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Lifestyle

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Erstes Münchner Harley Festival:

Ein Riesenerfolg

Eigentlich hätte man es vorhersehen können: die Gemeinde der „echten“ Biker, der stolzen Besitzer einer Harley Davidson, nutzt jede Gelegenheit, sich zu treffen. Harley fahren heißt ja stets auch zeigen was man hat. Die Bikes sind customized, je ausgefallener, desto besser. Und da hat man auf dem Häuslerhof in Hallbergmoos, dem Ort gleich um die Ecke des Münchner Flughafens, genügend Anschauungsmaterial gefunden, wie man sein gutes Stück noch schöner machen kann. Vom erlesenen Zubehör bis zu extremen Eigenbauten reicht die Palette, und dem Vernehmen nach fanden sich 100 000 Interessierte ein. Alles lief im Stil des großen Vorbilds – den Biker-Meetings in USA – ab. Da reitet man ebenso mit dem Bike durch die Veranstaltung, es werden Bikes zum Kauf bzw. Verkauf angeboten, die großen Händler sind vertreten, es gibt Probefahrten, usw. Die Bilder überzeugen selbst, da braucht es keine weiteren Worte.

Das wird wohl eine Dauerveranstaltung werden, kann man sich schon mal vormerken!

Hawaii -
Wenn man´s richtig macht ein Paradies
 

Man kennst das ja: Hotelburgen überall an den schönsten Stränden, egal ob´s in Europa ist oder sonst wo. Es gibt halt sehr viel Menschen, und alle wollen Urlaub machen, und das natürlich irgendwo im „Paradies“, nur, finden tut man´s selten, das versprochene Paradies.  Und da ist es egal, ob man sich die „Traumstrände“ in Thailand anschaut (die sind ein Albtraum mittlerweile, voll mit Touristenmüll und das Wasser getränkt mit ungeklärt eingeleiteter Kloake) oder in Tahiti (dito) oder auch den anderen als traumhaft verkauften Destinationen. Man muss schon eine arg unempfindliche Nase haben und halb blind durch die Gegend laufen um sich da noch so richtig wohl fühlen zu können.
Weshalb sollte es in Hawaii anders sein? #Hawaii2#Honolulu und speziell Waikiki, eine Monsteransiedlung von Hochhäusern (in denen die Touristen untergebracht sind), mit etwa 7 Millionen Besuchern pro Jahr, macht da keine Ausnahme. Man kann es sehen und vor allem auch riechen: die Wasserqualität ist nicht gerade einladend, und die Korallen sind längst abgestorben, auch wenn die Korallenbänke bis in Ufernähe reichen – da ist nur noch auf kleinen Inselchen sporadisch etwas lebendes zu finden, ansonsten hat die Umweltbelastung ganze Arbeit geleistet.
Nun kommt aber das große Aber: wenn man nur ein halbe bis eine Stunde rausfährt aus dem Getümmel erschließt sich einem die ganze Schönheit dieser tropischen Landschaft: (noch) ursprüngliche Regenwälder, einsame Wasserfälle (schwer zu erreichen, sonst wär´s ja aus mit der Einsamkeit), herrliche Strände, mit zwar einigen Surfern, aber eben nicht dicht belegt á la Rimini wie in Waikiki, echt fordernde Wanderwege, auf denen es durchaus ratsam ist echte Wanderschuhe anzuhaben.#Hawaii1#
Dazu hat man mit dem Standort Honolulu – Wettbewerb macht´s möglich – eine moderne Stadt mit hervorragender Hotellerie und echt preiswerten Restaurants (wo kriegt man schon noch ein „All-you-can-eat“ Sushi Buffet  – echt japanisch! – für sage und schreibe 15 US $ oder ein Steak für unter 10 US $), und alles in sehr guter Qualität? Und Hotelzimmer (nicht pro Person!) für 100 bis 200 US $? Bespiel Embassy Suites (gut gelegen, gleich um die Ecke von Park und Badestrand, an dem man morgens gut joggen kann), für220 US $ je Nacht, eine geräumige 2-Zimmer-Wohnung, in jedem Zimmer (typisch USA) ein großer Fernseher, selbstverständlich Klimaanlage (sehr leise und hochwirksam), includiert ein „All American“ Frühstück, mit frisch zubereiteten Eiern oder Omelettes nach persönlichem Gusto, frisches Obst (Ananas, Papaya, usw.), diverse Salate, usw., an dem man sich zweimal bedienen kann (morgens ein schneller Café und etwas Obst, nach dem Frühsport dann ein richtiges Essen), und abends noch 2 Stunden open Bar mit unbegrenzt Getränken (auch Alkohol und Cocktails, Bier, etc.), sowas kriegt man in Europa kaum und schon gar nicht in der Fläche. Bei dem derzeitigen Kurs $/€ kann man da nix falsch machen.#Hawaii4#
