den Nachbarländern zeigen, sind das nur weitere Sozialhilfeempfänger. Und das dauerhaft.

Die stereotype Behauptung, Deutschland sein ein reiches Land, ist ebenso verlogen. Ja, der deutsche Staat scheint besser gestellt als andere Länder – nur, der deutsche Bürger an sich ist arm in Relation zu anderen. Nach offizieller Statistik für 1015 der europäischen Statistikbehörde hat der Deutsche durchschnittlich ein Vermögen von 47.681 €, im Median ist das noch deutlich weniger. Der Italiener hat hingegen 53.494 € auf dem Konto, offiziell, wobei Jeder weiß, dass in den Südländern sehr viel an der Steuerbehörde vorbeiläuft, man darf deshalb gerne von mehr ausgehen. Im ehemals kommunistischen Slowenien haben die Bürger immerhin inzwischen auch schon 13.135 € auf dem Konto. Relativ reich sind hingegen die Schweizer mit im Schnitt 170.589 €, sogar die Österreicher sind besser gestellt mit 51.062 € im Säckel.

Nun wird gerne gefaselt, solche Statistiken seien nicht sehr aussagekräftig, da ja insbesondere Deutschland ein vorzügliches Sozialsystem habe und man die hohen Rentenansprüche einbeziehen müsste. Unsinn. In Italien und Österreich erhalten die Rentner eine ganz wesentlich höhere Rente als der Deutsche!

Dass die Deutschen so (relativ) wenig Vermögen haben ist einfach darin begründet, dass die Deutschen ein Volk von Mietern sind und eine sehr geringe Immobilien-Eigentums-Quote aufweisen. Der Häuschenbesitzer kommt dann natürlich mit viel weniger monatlicher Rente aus als der Deutsche, der auch im Rentenalter mit weiter steigenden Mieten rechnen muss. Die Altersarmut ist deshalb eine reale Bedrohung, nicht wenige Rentner erhalten nach 40 Jahren Arbeitnehmerdasein eine Rente, die nur marginal über dem Sozialhilfesatz liegt. Die Politik hat das thematisiert, nur, Lösungen sind bislang keine gefunden worden.

Dies mag auch im deutschen Größenwahn begründet sein. Denn, Deutschland ist auch kein „reiches Land“ wenn man nur den Staat betrachtet. Den offiziellen Staatsschulden in Höhe von etwa 2 Billionen € sind noch mindestens 4 Billionen „versteckte“ Schulden hinzuzurechnen, z.B. Pensionsverpflichtungen, Zahlungsverpflichtungen in Sozialkassen (Einzahlungen in die Rentenversicherung usw.) etc. Und die 2 Billionen sind auch nur die Schulden der Bundesrepublik – Länder und Kommunen haben ja auch hohe Verbindlichkeiten. Da waren Bilanzierungskünstler am Werk, die, würden sie ein Wirtschaftsunternehmen leiten, wegen Bilanzfälschung mit hohen Gefängnisstrafen rechnen müssten.

Natürlich ist das international bekannt, weshalb wohl kaum so ein run auf deutsche Staatsanleihen möglich wäre, ohne weitere Manipulationen.

So hat die Regierung ein Gesetz beschlossen, dass Versicherungen bevorzugt Staatsanleihen als Vermögensanlage kaufen müssen – ein Grund für die extrem mageren Renditen. Deutsche sind international Spitze im Abschluss von Versicherungen, das kann man ausnützen. So kann die Regierung ihre Staatsanleihen problemlos loswerden, die Abnehmer sind ja gesetzlich festgelegt. Daraus erklärt sich auch die „Riester-Rente“, ebenfalls eine Mogelpackung. Riester, das sind ebenfalls Versicherungsverträge, und da wurde das Geld in Staatsanleihen angelegt. Auch da wurden die Sparer über den Tisch gezogen, nicht von den Versicherungsverkäufern, sondern von der Regierung.

Zu der dürftigen finanziellen Ausstattung kommen nun mit der Welle an „Flüchtlingen“ ungeheure Kosten für die Zukunft hinzu – auch wenn man die Experten entweder zum Schweigen bringt oder irgendwie dazu, dass sie das Hohelied des reichen hilfsbereiten deutschen Landes mitsingen, die zunehmende Armut ist doch überall sichtbar. Schulen und andere öffentliche Gebäude sind in einem bedauernswerten Zustand, ebenso Straßen und Brücken, notwenige Instandsetzungsmaßnahmen werden immer weiter verschoben – auch das sind ja prinzipiell „Schulden“, wenn Erhaltungsmaßnahmen anstehen und einfach nicht ausgeführt werden. In der Wirtschaft bildet man dazu eine „Investitionsrücklage“.

Die wirklich dummen Sprüche von Links-Politikern, es sei doch alles ganz einfach, man müsse das nötige Geld doch nur von „den Reichen“ holen hilft auch nicht weiter – die „Reichen“ haben längst das Weite gesucht, wie aktuelle Studien zeigen. Die „Reichen“ verlassen das das Land und nehmen ihren Reichtum mit, die warten doch nicht bis sie zur Schlachtbank geführt werden http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/new-world-wealth-tausende-millionaere-verlassen-deutschland-a-1136470.html. Man könnte den Excodus nur verhindern, wenn man á lá DDR einen „antifaschistischen Schutzwall“ um Deutschland baut, mit Schießbefehl und allem was dazu gehört. „Reiche“ und „Gebildete“ haben die Möglichkeit zu gehen, die hat „der kleine Mann“ nicht.

Ein Helfersyndrom mit der Manie, die ganze Welt retten zu wollen, gab es auch in Kuba unter Fidel Castro. Wo hat man nicht überall kubanische Hilfe hingeschickt – und zuhause haben die Menschen gedarbt. Kuba ist immer noch ein Staat mit extremer Armut – ein Durchschittseinkommen von etwa 20 $ monatlich, zerfallende Städte, wo ganze Straßenzüge plötzlich in sich zusammenstürzen, und das in einem Land, das jahrzehntelang massiv von der Sowjetunion und später von dem ebenfalls kommunistischen Venezuela unterstützt wurde. Deutschalnd lebt über seine Verhältnisse, und das in krassem Ausmaß.

Was linke Politiker seit langem predigen „wir müssen teilen lernen“ ist längst Realität: “unsere Kinder sollen es einmal besser haben“ hat sich umgedreht, die Nachkommen werden es sehr schwer haben, drückende Staatsschulden, verrottende Infrastruktur zusammen mit aberwitzigen Soziallasten, da werden sie wohl bis 75 arbeiten bei stetig kleineren realen Löhnen.

 

Dresden – Mahnmal für „nie wieder Krieg“?

Der Jahrestag der Zerstörung Dresdens gibt Anlass zu einer Analyse.

Was war geschehen? In den letzten Kriegsmonaten, als längst klar war, dass Deutschland total verloren hat, haben die Englischen und US-amerikanischen Bomberflotten – wohl um den Sowjets und Stalin Aktivität zu beweisen, einen anderen Grund kann man sich kaum vorstellen – Dresden vernichtet. Die Alliierten müssen gewusst haben, dass Dresden keine kriegswichtige Bedeutung hatte und dass die Stadt von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten überflutet war. Der Angriff galt also schutzlosen Zivilisten.

Bei dem Angriff auf Dresden wurden noch konventionelle Bomben eingesetzt, nicht lange danach kam in Hiroshima die erste Atombombe zum Einsatz, die Deutschland Gott sei Dank wegen des rechtzeitigen Kriegsendes erspart geblieben ist.

Es soll hier jedoch nicht gerätselt werden, weshalb es zu dem fürchterlichen Angriff gekommen war und es soll auch nicht über „Schuld“ gerätselt werden – es war Krieg, und da haben die Deutschen und Japaner angefangen damit. Basta.

Nur – wie man mit den Kriegsopfern umgeht, darüber müssen Fragen und Diskussionen zulässig sein.

In Japan – in Hiroshima – gibt es „The Dome“, eine Ruine aus Stahlbeton, die zumindest teilweise dem Atombombenangriff standgehalten hat, und es gibt ein Museum, in dem das Grauen Ausdruck findet. Aber das wichtigste ist, zum Gedenken an die Opfer, Frauen, Kinder und Alte, steht da eine Glocke, und die wird alle Stunde geschlagen, um an das zu erinnern, was nie wieder passieren soll.

Und Japan hat wirklich etwas geändert. In der Verfassung steht, dass Japan nie wieder einen Angriffskrieg führen wird, und tatsächlich hat seit 1945 nie mehr ein japanischer Soldat ausländischen Boden betreten. Allen internationalen „Verpflichtungen“ entzieht sich Japan durch Verweis auf die Verfassung, punkt. Deshalb sterben auch keine Japaner am Hindukusch oder in Afrika. Japan hat die Lektion gelernt!

Das Gedenken an die Opfer, das muss jeder Staat selbst wach halten, als Mahnung dafür, dass Krieg ein Verbrechen ist. Nur wer seine Opfer auch beweint kann doch die Politik darauf abstellen, nie mehr solche Opfer in Kauf zu nehmen, denn es gibt im Krieg immer eigene Opfer zu beklagen, und die kann man nie mit den Opfern auf der anderen Seite aufrechnen.

Die anderen großen Verlierer des zweiten Weltkriegs, die Deutschen, haben ihre eigenen Opfer nie gewürdigt oder beweint. Wer das versucht gilt als „rechtsextrem“ oder „Nazi“. So etwas hat es noch nie gegeben in der Geschichte, dass ein Volk die eigenen Opfer nicht betrauert hat. Wo bleiben die Denkmäler für die 10 Millionen Kriegstoten in Deutschland (Weltkrieg II)? Wo die Denkmäler für die gigantischen Gebiets Verluste? Wo die Denkmäler für das Leid der Vertriebenen?

In Dresden, ausgerechnet in Dresden, werden Denkmäler errichtet für die Toten von Aleppo. Es ist schlimm dass in Syrien Menschen im Bürgerkrieg zu Tode kommen, ja, nur, wer es nicht schafft seine eigenen Toten zu beklagen, der wirkt kaum glaubwürdig bei der Betrauerung von Toten anderswo.

Es scheint, dass da etwas falsch gelaufen ist in Deutschaland. Vielleicht lässt sich so auch der irrwitzige Trieb, der ganzen Welt helfen zu wollen, erklären: die eigenen Opfer wurden nie gebührend gewürdigt und beweint.

Die öffentliche Trauer hat seit Menschengedenken eine wichtige Funktion. Wenn islamistische Terroristen getötet werden oder Selbstmord begehen, wird den Familien öffentliche Trauer zugestanden, und das ist auch richtig so. Tote müssen ihre Ruhe finden, das war immer so, das braucht die Psyche. Nur in Deutschland gibt es das nicht, auch aktuell. Die Toten des Terrors von Paris wurden in Deutschland betrauert, die Toten des Weihnachtsmarktes von Berlin nicht bzw. erst mit massiver Verspätung, da ist die Wirkung verpufft. Lieber trauert man um Aleppo. Da stimmt doch etwas nicht!

Jeder, der auch nur ansatzweise Kritik zu üben wagt, wird sofort als „rechtsextrem“ abgestempelt. Dabei vergessen die „Eliten“, dass sie mit solchem Verhalten den „echten“ Rechten die Menschen in die Arme treiben. „Die Linke“ um Gysi und Wagenknecht hat das verstanden, die warnen vor dem, was deshalb kommen kann.

Wer nicht einmal Trauer erlauben will verliert massiv an Glaubwürdigkeit!

Ähnliches konnten wir in USA beobachten. Die eigenen Opfer des Vietnamkrieges wurden in Amerika auch nicht wirklich betrauert, die Eliten wollten das Desaster nur möglichst schnell aus dem kollektiven Gedächtnis tilgen. Die Quittung bekommen sie jetzt: Donald Trump, der korrekt gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, repräsentiert die Versäumnisse der Vergangenheit. Die vergessenen Vietnam-Veteranen und all die späteren Opfer einer falschen internationalistischen Politik haben dazu geführt, dass Trump denen eine Stimme verleiht, die ihre Opfer betrauern wollen. Die isolationistische neue Politik, die nicht nur die USA erfasst hat, auch England, Holland, Frankreich, Schweden, Dänemark, usw., ist eine Abrechnung mit den „Eliten“, die es nicht einmal fertig bringen, eigene Opfer zu betrauern. Das steht – leider – in direkter Nachfolge zur Unfähigkeit Hitlers, Stalins, Maos, Pol Pots, Castros, und all der anderen menschenverachtenden Diktatoren, die auch nie Trauer über die Opfer erlaubten.

Es ist nicht „Moral“ was diese „Eliten“ antreibt, es ist Menschenverachtung. Ihrer kruden Ideologie wird alles untergeordnet, Opfer zählen da gar nichts, sind ja nur Konterrevolutionäre.

Diese Verachtung der Menschen rächt sich, mag es auch dauern.

Es scheint auch vollkommen krank, die deutsche Geschichte auf die Jahre zwischen 1933 und 1945 zu reduzieren. Hier soll nichts, aber auch gar nichts, relativiert werden (die Kritik „rechts“ ist ja quasi vorprogrammiert!), nur, Deutschland ist doch mehr als 12 Jahre. Reduziert sich denn Spanien auf die Zeit der Eroberungen in Amerika? Oder England auf die Zeit der grausamen Kriege in Afrika? Oder Russland auf die entsetzliche Zeit unter Stalin?

Der Selbsthass, der ausgelebte Todestrieb der Deutschen – der sich in der Fokussierung auf die unseligen 12 Jahre manifestiert – zeigt doch nur wie krank die derzeitige Gesellschaft ist. Amerikaner, Engländer, Franzosen, Russen, überall zweifelt man am Geisteszustand der Deutschen. Nur in Deutschland ist man immun gegen solche Gedanken. Und dann wundert man sich über das Aufleben rechter Gruppen?!

Moral und Ethik

 

Ethikfragen

Es sollte keinen Zweifel geben: das größte Problem der Menschheit ist deren ungezügelte Vermehrung. Klimaerwärmung, Umweltverseuchung, Rohstoffmangel, Energiemangel, Wassermangel – alles unmittelbare Folgen der Überbevölkerung. Naturkatastrophen – auch Tsunami-Opfer sind ein Ergebnis der Überbevölkerung. Früher hätte niemand in von regelmäßigem Hochwasser durch Flut gefährdeten Gebieten gelebt bzw. seine Hütten dort gebaut, der Bevölkerungsdruck hat es erzwungen. Auch die „Völkerwanderung“ wurde vor 2000 Jahren durch Überbevölkerung ausgelöst, die weiße Eroberung Amerikas war ein Ergebnis der Überbevölkerung in Europa, und die aktuellen „Flucht“-Bewegungen sind ebenfalls ein Ergebnis des raschen Bevölkerungswachstums, das den Menschen kaum Alternativen lässt – entweder sie gehen oder sie verhungern.

Die Nahrungsmittelproduktion weltweit schrumpft, weil weder Anbauflächen noch Ertrag pro Fläche noch weiter zu steigern sind – die Vernichtung des Regenwalds, um neue Ackerflächen zu gewinnen, ist eine Katastrophe, die den Klimawandel beschleunigt, die Verseuchung der Flüsse und Meere lassen den Ertrag an Fisch sinken, die gewonnenen Anbauflächen bluten rasch aus, weil der notwendige Dünger knapp und teuer wird.

Da mutet es seltsam an, dass es Leute gibt, die strikt gegen Gentechnik in der Landwirtschaft sind (eine Chance, etwas mehr an Ertrag herauszuholen), die gegen den Einsatz von Dünger sind und strikt „Bio“ fordern (was naturgemäß den Ertrag pro Fläche sinken lässt) – haben die nur den europäischen Überfluss im Sinn und übersehen die Probleme in den „Entwicklungsländern“?

Hier ethische Gesichtspunkte in die Diskussion einzuführen ist schlicht Unfug. Eine gute Definition des Begriffs „Ethik“ findet sich z.B. unter http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/ethik.html. Hier die dort aufgeführte Kurzerklärung:

„Ethik ist die Lehre bzw. Theorie vom Handeln gemäß der Unterscheidung von gut und böse. Gegenstand der Ethik ist die Moral. Die griechische Ethik war empirisch und normativ zugleich. Heute wird eine empirische, deskriptive Ethik streng unterschieden von der normativen Ethik, die ein Sollen formuliert; dieses Sollen erhebt Anspruch auf allgemeine Verbindlichkeit.“

Der normative Zwang: die Ethik gebiete es alle (!) Menschen auf der Flucht, wovor auch immer, aufzunehmen, gleichgültig, welche Folgen das hätte. Die Ethik gebiete es, allen Menschen weltweit eine unseren Ansprüchen entsprechende Hochleistungsmedizin zukommen zu lassen, unabhängig von Finanzierungsfragen. Die Ethik gebiete es, den „Reichen“ zu nehmen und den „Armen“ zu geben, gleichgültig, ob damit Existenzen ruiniert werden, Unternehmen in den Konkurs getrieben werden und Massenentlassungen die Folge sind. Unterschiede in Einkommen und Vermögen seien „unethisch“ so die normative Ethik linker Kreise, die derzeit die Moraldiskussion bestimmen. Die Moralapostel wissen stets ganz genau, was „gut“ und was „böse“ ist, wobei diejenigen, die diese Moral predigen, stets zu den „Guten“ gehören, nach eigener Definition jedenfalls. Da fällt dann ganz tief, wer dabei erwischt wird, im privaten so ganz und gar nicht „moralisch“ zu sein…

Die Welt jedoch selbst ist weder gut noch böse, sie ist wie sie ist. Die von Moraltheoretikern entwickelte Zuschreibung ist relativ: ist es „böse“ wenn der Löwe eine Antilope reißt? Wohl kaum, und ist es „gut“, wenn Löwen getötet werden, um Antilopen das Überleben zu ermöglichen? Das beurteilt man heute als „böse“ obgleich solche Maßnahmen vor gar nicht so langer Zeit als „ethisch gut“ angesehen wurden (Beispiel Ausrottung von Wolf und Bär in Europa). Hier zeigt sich, dass Ethik relativ zu sehen ist und Zeitströmungen unterliegt. Ein aktuelles Beispiel aus Japan hat Entsetzen hervorgerufen: da haben Eltern zur Bestrafung ihren Sohn im Wald ausgesetzt. Dies wird heute als „böse“ angesehen, obgleich in Japan vor gar nicht so langer Zeit überzählige Kinder ausgesetzt wurden (das hat man dann als „gut“ angesehen). Die Tötung eines Feindes im Krieg ist „gut“, im Frieden ist der Homizid jedoch „böse“. Was verdeutlicht werden soll: „Gut“ und „Böse“ sind nicht absolut, sie werden aus gesellschaftlichen Moralvorstellungen relativ zur Mehrheitsmeinung definiert. Damit folgen sie nicht unabänderlichen „gottgewollten“ Regeln, sondern sind von einer Gesellschaft im Konsens entwickelte Moralvorgaben, die jederzeit änderbar, also „beliebig“ sind.

In der Antike war diese Auffassung Allgemeingut, wohingegen monotheistische Religionen und darauf aufbauende Gesellschaften dazu neigen, ihre ethischen Prinzipien zu verabsolutieren und Toleranz sehr restriktiv auszulegen (Giordano Bruno wurde schon wegen seiner Erkenntnis verbrannt, die Erde sei nicht Mittelpunkt der Welt). Es ist eben ein Unterschied, ob man eine Moral als „menschlich“ oder als „gottgegeben“ ansieht. Erst die europäische Aufklärung hat unter dem Einfluss der erklärten Atheisten Voltaire, Hegel, Nietsche, etc. die Macht der Religion als beherrschender Ideologie (ja, Religion ist „Ideologie“!) gebrochen.

Die Relativierung von „Ethik“ bzw. „Moral“ ist wichtig – ohne Anpassung gehen Gesellschaften sang.- und klanglos unter. Insbesondere heute ist diese Betrachtungsweise elementar: die Diskussion über eine „Leitkultur“ angesichts einer Lawine an Zuwanderern in die europäischen Gesellschaften hat gezeigt, wie wichtig dies ist. Von führenden deutschen Politikern wird unter Verweis auf „Ethik“ gefordert, als unumstößlich angesehene Moralregeln aufzugeben und an die Ethik der Zuwanderer anzupassen. Hierzu gehört dann zwangsläufig eine Neubewertung von Frauenrechten, ja des gesamten Rechtssystems (Stichwort Scharia). Dabei gilt: ein Festhalten an gewachsenen ethischen Prinzipien bei gleichzeitiger Integration anderer Kulturen schließt sich aus. Deshalb wäre es durchaus wünschenswert wenn die politischen Eliten allgemeingültig Ethikregeln formulieren würden – schließlich sind unsere Gesetze ja auch nichts anderes als zu Papier gebrachte Moralvorstellungen, deren Missachtung sanktioniert werden soll (überspitzt, intolerant sind). Gerichte stehen momentan vor der schwierigen Aufgabe, Urteile je nach ethischer Grundeinstellung der Angeklagten unterschiedlich zu fällen – unser Rechtssystem stellt darauf ab, für jeden Angeklagten ein ganz individuelles Urteil zu sprechen, wobei – dies ist ein Grundprinzip – der kulturelle Hintergrund des Täters Beachtung finden muss. Die Leute verstehen nun Urteile einfach nicht mehr, die so offensichtlich krass unterschiedlich ausfallen.

Die öffentliche Diskussion wirkt deshalb irgendwie verlogen: einerseits wird Achtung und Beachtung der fremden Kulturen (Stichwort „Multi-Kulti“) gefordert, anderseits wird standhaft geleugnet, dass damit eigentlich alle herkömmlichen Moralprinzipien auf den Prüfstand gehören, z.B. „Toleranz“, die vernünftigerweise nur dann gelten kann, wenn die „Gegenseite“ ebenfalls tolerant ist. Und dass eben dem einen erlaubt was dem anderen verboten ist.

Insbesondere wird ausgerechnet von denjenigen „Toleranz“ eingefordert, die besonders intolerant sind. Der Begriff „Toleranz“ wird aktuell dazu benutzt missliebige Meinungen zu unterdrücken, dies mit dem Schlagetot-Scheinargument es handele sich um „Rechtspopulisten“.

Was teilweise durch Äußerungen führender Politiker sichtbar wird ist ein tief verwurzelter „Vaterhass“ (Freud lässt grüßen), Beispiel der SPD-Vormann Gabriel: „ich mag das reaktionäre Gequatsche nicht mehr hören, ich kenne das zur Genüge von meinem Vater“. Die durch Erziehung vermittelte Ethik wurde und wird nun ersetzt durch den Primat der Politik („Die Partei hat immer Recht“), wobei es innerhalb einer Generation ungeheure Umwälzungen der Moralvorstellungen gegeben hat. Aktuell scheint man offizielle Ethikregeln gewaltsam gegen eine Mehrheit oder zumindest eine sehr große Minderheit durchzusetzen versuchen, mit fatalen Folgen. Aus den empfundenen Widersprüchen in der öffentlichen Moral, der Sanktionierung eigenständigen Denkens und raschem Wechsel der als verbindlich vorgeschriebenen Ethik resultiert eine tiefe Verunsicherung und daraus folgend eine rasche Zunahme an psychischen Erkrankungen. Nach einem aktuellen Bericht der Bayer. Staatsregierung ist bereits jeder vierte Heranwachsende mit psychischen Störungen belastet, ein ernstes Alarmzeichen. Die Verwirrung Jugendlicher ausschließlich auf den „Leistungsdruck“ zurückzuführen greift wohl zu kurz. Schon der „Leistungsdruck“ ist an sich ist doch Zeichen einer Verwirrung – weshalb werden Kinder und Jugendliche solchen  Druck ausgesetzt? Weil die politische Doktrin vorgibt, Jeder sei gleich und könne deshalb auch gleiche Ziele erreichen? Ohne zuzulassen, dass es doch unterschiedliche Begabungen geben kann?  Das führt doch dann automatisch zu Überforderung!

Das Elternhaus wird nicht mehr als moralische Autorität wahrgenommen, da „faschistisch“, „reaktionär“, usw., normative Vorstellungen werden vom Staat vorgegeben. Solch eine „Kulturrevolution“ hat es schon oft in der Geschichte gegeben, mit jeweils schlimmen Folgen (China, Kambodscha, um nur besonders auffällige Beispiele zu nennen).

Kein Wunder, dass der Widerstand gegen zentralistisch vorgegebene Ethik besonders in den ehemals sozialistischen Ländern groß ist – in den neuen Bundesländern hätte die krude Ideologie, gäbe es noch die DDR, vermutlich ebenso keine Chance wie in Polen, Ungarn, Slovakei oder Tschechien. Dort erinnert man sich noch zu gut an die Herrschaft der Ideologen, die besonders in Deutschland schon wieder überhandnimmt und in imperialistischer Manier den Partnerländern in der EU aufgezwungen werden soll, wobei man natürlich das Recht dazu aus der Überlegenheit der eigenen Ethikvorstellungen herleitet. Was der Gipfel der Intoleranz ist.

Hier scheinen die westlichen Gesellschaften am Scheideweg. Die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, die überall zu beobachten ist, gibt keinen Hinweis, wohin die Entwicklung gehen wird. Es sieht jedoch so aus, dass die EU durch die Spannungen zu zerfallen beginnt. Die Partnerländer wollen sich dem Diktat aus Deutschland nicht mehr beugen. De Gaulles „Europa der Nationen“ soll unter dem Einfluss der deutschen Moralapostel die Nationalitäten aufgeben, dagegen regt sich überall Widerspruch. Alle Nationen Europas (außer Deutschland) haben die Völkerwanderung ganz oben auf der Agenda, da sie dadurch ihre nationale Identität bedroht sehen.

Bedauerliche Tatsache ist jedoch, dass von allen Seiten zunehmend die übergeordnete Realität geleugnet wird: das Problem der Übervölkerung, seit den 70er Jahren (!) Thema wissenschaftlicher Erörterungen (Stichwort „Club of Rome“), ist immer noch kein Tagesthema, obgleich es eigentlich schon 5 nach 12 ist. Ohne die ungezügelte Vermehrung der Spezies Mensch wären solche Erörterungen obsolet, weil es keine Wanderungsbewegungen gäbe.

Und hier spielt auch das Thema Zuwanderung herein: Zuwanderer aus muslimischen Ländern, die aktuell das Gros der Einwanderer stellen, negieren das Problem Vermehrung total, Beispiel der Präsident der Türkei, Erdogan. Recep Tayyip Erdogan hat sich strikt gegen Verhütung ausgesprochen. Stattdessen will er „unseren Nachwuchs mehren“. „Ich sage ganz klar: Unser Nachwuchs wird zunehmen“, so Erdogan bei einer Ansprache in Istanbul. „Sie reden von Empfängnisverhütung und Familienplanung. Keine muslimische Familie kann eine solche Geisteshaltung haben.“ Und weiter: „Die wichtigste Aufgabe kommt hier den Müttern zu.“

Dass dies nicht nur für Türken, sondern für alle Muslime gilt, sollte sich herumgesprochen haben. Die Türkei hat ein starkes Bevölkerungswachstum bei derzeit schätzungsweise 79 Millionen Einwohnern, ähnliches findet man in Ägypten, Pakistan, Iran, Indonesien, usw. So wie früher unter dem Einfluss der katholischen Kirche Geburtenkontrolle als „Todsünde“ streng verboten war mit der Folge katastrophaler Hungersnöte (Beispiel Irland mit Millionen (!) Hungertoten und riesigen Auswandererzahlen nach Amerika und Australien) finden wir das identisch in muslimischen Gesellschaften. Einziger Unterschied: die Erde insgesamt ist bereits so übervölkert, dass Auswanderung keine Lösung mehr sein kann – Einwanderung ist ja stets verbunden mit der Dezimierung bzw. Ausrottung der angestammten Urbevölkerung („Eingeborene“), was bei relativ menschenleeren Gegenden früher hinnehmbar schien, heute jedoch, wo überall bereits Gedränge herrscht, wäre nur ein groß angelegter Genozid eine Möglichkeit Platz zu schaffen für Zuwanderung.

Das kann jedoch niemand „gut“ finden…

Gesundheitswesen: Neid bestimmt die Diskussion!

Gefunden bei t-online.de31.05.2016

„Hart aber fair“ oder besser Hart aber unfair?

Wie teuer darf Medizin sein? Schon das Thema schürt Vorurteile: es wird als unzulässig angesehen, wenn “Medizin“ teuer ist. Man kann das nachempfinden – der Primat des menschlichen Lebens ist schließlich gesellschaftlicher Konsens heutzutage. Wirtschaftliche Aspekte dürfen, so ebenfalls Konsens, keine Rolle spielen.

Dabei versucht sich die Politik bereits seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit einer Ökonomisierung des Gesundheitsbetriebs, mit immer deutlicher sichtbaren Folgen (deutsche Krankenhäuser oder Arztpraxen werden solchen aus sozialistischen Ländern immer ähnlicher. Schon ein flüchtiger Blick in eine deutsche Klinik – heruntergekommene Gebäude, billigste Ausstattung mit Bodenbelag aus PVC, unwirtliche Krankenzimmer, usw. – erschreckt, wenn man einmal das Vergnügen hatte in einer Klinik in den USA oder der Schweiz behandelt zu werden). Ein Einfluss auf die medizinische Versorgungsqualität wird bislang jedenfalls geleugnet, wobei auffällt, dass uns für die USA detaillierte Statistiken zur Qualität vorliegen, für Deutschland findet man kaum etwas. Zumindest nichts wirklich Systematisches.

Wenn dann trotzdem die Ausgaben steigen sucht man nach Sündenböcken: Pharmaindustrie und Zahnärzte waren stets willkommene Opfer. Momentan werden Zahnärzte geschont – kein Wunder, zahnärztliche Leistungen sind bereits zu mehr als 50 % „Privatleistungen“ (so die Statistik, Quelle KZBV Jahrbuch), dafür wird auf die Arzneimittelhersteller eingeprügelt. In der zitierten Sendung wurde beispielhaft Bezug genommen auf  „Harvoni“, das Hepatitis C in 95 Prozent der Fälle heilen kann. Ein „Quantensprung“, aber teuer: 674 Euro pro Einzeldosis, 57.000 Euro pro Behandlung. „Das ist ethisch absolut inakzeptabel“, so der Theologe Wolfgang Huber, ehemaliger Rats-Vorsitzender der Evangelischen Kirche. Man könne solche Preise auch nicht mit Entwicklungskosten rechtfertigen, denn die hätte Hersteller Gilead binnen neun Monaten bereits hereingeholt. Kein Wort dazu, dass nicht nur Erfolge aus der Forschung auf den Markt gebracht werden – wer soll die zahlreichen Flops finanzieren, wenn nicht die Blockbuster?

SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, natürlich, fiel auch nichts Vernünftiges dazu ein. „Weniger als fünf Prozent der Hepatitis-Patienten weltweit kommt in den Genuss des Medikaments. Da kann ich sagen, das ist der Markt. Aber es ist unethisch.“

Aha. Mit dem Ethik-Argument kann man jede Diskussion erschlagen – nur, woher soll denn das Geld kommen? Dass Menschen heute länger leben, dass immer mehr Krankheiten behandelbar sind (Beispiel AIDS), das ist schön – nur, folgte man ausschließlich dem Ethik-Argument, überstiegen die Ausgaben sämtliches Einkommen aller arbeitenden Menschen weltweit. Es können nicht alle Menschen in den Genuss von Hochleistungsmedizin kommen, ebenso wie nicht genug Essen für alle da ist. Es sind einfach zu viele!

Marion Rink, Vizepräsidentin im Bundesverband der Deutschen Rheuma-Liga, forderte – natürlich – „bezahlbare“ Therapien. Ob sie sich Gedanken gemacht hätte über die Kosten eigener Behandlungen? Die Antwort ein ganz klares Nein: „Wenn man weiß, dass man die Gesellschaft so viel kostet, kann das sehr belasten.“

Genau! Deshalb haben wir die „Sachleistung“, damit sich die Kassenpatienten keine Gedanken machen (müssen) welche Kosten sie verursachen. Und deshalb liegt die Zahl der Arztbesuche in Deutschland weltweit an der Spitze (kosten ja nichts), deshalb ist die Zahl der Kliniksaufenthalte weltweit Spitze, deshalb die Zahl der Operationen weltweit Spitze, usw.

Dass trotzdem die Gesamtausgaben für „Gesundheit“ ziemlich niedrig sind, dass das Gesundheitswesen immer noch funktioniert – das sieht die Gesellschaft als Erfolg der „Kostendämpfungspolitik“ positiv, und Politiker wie Lauterbach meinen immer noch Einsparpotential finden zu können.

Der Endpunkt ist absehbar: MVZs á la DDR, selbständige Ärzte als Exoten, insgesamt irrwitzig hohe Kosten, die verschleiert werden (ist ja heute schon so, dass die Krankenhausfinanzierung aus verschiedenen Töpfen kommt, wobei die Gesamtkosten mittlerweile kaum noch irgendwo ausgerechnet werden), aber, dann sind die Objekte des Neids (die „gutverdienenden Ärzte“, die Pharmaindustrie, usw.) entweder weg aus dem Land oder in die Bedeutungslosigkeit abgestürzt. Grauer sozialistischer Alltag eben.

Jeden neuen Tag neuen politischen Schwachsinn

 

E-Auto-Förderung, blaue Umweltzone

 

Nachdem die Regierung wohl mit anderen Thermen kaum noch punkten kann – den demoskopischen Angaben zufolge („Sonntagsfrage“) nimmt die Zustimmung der Wähler kontinuierlich deutlich ab – versucht man mit vermeintlich „guten“ Themen Wählerzustimmung zu erhaschen. Dabei wird kaum auf reale Verbesserungen geschaut, sondern nur Effekthascherei betrieben.

Beispiel Elektromobilität: da wird behauptet, das Elektromobil sei besonders umweltfreundlich. Stimmt das denn? Es ist richtig, dass es keinen Auspuff am Elektroauto gibt, also ist die Annahme, es könnte umweltfreundlich sein, auf den ersten Blick gerechtfertigt. Jedoch muss die Antriebsenergie – Strom – erst einmal erzeugt werden. Dies geschieht derzeit überwiegend mittels Verbrennung fossiler Energieträger: Kohle, Gas, Öl. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist nicht umweltfreundlich, der CO 2 Ausstoß ist ja das Weltproblem Nummer 1 (Klimaerwärmung). Mit der beschlossenen Abschaltung der noch in Betrieb befindlichen Atommeiler wird sich das Problem massiv verschärfen.

Dazu kommt, dass aktuell heftig gestritten wird um neue Stromtrassen. Bayern benötigt als wichtiger <Industriestandort sehr viel elektrische Energie, die bislang hauptsächlich als Atomstrom geliefert wird, aus Meilern in Bayern. Werden diese, so wie es beschlossen ist, abgeschaltet, tut sich eine riesige Versorgungslücke auf. Wie diese geschlossen werden soll ist völlig unbekannt.

Das lobenswerte Projekt, alles auf eine alternative Energiegewinnung umzustellen, stößt an Grenzen: Strom aus alternativen Quellen ist extrem teuer – die zugesicherte Einspeisevergütung wird von den derzeitigen Strompreisen noch nicht einmal annähernd gedeckt, wir sollten uns darauf einstellen, dass Strom den Preis der Einspeisevergütung kosten wird, zuzüglich einem nicht unerheblichen Aufschlag für Distribution und Steuerung des Energieflusses. Somit wird sich der Strompreis mehr als verdoppeln, Einsparungen durch niedrigere Erzeugerpreis einbezogen.

Sollten tatsächlich viele Elektrofahrzeuge auf unsere Straßen kommen, werden große Steuerausfälle aufgrund der dann geringer anfallenden Mineralölsteuer generiert. Die Autofahrer hingegen zahlen wegen der hohen Strompreise schon mal mehr, ohne dass der Staat durch seine Steuern davon profitieren würde. Strom kommt ja nun mal nicht kostenlos aus der Steckdose.

Die Idee, die Elektromobilität durch Verzicht auf KZF-Steuer, wie derzeit als Gesetzesvorlage diskutiert und vermutlich in Kürze beschlossen, zu fördern, erscheint in diesem Licht abstrus. Der Staat braucht Steuern, der kann nicht darauf verzichten.

Ebenso unausgegoren scheint der Beschluss der Umweltminister, „blaue“ Umweltzonen einführen zu wollen. Man könnte dies als riesiges Konjunkturprogramm auffassen: 15 Millionen Dieselfahrzeuge könnten dann aus den Städten ausgesperrt werden, was zur Neuanschaffung zwingt. Die Leute leben und arbeiten ja nicht auf dem platten Land sondern in Ballungsräumen. Die unsinnige Trennung der Wohngebiete und der Produktionsstätten, die mittels Mobilität überwunden werden muss, ließe sich dann kaum noch aufrechterhalten (was ja im Prinzip gut ist), jedoch werden dann die Preise für wohnen in ungeahnte Höhen schießen, trotz „Mietpreisbremse“. Wie immer bei knappen Gütern wird sich ein Schwarzmarkt entwickeln, das kann kein Kommunist verhindern. Oder man bekommt gar nichts mehr.

Irgendwie scheinen die Politiker dem Größenwahn zu erliegen, sie könnten gegen einen Markt agieren: Marktprinzipien haben jedoch in der Geschichte noch immer auch noch so hehre Vorstellungen ad absurdum geführt. Das ist so wie bei dem Newton´schen Apfel. Der fällt immer von oben nach unten, nicht umgekehrt. Kann auch der idealistischste Politiker nicht ändern!

Deutsches Demokratieverständnis

 

Das war schon immer das Problem der „Anführer“ – die umgeben sich mit Ja-Sagern (Widerspruch ist ja auch echt unangenehm!), das kann der Seehofer im Übrigen auch ganz gut, dem stinkt jetzt der Söder, weil der sich ab und zu auch mal traut was eigenes zu sagen. Und dann meinen sie sie hätten Recht, weil ja Jeder um sie herum das dauernd sagt.

 

In Rom war´s Vorschrift dass einer dem Kaiser immer sagen musst, dass auch er sterblich wäre. Auch das ist typisch: die glauben es ginge ewig so weiter.

Ion USA haben sie in weiser Voraussicht maximal 2 Amtsperioden vorgesehen, dass endet die Präsidentschaft automatisch. Der Kohl war auch viel zu lange Regierungschef, der hat auch nix mehr mitgekriegt. Und die Merkel wäre schon aus dem Grund abzulösen, weil sie zu lange an der Macht ist.

 

Dumm ist nur, dass das Volk die Zeche zahlt, nicht die Führer.

 

Was mich echt ärgert:

 

Die Parteiführer haben nach den Wahlen angekündigt, sie würden mit allen demokratischen (!) Parteien Gespräche führen. Die AFD wird als „nicht demokratisch“ bezeichnet. Hallo? Wenn die Partei undemokratisch, also verfassungswidrig, ist, dann ist das Sache des Verfassungsgerichts, das festzustellen, bis dahin hat sie als „demokratisch“ zu gelten. So steht es in der Verfassung!

Insofern verhalten sich die etablierten Parteien „undemokratisch“, sie akzeptieren nicht einmal Volkes Wille, der sich ja im Wahlergebnis ausdrückt. Wer bitte ist jetzt undemokratisch?!

gilt auch für „Die Linke“ – so lange eine Partei nicht verboten ist bzw. vom Verfassungsgericht als undemokratisch (verfassungswidrig) erkannt wird hat diese Partei als demokratisch bezeichnet zu werden! Selbst die NPD ist eine demokratische Partei, zumindest so lange, bis das Verfassungsgericht nichts anderes entscheidet.

 

Dass die Medien das anders darstellen, gut, die hatten mit Demokratie noch nie viel am Hut, das sind linke, die meinen, nur die Diktatur des Proletariats sei legitim. Aber, dass die Leute auf der Straße, die Arbeiter, die Gewerkschaften, die Kirchen, sich so undemokratisch verhalten und das dann als „liberal“ bezeichnen, ist erschütternd.

 

Deutschland hat noch einen sehr weiten Weg vor sich bis hin zu einem wirklich demokratischen Gemeinwesen!

 

 

Qualität –

Wer schlecht behandelt wird, behandelt schlecht!

Die Verlogenheit unseres politischen Systems zeigt sich bei der „Flüchtlingskrise“ überdeutlich. Stets wurde dem Volk eingetrichtert, der Staatshaushalt müsse konsolidiert werden, man müsse sparen. Im Gesundheitswesen reihte sich eine Sparrunde an die nächste, dies seit 1986 (!), nicht nur hinsichtlich der GKV, sondern auch und insbesondere bei drastischen Einschränkungen der Vertragsfreiheit. Dabei wurde gerne und gebetsmühlenhaft vorgetragen, man müsse doch die Patienten vor Überforderung schützen. Nun kann man dies alles als sinnvoll ansehen und den Argumenten folgen, schließlich möchte ja die nächste Generation auch noch ohne Not leben können. Und nun – wie aus heiterem Himmel der Blitz – hat dies alles keine Gültigkeit mehr, plötzlich werden alle Geldschleusen geöffnet, mit dem Argument, Deutschland sei „reich“.Da versteht man die Welt nicht mehr: während in der Tarifauseinandersetzung mit den Erzieherinnen nach wie vor gejammert wurde, es sei kein Geld zum Verteilen da, sind wir plötzlich reich und haben das anscheinend gar nicht bemerkt? Die Haushaltsziele sind alle Makulatur, aus einem prognostizierten kleinen Überschuss für 2015 wurde ein Defizit, wobei keiner so recht weiß, wie hoch es ist, der Finanzminister wirbt für eine neue Steuer (Flüchtlingssteuer auf Treibstoff) und wird prompt von seiner Chefin zurückgepfiffen, die vollmundig verspricht „keine Steuererhöhung“, gleichzeitig soll jedoch an der „schwarzen“ Null festgehalten werden – da schwant mir nichts Gutes. Um die schwindelerregend hohen Ausgaben für Unterbringung, Ernährung, Taschengeld der Immigranten stemmen zu können werde nach Expertenmeinung ca 50 Mrd. Euro fällig, darin sollen Ausgaben für Integration enthalten sein, was selbst gutmeinende Wissenschaftler für keine fundierte Aussage halten, da derzeit kaum bezifferbar. Wenn da die Versprechen „keine Steuererhöhung“ und gleichzeitig „keine neuen Schulden“ eingehalten werden sollen, müssen drastische Sparmaßnahmen greifen – und, so steht zu befürchten, hier werden wieder einmal die Ärzte und Zahnärzte bluten müssen.  Der Ärztepräside Montgomery hat – für Kollegen an der Front völlig unverständlich – den Zugewanderten durchweg eine weit überdurchschnittliche Gesundheit bescheinigt, kurz hinterher kam dann die Meldung, dass die Zahnbehandlung der Immigranten wohl pro Kopf cá 10 Tsd. Euro kosten könnte. Da war jedoch schon der Beschluss durch, an alle die Gesundheitskarte der GKV auszugeben. Und aktuell haben die Politiker die Chance genutzt und klammheimlich ein Gesetz zur Abgeordnetenbesoldung verabschiedet, um den stetig wiederkehrenden Streit um Abgeordnetenbezüge ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen, ab jetzt werden die Bezüge automatisch angepasst (natürlich nach oben). Ist alles kaum noch nachvollziehbar.

Ebenso wurden wir mit Verlautbarungen zur inneren Sicherheit permanent offensichtlich falsch informiert – Bespiel Silvesternacht. Und bezüglich Integrierbarkeit der Flüchtlinge wurde ebenfalls getäuscht: hat die Republik anfangs gejubelt (es gab ja genügend Szenen von Bahnhöfen, auf denen Begrüßungsszenerien in die Welt gesendet wurden), mit der logischen  Folge, dass die Flüchtlingsströme zu einem rauschenden Strom anwuchsen – der Finanzminister sprach einmal von einer Lawine -, so werden nun Stimmen laut, die das gar nicht mehr so rosig sehen. Der Bildungsforscher Wössmann beispielsweise hat kritisch angemerkt, dass z.B. für Syrien verlässliche Daten vorliegen zur Kompetenz – die PISA-Studien seien auch in Syrien durchgeführt worden, mit dem Ergebnis, dass ein Schulabgänger gerade mal die Bildungskompetenz eines deutschen Viertklässlers erreicht habe und strukturelles Analphabetentum weit verbreitet sei. Dazu kommt die Schwierigkeit, dass selbst dann, wenn Lesekompetenz vorhanden wäre, diese kaum in unserer lateinischen Schrift, sondern in Arabisch vorliege. Der Vorschlag, man könne das in einem Crashkurs innerhalb von 3 Monaten hinbekommen, (so war es anfänglich als Devise ausgegeben worden) kann doch nie ernst gemeint gewesen sein. Nun kommen die Menschen ja gar nicht alle aus Syrien, die in Deutschland eine bessere Zukunft suchen. Und, sie haben keine Zeit für Schulungen oder Ausbildung, sie müssen sofort Geld verdienen, für die Angehörigen zuhause und zur Abzahlung der Schulden bei den Schleusern. Nur, Arbeit für solch wenig oder gar nicht Qualifizierte haben wir doch gar nicht anzubieten!

Bis die Jubler aufwachen aus ihrem Traum wird viel Geld verbrannt, es gibt schon eine ganze Flüchtlingsindustrie, und die Zahlen sind lediglich jahreszeitlich bedingt nicht mehr ganz so dramatisch. Die Enttäuschung ist auf beiden Seiten riesengroß: die Flüchtlinge lösen wohl doch das Problem mit den fehlenden Facharbeitern nicht (die sind erst mal vorzeitig in den Ruhestand gegangen), und die Flüchtlinge, die sich ein besseres Leben vorgestellt haben, landen in Zelten, ohne Aussicht bald irgendwo eine feste Bleibe zu finden.

Die Rechnung werden wir präsentiert bekommen: sinkende Realeinkommen, schrumpfende Vermögen, und wie immer wird man bei den vermeintlich reichen Leistungsträgern am meisten einzusparen suchen. Und da sind die (Zahn)Ärzte ja ein besonders lohnendes Ziel.

Man kann jedoch auch alles kaputt sparen: Polizei und Justiz arbeiten am Limit, erste Ermüdungszeichen treten auf. So mussten schon Straftäter entlassen werden, weil die Justiz es nicht geschafft hat, innerhalb der vorgegebenen Frist eine Verhandlung durchzuführen. Oder, aktuell, sehen wir mit Entsetzen ein Zugunglück, wie man es eher in Indien vermuten würde. Auf eingleisiger Strecke stoßen zwei Züge zusammen, und nur mit Riesenglück (die Züge waren fast leer)  sind wir relativ glimpflich davon gekommen. Bei voll besetztem Zug hätten wir hunderte Tote zu beklagen. Die Verkehrswege sind teilweise so marode wie in besten DDR Zeiten. In Krankenhäusern müssen ganze Stationen aus Personalmangel geschlossen werden, das verbliebene Personal klagt über Arbeitsüberlastung, Fehler häufen sich. Schaut so ein reiches Land aus?!

Und überall wird geklagt, man habe gar nicht genug Geld um das zu verbessern. Weshalb gehört es bitte nicht zur polical correctness endlich mal zuzugeben, dass Deutschland gar kein reiches Land ist? Dass die Einkommen nur deshalb im Durchschnitt hoch sind, weil einige wenige sehr viel verdienen, die große Masse jedoch recht bescheiden entlohnt wird? Dass Rentner heute am Existenzminimum leben (müssen)? Dass Hartz IV Empfänger aktuell gar keine Chance haben eine Wohnung zu bekommen? Dass immer mehr Menschen auf der Straße leben?

Das laute Rufen nach einer Besteuerung von Vermögen ist doch ein Indiz dafür, dass man vom Einkommen kaum noch was wegnehmen kann. Nur, vor der Vermögenssteuer steht das Verfassungsgericht, das diese verboten hat (deshalb will man wohl das Berufungsverfahren der Verfassungsrichter ändern, um da willigere Richter zu erhalten). Und nicht zu vergessen, große Vermögen sind schneller abgewandert als man auch nur kucken kann.

Dass die Sparwut Spuren hinterlässt, sollte wohl unbestritten sein. Da hilft dann auch die Knute „Qualitätskontrolle“ wenig, hat in der DDR nicht geholfen, auch in Kuba nicht, und wirkt auch hier nicht! Die Fairness würde gebieten auch mal darauf hinzuweisen, dass sich Patientenklagen häufen, dass wohl offensichtlich so allmählich Qualitätsmängel zutage treten (Beispiel Hygiene!) – es geht eben nicht, einen ganzen Berufsstand ganz mies zu behandeln und dann zu erwarten, dass die bislang (noch) gute Behandlungsqualität dauerhaft aufrechterhalten werden kann!

Die Energiewende

Deutschland neigt dazu Entscheidungen unüberlegt, aus dem Bauch heraus, zu treffen. Das war mit der „Griechenlandrettung“ so, das ist aktuell bei der „Flüchtlingskrise“ so, und das war auch bei der „Energiewende“ so. Dies alles einer unfähigen Kanzlerin anzukreiden wäre ungerecht – es braucht schon breite Zustimmung zu solchen Aktionen. Nun könnte man meinen, „das Volk“ hätte einfach nicht genug Informationen um die Richtigkeit solcher Entscheidungen zu beurteilen. Es wird ja seitens der Politik gerne argumentiert, man wolle „das Volk“ nicht beunruhigen. Dies wäre jedoch ziemlich arrogant, wissen wir doch, dass nicht die intelligentesten oder gebildetsten an die Spitze der Politik vorrücken, sondern die rücksichtslosesten und die mit den besten Netzwerken. Die können es bestimmt nicht besser wissen als der Normalbürger, und wenn doch, dann halten sie Informationen zu Unrecht zurück. Der Bürger hat ein Recht darauf zu erfahren was Sache ist.

Dass solche offensichtlich spontanen Entscheidungen getroffen werden können, ist ein Armutszeugnis für eine demokratische Gesellschaft, und dass dann an solchen Entscheidungen festgehalten wird, obgleich sich zeigt, dass sie korrekturbedürftig wären, ist ein noch größeres Armutszeugnis. Wenn sich dann eine außerparlamentarische Opposition bildet, was nur folgerichtig ist, wird diese in eine radikale Ecke gestellt – erst hat man jeglichen Widerspruch als „linksextrem“  bezeichnet, mit folgendem „Radikalenerlass“, und als die linke Opposition dann doch an die Schalthebel der Macht gelangte, waren plötzlich alle anderen „Rechte“. Es scheint eine Gesetzmäßigkeit zu geben: wer sich nicht mit dem Regierungsapparat arrangieren mag bzw. die als „alternativlos“ bezeichnete Politik kritisiert, wird als „Radikaler“ ausgegrenzt, diffamiert und diskriminiert, und aktuell wird eben jeder kritische Gedanke als „rechtspopulistisch“ abgetan. Das verhindert eine offene Diskussion, es missachtet demokratische Grundrechte (freie Meinungsäußerung), es bewirkt eine dann folgende tatsächliche Radikalisierung (denken wir an „RAF“). Besonders armselig ist das Verhalten der Medien. Da wird völlig kritiklos wiedergegeben was die Regierung sagt, ohne je eigene Gedanken zu formulieren, und wenn einer der Autoren es wagt, auch nur leise Kritik zu üben, wird er sofort entlassen und derartig diskriminiert, dass er/sie den Beruf wechseln muss. Beispiel Eva Herrmann: die frühere Tagesschausprecherin hat bezüglich des Sozialwahns gewagt anzumerken, dass dies bei Hitler ja wohl auch so gewesen sei mit der Rundumverwöhnung kinderreicher Familien, worauf sie in einem gigantischen Shitstorm öffentlich hingerichtet wurde. Kein Zeichen für eine demokratische Gesellschaft.

Die Denkverbote wurden schon bei der „Griechenlandrettung“ ausgesprochen („Alternativlos“), ebenso bei der „Energiewende“, und aktuell bei der „Flüchtlingskrise“.

Kommen wir zur Energiewende. Da wurden kurz nachdem bereits von der Vorgängerregierung Stilllegungsvorgaben für Atomkraftwerke in Gesetzesform gegossen worden waren, diese erst mal komplett wieder aufgehoben, um infolge von Fukushima dann innerhalb kürzester Zeit ohne größere parlamentarische oder öffentliche Diskussion in verschärfter Form (vollständige kurzfristige Stilllegung aller Atomkraftwerke) zur Wiederauferstehung gebracht zu werden – was bitte hatte Fukushima mit unseren Kraftwerken zu tun? Leben wir im erdbebengefährdeten Gebiet? Kann es bei uns einen Tsunami geben? Die unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen solcher Rechtsbrüche müssen ja die Führungspersonen nicht tragen, das zahlen die Steuerzahler. Erste Urteile sind mittlerweile ergangen, zugunsten der Kraftwerksbetreiber, man kann und darf das nicht „moralisch“ werten, man muss sich an rechtsstaatliche Prinzipien halten, auch als Regierung, sonst fällt man in feudalistische Verhältnisse zurück.

Endlichkeit der Ressourcen

Es ist durchaus richtig wegzukommen von allen endlichen Energieträgern, gleich ob es sich um Uran oder Kohle oder Öl bzw. Gas handelt. Es ist natürlich richtig, die Endlichkeit fossiler Energieträger ebenso wie die des Urans in den Mittelpunkt der Betrachtungen zu stellen. Und, es ist richtig, auf „Nebenwirkungen“ zu achten, was im Fall fossiler Energieträger die Co2 Belastung und daraus folgende Erderwärmung, im Fall atomarer Brennstoffe das Problem der Lagerung verbrauchter Brennstäbe bzw. der Spaltprodukte ist, wobei in beiden Fällen Konsequenzen über Jahrtausende (!) zu beachten sind. Die Idee, sich ausschließlich auf regenerierbare Energie zu fokussieren, ist von überragender Konsequenz. Alles ist endlich, das muss die Menschheit leider noch lernen, siehe Übervölkerung. Und Energie aus Sonnenstrahlung ist zwar auch nicht unendlich, jedoch über so lange Zeiträume verfügbar, dass man sich wirklich keine Gedanken zu machen braucht. In diesem Zusammenhang: Wasserkraft, Wind, Strahlenenergie – alles ist letztlich Sonnenenergie.

Die Umsetzung jedoch war und ist sehr zweifelhaft. Da hat die Politik wahrheitswidrig getönt, die Energiewende würde zu keinerlei Verteuerung der Energie führen – entweder waren das Idioten, die das gesagt haben, oder sie haben die Bevölkerung vorsätzlich belogen. Natürlich müssen Investition in  die Energiegewinnung bezahlt werden, und natürlich kann das nur der Verbraucher, ggflls. der Steuerzahlen, wer denn sonst? Da hat der Staat (die Politik) auch noch falsche Anreize gesetzt (Stichwort Stromeinspeisungsvergütung) und nicht bedacht, dass dann, wenn ich für eine Kilowattstunde einen Betrag X vergüte (garantiert), bei einem höheren Anteil an der (zugegeben erstrebenswerten) Energieform sich der Mischpreis der hohen Einspeisevergütung parabolisch annähert. Lernt jeder Gymnasiast in der Schule.

Die Hektik bei der per ordre de Mufti verkündeten Energiewende hat also zu spürbaren Erhöhungen der Strompreise geführt, bei gleichzeitiger finanzieller Schieflage der Energieerzeuger. Die staatlichen Preismanipulationen, verbunden mit der sehr kurzfristigen Gesetzesflut, lassen keine langfristigen Strategien zu, es werden gebaute Kraftwerke bereits vor erster Inbetriebnahme eingemottet, weil unrentabel, die Erträge der Stromerzeuger brechen trotz massiver Preiserhöhung – bis hin zur erlaubten Höchstgrenze – weg, es werden gigantische Verluste verbucht.

Parallel wurden riesige Windkraftanlagen in Ost- und Nordsee gebaut, in Süddeutschland Solarkraftwerke auf fast jedem Hausdach – ohne dafür zu sorgen, dass die erzeugte Energie auch zu den Verbrauchern kommt. Das hat schon dazu geführt, dass deutscher Strom nach Österreich „verkauft“ werden musste, wobei die Österreicher für die Stromabnahme auch noch Geld bekommen haben. Die angedachten Stromtrassen von Nord (wo er erzeugt wird) nach Süd (wo er von der Industrie verbraucht wird) können wegen Bürgerprotesten nicht gebaut werden, und eine Umsiedlung der Industrie in den Norden ist kaum vorstellbar, weder finanziell noch vom Humankapital aus gesehen – die nötigen Fachkräfte findet man im Norden nicht.

Und dann das absurdeste: da wird die Forschung zu batteriebetriebenen Fahrzeugen finanziell massiv  gefördert, obgleich jedem, der einmal Physik in der Schule hatte, klar ist, dass das eine Sackgasse ist. Weder kommt der Strom zu den Verbrauchern (siehe oben), noch sind Batterien vorstellbar, die ausreichend Energie speichern können, abgesehen von den irre langen Ladezeiten der Batterien. Elektromobilität ist nur denkbar, wenn man einen Energieträger einsetzt, der ähnlich hohe Energiedichte wie die fossilen Treibstoffe aufweist.

Seit Jahren bietet sich dafür „Wasserstoff“ an. Reiner Wasserstoff hat bei Verbrennung keine negativen Auswirkungen auf die Atmosphäre, es entsteht einfach Wasser. Die Energiedichte ist sehr hoch, d.h., Wasserstoff kann wie fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung im vernünftigen Rahmen genutzt werden, gleich ob zu Heizungszwecken oder für die Mobilität. Damit ist Wasserstoff ähnlich universell einsetzbar wie z.B. Öl oder Kohle. Lediglich die Reaktoren, also die technischen Vorrichtungen, in denen die dem Wasserstoff innewohnende Energie in Wärme bzw. mechanische Energie umgewandelt wird, sind anzupassen bzw. auszutauschen. In der Raumfahrt dient Wasserstoff seit Jahrzehnten bereits als idealer Treibstoff, es ist also durchaus nicht neu, diesen Energieträger zu verwenden.

Besonders reizvoll ist der Einsatz von Wasserstoff für die Mobilität durch einen speziellen Reaktor, die „Brennstoffzelle“, in der unmittelbar aus Wasserstoff elektrische Energie vor Ort generiert werden kann, ohne den Umweg einer thermischen Reaktion, die mit hohen Energieverlusten wegen des relativ niedrigen Wirkungsgrads einhergeht. Die hohen Verluste sind es ja auch, die die Elektromobilität so ungünstig aussehen lassen: bei der thermischen Umwandlung geht viel Energie verloren, die Flüsse, aus denen Wasser zu Kühlzwecken entnommen wird, werden umweltschädlich aufgeheizt, der Transport elektrischer Energie über lange Distanzen ist problematisch wegen der Landschaftsverunstaltung sowie der nicht unerheblichen Leitungsverluste – einzig die Zentrale Beherrschung der Distribution durch Energiekonzerne bzw. den Staat wird von den Herrschern über die Energie als Vorteil wahrgenommen.

Ganz anders die Brennstoffzelle: hier kann dezentral überall elektrische Energie gewonnen werden, als Abfallprodukt findet sich Wasserdampf, Wasserstoff kann (in Kesselwagen) beliebig transportiert werden, eine Umwandlung in Energie geschieht am Verbrauchsort, ohne Leitungsverluste hinnehmen zu müssen, wegen der hohen Energiedichte erreicht man große Kapazitäten (große Reichweite bei der Mobilität), und, Wasserstoff kann sehr einfach gewonnen werden. Am Ort der Energieerzeugung (Windkraftwerk –Generator) kann Wasserstoff aus Wasser (ubiquitär vorhanden) per Elektrolyse in beliebiger Menge erzeugt werden, er muss nur in geeigneter Form gelagert werden. Die Lagerung unter Druck in Gasflaschen könnte problematisch sein – die Wasserstoffmoleküle sind sehr klein, Stahlflaschen wären dafür durchlässig, was zu Verlusten in Abhängigkeit der Lagerdauer führen würde. Weiterhin ist Wasserstoff sehr reaktionsfreudig, es könnte zu Unfällen mit austretendem Gas kommen. Hier böte es sich an, Wasserstoff in Form von Metallhydriden zu speichern (eine stabile Lagerform), die bei Erhitzung das Gas wieder freisetzen und leicht in speziellen Stationen wieder aufgeladen werden können. Die Lagerung in flüssiger Form gestaltet sich sehr aufwendig und hätte ähnliches Gefahrenpotenzial wie bei der Lagerung in Gasform.