Als Highlight kann n man sich einen  Ausflug zur Vulkaninsel Big Island (das eigentliche Hawaii, die anderen Inseln haben eigene Namen, wie z.B.  Oahu) gönnen, ein Tag oder besser zwei Tage mit Übernachtung in der Vulkanlodge. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, direkt neben fließender Lava zu stehen und zuzuschauen, wie neues Land entsteht, und das in unmittelbarer Nähe. Die Amerikaner lassen einen so nah an den Lavafluss heran, dass man wenn man wollte flüssiges Gesetin abschöpfen könnte.
Auch Ausflüge zu den anderen Inseln des Hawaii-Archipels sind eine Option, wobei nach eigener Erfahrung Kawaii ratsam ist, Maui aber weniger. Mai hat für Kurztouristen wenig Reiz, da wurden massenhaft Eigentumswohnungen verkauft, und die Hotels und Restaurants sind von bemerkenswert schlechter Qualität.
Eher empfehlenswert wäre da ein Ausflug zum North Shore auf Oahu im Winter (Dezember bis einschließlich Februar) und da speziell nach Waimea Beach. Dort kommt die berühmt- berüchtigte Banzai Pipe zu liegen, eine Stelle, in der Im Winter die Wellen bis 10 m Höhe und Mehr auflaufen. Und dort surfen dann die Besten der Besten um die Wette…
Oder man gönnt sich einen Kurztrip (ist höchsten eine halbe Stunde) zur Hanauma Bay und schnorchelt oder taucht im Naturschutzgebiet in den Korallenbänken (die sind noch intakt). Oder man nimmt ein Harley und fährt ohne Helm (darf man dort) an die einsame Westküste, wo die zivilisierte Welt aufhört.
Da haben die Amis mal was richtig gemacht: Konzentration der Touristen an einer Stelle, um die Umwelt anderswo zu schonen. Da kann man profitieren.
Die Anreise erfolgt über San Francisco oder Los Angeles, es empfiehlt sich dort ein Stoppover einzulegen (also mindestens eine Nacht zu bleiben), weil man nie sicher sein kann, dass die Flüge pünktlich sind, da wär´s stressig in einem Zug durchzufliegen – Direktflüge nach Hawaii gibt´s keine. Wäre auch überhaupt nicht sinnvoll. Man wechselt auch besser die Fluggesellschaft. Von der Westküste der USA fliegt man besser mit Hawaian Air als mit den Festlandgesellschaften – besserer Service ist da inclusive, und man spart sogar den einen oder anderen € (Beispiel San Francisco – Honolulu 180 € pro Person, für 5 Stunden Flug einschließlich an Bord gereichter Mahlzeit und Freigetränken ist das spottbillig). Die Anreise von Deutschland zur Westküste (cá 145 Stunden Gesamtflugzeitz) kann man in Etappen (z.B. mit einer US-Gesellschaft mit Umsteigen in Atlanta – Delta – oder Washington – United- usw.), aber auch im Direktflug ab Europa – Air France, umsteigen in Paris -, British Air, umsteigen in London – oder Lufthansa – Direktflug ab Frankfurt gestalten, Preis cá 1200 bis 1400 €. Bequem ist es wenn man Business fliegt (British hatte einen Tarif im Januar für 2000 €, ist also nicht so viel teurer als Holzklasse, aber man kann gut schlafen, weil die Sitze tatsächlich auf 180 Grad umlegbar sind.
Fazit: bei richtiger Vorbereitung ist Hawaii derzeit ein echt preiswertes und „traumhaftes“  Ziel, mit angenehmen Temperaturen das ganze Jahr über (25 bis 28 Grad, so die durchschnittlichen Messwerte), und das  gilt für Luft- und Wassertemperaturen.

 

Emissionsfreie Verkehrsmittel:

So ein Quatsch!