Erste Automobile mit Brennstoffzellenantrieb sind bereits auf dem Markt verfügbar (bei Verwendung von Wasserstoffgas), allerdings stehen einer größeren Verbreitung massive Hindernisse im Weg. Aktuell wird in den Energiegewinnungsanlagen (Solar, Wind, usw.) kein Wasserstoff erzeugt, erst nach Transport elektrischer Energie über weite Distanzen kann man die Elektrolyse einsetzen (weil vor Ort keine Anlage steht!), es gibt praktisch keine Wasserstofftankstellen (auch nicht im innovativen Japan fehlt ein ausreichend dichtes Netz an Tankstellen dafür), es gibt rechtliche Probleme (Gas-betriebene Fahrzeuge dürfen nicht in Großgaragen (z.B. Tiefgaragen) abgestellt werden, der Preis für Brennstoffzellenfahrzeuge ist sehr hoch, eine staatliche Förderung hingegen gibt es nicht.

Hier ist an die Regierung (en) die Forderung zu stellen: die Entwicklung sicherer Lagerformen (Metallhydrid) sollte gefördert werden, im Gegenzug sollte die unsinnige Förderung der Batterietechnik, die sowieso keine Langzeitlösung sein kann, zurückgefahren werden. Als Brückentechnologie wäre die Errichtung eines ausreichend dichten Netzes an Wasserstofftankstellen zumindest in Erwägung zu ziehen. Der Investitionsaufwand für solche Tankstellen hielte sich in Grenzen (die bereits vorhandenen Erdgastankstellen kämen nach Umrüstung dafür infrage), insbesondere jedoch müsste seitens der Politik die Vor-Ort-Energieumwandlung der elektrischen Energie in den Zukunfts-Energieträger Wasserstoff initiiert und vorangetrieben werden, an statt weiter Gelder für nicht zukunftsfähige Technologien zu verschwenden.

Das batteriebetriebene Fahrzeug ist ein Sackgasse, das sollte doch jedem denkenden Menschen klar sein.

Ob hier die Politik rationaler zu handeln imstande ist als bisher ist jedoch leider sehr zu bezweifeln, zeigen doch aktuelle Entwicklungen („Flüchtlingskrise“), dass kaum „gedacht“ sondern praktisch nur „gefühlt“ wird, mit unabsehbaren Folgen für die Gemeinschaft. Leider.

 

 

Die Zukunft der (Zahn)arztpraxis

Mitte des Jahres wurde das „Versorgungsstärkungsgesetz“ verabschiedet. Nach gründlicher Betrachtung kommt da ein Wolf im Schafspelz daher. Die „großen“ Krisen im Land (Flüchtlinge, Griechenland) haben für genügend Ablenkung gesorgt, dass hier wieder ein großer Schritt in Richtung Staatsmedizin getan werden konnte, ohne dass dies größere Beachtung gefunden hätte.

Natürlich lobt sich die Regierung selbst für diese Großtat (siehe unten). Das tut man immer, egal ob das später vom Verfassungsgericht kassiert wird (nicht wenige Gesetze werden dann später von den Richtern als unzulässig angesehen). Jedoch sollte man den Weg in die sozialistische Staatsmedizin nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Was wurde da beschlossen und in Gesetzesform gegossen?

Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten Anspruch auf zusätzliche Leistungen zahnmedizinischer Prävention.

Eine tolle Sache, wenn da nicht das Budgetproblem wäre. Die zusätzlichen Leistungen lösen keine Vergrößerung des Budgetrahmens aus, also wird das von den Leistungserbringern selbst bezahlt. Und: wer sich auf dem Gebiet engagiert hat das Problem, unmittelbar in die Wirtschaftlichkeitsprüfung zu geraten. Die soziale Randgruppe löst, ebenso wie z.B. Migranten oder sozial Schwache, nachweisbar deutlich höhere Leistungsmengen aus, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien zweifelsfrei gezeigt haben (der Gesundheitszustand ist ebenso schlecht wie die Compliance). Wenn diese Randgruppen gleichmäßig überall verteil wären wäre das kein Problem, jedoch bilden sich regelmäßig Zonen höherer Konzentration heraus, in denen der tätige Zahnarzt dann ganz schnell über dem Landesdurchschnitt abrechnet.

Zudem werden die Gründungsmöglichkeiten für medizinische Versorgungszentren weiterentwickelt. Kommunen können durch Gründung eines medizinischen Versorgungszentrums insbesondere in ländlichen Regionen aktiv die Versorgung mitgestalten.

Das heißt im Klartext, es werden – wie zu Zeiten der DDR – Polikliniken in öffentlicher Hand gegen freie Praxen konkurrieren, wobei die öffentlichen  – wie schon die Krankenhäuser – mit hohen Subventionen aus den öffentlichen Haushalten gestützt werden.

Ärzte sollen dort tätig sein, wo sie für eine gute Versorgung gebraucht werden. Künftig soll eine Praxis in einem überversorgten Gebiet nur dann nachbesetzt werden, wenn dies für die Versorgung der Patienten auch sinnvoll ist. Diese Einzelfallentscheidung treffen Ärzte und Krankenkassen in den Zulassungsausschüssen vor Ort.

Das heißt, der Nachwuchs soll gezwungen werden aufs Land zu gehen, indem den Jung(Zahn)ärzten die Niederlassung in der Stadt verwehrt wird. Für die Patienten bedeutet dies noch längere Wartezeiten, wenn die Anzahl der Ärzte reduziert wird (in den Planungen zur „Überversorgung“ wird regelmäßig vergessen, dass Patienten, die zwar auf dem Lande wohnen, jedoch in Stadt arbeiten, auch dort zum Arzt gehen. Überdies wird der Zahn(Arzt)Beruf zunehmend Frauensache, und wenn die Kolleginnen Familie haben wollen, können sie nur Teilzeit arbeiten (Anstellung!) und sind zudem abhängig vom Job des Partners, der jedoch regelmäßig in der Stadt gelegen ist. Nur Landwirte arbeiten noch auf dem platten Land. „Pendeln“ über größere Distanzen ist jedoch unzumutbar, das will auch kaum Jemand, kann man an der grassierenden Wohnungsnot in den Ballungszentren sehen.

Um die hausärztliche Versorgung nachhaltig zu stärken wird die Zahl der mindestens zu fördernden Weiterbildungsstellen von 5.000 auf 7.500 erhöht. Weiterzubildende in der ambulanten Versorgung sollen die gleiche Vergütung wie ein Assistenzarzt im Krankenhaus erhalten.

Damit wird die grundrechtlich garantierte Vertragsfreiheit ausgehebelt. Ein Vertrag zwischen einem Ausbildungsassistenten und dem Praxisinhaber war bislang stets Verhandlungssache und die Entlohnung abhängig von der Leistung. Zukünftig ist der Ausbildungassistent quasi Staatsangestellter.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen werden verpflichtet, Terminservicestellen einzurichten. Sie sollen Versicherten mit einer Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin bei einem Facharzt vermitteln. Um die psychotherapeutische Versorgung zu verbessern, wird der Gemeinsame Bundesausschuss beauftragt, die Psychotherapie-Richtlinie zu überarbeiten.

Eine besonders unausgegorene Idee. Wie schon auf dem Wohnungsmarkt (Stichwort Mietpreisbremse, Kappungsgrenze) soll dem Mangel durch restriktive Gesetze begegnet werden. Lange Wartezeiten sind jedoch primär bereits durch vorhergehende unsinnige Regelungen bedingt: wenn es zu wenige Ärzte oder Psychotherapeuten gibt, weil es eine Zulassungssperre gibt, gibt es auch zwangsläufig lange Wartezeiten. Wie man dem Mangel mittels Ordre de Mufti begegnen mag bleibt schleierhaft und kann nur mit der Planwirtschaft der DDR verglichen werden. Die Patienten werden ebenso wenig einen Arzt finden wie sie in den Ballungszentren eine Wohnung finden können, es sei denn, sie sind bereit, hohe Zahlungen zu leisten.

Bei bestimmten mengenanfälligen planbaren Eingriffen erhalten Versicherte einen Anspruch auf die Einholung einer unabhängigen ärztlichen Zweitmeinung.

Auch so ein Unsinn. Die Patienten können beim Zahnarzt jederzeit eine Zweitmeinung einholen, die dieser dann kostenlos (!) erbringen muss (ZE HKP wird ja nicht vergütet). Ob dies die Versorgungsqualität stärkt muss doch sehr in Zweifel gezogen werden.

Wer sich das genauer ansieht was da beschlossen wurde kann nur den Kopf schütteln. Es ist überdeutlich zu erkennen, dass dies wieder ein Riesenschritt in Richtung Staatsmedizin ist. Nun ist ja der Gesundheitsminister angeblich CDU-Mitglied. Jedoch, ebenso wie bei allen anderen Gesetzen, ist das inhaltlich keine „konservative“ oder gar „christliche“ Politik, das ist die Handschrift der linken Politiker aus der SPD. Und die hat ihren Lenin gut gelernt: man braucht gar keine Mehrheiten, man kann den Mehrheitspartner bestimmen. Die Mehrheitspartei CDU/CSU wird, wie in der DDR, vom Juniorpartner (damals die KPD, heute SPD) innerhalb der SED beherrscht. Das Feigenblatt „Kanzlerin“ stört da keinen, es wird sowieso sozialistische Politik gemacht.

Die Invasion –

Wie steht es um die Qualifikation der Invasoren?

Was derzeit zu beobachten ist, ist keine normale Flüchtlingsbewegung, die Dimension ist eine ganz andere. Wenn in einem einzigen Jahr 1,5 Millionen geschätzt werden (genaue Zahlen hat niemand, da eine Registrierung dieser Massen einfach unmöglich ist), die in ein Land mit 81 Millionen Einwohnern einreisen, dies zu den bereits vorhandenen 20 Millionen Zuwanderern aus früheren Jahren, dann ist das kein normales Phänomen, es ist eine Völkerwanderung. Nun bestanden schon vor diesem Tsunami bereits Integrationsprobleme – in Zentren türkischstämmiger Einwanderer, wir Dortmund, Berlin, Köln, usw. haben sich Parallelgesellschaften etabliert. In den Vierteln wird nicht Deutsch, sondern türkisch gesprochen, es gibt „no-go“ Areale, in die sich kein Polizist mehr traut, die Zahl türkischstämmiger Schulabbrecher ist hoch, und, in den Schulen werden Kinder von Banden regelrecht terrorisiert (alles offizielle Berichte des letzten halben Jahres) – kurz, die bisherige Einwanderung muss als gescheitert angesehen werden.

Nun kommen neue Massen hinzu – können wir wenigstens diese Neuankömmlinge als Chance ansehen?

Wir haben in Deutschland ein recht gutes Bildungssystem. Die Pflichtschuldauer beträgt mindestens 12 Jahre (G8), überwiegend 13 Jahre, dazu kommen Vorschuljahre (Kindergarten) von 3 Jahren. Diese Schulzeit muss auch durchlaufen, wer eine duale Ausbildung („Lehre“) absolviert. Trotzdem gibt es nicht wenige Analphabeten hierzulande, Schätzungen gehen von etwa 5 Millionen aus, dazu kommen gut 30 bis 40 Millionen, denen das Erfassen komplexer Texte schwerfällt (alles nach Angaben der OECD). Nun könnte man behaupten, das läge am schlechten Schulsystem – nur, wie die PISA-Studien gezeigt haben, ist Deutschland gar nicht so übel, die Probleme mit der Allgemeinbildung sind universal. Schulabbrecher gibt es überall, und das sind dann diejenigen, die nicht lesen und schreiben können, zumindest stellen sie den Löwenanteil.

Nun behaupten ja Kritiker, der strenge Ausleseprozess mit Notengebung, Sitzenbleibern, usw. sei daran schuld. Kann aber nicht stimmen, denn, in den Bundesländern mit dem strengsten Ausleseprinzip, Bayern und Sachsen, sind die Leistungen in der PISA-Studie besser als in den lässigeren Bundesländern, und, ganz interessant, sogar die Migrantenkinder sind in Bayern besser als in anderen Ländern, ihre Leistungen unterscheiden sich nicht von denen der originär deutschstämmigen.

Also stellen wir fest, unser Bildungssystem ist gar nicht so schlecht. Nun brauchen wir Facharbeiter und Wissenschaftler, also Akademiker. Ungelernte haben wir genug, die liegen bleischwer in der Arbeitslosenstatistik als Bodensatz, der sich einfach nicht auflösen mag, trotz extrem langem wirtschaftlichem Aufschwung. Der Akademiker braucht nochmal 5 Jahre, also kommen wir auf 21 Jahre (Vorschule, Schule, Studium). Und das nur dann, wenn sehr stringent gearbeitet wird, die Meisten brauchen länger.

Nun erleben wir einen enormen Zustrom von Menschen aus zahlreichen verschiedenen Ländern, die zu etwa 50 Prozent (Angaben des Sozialministeriums) Analphabeten sind, weitere haben nur eine Minimalbildung – in den Herkunftsländern gibt es weder Schulpflicht für Alle noch überhaupt eine längere Schuldauer, da ist man glücklich, vier Jahre Schule leisten zu können. Auch ist der Anteil an gelernten (Facharbeiter) oder Akademikern sehr gering, bei uns haben mehr als 90 Prozent zumindest irgendetwas gelernt.

Die kolportierte Ansicht, man können innerhalb von 3 Monaten diese Menschen für unseren Arbeitsmarkt qualifizieren, scheint deshalb sehr kühn. Das würde ja heißen, dass alle Deutschen geistig vollkommen minderbemittelt wären, wenn sie 20 und mehr Jahre für etwas brauchen was Zuwanderer ohne Sprachkenntnisse in 3 Monaten lernen können. Kann man nur als Beleidigung auffassen!

Da könnte man dagegenhalten, die hätten ja schon Zuhause eine Ausbildung absolviert. Eine schwache Argumentation, denn das würde bedeuten, dass nur die Elite der Länder nach Europa emigriert und die Masse des Volkes daheimbleibt. Nähme man das wirklich an, so wäre es unverantwortlich, den Herkunftsländern ihre geistige Elite einfach wegzunehmen, denn die fehlen ja dann dort, wo sie dringend gebraucht werden. Nur es stimmt ja auch gar nicht.

Wir hatten schon mal eine große Welle an Flüchtlingen, damals, als der eiserne Vorhang fiel. Ich habe persönlich Russen betreut, die emigrierten. Das waren hochgebildete Leute, die kein Deutsch sprachen, die Kommunikation auf Englisch war schwierig. Ich habe ein paar russisch-Verben bzw. Begriffe gelernt, mit Gesten ging das dann alles recht gut. Nur: die machten nur einen Zwischenstopp in Deutschland, sobald sie die Einreiseerlaubnis für USA oder Kanada hatten waren die weg. Logisch: ein Arzt verdient nicht nur ein zigfaches, er genießt auch höheres Ansehen dort. Dies gilt auch für Naturwissenschaftler, Ingenieure, etc. Nur Soziologen, Sprachwissenschaftler, Historiker, Philosophen, Theaterwissenschaftler, die stehen ganz unten in der Einkommensskala. Ein Professor (!) für Geschichte wird, ebenso wie Lehrer, nicht sonderlich gut bezahlt in Amerika, der macht das aus echtem Interesse und für einen „Ehrensold“. Gut leben kann man davon nicht.

Weshalb sind kaum Fachkräfte via „Greencard“ nach Deutschland gekommen? Und warum wandern sehr viele deutsche Fachkräfte aus?  Die Antwort kann sich jeder selbst geben. Wenn überall auf der Welt der Titel, der im Ausweis steht, ganz selbstverständlich gebraucht wird (es ist unwahr, dass das anderswo nicht im Ausweis stünde, der Arzt ist DDS, z.B., da wird man sogar bei der Immigration mit dem Titel angesprochen) – in Deutschland wird das ganz selbstverständlich unterschlagen, man muss schon Recherche betreiben, um zu erfahren, was wer gelernt hat. Die soziale Anerkennung fehlt schon mal, und, das Einkommen ist auch lächerlich gering. Gut verdienen die Sportler, die „Promis“, und andere, die außer Begabung vielleicht nichts aufzuweisen haben, zumindest keine Aus- bzw. Schulbildung. Das rächt sich: die Studienfächer Ingenieurswesen, Naturwissenschaft, etc. haben kaum noch Zulauf, hingegen platzen die Vorlesungssäle in Sozial- und Geisteswissenschaften aus allen Nähten. Selbst Jura ist ein NC-Fach!

Und nun sollen Zuwanderer die Lücken füllen? Wovon träumen die Polit-Spinner eigentlich nachts? Wer was Ordentliches gelernt hat geht nicht nach Deutschland bzw. haut fluchtartig ab, sobald er/sie die Verhältnisse hier kennenlernt hat.

Nun kann man ja diskutieren, dass man Menschen in Not helfen soll, ohne nachzudenken, ob sie einen Nutzen bringen. Eine Frage der Humanität und Nächstenliebe. Nur mögen die Dummschwätzer es doch bitte lassen, diese Leute als „Bereicherung“, als „Chance“ und insbesondere als Möglichkeit zur Auffüllung der Lücken der Fachkräfte zu bezeichnen, das sind sie nämlich nicht!

Elektromobilität –

Wer glaubt den Märchenerzählern?

Die Medien scheinen unisono mit entweder unwissenden Trotteln oder mit speichelleckenden Ja-Sagern besetzt. Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Themenbereiche, es wird stets gebetsmühlenhaft nachgebetet was seitens der Regierung vorgegeben wird. Eigene Gedanken: Fehlanzeige. Und fundierte Kenntnisse: Fehlanzeige. Journalisten verstehen sich offenbar als Transporteure vorgefertigter Meinungen.

Nun kann es ja sein dass die wirklich nichts gelernt und keine Lust haben, sich Wissen anzueignen, und ebenso keine Lust, jemanden vom Fach zu fragen. Dabei wäre es naturgemäß so, dass sie nur denjenigen fragen und zu Wort kommen lassen, der ihre Vorurteile bestätigt. Bestes Beispiel ist das Gesundheitswesen: Heilpraktiker werden hoch gelobt, obgleich deren Ausbildung wohl ein Witz ist. Homöopathie wird als optimale Heilungsmethode angesehen, obgleich noch nie eine Wirkung bewiesen werden konnte, die über Placebo hinausging. Trotzdem finden die Meinungsmacher stets willige „Experten“ die sie bestätigen.

Eine Ursache könnte darin liegen, dass es Intelligenz als Universalfaktor nicht gibt. Ein Messinstrument, der „IST“ (Intelligenz-Struktur-Test), der gerne bei Berufseignungstests eingesetzt wird, misst Schwerpunkte, z.B. sprachliche Begabung, naturwissenschaftliche Begabung, soziale Fähigkeiten, usw. Im Allgemeinen entsteht bei der Auswertung ein Profil, das dann die Schwerpunkte der Begabungen zeigt. Meist ist es so, dass naturwissenschaftlich/mathematische Begabungen konträr zur Sprachbegabung stehen – man kann daraus ableiten, dass Journalisten (die ja Sprache gut drauf haben müssen) mit Naturwissenschaft oder Mathematik wenig anfangen können. Wenn dem die Schule noch entgegenkommt, indem eine Hochschulzugangsberechtigung ohne naturwissenschaftliche oder mathematische Grundausbildung erworben werden kann, ist das Ergebnis dann vorgezeichnet, Beispiel Berliner Flughafen oder VW Diesel. Wenn man den Aufgaben nicht gewachsen ist fängt man an zu betrügen.

Ähnlich verhält es sich mit der „Energiewende“. Die sollte zum Nulltarif zu haben sein, dabei musste es doch jedem klar sein, dass die hohen Investitionen in alternative Energieerzeugung bezahlt werden müssen, und als Zahler kommt ja nur der Konsument infrage. Die gewaltigen Einspeisevergütungen für Solarstrom oder Windkraft müssen ja irgendwie gerechnet werden, so haben wir eine Explosion der Strompreise. Das haben die Medien nie geprüft, die haben nur nachgebetet, was die Politik vorgelogen hat. Ob es die besser gewusst haben ist auch zu bezweifeln.

Analog verhält es sich jetzt mit der beschworenen „Elektromobilität“. Erstaunlicherweise hat jetzt ein Artikel den Weg durch die Zensur gefunden (http://www.sueddeutsche.de/1.2649262), der zumindest ein paar ernüchternde Fakten  auf den Tisch legt. Die heute favorisierten Batterien sind eine Sackgasse, was man an den Daten ablesen kann: ein 100 KWh-Speicher wiegt etwa 500 kg, und 100 KW sind lächerlich wenig, da fährt ein 130 PS Auto grade mal eine Stunde. Bei minimalen Physikkenntnissen weiß man das. Ein vollgeladenes Elektroauto hat weniger Energie zur Verfügung als in einen 5-Liter Reservetank geht. Dazu kommt der horrende Preis: 500 Euro pro Kilowattstunde (kWh) also würde eine Batterie eines normalen Autos für 500 Kilometer Reichweite 45 000 Euro kosten. Vollkommen absurd! Und die Batterie hält ja auch nicht ewig.

Die gelernte Physikerin Merkel müsste das eigentlich wissen. Trotzdem hat die Kanzlerin ein Ziel vorgegeben, konventionelle Antriebe umgehend durch Elektroantriebe zu ersetzen. Da sind die Konsumenten schlauer, die pfeifen auf Elektro.

Auch die Vorstellung, man würde die Umwelt schonen, ist absurd. Durch das Abschalten der Atommeiler sind alle Klimaziele obsolet. Die Energie wird zu mindestens 80 Prozent aus fossilen Brennstoffen erzeugt. Erneuerbare Energie wird derzeit aus Solarstrom (in einem sonnenarmen Land wie Deutschland schon an sich fragwürdig) erzeugt, Windkraftwerke brauchen, wie der Name sagt, Wind, und der ist dummerweise dort im Überfluss vorhanden, wo es gar keine Stromverbraucher gibt. Man braucht dann „Stromtrassen“, und die werden von den Bürgern nicht akzeptiert. Speicher sind auch keine da, es sind nicht einmal Ansätze erkennbar, wie man Strom speichern möchte. Jedoch sind Sonne und Wind eben nun mal nicht vom Menschen steuerbar, da gibt es Schwankungen.

Also wird Strom weiter aus Verbrennungskraftwerken umweltschädlich erzeugt. Damit stimmen auch die Grundannahmen eines CO 2 neutralen Antriebs nicht – das CO 2 wird nur anderswo erzeugt.

Dazu kommen gigantische Umweltprobleme bei der Batteriefertigung. Lithium muss ja erst mal abgebaut und verhüttet werden, und nur, weil die Umweltprobleme in China auftreten und nicht bei uns, macht das die Sache nicht besser.

Es entsteht der Eindruck, dass systematisch gelogen wird – und das auf allen Themenfeldern.

Aktuell sieht man das auch bei der „Flüchtlingskrise“. Es ist richtig, politisch Verfolgten Asyl zu gewähren, das kann man nicht infrage stellen, das steht auch im Grundgesetz. Nur gibt es bei den derzeit nach Deutschland drängenden Menschen kaum politisch Verfolgte, man darf von weniger als 1 Prozent ausgehen (offizielle Zahlen!). Die Masse der Einwanderer kommt aus Kriegsgebieten (Krieg ist kein Asylgrund!) oder Hungerzonen (Hunger ist ebenfalls kein Asylgrund). Nun kann man aus humanitären Gründen durchaus Menschen in Not helfen bzw. sie aufnehmen. Bloß Asylanten sind das nicht.

Jetzt hat die Kanzlerin ausgegeben, man müsse alle die zu uns kommen willkommen heißen, und willige Dummköpfe machen das ganz brav. Die Medien haben geradezu einen Hype angefacht bezüglich Willkommenskultur. Und wer nicht mitmacht und Beifall klatscht ist ganz einfach ein Rechter (NAZI). Denken ist also verboten?

Fangen wir mal an zu überlegen: „Wirtschaftsflüchtlinge“ werden dort generiert, wo es an Nahrung, Platz, Arbeit usw. fehlt. Weshalb haben wir aber den Mangel dort? Weil es unmöglich ist, auf einem Stück Land, das eine Familie ernährt hat, anstatt zwei Menschen 15 satt zu bekommen. Eine einfache Rechnung: die ungezügelte Vermehrung produziert permanent Wirtschaftsflüchtlinge (Europa konnte das in der Geschichte auch, denken wir an die großen Auswanderungswellen, z.B Irland, da sind mehr Menschen n ach USA ausgewandert als Irland Einwohner hat), und das wird so lange nicht aufhören, bis dort ein soziales Umfeld entsteht, da Geburtenkontrolle zulässt. Wieder Beispiel Irland: nachdem dort die katholische Kirche ihre Macht verloren hat, Frauen das Selbstbestimmungsrecht erhielten und ungestraft die Pille nehmen dürfen, i.st die Vermehrung drastisch eingebrochen. Von solchen Verhaltensweisen sind wir in afrikanischen und insbesondere islamischen Ländern meilenweit entfernt. Das bedeutet, der Bevölkerungs- und Auswanderungsdruck wird weiter anhalten.

In Europa macht man sich hingegen Sorgen wegen der stark schrumpfenden und alternden Bevölkerung. Da liegt der Gedanke nahe, die Lücken mit Zuwanderern aufzufüllen. Dies ist jedoch grundfalsch. Europa ist, wenn man genau hinschaut, nach wie vor total überbevölkert, weshalb (das wird ja auch kritisiert) Europa sich aus anderen Kontinenten versorgen muss: ohne Importe aller lebenswichtigen Güter, insbesondere von Lebensmitteln und Grundchemikalien (Dünger) brächen große Hungersnöte aus. Die Bevölkerungsreduktion ist also ein Gebot der Zukunft. Die Politik möchte jedoch genau das nicht näher betrachten, weil sie sonst die sozialen Sicherungssysteme grundlegend überarbeiten müsste. Beispiel Rente: der „Generationenvertrag“ ist ein Schneeballsystem, bei dem es ständig neue Beitragszahler geben muss, das Ende des 19ten Jahrhundert erfunden wurde, als man permanente Zunahme der Bevölkerung als normal angesehen hat. Und wenn der Platz nicht reichte hat man eben Eroberungskriege geführt, wie man es seit Jahrhunderten gewohnt war. Das ist doch heute einfach nicht mehr machbar, weshalb der Produktionszuwachs der Wirtschaft dazu dienen sollte, weniger Menschen im Produktivprozess zu beschäftigen. Das wäre „Nachhaltigkeit“, wie von den Medien gerne gefordert. Man müsste sich nur Gedanken machen – man hat jedoch den Eindruck, dass Denken verboten ist…

 

Ein heikles Thema: Intelligenz!

Die Zeit hat in einer ihrer letzten Ausgaben ein besonders  heikles Thema mutig angepackt: Intelligenz ist nicht lernbar, Intelligenz wird ererbt und steckt in den Genen. Erstaunlich, dass hierauf bislang keine heftigen Diskussionen ausgebrochen sind bzw. kein shitstorm über die Redaktion hereingebrochen ist. Anscheinend wird das Blatt nicht so weit verbreitet gelesen.

Die verantwortlichen Redakteure haben dazu ein Interview mit Prof. Robert Ploming  vom Londoner Kings College geführt. Plomings erläuterte, dass er in seiner Forschungsgruppe etwa 11000 ein- und zweieiige Zwillinge untersucht habe (basierend auf dem CCSE-Test, der analog dem mittleren Schulabschluss – „mittlere Reife“- zu sehen ist). Dabei hätte die Forschungsgruppe analysiert, dass ca 60 Prozent des Schulerfolgs wohl auf genetische Faktoren zurückzuführen sei. Die restlichen 40 Prozent würden durch andere Faktoren bestimmt, wie Elternhaus, Freunde, Lebensweise oder Krankheiten, also Umweltbedingungen. Den weitaus größten Einfluss hätten die Gene auf die Intelligenz, ausgedrückt durch die Fähigkeit zu abstraktem Denken und das Gedächtnis, die räumliche Vorstellungskraft sowie verbale Fähigkeiten, also alles Parameter, die ein gängiger „Intelligenztest“ misst. Dabei misst Plomings dem Schulunterricht eine ganz geringe Rolle bei der Entwicklung intellektueller Fähigkeiten zu, etwa 10 Prozent.  Diese 10 Prozent sind sehr wichtig, da damit eben ein Maximum aus den Kindern herausgeholt werden könnte, jedoch könnte der Einfluss der Gene nie durch Umwelt eliminiert werden. Diese Aussagen müssten enormen Einfluss auf die Schulpolitik haben, da damit jeder Inclusion Erfolglosigkeit beschieden wäre und dem traditionellen gegliederten Schulsystem der Vorzug zu geben wäre. Denn, dann erst wäre die individuelle Förderung optimierbar.

Solche Statements sind brandgefährlich, setzt man sich doch damit leicht der Gefahr aus, als Rassist bezeichnet zu werden, der elitärem Gedankengut anhängt. Als der amerikanische Professor Arthur Jensen 1969 seine Erkenntnisse publizierte, dass 80 Prozent der Varianzen der IQ-Tests genetischer Natur wären, besetzten aggressive Studenten sein Büro in Kalifornien, und der zu gleichen Ergebnissen kommende Professor Hans Eysenck wurde tätlich angegriffen während einer Vorlesung an der London School of Economics: ein Student schlug ihm die Nase ein.

Die Kontroverse explodierte förmlich als die beiden Professoren der Harvard University, Richard Herrnstein sowie Charles Murray, der erstere Psychologe, der zweite Politologe, 1990 ihr Buch publizierten, das die sog. Bell Kurve enthielt, der zufolge die Schwarzen Amerikas durchschnittlich einen IQ von 85 und die weiße Population der USA einen IQ von 103 hätten. Sie folgerten, dass es eben keine prinzipielle Benachteiligung der Schwarzen gäbe, sondern dass es genetische Unterschiede wären, die zu unterschiedlichem Schulerfolg führten. Die Empörung wurde dann auf die Spitze getrieben, als sie ferner folgerten, dass Sozialprogramme (in USA “Welfare“) Frauen mit minderem Bildungsstand dazu verführten, möglichst viele Kinder zu gebären, weil das ökonomisch für sie am sinnvollsten sei und sie damit den durchschnittlichen IQ der USA minderten.