 

Mal ehrlich: für wie dumm hält man das Volk eigentlich? Nicht nur dass sie uns das „Sparpaket“ garniert mit heftigen Steuererhöhungen servieren (sparen stelle ich mir als Ausgabenkürzung vor und nicht als Einnahmenverbesserung), auch die Quadratur des Kreises wollen sie uns glaubhaft machen.

Fahrzeuge mit Elektroantrieb werden unisono von Politik und Medien als „emissionsfrei“ bezeichnet. Dass Journalisten von nix was verstehen hat sich ja inzwischen rumgesprochen, und dass Politiker gerne ganz was anderes machen als das was sie mal gelernt haben wissen wir auch. Aber das was da abgeht setzt dem Ganzen die Krone auf.

Schauen wir uns doch mal an, wie Strom gewonnen wird: 2008 wurden 59 % aus fossilen Brennstoffen (Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Erdöl sowie „sonstige“) gewonnen, 25 Prozent aus Kernenergie und erneuerbare Energie hatte einen Anteil von 16 Prozent (wobei da die Wasserkraftwerke den Löwenanteil hatten).

Nun ist es ja nicht so, dass alle Energie aus den fossilen Brennstoffen via Verstromung auch als Antriebsenergie ankäme – da hat man einen Wirkungsgrad im Kraftwerk zu beachten (nehmen wir mal an, der wäre sehr gut und erreichte 60 Prozent), daneben einen Verlust durch den Stromtransport (da gehen locker 10 Prozent drauf), und dann hat die Speicherung der Energie in der Batterie auch nur einen Wirkungsgrad von maximal 90 Prozent, worauf beim Abrufen schon wieder der Wirkungsgrad des Antriebsmotors zu beachten ist, da kommt man auch unter 90 Prozent. Wenn man´s nachrechnet, dann ist der Elektroantrieb die maximale Energieverschwendung. Das hat man Jahrzehntelang gewusst und Autos mit direkter Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen gebaut, weil man da den höchsten Wirkungsgrad, also den sparsamsten Umgang mit den kostbaren Ressourcen sowie den geringsten Ausstoß an klimaschädlichem CO2 hat. Und die angeblich so umweltschonende Bahn? Auch Fehlanzeige, bloß wenn der Rauch nicht direkt aus der Lokomotive kommt, heißt das ja nicht, dass kein Rauch erzeugt würde – der entsteht im Kraftwerk, an anderer Stelle, und verpestet die Umwelt wegen Quecksilber- und Schwefelemissionen besonders stark. Und CO2 produziert man da natürlich auch!

 

Tabelle CO2 in g

 

1 Smart 116, Fiat 140, Citroen 145, Lancia 148, Renault 149, Chevrolet 150, Seat 152, Skoda 153, Ford 153, Peugeot 154, Opel 157, VW 161, Toyota 163, Honda 166, Hyundai 170, Audi 179, Mini 179, Alfa Romeo 184, Mercedes 186, Volvo 192, BMW 192, Saab 193, Jaguar 208, Chrysler 241, Land Rover 253, Porsche 297;

 

CO2 je km (Quelle Spiegel online)

 

Kraftwerke produzieren 506 g CO2 je kWh   (BRD Durchschnitt), also gar nicht so wenig und schon gar nicht „nichts“. Das entspricht 50,6 kg je 100 km bei Verbrauch 100 kWh, ohne Berechnung Energieaufwand durch Batterieherstellung, den darf man ja auch nicht vergessen. Und ein konventionelles KFZ (z.B.Smart) 11,6 kg CO2 je 100 km, und ein Porsche (!) 29,7 kg je 100 km. Irgendwie kann also die Rechnung nicht stimmen, oder?

 

Eine andere Sicht der Dinge findet man in bestimmten Medien:

Vergleich CO2-Ausstoss von Flugzeug, PKW, Bahn und Bus

Vergleich vom Flugzeug, PKW, Bahn, Bus

CO2-Emission in g / km pro Person

CO2-Ersparnis
gegenüber dem PKW

Flugzeug

380

+ 153 Prozent

moderner Mittelklasse-PKW

150

0

Bahn

40

-73 Prozent

Reisebus

20

-87 Prozent

Mittelklasse-Elektro-PKW (16 kwh / 100 km)

100 ( 7 mit Ökostrom)

- 33 ( 95 ) Prozent

Leichtbau- Elektro-PKW (8 kwh / 100 km)

50 ( 3.5 mit Ökostrom)

- 66 ( 97 ) Prozent

 

Muss man aber relativ sehen: 8 kwh für 100 km – da schleicht man, ohne Beschleunigung, also fährt in Trabi-Manier. So werden Äpfel mit Birnen verglichen – ein Auto mit einer so schwachen Motorisierung wäre zwar sicherlich interessant, weil es dabei dann höchstens noch einen Liter Treibstoff je 100 km verbraucht – nur, wer will sowas haben?! 