Natürlich kamen da Erinnerungen an die NAZI-Zeit auf, und eine natürliche Gegenwehr gegen die Vorstellung, dass Kinder von Geburt an prädestiniert wären für bestimmte Laufbahnen.

Kaum meinte man es wäre Gras über diese Aussagen gewachsen meldete sich Dominic Cummings letztes Jahr mit einer 250 Seiten lange Studie zurück, der zufolge Gene hauptursächlich für die Unterschiede in den DCSE Scores wären, und  Schule, Lehrer, soziale Umgebung oder sogar Familien eine deutlich geringere Rolle spielten, und dann setzte Boris Johnson noch einen drauf und erklärte, dass Menschen weit entfernt seien von gleichen Fähigkeiten.

Spätere Aussagen Cummings, unterstützt von dem oben genannten Plomin, gaben nur noch 60 Prozent an genetischer Prädisposition an, immerhin.

Aber, immer noch schließen die Forscher daraus, dass es für die Gesellschaft sinnvoller wäre, anstatt eine unerreichbare Gleichheit anzustreben, der individuellen Förderung den Vorzug zu geben. Sie meinen, eine Selektion der Kinder in solche, für die eine wissenschaftliche Karriere sinnvoll und vermutlich auch weniger stressig wäre und solche, die besser in anderen beruflichen Möglichkeiten aufgehoben sind, sei zumindest aus ökonomischer Sicht erstrebenswert, dies unter ausdrücklicher Erwähnung der Tatsache, dass solche Modelle einer frühzeitigen Selektion in den asiatischen Ländern kritiklos durchgeführt würden und so zum ökonomischen und wissenschaftlichen Erfolg dieser Staaten beitrügen.

Nun kann man ja die Dinge sehen wie man mag, die Aussagen sollten zumindest nicht gleich vollständig verworfen werden. Immerhin ist es allgemein akzeptiert, dass z.B. sportliche Begabungen möglichst frühzeitig entdeckt werden sollten, damit die frühe Förderung zu entsprechenden späteren Leistungen führen könnte. Spätstarter haben  ja tatsächlich nur noch in den  seltensten Fällen eine Chance. Weshalb soll das nicht auch für intellektuelle Fähigkeiten gelten?

Interessant in diesem Zusammenhang wäre auch eine Rückbesinnung: mit dem traditionellen deutschen gegliederten Schulsystem hat Deutschland eine führende Stellung in der Welt eingenommen, insbesondere die Gliederung in Akademiker und Facharbeiter machte einmal deutsche Produkte und Erfindungen zu dem, was der glänzende Name sagte: „Made in Germany“. Damit so etwas funktionieren kann muss jedoch stets der gegenseitige Respekt gegeben sein. Der Akademiker mit seinem hohen IQ braucht den Handwerker mit seinen manuellen Fähigkeiten ebenso wie umgekehrt der Handwerker den Denker an seiner Seite benötigt. Für Überheblichkeit besteht auf beiden Seiten kein Anlass.

Ploming hat in dem zitierten Interview jedenfalls Eltern davor gewarnt, von ihrem Kind das falsche zu erwarten, sie sollten lieber die individuellen Fähigkeiten erkennen (lassen) und sie nicht in eine Rolle drängen, in der sie dann unglücklich sind. Die beste Antwort im Interview hat Ploming jedoch auf die Frage nach seinem eigenen IQ gegeben: dieser sei ihm unbekannt, und er sei ihm auch egal, Er habe Selbstbewusstsein, das genüge für jede Karriere, und das sei unabhängig von einem IQ-Test.

Dann hat er doch zugegeben, dass er nur aufgrund eines überragend ausgefallen IQ überhaupt ein Stipendium für sein Studium bekommen hat. Wie in angelsächsischen Ländern üblich gehen Stipendien nur an als förderwürdig angesehene Kinder aus sozial schwachen Familien, so wie das bin in die 80Jahre auch in Deutschland üblich war. Später hat der Linksdrall der Gesellschaft dazu geführt, dass die Begabtenförderung abgeschafft wurde, weil man der Auffassung war, so etwas wie Begabung gäbe es auf intellektuellem Gebiet nicht.

Das hat nun dazu geführt, dass man, um „Gleichheit“ herzustellen, mit den schulischen Anforderungen zurückgegangen ist, und wie aktuelle Veröffentlichungen zur Schulpolitik zeigen, damit neue Ungerechtigkeiten geschaffen hat: deutsche Abiturnoten sind überhaupt nicht vergleichbar, das Zeugnis ist mehr davon abhängig, wo es erworben wurde als von den individuellen Leistungen des Schülers.

Den Aussagen Plomings kann man jedoch aus vollem Herzen zustimmen: wenn Jemand (mit Hilfe seiner Eltern, Lehrer und anderer Bezugspersonen) seinen Platz im Leben gefunden hat, sei es als universitärer Forscher oder Koch, gibt es gar keine Unterschiede in Status oder Einkommen mehr – Fußballer z.B. verdienen ein zigfaches eines Hochschulprofessors, ein Spitzenkoch kann sich jederzeit mit einem Lehrer messen – weshalb also glauben Eltern und Politiker, sie müssten eine Gleichheit erzwingen, die doch offensichtlich nicht einmal theoretisch erreichbar und nicht einmal wünschenswert ist?

Nimmt man an, dass die Forscher Recht hätten mit ihren Aussagen, dann müsste sich das Bildungssystem grundlegend ändern. Die Wertigkeit der PISA-Studien müsste ebenso relativiert werden wie die Bewertung der Lehrer, die gegenüber genetischen Faktoren ja weitgehend machtlos sind. Trotzdem werden Lehrer für einen schulischen Misserfolg verantwortlich gemacht, bei gleichzeitiger Forderung nach Inklusion Behinderter (auf offiziell geistig Behinderter) in die Regelklassen. An den Anforderungen zerbrechen die Lehrer und zeigen, das ist bekannt, deutliche Stresssymptome, neigen zu Alkohol- und Medikamentenmissbrauch (wie alle stressbelasteten Berufstätigen, Ärzte, Manager, usw.) und längeren Krankheiten psychischer Art (psychische Krankheiten nehmen mittlerweile bereits Platz 2 der offiziellen Krankheitsstatistik ein, bezogen auf die Krankheitskosten).

Werkzeuge zur Vermeidung solcher Fehlentwicklungen gibt es. So steht ein sog. Intelligenz-Struktur-Test (IST) zur Verfügung, in dem nicht die Gesamtintelligenz (IQ) im Mittelpunkt des Interesses steht, sondern die intellektuelle Struktur, die, wie oben postuliert, genetisch bestimmt ist. Damit kann bei der Berufswahl geholfen werden: liegt die intellektuelle Begabung auf sprachlichen/verbalen Fähigkeiten, oder auf speziell mathematischen, oder ggflls, auf räumlich-strukturellen Gebiet, so kann, unabhängig von dem Gesamt IQ, zumindest eine Entscheidung für eine bestimmte Richtung leichter getroffen werden.  Die Korrelation zwischen dem IST und dem späteren beruflichen Erfolg wird als „hoch“ angegeben.

Voraussetzung wäre jedoch, dass Unterschiede beim Menschen akzeptiert werden, und, dass solche Unterschiede nicht als diskriminierend angesehen werden.

Was ist Faschismus?

Faschistische  Strukturen zeichnen sich durch eine straffe Hierarchie aus, in der ein „Führer“ als oberste Figur die Geschicke bestimmt. Diese quasi absolutistische Führergesellschaft kennt noch weniger Machteinschränkungen als eine Monarchie, bei der z.B. ein König immer noch auf den Adel Rücksicht zu nehmen hat.

Dieser Führer bestimmt nach Gutdünken, wer zur „Volksgemeinschaft“ gehört und wer nicht. Nicht-Zugehörige zur Volksgemeinschaft werden ausgestoßen, verlieren jeglichen  Schutz der Gemeinschaft und sind quasi „vogelfrei“. Es liegt in der Natur der Menschen dass die für vogelfrei erklärten nicht mehr zur Gemeinschaft gehörenden Ausgestoßenen nicht mehr vom Führer persönlich verfolgt werden müssen, sondern dass die Verfolgung und ggflls. Ausrottung von jedem Mitglied der Volksgemeinschaft vorgenommen werden kann und wird.

Ebenso ist es dem Faschismus zu eigen, dass keinerlei Abweichung zugelassen wird. Die Strukturen sind auf vollständige Gleichschaltung ausgelegt. Wer aus der Reihe schert, indem z.B. eigene Meinungen geäußert werden, gehört ab sofort ebenfalls zu den Ausgegrenzten bzw. Ausgestoßenen.

Der Faschismus zeichnet sich auch durch eine Vorliebe für das Tragen von Uniformen aus, wobei der „Volksgenosse“ dadurch auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen sucht, dass sein Gedankengut ebenso „uniform“ ist. Dabei muss der Begriff „Uniform“ weiter ausgelegt werden, es können „offizielle“ Uniformen sein, die dies verdeutlichen, es kann aber auch eine strenge Kleiderordnung (der Führer bestimmt, was zu tragen ist) vorgegeben werden. Ebenso werden im Führerstaat genaue Vorgaben gemacht, wie die persönlichen Lebensumstände zu gestalten sind, was dann als „ständische Gesellschaftsordnung“ Eingang in Gesetze findet.

Typisch ist auch, dass die vom faschistischen Gemeinwesen definierte Stände (hierunter sind z.B. Berufsgruppen zu verstehen) kategorisiert werden, indem man den Angehörigen dieser Subpopulationen bestimmte Eigenschaften zuschreibt (z.B. Zahnärzten, dass sie reich seien, obgleich Ärzte aktuell ein durchschnittlich geringeres Einkommen haben als Erzieherinnen, entsprechend vor kurzem veröffentlichter statistischer Daten!), wobei die kolportierten Vorurteile dann keiner individuellen Prüfung mehr unterworfen werden brauchen. Es gelingt damit sehr leicht, Gruppen zu diskriminieren und sozial auszugrenzen bzw. zu benachteiligen.

Die Revolte der aufmüpfigen Jugend (68er Bewegung) hat genau dies gesehen (faschistische Gesetzmäßigkeiten) und versucht, solche strukturelle Gewalt (denn zweifelsohne handelt es sich um Gewaltanwendung, solche Ansprüche an das Individuum durchsetzen zu wollen) auszuhebeln. Dies ist wohl auf der ganzen Linie als gescheitert anzusehen. Anfänglich wurde eine Nonkonformität erreicht: die Frisuren wurden anders, individueller, die Kleiderordnung wurde weniger stringent gehandhabt, es wurden (berechtigte!) Fragen zur Vergangenheit von Politikern gestellt, und es wurde insgesamt auch die geltende Wirtschaftsordnung hinterfragt. Letzteres jedoch hat zu eher bedauerlichen Ergebnissen geführt. Die als „faschistisch“ verteufelte kapitalistische Wirtschaft sollte durch zentral gesteuerte „sozialistische“ Strukturen ersetzt werden. Welch grandioser Irrweg! Gerade die streng zentralistische sozialistische Wirtschaftsordnung in den kommunistischen Gesellschaften enthält alle faschistischen Grundzüge des Führerstaats, Kommunismus ist Faschismus auf der linken Seite und unterscheidet sich nicht vom Faschismus auf der „Rechten“, wobei die Ursprünge der Faschisten (Rechte Bewegungen) stets ebenso in sozialen Bewegungen liegen bzw. gelegen haben wie die der Kommunisten, wobei bei den kommunistischen Bewegungen zu der tief empfundenen, offensichtlich genetisch begründeten, Sehnsucht nach einem gerechten und starken Führer noch eine geschickt ausgenutzte Neidkomponente hinzukommt. Dem gemeinen Volk wird suggeriert, es bedürfe lediglich eines starken Führers, um als Ungerechtigkeit empfundene soziale Unterschiede auszugleichen.

Stalin war ebenso ein faschistischer Führer wie Mussolini, Abweichler wurden halt nicht ins KZ gesteckt, sondern ins GULAG, wobei es den Betroffenen vermutlich egal war, wie die Institution geheißen hat, sie wurden stets „durch Arbeit vernichtet“ bzw. war dies das Ziel der Herrscher.

An den heute noch existierenden extrem faschistischen Gesellschaften (Nordkorea, Kuba, sowie eingeschränkt Russland) lassen sich all die beschriebenen Phänomene beobachten. Freiheit sieht jedenfalls anders aus.

Dass es wohl ein Grundbedürfnis nach faschistischen Strukturen gibt, lässt sich an der Faszination für den IS oder andere radikale religiöse Gruppierungen ablesen (es gibt ja auch christliche faschistische Gemeinschaften, wie z.B. Scientology). Christentum und Islam haben beide gemeinsam, dass sie einen „großen“ Gott als oberste Instanz ansehen, deren Stellvertreter (Papst, Kalif, usw.) die absolute Macht ausüben, von „Gottes Gnaden“. Davon weichen die Religionen Judentum oder Buddhismus deutlich ab, hier obliegt es dem Individuum, sich mit seinem/ihren Gott auseinanderzusetzen, die brauchen keinen „Führer“.

Insofern sollte Beachtung finden, dass liberale Gesellschaftsordnungen, wie sie infolge der Aufklärung in Europa Fuß gefasst haben, meist auf Denker jüdischen Glaubens zurückgehen. Darin mag zumindest eine Ursache des Antisemitismus begründet sein, den wir ja auch in kommunistischen Gesellschaften vorfinden. Liberale, freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnungen betonen stets auch die wirtschaftliche Freiheit als elementaren Bestandteil einer Demokratie, ganz im Gegensatz dazu steht die weit verbreitete Auffassung (in Deutschland etwa 16 Prozent!, so  Klaus Schroeder von der Freien Universität Berlin „Forschungsverbund SED-Staat“) dass Kapitalismus (als ausgeprägte Form der wirtschaftlichen Freiheit des Individuums) zwangsläufig zum Faschismus führen müsse – eine vollkommen der Realität entgegen gesetzte Vorstellung.

Die Faszination des Faschismus rührt wohl daher, dass es einfache „Wahrheiten“ gibt, dass die Gesellschaft durch straffe Regeln auch ohne größere geistige Anstrengung überschaubar ist, und nicht zuletzt gibt eine solche Organisation das (trügerische) Gefühl der Sicherheit (das ist so wie bei der wirtschaftlichen Selbstständigkeit, die von den meisten als bedrohlich empfunden wird, man begibt sich lieber in die Sklaverei des Beschäftigtenverhältnisses. Dort, im Betrieb, treffen dann andere die Entscheidungen, was als wohltuend empfunden wird. Nur ja keine Eigenverantwortung!).

In der Gemeinschaft kann man dann gemeinsame Feinde definieren („die da oben“, „die Kapitalisten“, „die gierigen Ärzte“usw.) und von eigenen Unvollkommenheiten ablenken.

Aktuell lassen sich faschistische Mechanismen in der deutschen Gesellschaft recht gut beobachten. Es gibt eine „political correctness“, d.h., eine gemeinsame öffentliche Meinung, die von den Medien mit Nachdruck verfochten wird, andere Meinungen werden kaum oder gar nicht toleriert bzw. diskutiert und Abweichler mit eigener Meinung einfach in die „rechte Ecke“ gestellt, dann muss man sich gar nicht erst theoretisch mit ihnen auseinandersetzen. Wäre ja auch wirklich anstrengend…

Der Faschismus steckt in jedem Menschen, und es gibt keine einfache Lösung, damit fertig zu werden. Selbstkritische Reflektionen könnten helfen: vor jeder vermeintlich einfachen Kategorisierung von Meinungen oder Mitmenschen  sollte man sich die Frage stellen: ist das tatsächlich meine eigene, durchdachte und fundierte Auffassung – vor allem, kann ich diese tatsächlich begründen? -, oder plappere ich etwa nur nach, was mir andere vorgegeben haben? Zugegeben, ein hoher Anspruch an Intellekt und Selbstreflektion, jedoch, das würde das Zusammenleben schon einfacher machen…

 

Die Deutschen bringen sich selber um:

Messer und Gabel sowie Trinkhalm sind die Utensilien dazu!

Immer süßer, immer salziger, immer mehr fast food, und immer fetter. Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung hat Übergewicht, und die Zukunft schaut noch düsterer aus.

Bei immer mehr Kindern wird bei der Einschulung Fettleibigkeit festgestellt, längst vergessen geglaubte Bilder des „Nursing Bottle Syndrome“ bieten sich den Kinderärzten – was wird man dann bei den später Erwachsenen finden?!

Ursache sind schlechte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, die so gar nicht mehr bemerkt werden. Das gemeinsame Essen in der Familie? Ein Auslaufmodell, Kochen findet nur noch im Fernsehen statt, zuhause lässt man es und geht lieber ins Restaurant. Kinder lernen so gar nicht mehr wie Lebensmittel zubereitet werden, so greifen dann die Jugendlichen schon zu Fertiggerichten. Ein Trend, der weltweit zu beobachten ist. Eine Frage in einer Pariser Schule, die Kinder mögen doch bitte mal einen Fisch zeichnen, führte zu dem Ergebnis, dass die meisten braune Quader malten –  so wie sie eben Fisch kannten, als Fertiggericht. Die „zivilisierten“ Menschen nehmen sich einfach keine Zeit für das Kochen, es muss alles ganz schnellgehen. Keine Zeit? Was wäre denn wichtiger? Da fiele uns schon eine ganze Menge ein….

Dazu kommt, dass feste Zeiten für Mahlzeiten auch der Vergangenheit angehören. Feste Termine z.B. für ein gemeinsames Essen werden schon als Terror empfunden, wie überhaupt feste Zeiten als extrem unangenehm angesehen werden und eher unverbindlich betrachtet werden. Gegessen wird alles, was rasch zubereitet ist und zu einem beliebigen Zeitpunkt, wenn man eben grade hungrig ist oder meint Zeit dafür zu finden. Beobachtungen in befreundeten Familien lassen erschrecken: da gilt es als Festessen, wenn tatsächlich mal Spaghetti auf den Tisch kommen, zubereitet mit Ketchup. Ein so simples Rezept wie Tiramisu stellt eine unüberwindliche Hürde dar, die auch mit einem gemeinsamen Einsatz von 6 Personen und einer nachher vollständig verwüsteten Küche zu keinem Erfolg führt. Und weshalb? Weil nicht berücksichtigt wird, dass das alles Zeit kostet, nicht an tatsächlicher Arbeitszeit, sondern lediglich Wartezeit, z.B. bis die Creme eben abgekühlt ist, was schon mal 4 Stunden Kühlschrank bedeutet. Das würde jedoch Planung, Voraussicht!, bedeuten, und so etwas wird immer weniger berücksichtigt. Ist man unpünktlich, na ja, man hat ja ein Handy, telefoniert man eben, dass es später wird. Wenn überhaupt. Der Gastgeber steht dann da und das Essen wird trocken und matschig – ganz so, wie man es aus dem Gasthaus kennt, stört kaum jemanden.

Damit dann da überhaupt noch ein Geschmack rausgekitzelt werden kann wird reichlich Glutamat zugegeben und, was noch hässlicher ist, Zucker. Egal was gekocht wird, alle Rezepte enthalten Zucker: braune Soße? Macht man mit karamellisiertem Puderzucker. Brathähnchen? Werden mit Zuckercouleur so schön braun außen. Ente? Kann   man sich ohne Zuckerüberzug gar nicht vorstellen. Selbst Salat kriegt seine Prise Zucker ab.

Nun tritt bei Zucker, ebenso wie bei Salz, ein Gewöhnungseffekt ein, d.h., um das überhaupt noch zu schmecken, werden immer größere Mengen benötigt. Für jemanden, der sich dem entziehen mag, wird der Restaurantbesuch schwierig: alles schmeckt massiv versalzen und widerlich süß.

Diese Entwicklung ist überall zu beobachten, und viele Länder haben begonnen darauf zu reagieren. Schließlich hat die Politik ja auch eine Verantwortung gegenüber der nachwachsenden Generation, und die Gesundheitskosten explodieren ja heute schon.

Diesen Bemühungen stehen natürlich die Interessen der Nahrungsmittelindustrie entgegen, und – das ist eigentlich ganz normal – man verteidigt seine Umsätze, z.B. durch teure Werbekampagnen. Geld ist ja reichlich da: Zucker kostet fast nichts, wird jedoch in Fertigprodukten als Geschmacks- und Konservierungsmittel eingesetzt. Ein Verzicht würde enorme Kostensteigerungen nach sich ziehen. Zucker und Salz sind die ältesten Konservierungsmittel überhaupt und gelten nicht als solche – man kann sein Zeug sogar als „Bio“ verkaufen. Und um ein paar ungebildete Alternative mehr als Kunden zu gewinnen nimmt man anstatt Zucker gerne das –ältere! – Süßungs- und Konservierungsmittel Honig.

Ganz schrecklich wird das Bild bei Betrachtung der Getränke. Natürliche Getränke, wie klares Wasser, stehen nicht allzu hoch im Kurs, da greift man doch lieber zu anderen Geschmacksvarianten. Bier ist ins Gerede gekommen des Alkohols wegen, also nimmt man lieber „Erfrischungsgetränke“ (Englisch: Soda), und das sind eigentlich konzentrierte Zuckerlösungen, mehr Zucker kriegt man gar nicht mehr ein, und damit das „erfrischend“ und nicht nur pappig schmeckt, wird billige Zitronensäure beigemischt. Und dann wird der Mist teuer verkauft – welche irren Gewinnspannen man dabei erreicht kann man an dem berüchtigten Softdrink, der angeblich Flügel verleihen soll, sehen.

Auch „Saft“ ist nicht viel besser – Orangesaft stellt chemisch auch nur eine Mischung als Säure und Zucker dar. Bitte keine Täuschung, auch Apfelsaft ist nichts anders als eine mit Säure vermischte Zuckerlösung. Dabei werden solche „natürlichen“ Zuckerlösungen gar nicht beim Zuckerkonsum mitgezählt, der sich der 100 Gramm Marke täglich (!) nähert. Nach Angaben der WHO wären für einen Erwachsenen maximal 25 Gramm täglich noch akzeptabel, die erwähnten 100 Gramm stellen jedoch einen Durchschnitt über alle Altersgruppen dar, vom Neugeborenen bis zum Senior. Beispiel: ein Becher Fruchtjoghurt bedeutet bereits, das Limit ist erreicht. Maximal 10 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr soll nach WHO aus niedermolekularen Kohlehydraten – „Zucker“ – bestehen, in Deutschland sind es aktuell 18 Prozent, Tendenz steigend.

Der Basiserhebung zur Kinder und Jugendgesundheitsuntersuchung (KIGGS) zufolge entfallen auf Jugendliche und Kinder im Schnitt auf mehr als zwei Gläser Softdrinks pro Tag, bei einem durchschnittlichen Gesamtverzehr von 120 Litern jährlich. Den höchsten Konsum haben 17-jährige – Mädchen im Schnitt 3,4 und Jungs 4,3 Gläser.

Der hohe Zuckerkonsum bedeutet: Bluthochdruck und schlechte Cholesterin-Werte werden begünstigt, Adipositas, Diabetes, Karies werden verursacht. 18,7 Prozent der Kinder und Jugendlichen hierzulande sind übergewichtig, so die AOK in einer aktuellen Studie, 6,3 Prozent litten unter krankhafter Fettsucht (Adipositas). Bei Erwachsenen liegt die Adipositas-Rate sogar  bei 23 Prozent, übergewichtig ist sowieso mehr als jeder Zweite. Die Kosten ernährungsbedingter Krankheiten werden in Deutschland pro Jahr auf mehr als 70 Milliarden Euro beziffert.

Es ist schwierig dagegen zu steuern, schlechten Gewohnheiten ist mir Aufklärung nicht gut beizukommen, insbesondere dann nicht, wenn eine einflussreiche Werbung das Gegenteil behauptet. Denken wir an den heldenhaften Versuch des New Yorker Bürgermeisters Blomberg, wenigstens die Monsterpackungen der Softdrinks verbieten zu wollen. Keine Chance gegen die Industrie, so das Ergebnis.

Dabei gäbe es schon Möglichkeiten: nach vielen massiven Steuererhöhungen sowie Negativkampagnen ist der Tabakverbrauch deutlich zurückgegangen, Rauchen als Ursache für enorme Kosten im Gesundheitswesen wird zurückgedrängt. Alkoholsteuern wirken auch regulierend, Beispiel Skandinavien.

In Frankreich ist man weiter als in Deutschland: die Franzosen haben eine Zuckersteuer (wird auf Softdrinks erhoben), die bereits 280 Mio Jährlich einbringt. Ist schon seltsam, dass Deutschland, das so erfinderisch ist im Erfinden stetig neuer Steuern und Gebühren, hier nicht handeln mag. Sogar Mexiko- dort haben sie wohl die weltweit höchste Adipositas- und Diabetes-Rate – hat mit einer Steuer reagiert – auf Zucker und Fett gleichzeitig. Wenn man schon nicht glaubt, dass das Verhalten dadurch geändert werden könnte, zumindest wäre dann der Schaden (Gesundheitskosten!) wenigstens teilweise den Verursachern auferlegt.

Dass sich jedoch auch das Verhalten ändern kann, zeigt das Beispiel „Alkopops“: nachdem darauf eine Sondersteuer erhoben wurde, sank der Absatz binnen eines Jahres um 80 Prozent. Geht doch!

Vermutlich besteht hierzulande kein großer Leidensdruck bezüglich Gesundheitskosten, kann man doch immer noch die Honorare der Ärzte so weit drücken, dass die Kosten für die Allgemeinheit nicht unerträglich geworden sind. Nur, fragt man sich, wie lange noch werden angebliche Wirtschaftlichkeitsreserven gehoben werden können? Mangelerscheinung sind doch allerorten zu beobachten…

 

Der Linksdrall der deutschen Gesllschaft

Der Weg aus der Leistungsgesellschaft

61 Prozent der Deutschen sind der Meinung, unsere Demokratie sei keine echte Demokratie. Dies ergab eine aktuelle Studie. Nun wäre das eigentlich gar nicht schlimm, denn, unsere „parlamentarische“ Demokratie hat ja tatsächlich etliche Webfehler. Anders als in der „direkten“ Demokratie, entsprechend dem griechischen Vorbild oder dem Modell der Schweiz, wird „das Volk“ kaum gefragt – Beispiel EU-Verträge, Beispiel  Finanzhilfen für Eurostaaten, usw.

Dazu wird das Land von mächtigen Interessengruppen beeinflusst, „Lobbyisten“, die Politiker ganz unmittelbar beeinflussen.

Aber: unter Lobbyisten versteht der „Normalbürger“, gezielt gesteuert durch gleichgeschaltete Medien, im Allgemeinen Leute aus der Wirtschaft. Und die Beeinflussung durch Dauerberieselung wirkt: die o.a. Auffassung betrifft den Fragen gemäß den Einfluss „der Wirtschaft“ und „der Banken“, nicht jedoch der Gewerkschaften, die ganz offen Lobbyismus betreiben, der Kirchen (!) oder etwa der Lehrer oder Krankenkassen.

Deren Einfluss wird entweder gar nicht wahrgenommen oder, noch schlimmer, als legitim bzw. dem ganzen dienlich angesehen.

Stimmt das? Natürlich nicht. Diese Interessengruppen verfolgen sehr wohl ganz eigene Ziele, die dem Gemeinwohl ebenso wenig dienen wie die Interessen von Wirtschaftsverbänden, wobei man den Wirtschaftsführern immerhin zugestehen muss, dass sie für den allgemeinen Wohlstand sorgen, was man den Gewerkschaften ebenso wenig zugestehen dürfte wie den Krankenkassen oder Kirchen. Gewerkschafter suchen den eigenen Vorteil ebenso wie alle anderen Funktionäre, nur verbrämen sie das ideologisch. Wären sie ehrlich, würden z.B. Kirchenfürsten der Lehre des Christus entsprechend auf allen Luxus verzichten (Beispiel Bischof von Limburg), die Gewerkschaften würden ihre eigenen Angestellten besser behandeln als Unternehmen (das Gegenteil ist der Fall), usw.

Der Politikwissenschaftler Klaus Schroeder von der Freien Universität Berlin leitet den „Forschungsverbund SED-Staat“. In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung gibt er Wissen zum Besten, das erschreckt. Ergebnisse seiner Untersuchung werden in Buchform publiziert (zum Nachlesen):  „Gegen Staat und Kapital – für die Revolution! Linksextremismus in Deutschland – eine empirische Studie“

„Viele sind der Meinung, dass die Wirtschaft zu viel zu sagen hat. Die Demokratie ist in den Augen einer Mehrheit reformbedürftig“ – na bravo! Bedrohlich auch drei Zahlen: „16 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass der Kapitalismus letztlich zum Faschismus führe. 18 Prozent sehen die Gefahr eines neuen Faschismus in Deutschland. Und 29 Prozent glauben, dass eine wirkliche Demokratie nur ohne Kapitalismus möglich sei“.

Solche linksextremen Einstellungen finden in der Bevölkerung auf erstaunliche Zustimmung und haben wohl mit für den Linksruck der CDU gesorgt. Man will ja schließlich gewählt werden.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Fast 60 Prozent der Ostdeutschen und immerhin 37 Prozent der Westdeutschen meinen, dass „der Kommunismus eine gute Idee sei“, die „nur schlecht ausgeführt wurde“. Und man fasst es nicht: 42 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die Gleichheit aller Menschen wichtiger sei als die Freiheit des Einzelnen. Also, eigentlich müsste man den deutschen Reisen nach Nordkorea, Kuba oder andere sozialistische Paradiese schenken – aber, vermutlich würde da die Realität nicht wahrgenommen. Wie schon Einstein sagte, Vorurteile sind einfach stärker als die Vernunft (und es sei leichter ein Atom zu spalten als ein Vorurteil). Denn, dort würden sie eine extreme Ungleichheit finden: während die Masse alle gleich nichts hat (!) leben Funktionäre (Lenin: „Avantgarde der Arbeiterklasse“) ebenso gut wie Leute mit Verwandtschaft im Westen (Kuba: die Verwandten aus Florida spenden Unsummen) oder solche, die zumindest eine attraktive junge Frau in der Familie haben, die durch Prostitution bei Touristen das Familieneinkommen aufbessert (Ausnahme Nordkorea mangels Tourismus).