Das ist wie bei der Bahn: wer mag mit 50 km/h reisen? Dann doch eher mit dem ICE und 200, oder? Die Kundenwünsche sind eben so!

Die Emission der Bahn im Fernverkehr beträgt in der Durchschnittsbetrachtung 75 Gramm CO2 pro Personenkilometer, aber da sie zusätzlichen Strom nur aus fossilen Kraftwerken bezieht, liefert die Grenzbetrachtung den korrekten Vergleichswert, und der lautet 110 Gramm. Die Tabelle „CO2-Emission von Pkw und Bahn“ zeigt die Werte im Einzelnen. Das lässt den Umweltbonus der Bahn beinahe verschwinden – der Pkw liegt ja bei 122 Gramm (FAZ 15.08. 2010).

 

Die unterschiedlichen Ergebnisse können verwirren – aber, das Problem dabei ist, dass die Grundannahmen unterschiedlich sind. Prof. Frederic Vester (+) von der Bundeswehruniversität München, ein ausgewiesener Kybernetiker, hat dies sehr deutlich machen können: nur wenn man tatsächlich alle Parameter beachtet können echte Vergleiche stattfinden, und das wird leider kaum so durchgeführt. Schauen wir uns Solarstrom an – wo bitte geht in die Energiebilanz dieser „erneuerbaren“ Energiegewinnung die Menge an Energie ein, die aufgewendet werden muss, um Solarzellen (Photovoltaik) herzustellen? Die Produktion von Silizium ist extrem energieintensiv – und der Strom wird, Sie haben es erfasst, durch Verbrennung fossiler Brennstoffe gewonnen. Alles Täuschung oder zumindest schlampige Rechnung, wie bei der Bahn.

Kommen wir wieder zum Auto: heutige Motoren haben einen Wirkungsgrad bis über 40 Prozent – d.h., über 40 Prozent der in fossilen (oder alternativen) Brennstoffen gespeicherten Energie wird für den mechanischen Antrieb genutzt, der Rest geht als Abwärme verloren (zumindest im Sommer, im Winter heizt man ja damit). Beim Elektroauto müsste man zusätzlich Strom einsetzen, um das Wageninnere zu beheizen – mit den heute vorstellbaren Batterien eine Unmöglichkeit.

So darf man wohl davon ausgehen, dass die CO2-freie mobile Gesellschaft eine Illusion ist, die Fakten sprechen dagegen. Will man den CO2-Ausstoss wirklich reduzieren, so bleibt nur, die Mobilität einzuschränken. Dazu werden wir über kurz oder lang aber sowieso gezwungen, weil die fossilen Energieträger zur Neige gehen. Da werden sich die Leute mit ihrem Häuschen auf dem Land und der Arbeit in den industriellen Zentren aber dumm umschauen, wenn ihr Modell der unbegrenzten und billigen Mobilität nicht mehr funktioniert…

Und weil das die Regierung nicht sagen möchte wird munter weitergelogen.

 Weshalb sich ein Zahnarzt solchen Gedanken hingibt? Nun ja, erstens sind wir ja nicht die unitelligentesten im Land, und dann möchte man ja ganz gerne auch mal verstehen wie die Politik so tickt. Und wir können uns trösten: nicht nur wir Zahnärzte werden betrogen am laufenden Band, die machen das anscheinend immer und mit jedem so.





Oktoberfest in München

Ausnahmezustand!

 

Das weltgrößte Volksfest hat wieder begonnen – bei Traumwetter hat der Münchner Oberbürgermeister das Fass für die Ehrengäste traditionsgemäss mit dem Ruf „O´zapft is“ geöffnet und damit Punkt 12 Uhr das mittlerweile 176ste Oktoberfest eröffnet. Das ist was für Traditionalisten: vor 12 Uhr, also vor der offiziellen Eröffnung, wird kein Bier ausgeschenkt, danach fließt das Spezialbier, das gut ein halbes Jahr gereift ist (deshalb „Märzenbier“), in Massen, buchstänlich. Kleinste Einheit ist die „Maß“ ein Liter, und wird immer noch ncith in Plastik-, sondern Glaskrügen serviert. Die schönen „Keferloher“ aus Steinzeug kriegen nur die Ehrengäste, böse Zungen behaupten, damit man nicht sieht, dass da gar nicht so viel Bier drinnen wäre. Dieses Jahr werden wieder 6 Millionen Gäste aus aller Welt erwartet.