Es ist unglaublich: Der Marxismus-Kommunismus wird in den Schulen wie in den Medien positiv gezeichnet. Die historische Realität mit Millionen Toten wird verschwiegen. Die Erfahrungen in der DDR, im Stalinismus, in Kambodscha oder China sind vielen entweder nicht bekannt oder sie werden ignoriert. Alleine Mao Tse Dong hat in China wissentlich den Tod von hunderten (!) Millionen Menschen herbeigeführt, den „Säuberungen“ Stalins sind mehr Menschen zum Opfer gefallen als dem Krieg mit Deutschland – weshalb lehren die linken Lehrer das nicht!?

Während man „AfD“ oder „Pegida“ als „rechts“ einstuft und deshalb verdammt, werden links motivierte Gewalttaten (weder Pegida-Demonstranten noch AfD Anhänger sind bislang durch Gewalt aufgefallen, jedoch ging von den Gegendemonstranten massiv Gewalt aus!) locker toleriert, sie dienten ja „der guten Sache“ und seien deshalb gerechtfertigt. So wird ganz automatisch Gewalt (Beispiel: G7 Treffen, da rechnet man selbstverständlich mit Gewaltausbrüchen bei den Demonstrationen) angenommen und achselzuckend hingenommen. Kostet ja bloß das Geld der Steuerzahler…

„30 bis 40 Prozent der linken Gewalttaten werden vom Verfassungsschutz nicht als extremistisch eingestuft“. Körperverletzungen, Brandstiftungen, Sprengstoffdelikte – wenn von Linken begangen ist das nicht extremistisch, wenn Rechte in Nürnberg oder Wunsiedel aufmarschieren ist der Aufmarsch alleine schon eine extremistische Handlung. Komische Rechtsauffassung.

„Allen Extremismen ist Gewaltverherrlichung immanent.“ Das kennt man schon aus der Kirchengeschichte. Erst die Aufklärung hat es ermöglicht dass man sich auf einen weitgehend friedlichen Staat einigen konnte. Dieser Staat ist aktuell jedoch gefährdet. Gewerkschaften halten es für legitim, Bürger als Geisel zu nehmen (Bahn, Fliegerei), Islam-Gläubige sehen die „Scharia“ als höherwertig an als unsere Rechtsordnung, Linksextreme („Schwarzer Block“) halten Gewaltexzesse für legitim, usw.

Und die Politiker? Die drücken sich so gut es geht, Beispiel Asyl- bzw. Flüchtlingspolitik. Realistisch ist das nicht, was da rausposaunt wird. Wenn alle Armen Afrikas oder von sonst wo mit einer Begrüßungskultur willkommen geheißen werden, werden die Menschen hier bald keinen Platz mehr zum Atmen haben. Wo sollten die mindestens 2 Mrd. Zuwanderer (Afrika hat die meisten Armen weltweit, und die wollen, verständlich, der Armut entfliehen) in Deutschland hin?!

Der Weg in den sozialistischen Staat zeichnet sich jedoch nicht nur „Politisch“ ab. Überall da, wo es darauf ankäme, wird gespart: Ärzte und Krankenhäuser werden ausgehungert (Notaufnahmen sind so überfüllt dass die Kranken in den Gängen liegen), die öffentliche Infrastruktur liegt am Boden (die Kosten, das Straßennetz zu erhalten, sind viel zu niedrig angesetzt, mit der Folge verrottender Brücken und Schlaglöchern in den Fahrwegen), während idiotische Prestigeobjekte Unsummen verschlingen (Flughafen Berlin, Elbphilharmonie, usw.). All das kennt man nur zu gut aus den kommunistisch/sozialistischen Staatswesen. Wann wachen die Leistungsträger, die hier um ihren Lohn betrogen werden, eigentlich mal auf?!

 Die Schuldenproblematik

Aktuell wird ja gestritten, ob Griechenland weiter finanzielle Unterstützung der übrigen EU- und Neuroländer erhalten soll. Dabei wird stets und mit Nachdruck behauptet, Deutschland sei ja außerordentlich reich und könnten ein europäisches Sozialprogramm finanzieren. Dagegen seien die armen Griechen so schlecht dran dass man ihnen unbedingt unter die Arme greifen müsse. Deutsche Politiker werden seit geraumer Zeit in griechischen Zeitungen als „Nazis“ vorgeführt, die die Griechen unterdrücken wollten und Deutschland profitiere ja von der griechischen Misere, was sogar von deutschen Linken gerne behauptet wird.

Nun sollte man jedoch einmal ein paar Fakten auf den Tisch legen:

Deutschland hat „offizielle“ Schulden in Höhe von über zwei Billionen € bzw. 25.000 € je Einwohner. Dies ist an sich schon eine unvorstellbar große Zahl, dazu kommen jedoch noch andere, „inoffizielle“ Schulden. Dies sind z.B. Schulden gegenüber Rentnern (die Rente muss ja irgendwie finanziert werden, und die Rentenversprechen reichen weit in die – ungewisse – Zukunft)in Höhe von geschätzt 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und Beamten (das Altersruhegeld muss bezahlt werden, auch dafür wurden und werden keine Rückstellungen gebildet) in Höhe von weiteren 60 Prozent, 80 bis sogar 220 Prozent für die Gesundheitsversorgung sowie nochmal  30 bis 60 Prozent für die Pflege. Daraus errechnen sich laut Prof. Raffelhüschen bis zu sagenhaften 10 Billionen Euro, die durch nichts gedeckt sind.

Das wären dann pro Kopf 125000 € – das wird man nicht einmal in 100 Jahren zahlen können. Was schließen wir daraus? Die Regierung denkt nicht einmal daran irgendetwas von den Schulden zurückzuzahlen, damit befindet sie sich in bester Gesellschaft, denn, von den westlichen Staaten wird wohl keiner je Wesentliche Teile dieser gigantischen Schuldenlast abtragen können und wollen. Insofern haben ja die Griechen Recht: Schulden zahlt man nicht zurück, weil, wer dem Staat Geld leiht ist entweder ein Idiot oder ein sehr reicher Mensch, dem es nichts ausmacht, wenn er sein Geld verliert.  Diese Anschauung finden wir ja bei allen Sozialpolitikern – wer etwas zur Seite legen kann hat sowieso zu viel, wieviel das dann auch immer sein mag. Sie folgen alle der Gerechtigkeitstheorie „jeder nach seinen Bedürfnissen“, und wer spart hat eben kein Bedürfnis, Geld auszugeben, deshalb wäre es doch allemal besser, das Geld denen zu geben, die etwas „vernünftiges“ damit anzufangen wissen, nämlich es zu verkonsumieren, wieder egal, wofür. Damit würde ja die Wirtschaft gestützt, es gäbe Arbeitsplätze, und alle wären glücklich. Die Sparerdeppen vielleicht nicht, nur, die sind sowieso in der Minderheit, und weil sie Deppen sind (nach Auffassung der Politiker) lassen sie sich auch alles gefallen.

Ähnlich verhält es sich mit den „Arbeitsplätzen“. Wer irgendetwas macht, und sei es auch noch so sinnlos oder wenig, „muss von seiner Arbeit leben können“. Deshalb wird die Entlohnung auch nicht an der „Wertschöpfung“ gemessen (was an sich logisch wäre),, sondern an den Bedürfnissen des Arbeitnehmers.

Das kann man nur aufrechterhalten, wenn die Wirtschaft insgesamt rund läuft. Wenn jedoch stürmische Zeiten anbrechen, dann geht das Sozialschiff unter, schneller, als man es sich vorstellen kann. In Griechenland haben wir Anschauungsunterricht: Jahrzehntelang hat man auch Sozialstaat gemacht, und man hat damit insgesamt cá 400 Mrd. € Schulden angehäuft, wovon in einem ersten „Schuldenschnitt“ (nichts anderes als Enteignung)bereits 100 Mrd. € „gespendet“ wurden, wobei heute der Schuldenstand bereits wieder höher ist als vor dem „Schuldenschnitt“. Hat da jemand etwas von moralischer Verwerflichkeit gesagt? Natürlich nicht, kann man gar nicht, weil man es selbst auch so macht. Politiker kaufen Wählerstimmen was anderes sind die Wahlversprechen ja nie) und lassen andere dafür zahlen. Funktioniert ja, siehe oben, Sparerdeppen.

Und mittlerweile verkommt die Infrastruktur im Land, Brücken stürzen ein oder sind einsturzgefährdet, Schulen müssen geräumt werden wegen Baufälligkeit, Krankenhäuser machen die Notaufnahme dicht, weil auf den Gängen kein Platz mehr ist – na ja, in der DDR war es ja auch so, und in Kuba kann jeder Anschauungsunterricht nehmen in realem Sozialismus. Ärztliche Hilfe erhält man nur wenn man westliche Devisen hat, der „Normalbürger“ muss mit Primitivmedizin á lá dritte Welt Vorlieb nehmen. Das Equipment stammt aus den 50er Jahren und ist in entsprechendem Zustand, junge Frauen bieten sich für ein Taschengeld den Freiern aus den Westländern an, um die Familie am Leben zu erhalten – der Durchschnittslohn beträgt weniger als 20 US$ pro Monat (!)b ei an sich ähnlichen Preisen wie hierzulande. Lediglich Grundnahrungsmittel sind billig zu haben (Reis, Bohnen), jedoch meist nicht verfügbar („ist gerade aus“). Typische sozialistische Mangelwirtschaft, eben.

Immer mehr junge Leute erkennen das falsche System und fangen gar nicht mehr an zu arbeiten. Es lebt sich allemal besser von Hartz IV und Kindergeld zu leben. 7,5Milionen Sozialhilfeempfänger sprechen da eine deutliche Sprache.l

Wenn erst alles aufgebraucht sein wird kommt das böse Erwachen – die Bürger sind jedoch aufgerufen, bereits heute umzusteuern. Dass immer mehr Menschen in diesem Land die Missstände erkennen, kann man am Erfolg von Pegida oder AfD erkennen –und vor allem an der immer niedrigeren Wahlbeteiligung. Wer nicht zur Wahl geht ist doch nicht der Empfänger von Sozialleistungen oder sonstiger Nutznießer dieses Sozialstaats, es sind die Leistungsträger, die keine Alternative mehr sehen…

Geht´s noch?

 

Wir bekommen immer wieder Benachrichtigungen von erbosten Kollegen in gleicher oder ähnlicher Form: Da reichen Patienten Rechnungen eines ausländischen Zahnarztes (für bereits durchgeführten Zahnersatz) bei ihrer Kasse ein, und die fordert dann den jeweiligen Versicherten auf, einen deutschen Zahnarzt aufzusuchen um sich (auch noch nachträglich !) von diesem einen Heil- und Kostenplan ausstellen zu lassen.

Wenn ein deutscher Kollege das versuchen würde (Erstellung eines HKP nach Abschluss der Behandlung), dann hätte er ggf. umgehend ein Verfahren vor den Prüfgremien am Hals.

Man muss sich das echt auf der Zunge zergehen lassen: Da lässt sich ein Versicherter einer GKV im Ausland Zahnersatz anfertigen und reicht die Rechnung bei seiner Kasse ein. So weit so gut (oder nicht gut). Dann kommen die Sachbearbeiter auf die Idee, um das formal ihrer Auffassung nach korrekt abwickeln zu können, einen nachträglichen Plan/ HKP/ Befund anzufordern.

Da fragt man sich: kennen die die eigenen Regeln nicht? Die Reihenfolge hat doch so zu sein: erst ein Befund, dann ein HKP, und dann die Erstellung des ZE (nach Genehmigung).  Ist ja auch logisch gar nicht anders möglich. Wie soll man nachträglich eine Notwendigkeit für ZE noch feststellen können?

Also fordert die Kasse jetzt die Versicherten auf, den Zahnarzt ihrer Wahl zu einem Betrug anzustiften (denn, der müsste ja eine Notwendigkeit für ZE bestätigen !), und, was ja noch dreister ist, einen Befund zu liefern, der aus der Vergangenheit stammt.

Das Ganze dann zum Nulltarif, weil, die Erstellung eines HKP wird ja innerhalb der GKV nicht honoriert.

Da fragt man sich: Ist den Kassenleuten eigentlich die Schändlichkeit ihres Tuns bewusst? Wenn man erlebt, wie in den Prüfungen auf Einhaltung der Richtlinien gepocht wird, wie kleinste Versäumnisse oder Abweichungen gnadenlos mit Regressen bestraft werden, dann versteht man die Welt nicht mehr. Oder, doch, man versteht sie. Der Zahnarzt als „Leistungserbringer“ wird als Feind betrachtet, dem man möglichst viel von seinem Honorar abzunehmen gedenkt, am liebsten würde der Kollege Geld mitbringen zur Arbeit. Die unselige Regelung einen HKP ohne Honorar erstellen zu müssen ist ja Teil dieser Strategie.

Und wenn ein Zahnarzt jetzt auf die Idee käme für die Planung eine Privatrechnung erstellen zu wollen? Dann rennt der Versicherte wieder zur Kasse, und die hängen ihm jetzt einen Betrug an, weil, natürlich, die nachträgliche Erstellung eines Heil- und Kostenplans (Betonung auf „Heil-“) bzw. ein erfundener Befund schon strafrechtlich relevant sind.

Was schließen wir daraus?

Ein kleiner Angestellter einer Kasse kann sich das nicht ausdenken, das muss von ganz oben kommen. Da wird dann also eine Anweisung rumgereicht, der zufolge solche mehr als anrüchige Vorgehensweisen empfohlen werden. Und weshalb ? Die finanzielle Lage der Kassen ist nicht wirklich rosig, viele wären an sich gezwungen, einen Zusatzbeitrag zu fordern. Dann rennen jedoch die Versicherten weg, hin zu einer erst mal günstigeren Kasse, bis dann die auch erhöhen muss. Das löst zusätzlichen Verwaltungsaufwand aus, was wieder zu Erhöhungen führen muss. Parallel will sich jedoch jede Kasse gegenüber den Versicherten als besonders großzügig profilieren und übernimmt Kosten, die (siehe oben) weder nach dem Gesetz real noch sinnvoll sind. Anstatt den Patienten endlich einmal reinen Wein einzuschenken und ihnen zu sagen, dass es nun mal keine Rundum-Sorglos-Versicherung gibt, schon gar nicht, wenn man GKV-Versicherter ist. Schließlich sind Zahnschänden ja durchaus zu vermeiden bzw. im Umfang zu begrenzen, bei richtiger Vorsorge und Eigenverantwortung. Aber, da ist es allemal einfacher, sich nicht selbst mit den Versicherten auseinanderzusetzen und dass auf den schutzlosen Zahnarzt abzuwälzen, soll der doch zusehen, wie er mit aufmüpfigen Versicherten („Wozu zahle ich so hohe Beiträge?“) zurechtkommt…

Wenn Ihnen solche Vorkommnisse bekannt werden – informieren Sie uns, senden Sie uns Unterlagen, wir nehmen uns der Dinge an.

Und haben Sie konkrete Anliegen, die Sie ganz persönlich betreffen – unsere Mitstreiter versuchen stets Sie zu unterstützen und Ihnen zu helfen.

Dr. Gerhard Hetz

www.securdent.de

 

„Unsere Renten sind sicher“

Dieser Tage hat der frühere Arbeits- und Sozialminister Blüm erstmals öffentlich zugegeben, dass die Renten in Deutschland alles andere als sicher sind. Flankiert wurde er von Aussagen der Bundeskanzlerin, die das Volk behutsam darauf vorbereiten möchte, dass das Rentenniveau weiter sinken wird.

Wie passt in dieses Bild die Rente mit 63, wie die Rentenverbesserung für Frauen mit Kindern? Wenn man ehrlich sein mag, gar nicht.

Bei einer Koalition ist bislang stets so gewesen: beide Partner möchte so viel wie möglich an Wahlversprechen einlösen, und seien diese auch noch so unsinnig gewesen. Eine Partei, die Wahlversprechen nicht einzulösen vermag – Beispiel FDP – stürzt in der Wählergunst heftig ab, bis hin zur Bedeutungslosigkeit (FDP). Worauf Wähler anscheinend besonders reagieren: Sozialleistungen. Ex-Kanzler Schröder hat, das ist sein großes Verdienst, die erste wirkliche Reform des Sozialstaats versucht und zumindest teilweise umgesetzt. Seine eigene Partei verweigerte ihm daraufhin die Gefolgschaft – anscheinend hatten die nicht mal Unrecht damit, die SPD zerbrach, die Linkspartei erhielt so richtig Zulauf, und die SPD stürzte ab auf immer neue Tiefstände. Vermutlich versprechen sich die Parteioberen jetzt, nach den zahlreichen Wahlgeschenken (abschlagsfreie Rente mit 63, Mindestlohn, etc.) wieder bessere Wahlergebnisse. Sehr wahrscheinlich jedoch wird die Partei im Tief verharren, denn: wer krasse Linkspolitik möchte, der wählt gleich die Linkspartei, und die Politiker werden sich immer weiter nach links orientieren – und alles, was weniger links erscheint, wird dann folgerichtig als „rechts“ diffamiert, Beispiel AFD. Nur, dass eine weniger links orientierte Partei – ach wie wenig vorhersehbar – gleich satt Wählerstimmen einfährt, so dass aufgrund der Wahlerfolge gar nicht ausreichend Personal verfügbar ist. Politik besteht ja nicht nur aus Wahlversprechen, man braucht ja auch Politiker, die Angeordnete spielen. Und wegen der Personalnöte hat dann der Newcomer unter den Parteien Qualitätsmängel, die unübersehbar sind, dann gibt es Kritik, die führt zu innerparteilichen Querelen und schließlich dazu, dass man die Gunst der Wähler verliert. Die etablierten können aufatmen, bis zur nächsten Neugründung einer Partei, dann geht das Spiel von vorne los.

Das einzig stabile in dieser Republik ist, dass Mondschlösser gebaut werden. Da werden Versprechungen gemacht („unsere Renten sind sicher“), obgleich schon die Kenntnis der Grundrechenarten dies widerlegt. Der „Generationenvertrag“ der Sozialversicherung beruht ja auf stetigem unbegrenztem Wachstum. Das heißt, die Bevölkerung muss stetig wachsen – bloß, wohin mit all den Menschen? Soll man Eroberungskriege führen, die Bewohner der eroberten Gebiete vertreiben, um Platz zu schaffen für das erforderliche Wachstum der eigenen Bevölkerung? Wurde seit Bismarck, dem Erfinder des sozialen Schneeballsystems, mehrfach versucht und ist immer gescheitert. Also sollte endlich einmal die Einsicht greifen, dass es kein unbegrenztes Wachstum in einer begrenzten Welt nicht geben kann. Aber was dann? Dann müssen die Jungen (Generationenvertrag) immer größere Lasten schultern: sie müssen die Alten versorgen, sie müssen die Kinder ernähren und großziehen, und sie müssen schließlich auch für sich selbst sorgen. Und dazu müssen sie auch noch für das eigene Alter vorsorgen. Kein Wunder dass so viele aussteigen und das gar nicht mehr versuchen. Und andere, die es versuchen, landen mit Burnout beim Psychotherapeuten. Keine schönen Aussichten…

 

Neue Statistik: Armut beginnt bei 979 Euro im Monat? (Quelle: dpa)

Jedem Sechsten in Deutschland drohe etwa ein Leben in Armut, so die Autoren, und dies trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt. Cá 13 Millionen – das sind 16,1 Prozent der Bevölkerung – galten 2013 als armutsgefährdet, so das Statistische Bundesamt. Besonders hoch sei der Anteil bei Frauen, Alleinerziehenden und Singles.

Als armutsgefährdet gilt laut Definition, wer inklusive aller staatlichen Sozialleistungen, wie Kinder- oder Wohngeld, weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Der Zuverdienst, z.B. durch Schwarzarbeit, findet dabei keine Berücksichtigung (geschätzt 20 Prozent der Gesamtwirtschaftsleistung werden „schwarz“ erarbeitet).

Nun ist so eine Definition problematisch. Die Mathematik, die Statistiker eigentlich beherrschen sollten, ist da recht tückisch. Wenn nämlich die Einkommen der  „Armen“ angehoben werden, wird das mittlere Einkommen angehoben (sowas lernt man bei den Grundrechenarten), ist ja logisch, und dann fallen noch viel mehr Menschen dem errechneten Armutsrisiko anheim. Nur wenn jeder gleich viel erhält würde kein „Armer“ mehr errechnet werden können. Diese Art der Betrachtung scheint deshalb ziemlich unsinnig.

Sinnvoller wäre, sich Armut als absoluten Wert vorzustellen, dazu benötigt man jedoch Zahlen. So lag im vergangenen Jahr dieser Schwellenwert für eine allein lebende Person in Deutschland bei 979 Euro im Monat (11.749 Euro im Jahr), für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2056 Euro im Monat (24.673 Euro im Jahr).

Ob bei den Angaben die Wohnkosten (Miete) herausgerechnet sind wurde nicht publiziert, leider. Denn nur bei einem verfügbaren Nettoeinkommen macht es Sinn Überlegungen anzustellen. Jedoch scheint es angebracht, die Zahlen in Relation zu setzen zu den möglichen Verdiensten eines Arbeitnehmers. Und da fällt auf, dass es bei geringer Qualifikation kaum gelingt durch Arbeit so viel nach Hause zu bringen um nicht als „arm“ zu gelten. Die von Linken gerne propagierte Lösung des Problems, einfach die Grundsicherung (Hartz IV) zu erhöhen oder auch die Arbeitslöhne für gering Qualifizierte scheint recht unüberlegt. Wer bitte soll das bezahlen? Das würde sofort auf die Preise durchschlagen, damit wäre nur Inflation erzeugt, ohne dass die Leute etwas real davon hätten. Auch würde bei höheren Sozialleistungen die sowieso schon angespannte Haushaltslage weiter verschärft: auch Deutschland hat 2 Billionen Schulden (!) – denkt eigentlich niemand daran dass die zurückbezahlt werden müssen? Und was passiert falls die Zinsen steigen?

Man mag es schon gar nicht mehr hören, was da an Quatsch verzapft wird. In der Altersgruppe der 17- bis 64-Jährigen gelten fast 18 Prozent der Frauen als armutsgefährdet. Bei den Männern seien es 16 Prozent, und bei Alleinerziehenden betrüge das Armutsrisiko 35,2 Prozent.

Die arbeitende Bevölkerung scheint ausreichend viel zu verdienen, nur 8,6 Prozent seien armutsgefährdet, gegenüber 69,3 Prozent bei den Arbeitslosen. Hier muss man schon wieder Fragen stellen: wer ist denn arbeitslos?  Antwort: wer keine Bildung bzw. Qualifikation hat bzw. nur wenig davon (denken wir nur an die geschätzt 10 Millionen Analphabeten!) und wer wenig mobil ist. Und dass soll man noch fördern, damit das letzte bisschen Motivation wegfällt? Nicht wenige „Hartzer“ haben es sich wohnlich eingerichtet in ihrer sozialen Hängematte, und das Verhalten wird von Generation zu Generation weitergegeben. Haben wir denn schon vergessen, was kluge Leute zur Arbeit gesagt haben? Beispiel Kirchenvater Augustinus: „wer nicht arbeitet soll auch nicht essen“, oder „Wenn etwas Spaß macht ist es keine Arbeit“ („ora et labora“ ist ein idealer Rat für alle!) – da „gleiche Lebensverhältnisse“ zu fordern ist ein Schlag ins Gesicht jedes rechtschaffen „im Schweiße seines Angesichts“ sein Brot verdienenden!

Flüchtlinge: wie lange noch?

Aktuell strömen zigtausende an „Flüchtlingen” ins Land, und es werden immer mehr.. Die Anlaufstellen laufen über, es gibt praktisch keine Quartiere mehr und der Winter steht vor der Tür.Für die Menschen aus Afrika ein besonderes Problem, sind sie doch solche Kälte nicht gewohnt. Da werden jetzt schon Hotels (!) beschlagnahmt, um Flüchtlinge darin unterzubringen, als nächster Schritt werden es wohl Ferienwohnungen sein.

Aber, auch das wird nichts nützen — der Strom an Zuwanderern wird weiter anschwellen. Woran mag das liegen?

Im Herkunftsland hat man — sonst wird man sozial diskriminiert— mindestens zehn Kinder. Dürfen auch ein paar mehr sein. Die setzt man zur Kinderarbeit ein, vor Ort kein Problem, das macht man seit Jahrtausenden so. Das wäre auch international kein Problem, wenn der Großteil der Kinder einfach sterben würde, wie es ebenfalls seit Jahrtausenden so war. Auch in Deutschland starben von10 Kindern mindestens fünf. Ist ja gar nicht so lange her. Dazu haben Kriege und Seuchen (Pest, Cholera, Syphilis, Pocken, usw.)für eine Dezimierung gesorgt. Neuerdings jedoch wird alles getan um Menschenleben zu retten, mitkatastrophalen Folgen für die Entwicklungsländer — die können den Zuwachs nicht bewältigen, wiedenn auch. Die landwirtschaftliche Produktion kann mit der Vermehrung ebenso wenig mithalten wiedie Bildungssysteme — man kann gar nicht so schnell Lehrer ausbilden wie es neue Kinder gibt. Dazu kommt erschwerend hinzu dass Bildung nicht selten als etwas Unanständiges gilt, siehe Beispiel die neue Friedensnobelpreisträgerin aus Pakistan. Die Taliban haben schon „die Messer gewetzt” sollte sie es wagen nach Hause zurückzukommen. Das zweite Attentat dürfte erfolgreicher verlaufen als das erste. Mädchen werden mit zwölf zwangsverheiratet und sollen Kinder kriegen, möglichst viele, die brauchen keine Bildung. Auch Mohammed hatte im höheren Alter noch eine Zwölfjährige geheiratet (eigentlich war das Mädchen noch jünger, angeblich habe er aber erst als sie zwölf war die Ehe „vollzogen“), Chomeni, der Gründer des modernen Persien, im Übrigen auch, seine letzte „Ehefrau” war nur unwesentlich älter. Damit ist die fruchtbare Zeit recht lang, da können viele Kindlein kommen.

Nun haben sich westliche, christliche, Ideale bei uns so festgesetzt dass wir gar nicht anders können als zu „helfen“ – bloß, was ist das für eine Hilfe, wenn man die Segnungen der modernen Medizin exportiert, ohne parallel für eine grundlegende Änderung des Sozialverhaltens zu sorgen? Dann lässt man die Leute in den armen Ländern einfach mit ihren Problemen allein. Lebensmittellieferungen lösen das Problem auch nicht, denn, bei genügend rascher Vermehrung geht die Fähigkeit dazu auch dem Ende entgegen.

Also entsteht ein irrsinniger Bevölkerungsdruck, wie wir ihn auch in Europa erlebt haben, Beispiel Irland. Da sind die Menschen nach Amerika ausgewandert und haben dort die Indianer niedergemacht, um den „Lebensraum” für sich zu beanspruchen. Auch Rom (!) wurde schon von Menschenmassen, damals aus dem Osten (Germanen) überrannt: in der Zivilisation hatte man weniger Kinder, die Barbaren bekamen rasch die Oberhand.

Wenn wir die Geschichte ernst nehmen wollen — und das sollten wir! — können wir tatsächlich davon ausgehen dass die Massen, die nach Europa strömen, kaum geringer werden, im Gegenteil.

Nun haben wir jedoch das richtige Problem, dass diese Menschen eine „menschenwürdige” Behandlung erwarten und beanspruchen dürfen. Und jetzt wird es ernst: sie kommen überwiegend in einem schlechten Gesundheitszustand und werden automatisch Mitglieder der AOK, so ist das gesetzlich geregelt. Das heißt, die Nachfrage nach medizinischen Leistungen geht sprunghaft in die Höhe. Nun sind die Neuankömmlinge aber nicht gleichmäßig im Land verteilt, sie sind in Auffanglagern konzentriert, und sobald sie entlassen werden siedeln sie sich bevorzugt da an, wo sie ihresgleichen vorfinden, ein durchaus nachvollziehbares Verhalten.

In solchen Gegenden haben dann die Ärzte und Zahnärzte die Last zu schultern — die zugestandenen Honorare werden nach statistischen Größen (Landesdurchschnitt) errechnet, so große Abweichungen, wie erforderlich, werden nicht zugestanden. Abgesehen davon würde ohne solche Budgetierungen das Gesundheitswesen kollabieren, so viel Geld wie nötig ist nicht im System vorhanden.

Die Folgen sind absehbar: zunehmend Insolvenzen von (Zahn)Arztpraxen in „sozialen Brennpunkten”, das Stadt-Land-Gefälle bezüglich Arztdichte reguliert sich so dann ganz von alleine. Da wirkt die Gesetzesinitiative, den Versicherten Termine innerhalb bestimmter Zeiten gesetzlich garantieren zu wollen, geradezu rührend hilflos. Können die Politiker eigentlich die Grundrechenarten?!

Das Grundgesetz hat so etwas nicht berücksichtigt, konnte es auch nicht. Der darin festgeschriebene Anspruch auf politisches Asyl würde an sich bedingen, dass fast alle Flüchtlinge wieder zurückgeschickt werden müssten, da sie ja vor Hunger und Armut flüchten, oder Krieg, aber nicht aus „politischen” Gründen. Das vertrackte ist, dass bei Beantragung von Asyl der Antrag sehr genau geprüft werden muss, und aufgrund der Masse an Zuwanderern ist das faktisch gar nicht mehr möglich. Bis der Antrag letztlich entschieden ist vergehen Jahre, da mag man die Leute nicht mehr ausweisen, und selbst wenn gegen den Antrag entschieden würde, hätte man das Problem, dass teilweise gar nicht bekannt ist wo das Heimatland ist (ein Flüchtling wirft sinnigerweise erst mal seine Papiere weg und sagt nicht woher er kommt) — es ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben, dass nur das Herkunftsland als Abschiebestation infrage kommt, abgesehen davon, dass die ja niemand zurückhaben möchte. Die Herkunftsländer sind froh dass sie ein paar Essen weniger haben…

Auch die Sozialgesetzgebung hat das nicht auf der Agenda. Im Gegenteil, die Restriktionen gegenüber Ärzten nehmen zu, auch bei den Krankenhäusern ist das Problem inzwischen angekommen, die Defizite wachsen heftig.

Die Politik schwätzt jedoch weiter von verborgenden Wirtschaftlichkeitsreserven, die es zu heben gelte.