#oktober2#Wer gerne einen Tisch reservieren möchte, ist um Jahr zu spät dran. Reservierungen sind auch ein Jahr im Voraus kaum möglich. Und ohne Reservierung kommt man zumindest am Wochenende nicht in die Zelte, da kann man machen was man will. Es sei denn, man stellt sich in aller Frühe (so ab 7 Uhr) schon mal an, um bei Zeltöffnung einen Platz zu ergattern.

Ein Geheiltipp: im „Schottenhamel“ können Corporierte, die Band tragen, Zugang zu den Verbindungsboxen erhalten, aber, auch hier ist frühes Erscheinen angesagt, sonst weisen die Türsteher einen zurück – lapidares Argument: wegen Überfüllung geschlossen.

Man kann auch draußen Paltz nehmen, soweit man einen bekommt – nur, die Stimmung ist halt im Zelt irgendwie besser.

Die Kosten? Vergleichsweise günstig: eine Maß (das heißt wirklich „die Maß“, ist ein altdeutsches Wort) kostet heuer etwa 9 Euro – das sind immerhin 5 kleine Biere zu 0,2, und da zahlen Sie einschließlich Trinkgeld in der Kneipe um die Ecke auch schon 2 Euro.

Der Bierpresi war in Bayern immer schon was politisches, und der Bierpreis muss von der Stadt München genehmigt werden, da können die Festwirte (die ebenfalls von der Stadtverwaltung bestimmt werden) keine Mondpreise verlangen.

Was ein unbedingtes Muss ist: Tracht. Das Oktoberfest hat sich zu einem gigantischen Maskenball mutiert, und schon Monate im Voraus werden in der Stadt solche Utensilien angeboten, wie eben Dirndel (Landhausstil ist derzeit out), Lederhosen, obligat sind Stickereien auf Kirschleder, sowie Trachtenschmuck jeglicher Art, und wenn der Geldbeutel es zuläßt, noch einen Hut mit echtem Gamsbart 8den darf man dann besser nicht vergessen im Alkoholdunst, der Verlust wäre schon schmerzlich, unter 1000 € sind schöne Gamsbärte kaum zu bekommen.

#oktober3#Der Ursprung das Festes? Nun ja, eigentlich war´s eine Fürstenhochzeit, da hat der bayerische Kronprinz die Theresia von Sachsen geehelicht (daher auch „Theresienwiese“) und diese Hochzeit wurde mit Pferderennen und allerlei anderen Belustigungen gebührend gefeiert. Die Therapeinwiese unterhalb der Bavaria (eine riesige Frauenstatue aus Bronze, anders als die Freiheitsstatue in New York nicht nur verblendet, sondern ganz gegossen) ist danach benannt und

trotz eminent hoher Grundstückspreise im Umfeld wird sie für die 2 Wochen Herbstfest dafür ganzjährig freigehalten. Irgendwie ist ja das Oktoberfest auch ein Erntedankfest, das kann man auch gut an den Ausschmückungen der Bierzelte sehen. An die Ursprünge erinnern noch das „Hippdrom“ (Pferde), der Flohzirkus, der „Schichtl“ mit „täglicher Hinrichtung“, das „Weinzelt“ (die Pfalz war bis 1948 Teil Bayerns, daher die Weinkulter), und eben auch neu entdeckt die Trachtenkultur. Mittlerweile wird mehr gesgessen als getrunken, so kommen die Wirte besser auf ihre Kosten (und Gewinne) als mit den regulierten Bierpreisen.

Egal, ob man solchen Massentrubel mag oder nicht – es ist eines der berühmtesten Ereignisse weltweit, die Kommune München verdient prächtig daran und kann sich deshalb viele Dinge leisten, die anderswo gar nicht denkbar wären (gerade in einem Krisenjahr, in dem die Gewerbesteuer nicht so sprudelt wie sonst, ist das eine Segen). Und wenn schon die ganze Welt zum Fest geht (aktuell sieht man immer mehr Chinesen, Italiener mit ihren Wohnwagen die an den unmöglichsten Ecken parken sowieso, Australier und Neuseeländer fallen wegen ihrer besonderen Trinkkultur auf,  kurz, wenn man aus aller Welt zuz uns kommt, dann sollten wir das schon auch mal erlebt haben.