Kann man nur wie der Dichter sagen: ,,wehe, wehe, wenn ich auf das Morgen sehe“…

Was die Beratung wert sein soll…

Beim Anwalt kostet die Beratung nach RVG § 34 „Beratung, Gutachten und Mediation“  einen kostendeckenden Betrag: 1) Für einen mündlichen oder schriftlichen Rat oder eine Auskunft (Beratung), die nicht mit einer anderen gebührenpflichtigen Tätigkeit zusammenhängen, für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens und für die Tätigkeit als Mediator soll der Rechtsanwalt auf eine Gebührenvereinbarung hinwirken, soweit in Teil 2 Abschnitt 1 des Vergütungsverzeichnisses keine Gebühren bestimmt sind. Wenn keine Vereinbarung getroffen worden ist, erhält der Rechtsanwalt Gebühren nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts. Ist im Fall des Satzes 2 der Auftraggeber Verbraucher, beträgt die Gebühr für die Beratung oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens jeweils höchstens 250 Euro; § 14 Abs. 1 gilt entsprechend; für ein erstes Beratungsgespräch beträgt die Gebühr jedoch höchstens 190 Euro.

(2) Wenn nichts anderes vereinbart ist, ist die Gebühr für die Beratung auf eine Gebühr für eine sonstige Tätigkeit, die mit der Beratung zusammenhängt, anzurechnen.

Ansonsten wird eine Beratungsgebühr fällig, die sich nach dem Gegenstandswert richtet.

Also bekommt man eine Rechtsauskunft nicht unter 190 €, wobei man hier wohl streiten muss, da Anwälte gerne „übersehen“, dass es eine Begrenzung für die Erstberatung gibt. Ergibt sich aus der Beratung ein konkreter Auftrag, eine Rechtssache anwaltlich zu übernehmen, ergeben sich weitere hohe Zahlungsverpflichtungen. Interessanterweise wird das – sofern man eine Rechtsschutzversicherung hat – problemlos reguliert, das heißt, dem Zahlungspflichtigen bleibt kein Eigenanteil.

Wie anders sieht es jedoch beim Arzt oder Zahnarzt aus: GOÄ 1 „Beratung auch mittels Fernsprecher“ mit 80 Punkten ergibt im Steigerungsfaktor 1,0 ein Honorar in Höhe von 4,66 Euro, im Steigerungsfaktor 3,5 sind es 16,31 Euro. GOÄ 3 „Eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende Beratung auch mittels Fernsprecher“ mit 150 Punkten ergibt im Steigerungsfaktor 1,0 ein Honorar in Höhe von 8,74 Euro, im Steigerungsfaktor 3,5 sind es 30,59 Euro. Für die GOÄ 3 muss eine ausführliche Begründung gegeben werden, das fordern die Versicherungen. Beim GKV-Patienten erhält man 9 Punkte zu 0,8904 €, was so lächerlich wenig ist, dass alleine das Aufschreiben der Position schon mehr Kosten verursacht. Und dann hat man noch etliche Einschränkungen zu beachten.

Also bekommt der Zahnarzt für eine Beratung des GKV-Versicherten 8 € pauschal, beim privat Versicherten maximal 16,31 €, die von Versicherungen erstattet werden. Für den Fall einer „komplizierten Beratung“ sind es dann maximal 30,59, „privat“ wohlgemerkt.

Nun darf man sich schon fragen, welche Wertschätzung eines (Zahn)Arztes daraus abzulesen wäre. Der Zahnarzt studiert mindestens 5 Jahre, der Arzt 6, darauf folgen mindestens zwei Jahre Assistenzzeit – der Jurist absolviert ein mindestens 3 (!)-jähriges Studium, gefolgt von zwei Jahren Referendariat. Zugegeben, bei den Juristen fallen mehr Examenskandidaten durch als bei den Medizinern. Aber: die Eingangshürden beim Medizinstudium sind ja auch entsprechend hoch (Numerus clausus), und es ist jedem gebildeten Menschen bewusst, dass Schulnoten und Intelligenz sehr hoch korrelieren. Schlechte Schulleistungen setzen sich im Studium fort – seltene Ausnahmen abgesehen -, das ist eine Binsenweisheit. Daraus jetzt zu schließen, das Jurastudium sei besonders anspruchsvoll, ein Medizinstudium jedoch nicht, läge vollends neben der Realität. Allerdings gibt es noch eine Korrelation: Intelligenz und soziales Engagement scheinen ebenfalls irgendwie verbunden, jedenfalls konnte festgestellt werden, dass Hochintelligente deutlich sozialer empfinden als weniger Intelligente. Das könnte ein Grund sein weshalb sich die (Zahn)Ärzte so gängeln lassen: sie gehen ihrer Tätigkeit auch dann nach, wenn sie kaum oder gar nicht bezahlt werden, ganz im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen, deren Sozialbindung weniger ausgeprägt ist. Das macht es wohl der Gesellschaft leichter, Ärzte – wie insgesamt wohl alle „Sozialberufe“-  schlechter zu behandeln als andere Berufsgruppen.

Nur, was denkt sich eigentlich ein unbefangener Beobachter, wenn es vom Anwalt eine Rechnung über 200 € für die Erstberatung – die kaum mehr als eine Abklärung der Zahlungsmodalitäten beinhaltet! – erhält, vom Arzt jedoch eine über höchstens 30 €?! Richtig, er/sie wird annehmen, der Jurist sei ja deutlich höher qualifiziert als der Arzt, schließlich verlangt (und erhält) er ja auch deutlich mehr.

Eine Schlüsselerfahrung hat der Autor da selbst erlebt: ein ratsuchender Unternehmensberater (!), selbstverständlich sozialversichert (AOK), hatte einen besonderen Beratungsbedarf und bot an, gegen Privatrechnung eine solche abzufragen. Die dann nach GOÄ bzw. GOZ erstellte Rechnung hat der fast als Beleidigung empfunden…

Es ist immer so: was nichts „wert“ ist (nichts kostet) ist auch nichts „Wert“, also notfalls verzichtbar. Ist schon beim Heilpraktiker so: der kostet mehr, also kann er auch mehr.

Insbesondere in der heutigen Zeit, in der immer mehr „Patienten“ zur ZE-Behandlung ins Ausland fahren, wird die unzulängliche Bezahlung zum Problem. Angeblich (so sagen es die Medien) zahlt ja die Kasse den Heil- und Kostenplan (stimmt zwar nicht, aber wer hätte sich je um Wahrheit bemüht bei denen? Das macht der Zahnarzt umsonst, ist ja auch nichts „wert“), den man braucht, um dann in Ungarn oder anderen Billigländern den genehmigten (!)  Plan in die Tat umsetzen zu lassen. Der deutsche Zahnarzt kann dann maximal eine Beratungsgebühr ansetzen, wenn überhaupt, und später wird er mit dann mit der fertigen Arbeit konfrontiert und soll – natürlich! – kostenfrei für den untreuen Patienten nachbessern. Da geht die Mischkalkulation von früher auch nicht mehr auf….

Die Ministerin Nahles hat da was Richtiges gesagt: „Arbeit muss ihren Wert haben“ (bezüglich Mindestlohn) –gut, dann möge sie bitte dies auch den Zahnärzten endlich zugestehen! Oder, ist die zahnärztliche Arbeit wirklich gar nichts wert?!

Komisch – Heilpraktiker stehen höher im Kurs als Ärzte…

Das passiert immer öfter: da berät der Zahnarzt einen Patienten, und dann meint der, er müsse erst mal seinen Heilpraktiker fragen. Und dann kommen „Anweisungen“, welche Materialien einzusetzen wären. Und überhaupt: eine „Fluor“-Zahnpaste geht ja schon gar nicht, weil das die „Energieflüsse“ stört und für homöopathische Therapien ganz schlecht sei. Weil, ein Heilpraktiker weiß das ja viel besser als der „Schulmediziner“, und ein Zahnarzt ist ja sowieso gar kein richtiger Arzt. Was verwundert es, dass es immer mehr Kollegen gibt, die mal rasch zwischendurch die lächerliche Prüfung ablegen und sich selbst als Heilpraktiker gerieren. Man muss sich das vor Augen,führen: da erwirbt ein akademisch gebildeter (Zahn)Arzt eine absolut minderwertige Qualifikation (Voraussetzung: Hauptschulabschluss und nicht vorbestraft, daneben ein paar Grundkenntnisse in Medizin) um sich gegenüber Patienten als kompetenter darstellen zu können.

Dabei kommt die „Schul“Medizin immer mehr unter die Räder. „Erfahrungsmedizin“ ist nachgefragt – aber, bitteschön, ist denn unsere „Schul“Medizin nicht gerade Erfahrungsmedizin? Immerhin basieren therapeutische Konzepte auf Studien mit Probanden, und nach der statistischen Auswertung der Ergebnisse werden dann Therapieempfehlungen ausgesprochen. Nur dass man halt hier die Erfahrungen objektiv anschaut und nicht subjektiv (wie bei den zahllosen „Alternativen“, als da sind Akupunktur, Homöopathie, Osteopathie, usw.).

Dass Homöopathie Quatsch seien muss sollte eigentliche jedem denkenden Menschen klar sein – wie kann eine Verdünnung D 20, was bedeutet, ein Atom im Würmsee, überhaupt herstellbar sein? Wenn im reinsten überhaupt herstellbaren Wasser ab D7 bis D9 alle Elemente enthalten sind die auf der Erde vorkommen?

Und da sind wir beim Kernthema: denkender Mensch. Studien haben gezeigt, dass Menschen prinzipiell rein emotional entscheiden und anschließend ihre (ggflls. Fehl) Entscheidung rational begründen. Der Vater der modernen Psychologie, S, Freud, nannte das „rationalisieren“, d.h., Gründe für ein irrationales, emotional bestimmtes Handeln suchen. Kann also so weit nicht her sein mit „denkender Mensch“. Merkt man ganz besonders in Konfliktsituation (Bespiel Krieg), dassetzt der Verstand vollkommen aus.

Daneben wird kräftig am Status der „Bildung“ an sich gesägt. Mittlerweile gibt eine Inflation an „Studierenden“, die dann ein anspruchsvolles „Studium“ wie Feng Shui absolvieren und das tatsächlich mit einem „Diplom“ abschließen. Ich meine, was haben Löcher in Hochhäusern (da sollen die bösen Geister durchfliegen können) mit „Studium“ zu tun? Oder chinesische „Erfahrungsmedizin“: wie bitte soll zerstoßenes Nashorn-Horn (also Haar) die Potenz steigern können? Man kann die letzten noch in Freiheit lebenden Nashörner damit ausrotten, aber, die Potenz ganz bestimmt nicht damit steigern.

Was könnte Grund für eine solche besorgniserregende Entwicklung sein?

Lassen Sie uns mal ein bisschen philosophieren.

In einer Gesellschaft gibt es eine „Normalverteilung“ an Begabungen. Cá 10 Prozent sind überdurchschnittlich, 10 Prozent unterdurchschnittlich und die große Masse – 80 Prozent – sind „normal“. Dies gilt wohl für alle Begabungen, wobei das bezüglich „Intelligenz“ besonders gut untersucht worden ist. Das Normalmaß an Intelligenz ist 100, bei 120 ist man intelligenter, ab 80 dümmer als der Durchschnitt, dazwischen muss man Messungenauigkeiten einkalkulieren. Nun ist es sehr gut untersucht, dass Intelligenz und schulische Leistungen in außerordentlich hohem Maße korrelieren, will heißen, wer intelligenter ist hat bessere Noten. Das können und wollen die „dümmeren“ nicht auf sich sitzen lassen, wer mag schon dumm dastehen? Also hat man ganz gezielt den Wert der Schulnoten reduziert, weil, so die Doktrin, alle gleich sind und es keine „Dummen“ geben darf. Als Sowjets und Amerikaner auf einer Welttagung in den späten 80ern diskutierten, was man mit „Hochbegabten“ anfangen könne, bestanden die Deutschen (!) darauf, dass es so etwas gar nicht gäbe. Man hat den „Intelligenztest“ ganz bewusst entwertet – es gäbe ja viele Facetten von Intelligenz, „emotionale“ oder „soziale“ Intelligenz, so die intellektuell zu kurz gekommenen. Und dann hat man die „Legasthenie“ erfunden, dann neuerdings die „Zahlenschwäche“, kurz, eigentlich muss man nichts mehr können, weil man ist ja intelligent und hat bloß eine Schwäche. Damit das dann nicht die schulischen Leistungen beeinflusst, hat man den Wert der Leistungskontrollen (Noten) massiv reduziert bis hin zur Forderung, die Noten ganz abzuschaffen.

Jetzt haben wir die Situation, dass die „Hauptschule – eigentlich gedacht für die 80 Prozent der „Durchschnittlichen“ – ein Auslaufmodell ist, das Gymnasium ist die Regel. Damit hat das Gymnasium seine Funktion als vorgeschaltetes Auswahlinstitut vor dem Studium verloren. Die „Hochschulreife“ erhält aktuell jeder bescheinigt, und folgerichtig wurde der Zugang zum Studium auch nicht mehr vom „Abitur“ abhängig, da kann jetzt so ziemlich jeder hin. Die Professoren können sich mit Analphabeten herumschlagen.

Da aber das „Studium“ nicht mehr als elitär wahrgenommen wird (und auch wahrgenommen werden kann!) sind akademische Abschlüsse inflationär abgewertet. Und hier kommen wir zum Punkt: wenn ein Hochschulabsolvent so offensichtlich „durchschnittlich“ ist, nimmt natürlich auch die Achtung ab. Gleichzeitig wünscht sich der Durchschnittsbürger jedoch Personen, zu denen man aufschauen kann. Also werden Fußballstars, Sänger/Künstler, usw., wie Heilige verehrt. Und da man (Zahn)Ärzte aus o.a. Gründen kaum mehr verehren kann, findet man im Heilpraktiker den „Heilsbringer“, der übernatürliche Kräfte (!) hat und damit dem Kranken hilft.

Das gab es ja schon mal in der Geschichte: die Hochkultur Roms mit den hervorragenden Ingenieurs- und Medizinwissenschaften wurde zerstört und man begann an Hexen und Zauberer zu glauben. Das Mittelalter hat ganz schön lange gedauert – aber, wie auf einem Kongress für „alternative Medizin“ ein Vorsitzender (!) sich äußerte, „…die Aufklärung haben wir nun lange genug ausgehalten, jetzt wenden wir uns der richtigen Wissenschaft zu, der Alchemie…“

Das ist halt der Trend!

Schweizer Volksabstimmung und die Politik

Man sollte es mal aussprechen: die Kritik an der Schweiz ist unanständig. Die Schweiz ist die älteste Demokratie Europas, und mit ihrer Demokratie sind die Schweizer bisher gut gefahren. Nun hat das Volk entschieden, dass die Zuwanderung gebremst werden soll – solche Bestrebungen gibt es überall in Europa, nur mangels ausreichend Demokratie bleibt das (vorerst) unbeachtet.

Was treibt die Schweizer um? Dasselbe wie alle Europäer: die Angst vor Überfremdung lässt rechts gerichtete Bewegungen überall erstarken. Am liebsten würden die linken Politiker das verbieten, wenn es so einfach wäre, was es eben nicht ist. Das Denken ist immer noch frei.

Konkret murren die Schweizer ja schon lange, besonders gegen die Zuwanderung aus Deutschland. Ärzte, Zahnärzte, überhaupt Hochgebildete, strömen in Massen in die Schweiz. Warum ist das so? Zuhause ist man einer immer schlimmeren Bürokratie unterworfen, das stört doch Jeden. Und dann wird immer mehr Leistung für immer weniger Geld aus den Leuten herausgepresst, auch das stört Jeden. Da wundert es doch nicht dass man sich nach angenehmeren Perspektiven umsieht. Der sich abzeichnende Ärztemangel, trotz Rekordzahlen an neu ausgebildeten Jungärzten,  ist ein erstes Zeichen, dass da etwas nicht stimmen kann. Da wandern Zahnärzte gerne nach Österreich, nach Spanien, nach Slowenien, und ganz besonders gerne in die Schweiz aus. Da hat man keine Sprachprobleme und kann doch entspannter arbeiten.

Nun stellt die ungebremste Zuwanderung deutscher Zahnärzte in die Schweiz die dortigen Kollegen vor ernste Probleme: die sind es nicht gewohnt für so wenig Honorar tätig zu werden, die fürchten jetzt die Billig Konkurrenz aus Deutschland – eine Niederlassungssperre haben die Kritiker der Volksabstimmung aber selber. Da wirft wer mit Steinen, der im Glashaus sitzt. Und auch die diktierten Honorare gehören dazu: in NRW, wo in den 80er und 90er Jahren zahllose Zahnärzte aus Holland eingewandert sind ziehen die gerade wieder zurück in ihre Heimat. In Holland ist es inzwischen attraktiver als in der BRD als Zahnarzt tätig zu sein.

Nun möchten die Schweizer eben nicht einfach die Honorare absenken, um unattraktiv für Zuwanderer zu werden. Die fürchten um die Qualität der Versorgung, berechtigterweise. Man muss nur mal in eine Deutsche Klinik schauen, da verstehen  Arzt und Personal kaum noch die deutsche Sprache. Die verstehen sich auch untereinander kaum noch, weil sie aus verschiedenen Sprachräumen kommen. Kann einer Qualität kaum förderlich sein.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Europa und die Freizügigkeit sind ein hohes Gut, das dient dem Frieden und dem gemeinsamen Wohlstand. Es kann aber nicht sein, dass man einfach so lange die Bezahlung hoch Gebildeter reduziert, bis die nicht mehr bleiben wollen. Wenn dann gleichzeitig – Ergebnis linker Politik – ein umgekehrter Strom an sozial Bedürftigen ins Land schwappt, wirkt das störend.

Die Schweizer haben es anscheinend begriffen. Wachstum kann kein Selbstzweck sein, Wachstum kann ruinös sein. Die BRD ist inzwischen zu einem hohen Prozentsatz betoniert, jetzt kommen noch die Strom Masten dazu, da kann man schon Grenzen des Wachstums erahnen. Die Schweizer wollen halt ihre Heimat erhalten und nicht zubetonieren. Weniger Wachstum wäre doch auch hierzulande ein erstrebenswertes Ziel. Nur, dann kämen die Sozial Kassen ins schleudern, weil, die basieren auf einem Schneeballsystem, ohne Wachstum gehen die unter. Nur, was wäre schlimm daran? Wenn „Leistung wieder zählen soll“, wie es einmal Kohl versprochen hatte? Seehofer zieht grade auch die Notbremse (Stromtrassen), da scheint man in Bayern doch ein bisschen mehr auf Volkes Stimme zu hören. Da wird er dann als Populist beschimpft – ja bitte, was leisten denn die Politiker für einen Amtseid? Da heißt es doch sie wollten zum Wohl des Volkes tätig sein? Und dann ist ein Populist wer das ernst nimmt und auf sein Volk hört? Wo bleibt da die demokratische Gesinnung (Demokratie bedeutet doch Herrschaft des Volkes, nicht einer kleinen Politiker Kaste, oder etwa nicht?)?

 

Weshalb wir Ärzte Probleme haben wenn wir gutes Geld für gute Arbeit fordern

In einer aktuellen Publikation der „Süddeutschen Zeitung“ finden wir eine interessante Notiz zu einer Studie aus den USA:  Da haben zwei Wissenschaftler von der renommierten Yale Universtität (veröffentlicht in „Psychological Science“) mal untersucht wie das so ist mit der Beurteilung der „Helfer“ durch die Bevölkerung. George Newman und Daylan Cain fanden dabei heraus, dass Jemand, der sich gar nicht um andere kümmert, deutlich besser wegkommt als einer, der als Helfer etwas verdient an seiner Hilfe. Reiner Eigennutz, als solcher erkennbar, wird viel weniger als „verwerflich“ angesehen als der Versuch, eigennützige Motive unter dem Mantel der Hilfsbereitschaft oder sozialen Engagements zu verschleiern.

Da haben die Psychologen genau den Knackpunkt getroffen: ist das Gewinnstreben eindeutig erkennbar, das steht wohl dahinter, kann sich Jeder frei entscheiden. Wird dies jedoch versteckt, so fühlt sich der Mensch betrogen. Können wir bei Spendenaktionen beobachten: da wird erwartet dass die Hilfsorganisationen jedenfalls nichts daran verdienen (da hatte das Rote Kreuz auch schon Probleme damit, und sogar dem ADAC wirft man Gewinnstreben zu Lasten der Mitglieder vor, der Verein wird also auch als „gemeinnützig“ angesehen, obgleich er das nie von sich selbst behauptet hat). Auf Kritik stößt also auch wer als Helfer angesehen wird, obgleich er/sie das gar nicht sein möchte oder von sich behauptet.

Damit haben jedoch alle „Sozialberufe“ ein Problem: die Menschen erwarten – man versteckt sich ja hinter dem Mäntelchen der Hilfsbereitschaft – dass solche Dienste uneigennützig erfolgen.  Das heißt, ein Arzt, der für seine Arbeit eine anständige Bezahlung haben möchte, wird als Heuchler interpretiert. Anders der Anwalt: der kann und darf offen geldgierig sein (aktuelles Beispiel die Abmahnaktion gegen die Red Tube Nutzer, die vermutlich sogar als bandenmäßiger gewerbsmäßiger Betrug durch Anwälte interpretierbar ist), ebenso jeder Händler oder wer auch immer. Nur im Helferbereich ist das anders – da wird die Annahme von Hilfen der Industrie (Pharma) ebenso als unmoralisch angesehen wie das Streben nach einem anständigen Honorar. „Honorar“ – da haben wir schon das Kernproblem. Honorar ist ein „Ehrensold“, etwas, was dem ehrenamtlichen Helfer zugestanden wird, ohne einen Rechtsanspruch auf Bezahlung zu begründen.

Ähnliches gilt für Politiker – da wird erwartet dass man praktisch umsonst tätig wird, zum „Wohl des Ganzen“, lässt sich daran erkennen, dass deutsche Politiker in Relation zu der Verantwortung, die sie tragen, miserabel bezahlt werden. Und wenn dann einer aus der Politik in die Wirtschaft wechselt hagelt es Kritik – dem gönnt man einfach nicht dass er/sie was verdient. Ganz merkwürdig wird es dann, wenn man einem erfolgreichen Unternehmer, der in die Politik geht, Missgunst entgegenbringt, obgleich der doch am ehesten uneigennützige Motive haben könnte, schließlich muss der gar nicht mehr reich werden auf Steuerzahlerkosten, der ist es ja schon.

Da dies alles nicht rational begründet ist, sondern rein emotional, kann man da auch wenig mit Aufklärung oder Information bewirken. Es bleibt nur der Weg, entweder sich mit der miesen Bezahlung abzufinden, oder sich ganz offen als „Gierschlund“ zu positionieren. Kann der Arzt, der sich auf Schönheitschirurgie spezialisiert, offensichtlich problemlos, und der „Zahn“Arzt kann  das auch, wenn kein Helfersyndrom bemüht wird. Ohne Zähne kann man trefflich leben, hat die Vergangenheit gezeigt, also sollte der Zahnarzt einfach analog dem Schönheitschirurgen agieren. Machen ja auch schon viele, mit entsprechendem Erfolg. Dazu muss jedoch auch davon abgelassen werden, alles und jedes zu Lasten einer Versicherung abrechnen zu wollen!

Deutschland- reiches Land?!

Etwa neun Prozent aller Menschen in Deutschland erhalten Geld vom Staat in Form von Sozialhilfe. Überwiegend sind das Arbeitslose, ein Teil erhält Aufstockung auf Rente oder Arbeitseinkommen. Die Zahl der Leistungsempfänger hat neuen Zahlen entsprechend gegenüber dem Vorjahr nicht abgenommen.  Allerdings sind die Ausgaben für Asylbewerber gestiegen, was insgesamt die öffentlichen Haushalte nochmals mehr belastet. Laut statistischem Bundesamt hatten wir letztes Jahr  7,25 Millionen Bezieher von direkten Sozialleistungen in Form von Hartz IV, Rentenaufstockungen  oder Leistungen für Asylbewerber. Etwa 39 Milliarden Euro wurden als soziale Mindestsicherungsleistungen gezahlt. Rein rechnerisch entsprach dies Ausgaben von 486 Euro je Einwohner. Weder die Zahl der Empfänger noch die Summe hat sich im Vergleich zum Vorjahr verändert, jedoch gab es Verschiebungen: Die Zahl der reinen Hartz IV-Empfänger (ALG II) ging um 1,3 Prozent auf gut sechs Millionen zurück, gleichzeitig erhielten jedoch mehr Menschen Sozialhilfe – deren Zahl stieg um 6,3 Prozent auf gut eine Million, wobei der stärkste Anstieg bei  Asylbewerber-Leistungen feststellbar ist – auf rund 165 000.

Für die Sozialhilfe – z.B. Aufstockung für Rentner, oder Einwohner, die dauerhaft nicht arbeiten – wurden 5,6 Milliarden Euro ausgegeben. Die Zahlungen an Asylbewerber betrugen 800 Millionen Euro.

„Hartzer“ bzw. Sozialhilfeempänger finden sich in Ostdeutschland inklusive Berlin zu 13,4 Prozent – alte Bundesländer 7,9 Prozent. Erwartungsgemäß finden wir die meisten Sozialhilfeempfänger in Berlin (19,5) und Bremen (16,7), die wenigsten in Bayern (4,4) und Baden-Württemberg (5,0).

Wenn man weiß, dass in der Arbeitsagentur irrer Druck aufgebaut wird um die Mitarbeiter dazu zu bringen, so viel als möglich Arbeitssuchende aus der Statistik herauszubekommen (da werden 60jährigen Fortbildungskurse aufgedrängt – wer in so einem Kurs befindlich ist wird nicht mehr als arbeitslos gezählt -, da werden Ältere in die Frühverrentung gezwungen, es findet ein permanenter Wettlauf zwischen Krankenkasse und Arbeitsagentur statt, wer denn die Arbeitslosen, die sich krank gemeldet haben – Krankengeld ist höher als ALG, so versuchen Arbeitssuchende sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen – in seiner Leistungsstatistik zu listen hat, usw.), dann erschrecken die Zahlen. Unterstellt man, dass auch Menschen im Land leben, die aufgegeben haben und gar nicht mehr in der Statistik aufscheinen, können wir Schätzungen abgeben, die an die 9 Millionen heranreichen. Setzt man dies in Relation zu der arbeitenden Bevölkerung, so ist auch hierzulande beinahe jeder vierte Arbeitsfähige davon betroffen (als arbeitsfähig wird hier derjenige nicht ausgeschlossen, der sich mittels ärztlichen Attests  Sozialleistungen aneignet).

Parallel dazu ist Deutschland mit 2 Billionen direkt verschuldet, weiter 3 Billionen schlummern an langfristigen Verpflichtungen in den Büchern.

Aus diesem Zahlenmaterial erschließt sich unschwer, dass es eigentlich gar keinen Spielraum für weitere soziale Wohltaten gibt. Umgekehrt wäre es dringend notwendig, den Vorbildern Schweden oder Neuseeland zu folgen und Sozialleistungen drastisch zu kürzen. Dazu wäre jedoch die Berechnungsgrundlage für „Bedürftigkeit“ zu ändern. Armut wird derzeit in Deutschland relativ definiert, als Prozentsatz dessen was das Durchschnittseinkommen ist. Berechnungen von Wissenschaftlern haben ergeben, dass die absolute Armut bzw. das absolute Minimum, was man zum Leben braucht, weit darunter liegt. Es wäre also, bei politischem Willen, durchaus möglich, hier gravierende Einsparungen zu bewirken. Allerdings müsste die Bevölkerung hier mitgenommen werden – und Voraussetzung dazu wäre naturgemäß ein Ende der Verschleierung der Realität. Die Wahrheit müsste auf den Tisch!

Denn: durch die enormen Umverteilungen werden die Arbeitenden zunehmend über Gebühr belastet und brechen zusammen – der deutliche Anstieg an psychischen Erkrankungen, der unsere sozialen Sicherungssysteme auch verstärkt beansprucht, ist ein deutliches Indiz dafür. Es ist nachvollziehbar: weil immer mehr Menschen ohne einen eigenen Beitrag zum Sozialwesen finanziert werden müssen, haben die Leistungsträger eine immer größere Last zu schultern. Die früher einmal propagierte 35-Stunden-Woche ist längst Geschichte (wer erinnert sich noch daran?), die 40-Stunden-Woche ist für Viele eine unerfüllbare Utopie, die arbeiten (ohne finanziellen Ausgleich) 50 und 60 Stunden wöchentlich. Bis sie zusammenbrechen.

Wenn man jedoch die Beanspruchung der Leistungsträger reduzieren möchte muss man bei den Leistungsempfängern einsparen, das gibt die Mathematik vor. Dazu läuft jedoch die Uhr ab: es muss ja nicht nur das Ausgabenniveau reduziert werden, es besteht die titanische Aufgabe, endlich von der Staatsverschuldung ehrunterzukommen.  Die Taktik, die Zinsen immer weiter abzusenken – es wird schon von Negativzinsen auf Einlagen gesprochen – wird nicht dauerhaft zu halten sein. Und dann?!

Gesundheitsaspekte des Zuckers

Was den Regierenden nützt

Die Antike hatte wenigstens einen Vorteil: da haben nur die Reichen und Mächtigen Zucker zur Verfügung gehabt (in Form von Honig). Und das in relativ bescheidenem Ausmaß. Als Folge hat es da intellektuelle Diskurse auf dem Forum gegeben, egal, ob in Griechenland oder Rom. Es wurde Wissenschaft betrieben, es wurde Philosophie zelebriert – die Ergebnisse reichen bis in die Neuzeit. Auch die politische Landschaft war dauernd in Bewegung: da wurde ein Tyrann nur auf Zeit gewählt (!) und so bald als möglich wieder in die Wüste geschickt.

Was das mit Zucker zu tun hat? Es gibt neuerdings zahlreiche ernst zu nehmende Studien die zum Ergebnis kommen dass der regelmäßige Konsum vom Zucker dumm macht. Nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten sollen demnach leiden, auch das Gedächtnis sei betroffen, so die Wissenschaftler. Es geht das Wort um von der letzten „legalen Droge“.

Befassen wir uns mit der Geschichte des Zuckers. Die Entdeckung und der Anbau der Zuckerrübe mit immer ertragreicheren Sorten hat Zucker zu einem billigen Massengut gemacht. Mit Hilfe des Zuckers ist es gelungen – Zufall? – die Industrialisierung mit Massen an billigen (und willigen) Arbeitskräften zu realisieren. Menschen, auch Kinder (!), haben da unter aus heutiger Sicht unwürdigen Bedingungen mit extrem kurzer Lebenserwartung geschuftet, und gefüttert wurden sie mit dem inzwischen leicht verfügbaren Zucker.  Damit konnte über lange Zeiträume eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit aufrechterhalten werden. Sportler nutzen das ja heute ebenfalls exzessiv. So konnte man in Rom die Sklaven nicht nutzen, weil kein Zucker als Brennstoff verfügbar war, die haben weniger geschuftet. Als damals unbekannte Nebenwirkung dürfte dieser Ausbeutung die Eigenschaft des Zuckers  „dumm“ zu machen Vorschub geleistet haben. Jedenfalls passt das sehr gut ins Bild.

Interessanterweise sind nämlich immer dann revolutionäre Bewegungen erstarkt wenn es Nahrungsmittelknappheit und insbesondere eine Knappheit an Zucker gegeben hat. Kann sein dass das eine Reaktion auf den Entzug der Droge war, kann sein dass die dummmachende Wirkung dann aussetzte, jedenfalls sind solche Zusammenhänge statistisch nachvollziehbar.

Nun scheint den Regierenden dieser Zusammenhang wohl bekannt. Denn, trotz der weit bekannt negativen Auswirkungen von übermäßigem Zuckerkonsum, wie Karies, Diabetes, Adipositas, um nur die gravierendsten zu nennen, die auch große volkswirtschaftliche Bedeutung haben, weil sie die Kosten der Gesundheitsversorgung in die Höhe treiben, und der Forderungen der (Zahn)Ärzteschaft, protektive Steuern auf Zucker zu erheben (analog zu Alkohol und Tabak) kommt von Herrscherseite keine Reaktion. Ist irgendwie auffällig.

Nun ist es natürlich schwierig ohne Hilfe der Regierungen etwas gegen den übermäßigen Zuckerkonsum zu unternehmen. Auch die neuesten Erkenntnisse können da nicht verwendet werden – wer mag schon zugeben dass er/sie dumm sei? Wo doch die Industrie die Botschaft verbreitet, bei geistigen Höchstleistungen solle man Zucker einwerfen (so die Message für „Dextro Energen“, zum Beispiel). Und wenn man mal ein bisschen schaut, was an Werbung über die Videoschirme so flimmert – da ist ein sehr großer Teil an Werbung für Zuckerprodukte dabei. Das Geld wäre in Form von Steuern allemal besser aufgehoben. Aber, die Medien brauchen das Geld, die Ernährungsindustrie ist der Hauptkunde –trotz der Folgen einer immer übermäßigeren Verfettung der Bevölkerung mit den bekannten Folgen. Die werden also schon mal nichts unternehmen. Im Gegenteil: in den neuerdings überhand nehmenden Kochsendungen – als Ersatz für die verloren gegangenen Fähigkeiten der Fernsehkonsumenten sich ihr Essen selber zuzubereiten – wird stets Zucker als wichtiger Bestandteile eines jeden Rezeptes dargestellt. Man findet auch kaum ein gedrucktes Rezept ohne Zucker als Inhaltsstoff –  sei es als Konservierungsmittel, sei es als „Gewürz“, Zucker ist allgegenwärtig. Und um den Bio-Anhängern entgegen zu kommen wird gerne brauner Zucker (ist ja angeblich besser als „Fabrikzucker“) oder Honig propagiert – beides schlicht Zucker, nichts anderes. Und um „Zucker“ nicht auf die Verpackungen schreiben zu müssen wird dann Fructose, Glucose, Maltodextrin, Melasse, und was es sonst alles so gibt, was Zucker ist, aber nicht Zucker heißt, genommen. Insgesamt mehr als 40 kg pro Kopf pro Jahr. Und das praktisch überall auf der Welt!

Die Zahnmedizin hat inzwischen Antworten gefunden darauf: wir setzen massenhaft Fluorid ein, wir haben spezielle Zahncremes und Spülungen entwickelt, wir haben die „Prophylaxe“ im Angebot – aber: wir können damit nur die Zahn Schäden eingrenzen, die anderen (siehe oben) jedoch nicht. Wann machen die anderen Humanwissenschaftler endlich ihre Hausaufgaben so effektiv wie die Zahnärzte? Und wann die Politiker? Aber klar, die wollen nichts ändern – eine messbar klügere Bevölkerung mit – wie entsetzlich! – deutlich verbessertem Gedächtnis, was für ein Schreckgespenst!

Der bigotte Staat

Auch wenn man es gut finden kann oder nicht: der Staat verdient prächtig an der Sündhaftigkeit seiner Bürger. So sind Strafzettel („Ordnungswidrigkeiten“) mittlerweile zu einer fest einkalkulierten Einnahmequelle mutiert. Am Glücksspiel, das sich der Staat als Monopol ebenso gesichert hat wie den Verkauf von Hochprozentigem (Branntweinmonopol) wird verdient genauso wie am Rauchen. Aktuell  (drittes Quartal, Quelle Statistisches Bundesamt) liegt der Verkaufswert der versteuerten Tabakwaren bei 6,7 Milliarden Euro und damit cá 3,3 Prozent über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr: Trotz Steuererhöhung nahm im Jahresvergleich die Anzahl der versteuerten Zigaretten nur noch leicht um 0,2 Prozent auf rund 22 Milliarden Stück ab. Einen Zuwachs von 7,6 Prozent misst die Statistik beim Pfeifentabak.

Am Tabakkonsum kann man es am besten nachvollziehen: die Steuer bzw. die Steuererhöhungen sind kein Mittel zur Regulierung, sondern sie sollen stets so zaghaft ausfallen, dass die Raucher nicht völlig abgeschreckt werden, damit die lukrative Einnahmequelle nicht gänzlich versiegt. Das kann man gut auf die anderen „Sünden“ verallgemeinern. Die Bußen für Falschparken oder Rasen sind (im internationalen Vergleich) eher moderat bzw. gering, eine echte erzieherische Wirkung haben sie damit wohl kaum. Die Sicherheit auf den Straßen kann man so nicht verbessern, nur den Staats- bzw. kommunalen Säckel. Und den Alkoholgenuss hat die Regierung auch angeblich aus erzieherischen Gründen besteuert, nur, eine Wirkung hat das bisher nicht gehabt. Wollte man wohl auch nicht, um die sprudelnden Einnahmen nicht zu riskieren.

Könnte man beliebig fortsetzen. Dabei fließen die Steuern alle in einen gemeinsamen Topf, und für die Folgekosten müssen dann andere aufkommen. Ethisch korrekt wäre es doch, diese Einnahmen dazu einzusetzen, dass vermehrt Prävention (Aufklärung!) betrieben wird sowie zur Entlastung der Krankenkassen, die das zu finanzieren haben. So kommt es, dass wegen falsch verstandener „Solidarität“ der Gesundheitsbewußte für die Sünden andere einzutreten hat. Daraus kann man nun wirklich keine Motivation ableiten: wer nur genügend sündigt, d.h., extrem ungesund lebt (Rauchen, Saufen, naschen, usw.), bekommt die Annehmlichkeiten des Sozialstaats frei Haus geliefert, und wer tatsächlich auf den Expertenrat hört und gesünder lebt wird betraft, indem die Beiträge weiter steigen. Würde der Staat es jedoch ernst meinen mit der angeblichen Sorge um seine Bürger, müsste das anders aussehen. Die Steuern müssten auf o.a. Suchtmittel so hoch ausfallen, dass  eben eine echte Steuerungswirkung eintritt. Dass es eine solche gibt, kann man doch im Verkehrssektor sehen – die Fahrleistung nimmt parallel zur Erhöhung der Treibstoffpreise ab, und öffentliche Transportmittel sowie Fahrräder haben Hochkonjunktur. Da braucht man gar nicht das Verursacherprinzip zu bemühen – es ist eine Binsenweisheit, dass eine Belohnung bzw. Bestrafung Wirkung zeigt, sobald eine kritische Marke erreicht ist. In der Zahnheilkunde hat sich das auch bestätigt: wer regelmäßig zur Prophylaxesitzung bzw. zahnärztlichen Untersuchung geht erhält einen „Bonus“, und das hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Ganz nach den Grundprinzipien der Verhaltensforschung.

Leider hat der bigotte Staat auch hier seine bösen Finger im Spiel. An den Erfolgen der Prophylaxe partizipieren nicht etwa die Zahnärzte, die das Modell gegen etlichen Widerstand durchgesetzt haben, sondern ausschließlich die Kassen, die das eingesparte Geld dann für die Betreuung der Alkoholkranken und Raucher einsetzen können. Moral der Geschichte: es lohnt sich nicht Gutes zu tun in diesem Land, denn dafür folgt dann die Strafe auf dem Fuß. Lieber sündhaft leben und „Solidarität“ einfordern…

 

Geht´s noch? Noch mehr (Zahn)Ärzte?

Die Tage flattert ein Anschreiben der deutschen Hochschulstiftung ins Haus. Darin werden Ärzte und Zahnärzte aufgefordert via Unterschriftensammlung einer Petition beizutreten, die mehr (!) Studienplätze in den beiden Fächern fordert. Gleichzeitig soll gegen die Schießung der Studiengänge in Humanmedizin bzw. Zahnheilkunde an der Universität Witten Herdecke protestiert werden. Denn, so die Begründung, Bewerber müssten 7 Jahre auf einen Studienplatz warten, und, es gäbe doch schon zu wenige Ärzte in Deutschland.

Da glaubt man sich wieder mal im falschen Film. Lesen die Leute nichts, oder sind die vollkommen ignorant? Es sollte sich doch rumgesprochen haben, dass von den fertigen Jungmedizinern die überwiegende Mehrzahl nicht mehr in den Arztberuf strebt, sondern krampfhaft versucht irgendwo fest angestellt unterzukommen – noch nehmen Industrie und Versicherungen ein bisschen Druck raus indem die Ärzte dort unterkommen, nur, da ist die Sättigung auch bald erreicht. Und dann? Ab in die Selbständigkeit? Mit Arbeitsbedingungen wie bei Sklavenhaltern? Weshalb wollen denn so viele Jungärzte keinesfalls mehr als Arzt arbeiten – weil der Job so toll ist, oder was? Die Auswanderung ist auch an ihre Grenzen gestoßen, in der Schweiz ist schon bald jeder zweite Zahnarzt deutscher Herkunft. Was soll das dann?

In Holland haben sie schon vor Jahren die Kapazitäten zurückgefahren, und wenn Witten Herdecke schließt, so scheint das sehr vernünftig. Wir haben Überkapazitäten, und das hat dazu geführt, dass Politik und Gesellschaft auf den Medizinern rumtrampeln können, es gibt ja (noch) genug davon.  Frau Wagenknecht von der Linken (!) hat sich da mal richtig geäußert, es sei doch kaum hinnehmbar, dass ein Arzt, der stets um das Leben der Patienten kämpft, weniger bezahlt bekommt als ein Bankmanager. Könnte man noch ergänzen, dass ein Arzt der Gesellschaft auch offensichtlich weniger wert ist als ein Fußballer, so einer wird ja jetzt schon mit 100 Millionen gehandelt. Nun ja, Fußballer sind halt knapp, gute zumindest. Und der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt, das ist eben so. Wenn irgendetwas an der ausbeuterischen Situation für Ärzte geändert werden soll, dann müssen auch Ärzte knapp sein, sonst geht da gar nichts.

Bei den Zahnärzten stellt sich die Situation ja noch schlimmer dar, die können nicht mal bei der Pharmaindustrie unterschlüpfen, die finden einfach kaum Festanstellungen. Deshalb sind sie in die ambulante Praxis gezwungen, mit der negativen Folge, dass die Zahl der Praxen immer noch zunimmt. Da sind sie jeglicher Bürokratie und Ausbeutung ausgeliefert – einen Schutz, wie in der Schweiz (feste Taxpunkte in ausreichender Höhe) oder Holland (da zahlt die Kasse die Praxis, der Zahnarzt ist quasi angestellt und schafft auf Umsatzbasis) haben wir nicht. Nur endlose Prüfungen, Kürzungen, Schikanen und eine negative Presse. Und bezahlt werden wir auch nicht anständig – Kassen Honorare (so sie denn nicht noch weggekürzt werden wegen „Unwirtschaftlichkeit“) so unanständig niedrig dass sich die Herrschaften aus der Politik was schämen sollten, und Privathonorare auf einem Niveau aus den 60er Jahren. Bürgerversicherung? Da brauchen wir uns nicht fürchten, viel schlimmer kann es kaum noch kommen.

Da wird sich nur dann was ändern wenn es endlich weniger „frische“ Zahnärzte gibt, denn Mangel hat noch immer geholfen. Wird doch grade diskutiert, es gäbe zu wenige Altenpfleger und Pflegekräfte sowieso, dem Mangel könne nur abgeholfen werden wenn es mehr Geld gäbe, und dem Kindermangel soll ja auch mit ständig neuen Zuwendungen finanzieller Art gegengesteuert werden. Also!

 

Keine Inflation? Das sehe ich anders…

Angeblich hält sich in Deutschland die Inflation in Grenzen, so wird uns suggeriert. Bezüglich Zahnarzt Honorar stimmt das sogar: da hat´s seit 1965 mal eben etwa 3 Prozent Aufbesserung gegeben (GOZ), und im GKV-Bereich war´s auch nicht rosig. Ganz anders bei Anwälten: die haben in der gleichen Zeit enorme Honoraranpassungen zugestanden bekommen: hat der Zahnarzt die Beratung für cá 10 € zu leisten, greift der Anwalt mit staatlichem Segen ganz anders zu, da wird eine Erstberatung mit 180 €, später mit mindestens 250 € pro Stunde berechnet. Aktuell hat´s schon wieder eine Anhebung um 15 Prozent gegeben.

Aber, auch sonst schlägt die Inflation zu: wer hätte denn 1965 für eine Tasse Kaffee 7 Mark bezahlt?  Da waren´s um die 50 Pfennige – heute kriegt man die nicht unter 3,50 €. Anderes Beispiel: 1965 hat eine 1-Zimmer-Wohnung um 50 Mark im Monat gekostet, heute zahlt man ein zig-faches. In den Städten kostet das locker 400 € aufwärts, also 800 Mark. Oder gehen wir in den Supermarkt: da denkt man man ist im falschen Film, wenn man die Preise für Obst und Gemüse sieht.

Für den Schuldenstaat ist das angenehm: Zinsen gibt´s unter 1 Prozent, da drückt die Staatsverschuldung kaum, und die Inflation sorgt schon dafür, dass die reale Schuldenlast langsam sinkt, ganz ohne Rückzahlungen. Und ganz nebenbei wird so der Sparer enteignet: für Zinsen zahlt man rigoros ZASt, kann jedoch die mit der Geldanlage verbundenen Kosten gar nicht steuerwirksam gegenrechnen. Eigentlich dürfte jedoch nur der Teil der Zinsen versteuert werden, der nach Abzug der Kosten und der Inflation als echter Ertrag übrigbleibt. Da gab´s mal ein BVVG-Urteil (Verbot der Substanzbesteuerung), aber, das interessiert ja nicht, es ist der Regierung ja auch vollkommen egal, dass das höchste Gericht mal geurteilt hat, Krankenversicherungsbeträge müssten steuerlich abzugsfähig sein – jeder mit Privatversicherung weiß spätestens nach Zugang seines Steuerbescheides dass das nicht so ist. Es wird halt übel gelogen, und keiner protestiert. In Spanien oder Griechenland würde bei solchem Betrug die Straße brennen…

Inflation: heute kostet die Zahnarzthelferin (vornehm sagen wir jetzt „zahnärztliche Fachangestellte“) leicht 4 000 € monatlich, was 8 000 Mark entspricht. Kein Wunder dass da der Leistungsdruck steigt. Man kriegt ja nicht mal einen Hausmeister unter 3 000 brutto, was etwa 4 500 an Kosten bedeutet, sehr konservativ gerechnet.

Und da stell sich der Minister Bahr hin und schwadroniert „ich kenne keinen Beruf bei dem es einen inflationsausgleich gegeben hätte“ – ist der tatsächlich blöde oder nur ein gemeiner Lügner? Die Klage gegen die GOZ 2012 ist ohne Begründung nicht angenommen worden von Verfassungsgericht – anscheinend sehen auch die höchsten Richter keine Inflation bzw. Kostensteigerung in der Zahnarztpraxis. Ist auf einer Linie mit dem Minister.

Und da wundern sich die Politik-Profis dass es eine tiefe Verdrossenheit im Volk gibt und immer mehr Bürger den Wahlurnen fernbleiben. „Wahlmüdigkeit“ – leicht gesagt und doch daneben. Die Nichtwähler sind wohl die politischste und bestinformierte Gruppe, das dumme Stimmvolk hingegen lässt sich stets aufs Neue hinters Licht führen. Welche Wahl hätten wir denn? Die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, oder welche sonst? Vielleicht zwischen Schnitzel und Schweinebraten? Das wäre ja noch eine echte Wahl, aber, bei den Parteien?!

Da überschlägt man sich mit Wahlgeschenken (zum Mitschreiben: die Verfassung verbietet den Kauf von Wählerstimmen!), alle versprechen vollmundig weitere unbezahlbare Sozialleistungen, obgleich doch die Staatsverschuldung schon 2 Billionen überschritten hat. Keine Sorge, die Inflation wird´s schon richten! Dumm nur für diejenigen, die keinen Inflationsausgleich zugestanden bekommen, weil ja der zuständige Minister keinen Beruf mit Inflationsausgleich kennt. Der liest anscheinend nicht mal die Tageszeitung mit den Nachrichten zu den Tarifverhandlungen. Oder meint er nur Selbständige? Da stimmt es aber auch nicht, siehe oben.

Ja, ja: alle Menschen sind gleich (Verfassung) – nur sind halt manche gleicher…

Bloß keine weiteren Rückschritte bei der Agenda 2010!

Eurostat, das Statistikinstitut der EU, meldet für Mai 2013 19,2 Millionen Männer und Frauen ohne Beschäftigung – 67 000 mehr als im Vormonat, eine Quote 12,1 Prozent. Besonders hoch ist die Arbeitslosigkeit in den südeuropäischen Krisenländer Griechenland, Spanien und Portugal.

Die Politik sucht die Ursache dafür natürlich nicht beim eigenen Versagen, sondern in der „Wirtschaftskrise“, als sei so etwas von den Göttern als Plage geschickt.

Schaut man sich die Länder mit besonders hoher Arbeitslosigkeit jedoch einmal genauer an, so findet man durchaus hausgemachte Ursachen. All diese Länder glänzen mit besonders hohen Sozialleistungen und einem starren System, in dem Kündigungen praktisch unmöglich sind. Wer z.B. in Italien irgendwo eine Anstellung findet (genauso in Spanien und Portugal) ist lebenslang unkündbar. Lebenslang! Um solche Arbeitnehmer loszuwerden muss der Betrieb erst zugrunde gehen. Nicht ganz so schlimm, jedoch ebenfalls mit vollkommen überzogenen Sozialgesetzen, schlitterte Deutschland vor der Ära Schröder immer tiefer in den Abgrund stetig steigender Arbeitslosenzahlen und abnehmender Steuer- und Sozialeinnahmen. Die Agenda 2010 hat hier für eine Wende gesorgt, nicht die „Wende“ durch den Mauerfall. Wird leider immer wieder vergessen

Der Nachbar Österreich – beileibe kein herzloser Kapitalistenstaat! – kommt seit jeher ohne Kündigungsschutz aus und hat eine rekordverdächtig niedere Arbeitslosenrate. England, mal „das“ Sorgenkind Europas, war auch einmal so „sozial“, dass die Wirtschaft in die Knie ging und die Arbeitslosigkeit explodierte. Da hat Thatcher den Retter gegeben, mit harten Reformen und vor allem Einschnitten in den überbordenden Sozialstaat. Was zerstört ist durch unsinnige Streiks mit unrealistischen Gewerkschaftsforderungen kann so rasch nicht wiederhergestellt werden, auch das kann man gut in jüngerer Geschichte studieren.

Was also soll das unsinnige Getöse im Wahlkampf? „Mietbremse für bezahlbaren Wohnraum“ – mit der absehbaren Folge langer Schlangen und Geldgeschenken „unter dem Ladentisch“ – billiger wird´s so nicht, mehr Wohnungen gibt´s deshalb auch nicht, nur geringere Steuereinnahmen, weil das Schwarzgeld ja nirgends auftaucht. „Bedingungsloses Grundeinkommen“ – im Prinzip haben wir das ja schon, bei Umsetzung der hohlen Versprechungen wird dann der Harzer eben nicht mehr gequält mit Arbeitsangeboten. „Mindestlohn“ – nette Idee, nur, die 400 € Jobs sind ja primär für Leute ohne entsprechende Qualifikation, was bei einigen dann zu „normalen“ Arbeitsverhältnissen führt. Die fallen dann aber weg mit der Folge wieder steil ansteigenden Arbeitslosenzahlen. Oder würden Sie Ihrer Putzfrau mehr zahlen wollen/können als bisher? Da nimmt man dann eben einen Profiservice, und weil die im billigeren Ausland beheimatet sind, machen die dann den heimischen Putzkräften das Leben schwer.

Auch die Kürzungen im Gesundheitssektor werden sich rächen – die Verweigerung angemessener Erhöhungen/Vergütungen bei weiter beschleunigender Inflation wird doch ein ähnliches Phänomen hervorrufen – nur wer unter dem Ladentisch zahlen kann wird gleich behandelt, die anderen wandern auf die Warteliste. War doch in der sozialen (-istischen) DDR genauso. Niemand kann Gesetzmäßigkeiten aushebeln: wo kein oder zu wenig Geld ausgegeben wird ist Mangel die Folge. Dass knapper werdende Ressourcen die Preise nach oben treiben, sehen wir aktuell: die Nahrungsmittelpreise steigen weit über die offizielle Inflation hinaus. Die knapper werdenden Ölreserven treiben den Benzinpreis, auch das eine unleugbare Tatsache. Nur, für ungelernte Arbeiter fällt der Preis – logisch, die gibt es im Übermaß. Und das soll dann „politisch“ korrigiert werden? Indem ein Ungelernter genauso viel verdient wie ein Akademiker? Den Trend sehen wir schon – und die Folge ist, dass genau die gepredigte Chancengleichheit verloren geht: unter Studenten findet man kaum noch Arbeiterkinder. Wenn es sich nicht rentiert…

Und die Zahl der Bildungsverweigerer nimmt auch weiter zu. Da nützt es doch wenig immer mehr Geld zum Fenster rauszuwerfen für Betreuungsgeld, Kindergeld, Sozialhilfe – wenn vernünftige Alternativen (auch und insbesondere finanzielle) fehlen fängt man doch besser gar nicht erst an sich anzustrengen!

Deshalb wäre es doch überfällig die Parteien, die sich zur Wahl stellen, doch einmal an ihren Versprechungen zu messen. Wir brauchen weitere Reformen, insbesondere muss Bildung wieder einen Lohnvorteil bringen – der Mangel an gut qualifizierten Arbeitskräften ist doch evident: es gibt viel zu wenige Ingenieure, Facharbeiter, Ärzte, aber ein Übermaß an Gauklern (Tänzer, Sänger, usw.) die dem großen Unterhaltungszirkus dienen, aber nicht der Sicherung der Lebensgrundlagen, die derzeit zu nicht geringem Teil auf Pump finanziert werden. Und wer zahlt dann die Schulden zurück?!

Lohnt es wirklich noch zu arbeiten?

Bund, Länder, Gemeinden und Extrahaushalte wiesen nach Angaben des Statistischen Bundesamts Ende März 2013 Schulden von rund 2,058 Billionen Euro auf. Dafür sind derzeit unter ein Prozent Zinsen zu zahlen. Auch wenn es anders dargestellt wird: nur aufgrund der historisch niederen Zinsen gerät Deutschland nicht in einen Strudel explosionsartig wachsender Schulden, so wie es Griechenland und anderen ergangen ist. Und das Glück war der Regierung auch hold bei den Steuern: 2012 nahmen sowohl Bund als auch Länder einen Überschuss gegenüber den Ausgaben ein. Der Bund bekam 256 Milliarden Euro (3,4 Prozent mehr  als im Vorjahr), die Länder erhielten 236 Milliarden Euro (5,4 Prozent mehr). Bedingt durch das relativ hohe Steueraufkommen aus Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen wurden insgesamt 2,2 Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben, das sind 0,1 Prozent Plus gerechnet auf Basis der deutschen Wirtschaftsleistung, die aktuell 2 645,0 Mrd. Euro jährlich beträgt  (BIP Deutschland).

Deutschland hat nach einer Studie der EU-Statistikbehörde Eurostat 30,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2010 für Sozialschutz wie etwa Gesundheitsversorgung und Alters- und Hinterbliebenenleistungen ausgegeben, das wären dann cá 800 Mrd. € jährlich. Alleine im Haushaltsjahr 2012 wurden vom Bund insgesamt 31,761 Milliarden Euro für „Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende“ (SGB II – Hartz IV) ausgegeben. Ob die alle wirklich Arbeit suchen? Und die Ausgaben des Staates für das Kindergeld sind auch nicht unbeachtlich:  für rund 18,3 Millionen Kinder wurden insgesamt 34,1 Milliarden Euro Kindergeld ausgezahlt. Daneben gibt es weitere Subventionen, z.B. Elterngeld, usw.

Vergessen wird bei der Rechnung auch gerne dass es weitere Transfers gibt: Bedürftige zahlen keine Kindergartengebühren oder Rundfunkgebühren und belegen subventionierte Sozialwohnungen, Behinderte keine Fahrtkosten, usw. Da kommen wir dann über diese indirekten Transfers, die in der Statistik nicht auftauchen, leicht auf 900 Mrd. € jährlich. Diese Summe muss die arbeitende Bevölkerung aufbringen – es gibt keine Kapital-gedeckten Pensionsfonds o.ä. Wir haben das „Umlageverfahren“, d.h., wer arbeitet und Geld verdient bezahlt für all diejenigen, die nicht arbeiten bzw. Einnahmen haben. Nur noch etwa 50 Prozent der Bevölkerung lebt von selbstverdientem Einkommen – und die Entwicklung geht weiter, es gibt immer mehr Alte oder nicht ins Arbeitsleben integrierbare bzw. Menschen, deren Produktivität zu gering ist und denen deshalb durch staatliche Transferleistungen geholfen wird. Momentan schaut es nicht so kritisch aus – die gesetzliche Rentenversicherung hat z.B. zum Jahresende 2012 eine  Rücklage von 29,4 Milliarden Euro bilanziert, das waren über fünf Milliarden Euro mehr als 2011. Aber, da werden gleich Begehrlichkeiten wach, mehr Mütterrente, z.B. Dabei wäre doch dringend Sparsamkeit angezeigt. Aber nein – es werden weitere Wählerstimmen zu kaufen gesucht durch unsinnige Versprechungen.

Nicht auszudenken jedoch was passiert wenn die Zinsen sich dem Normalmaß wieder annähern. Da wäre der Staatsbankrott kaum noch aufzuhalten. Derzeit zahlen die Sparer einen Großteil der überbordenden Ausgaben des Staates – sie bekommen lächerliche ein Prozent, maximal, und sie müssen dafür auch noch KESt abgeben, während die Inflation an die drei Prozent (offiziell!) beträgt, eine großangelegte Umverteilung, weil de facto Enteignung. Da brauchen wir keine Vermögenssteuer mehr. Nur, was tun wenn die Vermögen erst mal weg sind? Woher sollen dann die Steuern kommen?!

 

 

Auch die GKV ist durch Umverteilung finanziert und nicht durch Beiträge nach individuellem Risiko oder gar aus Kapitalansparungen (wie die Privatversicherung). Als besonderen Erfolg sieht die Meute schon an, dass nach Ausschüttung der Einnahmen aus dem Gesundheitsfonds die Einnahmen aller gesetzlichen Krankenkassen 183,8 Milliarden Euro bei Ausgaben in Höhe von 179,6 Milliarden Euro betrugen, also ein geringer Überschuss erwirtschaftet wurde. Nur, vergessen wird dabei, dass die Kassen über Jahre Schulden aufgehäuft haben, die müssen erst mal abgetragen werden. Kann sein dass man da darauf spekuliert die Privatversicherten ins System zu zwingen, wobei dann die Rückstellungen vermutlich zur Schuldentilgung der GKV eingesetzt werden. Dann wäre die Bürgerversicherung oder wie sie immer heißen mag gleich als Erfolg zu verkaufen.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren dass hier lauter Amateure am Werk sind, die vom Wirtschaften nichts, aber auch gar nichts verstehen. Die Schulden wird man doch nicht so einfach los – denn, wenn Deutschland für die Griechen (Beispiel) bürgt, wer tut das im Zweifel dann für Deutschland? Ist dann noch jemand da? Wenn auch die anderen ähnlich agieren und Angst haben, nicht wiedergewählt zu werden, wenn sie nicht ein Füllhorn sozialer Wohltaten übers Volk ausschütten?

Angst kann man haben vor der Zukunft – kein Wunder dass die Jungen sich immer mehr verweigern und gar nicht mehr beginnen wollen mit der Arbeit…

 

Not macht erfinderisch?!

Dass es Zahnärzten finanziell sehr gut gehen soll kann man getrost in den Bereich „Märchen“  einordnen. Ein Zahnarzt verdient in Deutschland genug zum Leben, darf sich jedoch keine Fehler oder Krankheiten erlauben, denn damit ist er gleich wirtschaftlich gefährdet. Leider findet man dazu nichts in den Medien: die ganz persönlichen Katastrophen, die sich hinter Praxisinsolvenzen verbergen, bleiben im Verborgenen. Lieber pflegt man das überholte Bild des Abzockers und Gauners.

Dazu passt ein aktueller Bericht über einen Kollegen aus Fichtenwalde /Landkreis Potsdam-Mittelmark. Der wurde jetzt verurteilt wegen versuchten Betrugs. Was war geschehen? Der Mann hat einen Finger verloren und den Schaden seiner Versicherung gemeldet, klar, da gibt es richtig Geld: verbesserte Gliedertaxe usw.  – der Verlust eines Fingers kann, je nach abgeschlossenem Tarif, da schon einiges bringen.