Und wenn´s dieses Jahr nicht mehr klappt – nächstes Jahr geht’s wieder „auf die Wies´n“, so viel ist sicher.

 gh

 

 

Feiern in Bayern die 5. Jahreszeit

 

Jetzt beginnt sie wieder, die 5. Jahreszeit in Bayern. Wie? 5. Jahreszeit? Jawohl die gibt es. Nach dem Winter und dem nach altem Brauchtum zelebrierten Winterende – Fastnacht, Karneval, etc. – hat ja die Fastenzeit begonnen. Und weil das Fasten in netter Gesellschaft am schönsten ist, hat man in Bayern die Fastenzeit katholisch barock umfunktioniert. Nach dem Aschermittwoch mit den großen Politikerauftritten („politischer Aschermittwoch“) zu deren Selbstdarstellung, wo das Parteivolk aller Couleur den Führern zujubeln darf, sollte ja eigentlich eine Zeit der Besinnung, eben die Fastenzeit, beginnen. So weit so gut. Nun war im tief katholischen Bayern Fasten wirklich Pflicht – nur, man war auch findig. So war es ja von der Kirche nicht verboten, während des Fastens Flüssigkeit zu sich zu nehmen, lediglich feste Nahrung sollte gemieden werden. Nun haben findige Mönche (!) diese Regelung so ausgelegt, dass ja egal sei, welche Art von Flüssigkeit man trinke, und sie erfanden das Starkbier. Starkbier unterscheidet sich von „normalem“ Bier dadurch, dass es einen deutlich höheren gehalt an Stammwürze enthält. Stammwürze, das ist sozusagen die Ursuppe, aus der durch #nockherberg2#Zugabe von Wasser das Bier entsteht. Exportbier, die am meisten getrunkene Biersorte, enthält ebenso wie Pils etwa 14 % Stammwürze, will heißen, der Stammwürze (also dem Konzentrat aus Malz, Hefe und Hopfen, werden 86 % Wasser zugegeben. Das Starkbier hingegen enthält 25 bis 28 % Stammwürze – in nordischen Ländern heißt das „Bockbier“, im Süden der Republik ehrlicher „Starkbier“, weil es eben „stark“ ist, mit einem entsprechend höheren Alkoholgehalt (zur Starkbierzeit verlieren reichlich viele Fastengäste den Führerschein).
Kaum eine Woche nach Ende des Fasching öffnen bereits die Bierburgen Münchens ihre Tore und laden zum Starkbier ein. Und der Höhepunkt ist dann immer der Beginn der Strakbiersaison am „Nockherberg“, der Gaststätte der Paulanerbrauerei, mit dem berühmt-berüchtigten „Politikersderblecken“, frei übersetzt etwa „Politikerveralberung“. Der „Bruder Barnabass“, ein in langer Auslese gesuchter Vortragender, das kann ebenso ein Schauspieler wie ein Kabarettist sein, Vorurteile hat man nicht, so hat auch schon „Django Azül“, ein bayerischer Türke, diese Rolle inne gehabt, Hauptsache, „die da oben“ kriegen ordentlich ihr Fett weg. Dieses Mal wird’s wohl besonders heftig, hat doch die erfolgsverwöhnte CSU in der letzten Wahl eine katastrophale Niederlage einstecken müssen. Das hat dazu geführt, dass derzeit zu allen Gesetzesvorlagen des Bundes ein heftiges „Nein“ aus Bayern kommt, weil man so wieder an Boden gewinnen zu können meint.
Und nach dieser geschlossenen Veranstaltung (da sind die Bonzen unter sich) darf auch das gemeine Volk die Hallen stürmen und feiern, mit Strakbier aus echten Steinzeugkrügen (sog. Keferlohern), mit Musik und deftigen Speisen (in der Fastenzeit nimmt man gewöhnlich einige Pfunde zu), auch das in bester mönchischer Tradition, haben die doch, nachdem z.B. der Verzehr von Fleisch am Freitag verboten war, der von Fisch jedoch erlaubt, in besonderer Logik die Gans zum Wassertier erklärt und zum verspeisen auch am Freitag freigegeben.