Das Gericht hat ihm nicht geglaubt dass er überfallen worden wäre, seine Geschichte klang doch zu sehr nach Räuberpistole, und die Staatsanwaltschaft, eingeschaltet von der Versicherung, hat Beweise gefunden, die seine Story arg erschütterten.

Jetzt wurde er zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt, damit verliert er die Zulassung, und, er kriegt kein Geld. Das bedeutet garantiert Privatinsolvenz, was sonst. Seinen Beteuerungen, er hätte gar kein Motiv für eine Selbstverstümmelung gehabt, hat das Gericht keinen Glauben geschenkt. Laut Urteil soll er sich nämlich aus finanzieller Not selbst verstümmelt haben. Demnach hätten ihm bei Invalidität 600.000 Euro zugestanden sowie eine Versicherungsleistung von 250.000 Euro für einen nachgewiesenen Raubüberfall.

Dass Versicherungen bei solchen Summen hellhörig werden ist nachvollziehbar. Ebenso nachvollziehbar ist, dass die Staatsanwaltschaften sofort die Vermögensverhältnisse überprüfen – die können ganz einfach per Erlass alle Konten eines zu Überprüfenden einsehen. Wenn da größere Verbindlichkeiten stehen, liegt natürlich die Vermutung nahe, dass was nicht stimmt. Schwer sich da wieder rauszureden.

Die andere Seite der Medaille: wer kann so verzweifelt sein dass er (Frauen tun das kaum, das ist Männerdomäne) sich selbst verstümmelt? Und wozu? Damit die Bank ihr Geld bekommt? Dann ist der Kollege doch eigentlich gar nicht so verkommen wie er in den Medien präsentiert wird?

Jedenfalls: um finanziellen Schwierigkeiten zu entkommen stellen Leute schon die seltsamsten Dinge an. Es wurde auch schon über Kollegen berichtet, bei denen es seltsamerweise in finanziellen Engpässen gebrannt hat – auch denen hat Keiner glauben mögen. Versicherungsbetrug scheint irgendwie ethisch einfacher als ein Bankraub oder Ladendiebstahl, was sich die Leute so einfallen lassen wenn die Kasse knapp ist.

Dabei scheint eine Nutzen-/Risiko-Abwägung kaum noch zu erfolgen. Dabei ist es doch simpel: bei Überschuldung meldet man ganz gelassen Insolvenz an, verhält sich ein paar Jährchen unauffällig, und dann startet man einfach neu. Dabei muss man die Praxis gar nicht aufgeben – ein vom Gericht bestellter Insolvenzverwalter handelt ein Fixgehalt aus, für das man als Zahnarzt in der dann dem Verwalter unterstellten Praxis arbeitet, bis die Frist abgelaufen ist und man wieder frei ist.

Da scheinen Zahnärzte genauso ignorant wie alle Bürger dieses Landes: bei finanziellen Problemen (die haben ja sehr Viele!) versucht man sich durchzumogeln, anstatt fachverständige Hilfe nachzusuchen. Das gibt es „Schuldnerberater“, es gibt Anwälte, es gibt sogar Hilfen von den Kirchen.  Nur den Beratern der Banken sollte man mit gesundem Misstrauen entgegentreten, ebenso den freien Finanzhaien und Versicherungsagenten (da kann man Wenn man Pech hat vom Regen in die Traufe geraten).

Da kann so ein Versuch von Versicherungsbetrug nur verständnisloses Kopfschütteln auslösen – das ist doch keine Lösung!

 

 

Rauchen ist gefährlich? 

na und, mich trifft es ja nicht…

Wäre der Mensch ein wirklich vernunftbegabtes Wesen könnte die Gesellschaft viel Geld sparen. Die oft gehörte Ansicht, man müsse nur genügend aufklären, dann wäre alles gut, kann ganz leicht widerlegt werden. Beispiel Rauchen: es kann doch niemand ernsthaft behaupten er/sie wäre nicht informiert worden über die Gefahren  des Rauchens. Ein ganz aktueller Beweis für den Selbstmord auf Raten der Raucher ist die weiter zunehmende Häufigkeit von Bronchial- und Lungenkarzinomen bei Raucherinnen, die unmittelbar korreliert mit der Zunahme an weiblichen Rauchern. In den Ländern der EU sterben aktuell jährlich 82604 Frauen an den typischen Folgen des Rauchens, was die bisherige Todesursache Nummer 1 bei Krebs (Mammakarzinom) in Kürze ein- und überholen wird (aktuell 88 886) (Angaben der europäischen Fachbehörde Eurostat).

Und ähnlich wie bei Zahnerkrankungen oder Adipositas wird jegliche persönliche Verantwortung zurückgewiesen. Der Zahnarzt bekommt zu hören, dass die Zähne eben schon von Natur aus schlecht seien, schon die Großeltern hätten in jungen Jahren Vollersatz erhalten, das sei eben Familienerbe, und für das könne man nichts. Die Fettsucht sei ja auch ein unabwendbares Schicksal, es seien die Drüsen, die einen fett werden lassen, niemals aber eigenes Fehlerhalten. Und so ist es auch mit den Raucherfolgen: da ist man doch nie selber schuld daran, das sei auch unabwendbares Schicksal. Und überhaupt, schuld sind immer die anderen: die sind schuld wenn man nichts gelernt hat, die sind schuld am Übergewicht, an der Krebserkrankung, am Diabetes, an den schadhaften Zähnen (haben Sie auch solche Ausreden zu hören bekommen, dass der Zahnarzt gesunde Zähne zusammengebohrt hätte und man deshalb jetzt so übel dastehe, und das sei doch keinesfalls der Sucht nach Süßem zuzuschreiben?).

Nun könnte man ja noch akzeptieren dass da was dran sein könnte an der mangelhaften Information, bei Diabetes, Fettsucht, Zahnkrankheiten. Aber Lungenkrebs? Aber nein, da ist nicht das Rauchen daran schuld, das ist das Amalgam (?), das ist die Zahnpasta (da haben sie z.B. bestimmte Inhaltsstoffe aktuell in der Diskussion), das ist „das Atom“, usw. Mal Klartext: fett wird man nicht indem man fastet, Rauchen macht eben Krebs, Diabetes kommt von Fettsucht zusammen mit Bewegungsmangel, usw. Das sind die Fakten – aber, die Betroffenen leugnen es. Was bitte soll jetzt mehr Aufklärung bewirken?!

Das kann man sich getrost sparen. Schlimm ist auch – dazu gibt es leider nicht gar so viel hartes Datenmaterial bzw. die Ergebnisse werden gerne geleugnet – dass je niedriger der Sozialstatus bzw. die generelle Bildung desto dümmer die Ausflüchte. Und: die Gleichung, Bildung = Armut = Krankheit stimmt nach wie vor. Es ist glatter Unfug nun das Problem so lösen zu wollen dass man den Leuten einfach mehr Geld gibt – das gleicht doch die Bildungsunlust nicht aus, das ermöglicht nur, dass die Leute noch mehr Rauchen  und Saufen. Natürlich kann man der Ansicht sein, man müsse sich nicht besonders kümmern – aber bitte, wenn man das möchte sollte man es auch ehrlich sagen und nicht so tun als sei man besonders fürsorglich!

Wie man Menschen – Ignoranten – dazu bewegen könnte sich vielleicht zu ändern, dazu gibt es ausreichend Studien zu „Motivation“, überwiegend aus den USA, in Europa ist das kein so großes Thema. Man mag keine Fakten, dazu ist man zu stark ideologisch geprägt. Schon die linke Sozialbewegung ist, seien wir mal wirklich ehrlich, eine Religion, und wer was dagegen sagt, ist ein Frevler und wird hingerichtet, im übertragenen Sinn. Die Sozial-Ideologie ist so fest in den Köpfen verankert dass es alle Parteien betrifft, alle Institutionen, und insbesondere die Medien. Nicht zu vergessen die Schulen: in die Köpfe der Lehrer sind die Thesen Adornos quasi eingemeißelt, da gibt’s keine Abweichler, sonst kommt die Inquisition. Da unterscheiden sich die Europäer kaum von den Islamisten…

Dabei gibt es stets praktische Beispiele, dass die Änderung doch möglich ist: das Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Gebäuden hat eine massive Verhaltensänderung ausgelöst, die Verteuerung der Rauchwaren hat zu einem Rückgang der Raucher geführt, insbesondere unter den Jugendlichen (bisher leider nur bei Gymnasiasten, Hauptschüler scheinen keine Geldprobleme zu haben). Immerhin, in sozial besser gestellten Kreisen wird gesundheitsbewußtes Verhalten leichter umgesetzt. Da sind wir wieder bei den Studien zu „Verhalten“ – die Amerikaner haben ihre Untersuchungen praktisch ausschließlich an Studenten vorgenommen, und die gefundenen Motivationsregeln gelten eben für die Bildungsschicht, ob man das auch auf die Unterschicht anwenden kann, ist weitgehend unbekannt. Nehmen wir jedoch einmal an, die Motivationsregeln wären universal gültig, dann muss man unerwünschtes nur teuer genug machen, dann wird´s gelassen (Geld ist nach den Verhaltensstudien der Motivationsfaktor Nummer 1, gleich ob uns das gefällt oder nicht). Es gibt ja auch noch andere Motivationsmittel, wenn einem das mit dem Geld nicht so zusagt, z.B. soziale Anerkennung nebst Macht (wirkt bei Politikern anscheinend recht gut). Das dürfte sich jedoch bei den Leuten aus der Unterschicht kaum umsetzen lassen, weil es da ja grade fast notwendig ist zu rauchen, um Anerkennung zu erhalten, neben dem exzessiven Saufen, das ja auch alles andere als gesund ist.

Aktuell hat auf einem Symposium in Basel („50 Jahre Aminfluorid“) Prof. Elmar Reich auf solche Zusammenhänge hingewiesen. Der stark in der LAGZ Bayern engagierte Wissenschaftler hat Ergebnisse vorgetragen, die zu denken geben sollten: Die Kluft zwischen der Zahngesundheit der Angehörigen besserer Schichten und der von Angehörigen sozial benachteiligter klafft immer weiter auf. Während Karieserkrankungen (als Beispiel) ganz allgemein kaum noch wirklich als „Seuche“ anzusehen sind (Bayern hat die WHO-Ziele bei weitem übertroffen) stellt sie für Angehörige niederer Schichten nach wie vor ein Problem dar – die Erkrankungsrate ist da so hoch wie die des Durchschnitts vor Beginn der Prophylaxeära. Es sieht so aus dass die Prävention bei den sozial Benachteiligten bisher (noch) nicht angekommen ist. Niemand hat derzeit ein Patentrezept wie das zu ändern wäre – aber wie bei so vielen anderen Problemen auch beginnt die Lösung bei einer Akzeptanz der Gegebenheiten. Ohne eine Kenntnisnahme der Gesellschaft, dass es eine „Schieflage“ der Krankheitsrisiken, abhängig vom Sozialstatus, gibt, kann man sich doch nicht ernsthaft mit dem Problem auseinandersetzen. Wer ein Problem nicht sehen mag wird wenig tun um es abzustellen.

Die zahnärztlichen Wissenschaftler fordern seit Jahren, man müsse die Menschen mitnehmen bei der Umsetzung der Prophylaxe – so richtig das ist, so wenig hat das bisher gefruchtet. Beispiel Wirtschaftlichkeitsprüfung: bisher geht jede Prüfung davon aus, dass das Patientengut aller Praxen vergleichbar sei und deshalb wird jeder Zahnarzt, dessen Behandlungs- und Abrechnungsverhalten vom Durchschnitt abweicht, mit Honorarabzug bestraft. Die bisherigen Urteile der zuständigen Gerichtsbarkeit geben den Prüfern Recht – es ist kein Urteil bekannt das auf diese Schieflage und die damit verbundene eben nicht ins Durchschnittsschema passende Statistik z.B. bei Praxen in sozialen Brennpunkten Rücksicht nähme. Damit gerät der Kollege, der sich den sozial Schwachen zuwendet, in arge Bedrängnis: wird er/sie dem Sicherstellungsauftrag gerecht und tut das nötige, gerät er/sie in wirtschaftliche Bedrängnis, da seine Abrechnung massiv gekürzt wird. Wird er/sie jedoch „durchschnittlich“ in seinem Behandlungsverhalten, so folgt eine therapeutische Unterversorgung genau der Patienten, die den vollmundigen Beteuerungen der Politik gemäß eine besondere Zuwendung erhalten sollten. Diesen Widerspruch aufzulösen sollte eine wichtige Aufgabe der Politik, der Standesvertreter und der Sozialkassen sein.

 

…und was haben Sie davon?

Wer kennt sich mit der menschlichen Seele aus? Klar, die Seelenklempner, die Psychologen. Die lernen fünf Jahre im Studium, und dann haben sie eine Zusatz- /Weiterausbildung von nochmal drei bis fünf Jahren. Ist ja auch logisch: das Innere des Menschen ist eine komplizierte Angelegenheit. Und nach der langen Ausbildung sagen die ganz klar, wirklich reinschauen in das, was einen Menschen so umtreibt, das kann man nicht. Nur, bestimmte Dinge, die können die Psychos schon erkennen, z.B. was Menschen motiviert. Wie Freud schon erkannte, elementare Triebfeder menschlichen Handelns ist natürlich erst mal der Überlebenswille, Nahrung muss beschafft werden, z.B. Und dann kommt Sex, auch das was ganz elementares. Und weil das ein solch starker Trieb ist haben wir noch Ersatzhandlungen erfunden, Sigismund nennt das dann „Ersatzbefriedigung“. Sowas wird heute überwiegend auf finanzieller Ebene abgewickelt – viel Geld und das, was man dafür alles eintauschen kann, ist dem Sexbedürfnis gleichgestellt, weil da Ersatzbefriedigungen drin sind. „Sex sells“, das ist die zentrale Werbeaussage.

Damit ist Geld ein wesentliches Motivationsmittel. Mit Geld oder dem Versprechen welches zu bekommen spornt man Menschen schon ganz schön an.

Und jetzt sind wir mittendrin im Thema. Die Zahnmedizin ist heute ein ziemlich auf Geld ausgerichteter Berufszweig. Die Politik hat die Medizin und insbesondere die Zahnmedizin total ökonomisiert, da gilt Ethik nicht mehr viel, eher die Monetik. Das kann man beklagen, aber, die Realität ist nun mal so. Wir sagen es ja auch: „Ästhetik“ kostet Bares, nur „notwendiges“ (was ist schon notwendig?) darf in „ausreichender“ Qualität „wirtschaftlich“ gemacht werden. Also werden die Versicherten der GKV eben zusätzlich privat zur Kasse gebeten, denn, man mag sowas ja nicht mal seinem Feind zumuten. Jetzt ist das aber etwas, was weh tut: wer für seine Zahnbehandlung Geld ausgibt, dem fehlt es an anderer Stelle. Da braucht es schon einer starken Motivation, um sich zu einem solchen Opfer zu überwinden: am besten geht das, wenn man Schönheit damit einkaufen kann (da sind wir wieder beim Sex). Nun befindet sich ein Patient trotzdem in einem Spannungsfeld, deshalb schließen die Leute „Zahnzusatzversicherungen“ ab, um beides zu kriegen: Geld behalten und trotzdem schöne Zähne. Es hat einen richtigen Run auf solche Versicherungen gegeben, immer mit dem Versprechen, man könne mehr rausholen als man einzuzahlen hätte. Das ist blanker Unsinn und unseriös! Denn, die Versicherung hat Kosten, die von den eingezahlten Beiträgen abgezogen werden (müssen), und nur das, was übrigbleibt kann wieder ausgezahlt werden. Nun kennen wir die Kosten aus der privaten Vollversicherung, die belaufen sich dort auf etwa 10 bis 20 Prozent, und weniger kann das auch nicht bei der Zusatzversicherung sein.

Die Kosten sind deshalb so hoch – höher als in der GKV -, weil im Gegensatz zur AOK die Privatversicherung Abschlussprovisionen zahlt, und die sind heftig. Sechs Monatsbeiträge sind die Regel, es können auch acht und mehr sein. Um nicht gleich in der Verlustzone zu sein haben die Versicherer Sperrfristen vorgesehen – ein Jahr ist ebenfalls die Regel. In diesem ersten Jahr zahlt also der Versicherte nur für die Provision seines Vertreters und für die zentrale Verwaltung, da ist noch nichts in der Kasse für Leistungen. Je nachdem wie die Versicherung gepolt ist kann das auch mehr sein, jeder hat ja z.B. gelesen, was mit Versichertengeldern passiert ist: da wurden Bordellbesuche und Schiffsreisen für gute Umsatzbringer spendiert, und so weiter. Zu dem vielen Geld (sechs und mehr Beiträge) wurden weitere Motivationshilfen ei ngesetzt, z.B. Sex, ganz so wie die Psychos es herausgearbeitet haben.

Nun hat man schon mal gehört dass Zahnärzte solche Versicherungen empfohlen haben. Da tun sich F ragen auf: darf man das denn? Nein, man darf es nicht, das untersagt das Standesrecht! Und hat der Zahnarzt da etwas davon? Da wird es schwierig. Einerseits möchte man meinen man könnte damit mehr Umsatz machen, also Behandlungen „verkaufen“. Nur, das wäre krass rechtswidrig, da käme sogar der Staatsanwalt ins Spiel. Und, was noch wichtiger ist, lohnt sich das dann? Ich meine nein: nach der GOZ 2012 haben wir sehr viele Behandlungen, die bei der GKV besser honoriert werden, und da mault ein Patient nicht so rum. Weil es sich herumgesprochen hat, dass die GKV eben nur „ausreichend“ ist. Was soll dann so eine Versicherung? Da wird dem Patienten Geld aus der Tasche gezogen für die Bordellbesuche der Vertreter, und der Zahnarzt hat ganz und gar nichts davon.  Dieses Geld fehlt dann, um wichtige Zusatzzahlungen leisten zu können.

Jetzt sind wir wieder bei der Psychologie: bei allem was Sie tun müssen Sie sich fragen: was habe ich davon? Wenn für Sie kein Gewinn (egal in welcher Form) erzielbar ist sollten Sie das einfach lassen. Denn, so die Psychologie, man kann nur begrenzte Zeit in einem solchen Spannungsfeld leben – hier abgeforderte Leistung, dort ausbleibende Belohnung, dann wird der Stress zu gesundheitlichen Folgen führen. Depression ist Ausdruck und Folge solche Spannungen, nervöse Störungen bis hin zu psychosomatischen Ausprägungen, soziale Konflikte (die Scheidungsraten sind ja bei Zahnärzten nicht gerade niedrig), das gesellschaftliche Leben leidet (wann waren Sie das letzte Mal so richtig entspannt im Theater? Wann im Konzert? Oder im Museum?…), und wofür das Ganze? Dass andere reich werden mit unserer Arbeit?!

Fundsachen…

Neulich konnten  wir in der Boulevardpresse Münchens wider mal eine hippe Story lesen. Da ist eine Rentnerin, herzkrank, im Alter von 70 in ihrer Eigentumswohnung gestorben. Sowas soll es geben. Aber: die Frau hat zusammen mit ihrer Tochter da gelebt, und die Tochter hat „kein Geld für eine Beerdigung“ gehabt und deshalb die tote Mutter auf dem Sofa sich selbst überlassen. Entdeckt wurde der Vorgang erst als der Gerichtsvollzieher Geld eintreiben wollte (von der Toten!) und die Tochter seelenruhig äußerte dass er da wohl Pech habe, da die Mutter längst verstorben sei und auf dem Sofa liege. Gerichtsvollzieher möchte man da auch nicht sein.

Das Naheliegende haben die Journalisten natürlich nicht bedacht bzw. geschrieben: die Tochter hat die ganze Zeit (es ist die Rede von acht Monaten) die Rente der Mutter weiter bezogen. Na ja, Waisenrente hätt´s kaum gegeben, die Tochter ging schon auf die 40 zu. Da war es schon praktischer es wie die Japaner zu machen und die Tote einfach aufzubewahren. So lange es nicht offiziell ist zahlt die Rentenkasse weiter. Die Japaner lassen sich wenigstens was Originelles dazu einfallen: die behaupten, die Ahnen seien ihnen heilig und müssten deshalb im Haus bleiben. Kann man die angebliche Langlebigkeit der Japaner gut erklären damit, bei denen stirbt man nur, wenn die Leiche entdeckt wird. Da sind die Europäer anders gepolt. Bei den Griechen gibt man sich solche Mühe nicht, da zahlt die Rentenkasse weiter, wenn der zuständige Beamte ein Trinkgeld bekommt. Auch ne Methode. Bei uns muss man sich schon mehr anstrengen, aber, auch da gibt´s Möglichkeiten. Gestorbene Kinder haben gut Platz in der Tiefkühltruhe (haben die Medien auch schon mal berichtet von solchen Fällen), aber Rentner? Muss man extra einen größeren Gefrierschrank anschaffen, das ist schon schwieriger. Und die Ausreden sind ja immer aufschlussreich: kein Geld für die Beerdigung – ja wie dumm  kann  man eigentlich sein?  Wären die Rechnungen weiter bezahlt worden hätte das Geschäftsmodell doch leicht noch Jahre weitergehen können, bis zum 100. Geburtstag, weil, da kriegen die Senioren dann Besuch eines lokalen Würdenträgers, da wird´s dann schwierig die Abwesenheit zu erklären. Ansonsten wird gezahlt, egal, ob Kindergeld oder Rente, wobei, mit dem Kindergeld ist dass so eine Sache, da werden die Schulbehörden eventuell vorstellig und fragen, spätestens nach dem 7. Geburtstag wo denn das Kind bleibt. Meistens jedenfalls.

Wenn man sich jetzt fragt, woher kommt solches Verhalten, ist die Erklärung wie immer ganz einfach. In obigem Fall ist nichts bekannt von irgendeiner beruflichen Tätigkeit der Nutznießerin, die hat einfach bei und von der Mutter gelebt. Wozu arbeiten wenn es auch anders geht?

Werden Leistungen angeboten so wird es immer Missbrauch geben, das liegt in der Natur der Sache – egal, ob es Rente, Kindergeld, Sozialhilfe, oder was auch immer ist. Und Kontrollen rufen nur immer mehr Erfindungsgeist hervor wie man die Kontrolleure hintergeht.

Beim Zahnarzt sind die Kontrollen sehr streng, weil, der ist ja von Haus aus mit Misstrauen zu betrachten. Ist ja schon verdächtig wenn Jemand von der Hand in den Mund lebt. Bei Kindern ist das anders, die streben ja angeblich stets danach möglichst viel zu arbeiten um die Rentner aus den hohen Abgaben finanzieren zu können. Drum brauchen wir auch ganz viele Kinder, egal ob die was lernen wollen oder nicht, „Jedes Kind ist uns willkommen“, so die zuständigen Minister(innen). Und dass die Kinder auf den rechten Weg gebracht werden, das sollen die (meist überforderten) Eltern managen, ebenso wie die gestressten Lehrer. Nur, welche Mittel hätten die denn dazu? Strafen sind praktisch verboten: schlechte Noten? Das ruft aufgebrachte Eltern auf den Plan, die nicht einsehen wollen oder können dass ihr Sprössling eben kein Genie ist und schon gar nicht fleißig. Weshalb denn auch: Kinder haben einen Rechtsanspruch auf sattes Taschengeld, weshalb sollen die sich denn anstrengen? Und die Versprechungen der Arbeitswelt sind ja auch nicht rosig. Rente mit 70 +, Arbeitszeiten von 60+ pro Woche (vorausgesetzt man hat was gelernt!), wen reizt denn sowas? Ist doch angenehmer als „Geisteswissenschaftler“ bis zum St. Nimmerleinstag rumzustudieren und den Eltern auf der Tasche zu liegen. Diejenigen, die richtig ranklotzen, sind doch die Dummen: ein Jurist nimmt ohne rot zu werden 280 € die Stunde, ein Psychotherapeut mit mindestens 10 Jahren Ausbildung (Studium + Zusatzausbildung) wird mit 80 € pro Therapiestunde abgespeist. Und was einem Zahnarzt übrigbleibt ist allgemein bekannt in Fachkreisen, das ist jedenfalls auch nicht adäquat. Und dann wird man noch nachträglich bestraft mittels Regress.

Gut für die Gesellschaft dass es frühkindliche Prägungen gibt, „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, kann man auch umkehren den Spruch. Man kann´s auch auf die Spitze treiben und meinen, wer Zahnmedizin studiert und den Beruf ernsthaft ausüben will muss einen psychischen Defekt haben, sowas wie Masochist oder so. Gesund ist doch der, der die Wohltaten genießt, staatliche Hilfen in Anspruch nimmt, schwarz was dazu verdient und wie der Berliner Hauptschüler als Berufswunsch formuliert „Hartzer“. Jedenfalls, nach den klassischen Kriterien der Verhaltensforschung (Verhalten, das belohnt wird, wird signifikant häufiger gezeigt) ist es unerklärlich dass noch jemand Zahnarzt wird (oder bleibt), weil eine Belohnung für die aufopfernde Tätigkeit, die kriegt der Zahnarzt nicht. Nur Bestrafungen: Abrechnungs-Prüfungen, Degressionsabschläge wegen zu großem Fleiß, Gutachterverfahren, und andauernd Honorardiebstähle…

 

 

Wohin wird die Reise gehen?

Finanzkrise? Staatsschuldenkrise? Alles Schnee von gestern? Wohl kaum. Ob wir es wollen oder nicht, wir werden damit noch Jahrzehnte zu tun haben. Während Politiker sich in die Brust werfen und voller Stolz behaupten sie hätten alles im Griff wachsen die Schuldenberge immer schneller, auch in Deutschland. Die im Etat angegebene Neuverschuldung von cá 30 Mrd. € ist sowieso noch immer viel zu hoch, dazu kommen jedoch Risiken, die gar nicht im Budgetplan vermerkt sind: Deutschland hat Garantien übernommen, in gigantischem Ausmaß, und wenn die fällig werden, weil z.B. Griechenland ein zweites Schuldenmoratorium durchsetzt (also einen Verzicht der Gläubiger), dann trifft es Deutschland besonders hart, da diesmal die Garantien für Staatsanleihen betroffen wären.Außer Griechenland sind noch Spanien, Portugal und Italien zu nennen als Risikofaktoren. Die Nervosität auf den Anleihemärkten zeigt, dass dies alles nach wie vor sehr ernst genommen werden muss. Derzeit wird alles noch durch eine auf Hochtouren  laufende Notenpresse  finanziert – nur, da wird folgerichtig eine Inflation für Ausgleich sorgen müssen. Schließlich stellt Geld ja einen fiktiven Wert dar, der durch die Summe der Güter und Dienstleistungen eines Wirtschaftsraums gedeckt sein muss. Bei einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung im Euroraum wird also folglich eine kontinuierliche Geldentwertung dadurch verursacht, dass die Geldmenge permanent vermehr wird ohne realen Gegenwert. Derzeit werden (noch) die Zinsen durch staatliche Eingriffe niedrig gehalten – es wird ja so viel Geld in die Wirtschaft geworfen dass es keinen Mangel geben kann -, nur ist doch leicht einzusehen, dass dies zu Preissteigerungen führen wird. Öffentliche Leistungen sind ein gutes Beispiel dafür: Bahn, Bus und andere Massentransportmittel wurden und werden aktuell deutlich verteuert, Versicherungen (z.B. Zahnzusatzversicherungen) sind um bis zu 30 und mehr Prozent verteuert worden (begründet wird dies mit „Unisex-Tarifen“, dabei werden auch die Tarife für Frauen, die eigentlich profitieren sollten, mit erhöht), Treibstoff (Auto) wurde ebenfalls deutlich verteuert, Abgaben auf öffentliche Leistungen, wie Wasser/Abwasser, Müll, Strom, usw. steigen schneller als früher, und so fort. Die offiziellen Angaben zur Inflation sind anscheinend manipuliert, wie sonst wäre es zu erklären, dass von einer Jahresinflationsrate in Deutschland unter drei Prozent gesprochen wird, während wir alle täglich die Teuerung beobachten können? Hätten Sie bei der Umstellung DM/€ für eine Tasse Café 7 Mark bezahlt? Wohl kaum, heute können Sie froh sein, wenn sie die für 3,50 € bekommen. Kann man fast beliebig fortführen. Alles nur Täuschung…

Jetzt kommt ebenfalls eine raffinierte Täuschung zum Zug, die insbesondere uns Zahnärzte betrifft: die GOZ 2012 hat in sehr vielen Positionen eine Abwertung bewirkt, darüber haben wir, gemeinsam mit allen Fachkundigen, ausführlich berichtet. Also bekommt der Zahnarzt heute noch weniger für seine Leistung als noch vor wenigen Jahren, teilweise weniger als 1965! Als Begründung für eine höher als mit 3,5fachen Satz abgerechnete Leistung empfehlen Fachkollegen die Angabe „zur Erreichung des Honorars der AOK“. Dabei sind auch die Honorare bei den Gesetzlichen alles andere als rosig. Durch die Propagandamaschine wurde jedoch bei den Versicherten, unseren Patienten, der Eindruck erweckt, der Zahnarzt hätte eine hübsche Aufbesserung erhalten – wieder eine Täuschung! Und wenn die Patienten schon mehr für ihre Versicherung bezahlen, dann werden sie sich fragen, weshalb der Zahnarzt mit dem zugestandenen Honorar unzufrieden ist.

Gleichzeitig steigen die Preise für zahnärztliche Materialien und Gerätschaften. Das wäre schon schlimm genug – die Prüfungsstellen der KZVen tun ein Übriges. Die Anzahl der Regressforderungen steigt ebenso wie die Anzahl der Geprüften. Keine gute Gemengelage.

Stellen wir uns deshalb darauf ein: der Überschuss der Zahnarztpraxis wird schrumpfen. Wohl dem der rechtzeitig Rücklagen geschaffen hat!

Kräftige Verbesserungen beim Honorar, seien wir doch mal ehrlich, sind bei der Kassenlage des Staats ausgeschlossen. Da ist kaum was zu erwarten, und wenn es im Herbst eine neue Regierung gibt, dann werden die Kälber zur Schlachtbank geführt, sprich, dann wird kräftig abkassiert.