Also, wen es interessiert: auf zur 5. Jahreszeit (www.nockherberg.de)
g.h.
 

– ich hab´ da keine getroffen, ich hatte immer den Eindruck, die wären falsch zusammengeschraubt. Ist aber halt alles Geschmackssache – ein Wiener Freund hat Rio so zusammengefasst: „Die Weiber durt ham olle an Stockerlorsch“ – ist derb, aber zutreffend. Man muss schon viel übrig haben für üppige Formen, wenn man das mag. Und dann haben die leichten Mädchen dort eine höhere HIV-Rate als bei uns – klar, niemand fährt wegen billigem Sex nach Rio – ist bloss komisch, dass da so viele Mädel mit dem Tascherl rumstehen – wenn´s doch gar keine Nachfrage gibt – und auch für homosexuell eingestellte ist das ein wichtiger Zielort. Die schönsten Mädeln in Rio waren die Transvestiten, so hab´ ich´s erlebt. Muss man nicht haben …
#Venedig2#Da lob´ ich mir doch die Europäer – Beispiel Venedig. Man muss ja nicht prüde oder verklemmt sein, wenn man Schönheit an sich als Wert empfindet, oder? Und in Venedig, da hat man wenigstens die schöne Kulisse, obwohl – die Masken, die haben schon was!
#Venedig3#Dabei ist Venedig günstiger zu haben, als man denken mag. Flug nach Venedig? Da kann man die Lufthansa oder einen der Partner (Air Dolomiti) nehmen, die fliegen für 100 bis 150 € hin und zurück, Holzklasse. Muss nicht Business sein, für die kurze Distanz. Oder, man nimmt das Auto – ab der Grenze zu Österreich braucht man die Vignette (10 Tage, weniger geht nicht), kann man in Kombination mit der Brennermaut nehmen (dann bleibt wenigstens was von der Frontscheibe frei) und da gibt’s einen Aufkleber mit „Videomaut“, d. h., man muss nicht mal stehen bleiben. Kostet 23,60 hin und zurück (wenn man in der zehn-Tagesfrist bleibt). Die italienische Autobahn kostet dann knapp über 20 €, da kommt man auf reine Mautgebühren von etwa 65 €. Dazu kommt noch der Treibstoff – also, rentieren tut sich das mit dem Auto nicht, höchstens, man sitzt da zu mehreren drin. #Venedig5#Ist man erst mal da wird’s interessanter. Man kann in Mestre, auf dem Festland, nächtigen (Beispiel Holiday Inn Mestre Maghera, inclusive Frühstück für 2 Personen #Venedig4#120 € pro Nacht, oder man wohnt nobel in Venedig in der Lagune – Beispiel Hilton Stucky Molina, ein 5* Hotel mit eigenem Bootservice zum Markusplatz, für 150 € pro Nacht pro Zimmer. Man kann auch direkt am Markusplatz bzw. knapp daneben nächtigen – aber, dann wird’s etwas lauter, weniger komfortabel (dafür romantischer), aber der Preis ist dann derselbe. Ganz stilecht ist es in der Nähe des alten Ghettos zu schlafen, in Canaregio. Canaregio ist der urtümlichste Stadtteil Venedigs, am wenigsten durch Tourismus geschädigt und trotzdem ist man ganz nah dran am Geschehen.
#Venedig7#Venedig ist ein autofreie Stadt – geht gar nicht anders, wie sollte man mit dem Auto über Kanäle und Brücken kommen? Der Verkehr läuft über die Kanäle oder eben zu Fuß. Empfehlenswert ist die „Tourist-Card“ der Verkehrsbetriebe – die kostet für 3 Tage 33 € und man kann alle Verkehrsmittel (auch bis Mestre, Venezia Lido und den Airport) benutzen so oft man mag, auch den Bus auf dem Festland oder die Boote auf den Kanälen. Taxi kostet ab 40 € aufwärts (einfach), und mit der Gondel ist man mit 80 € dabei für 40 Minuten – da kommt man aber nicht arg weit.
Caffee ist für unsere Verhältnisse sehr günstig, so um ein € an der Bar, im Sitzen das Doppelte. Nur, Essen kostet ein Vermögen – unter 10 € kriegt man nichts (weil, die Italiener schlagen den optisch günstigeren Preisen noch „Coperto“ und „Service“ drauf), sodass eine für 8 € angebotene Pizza dann letztendlich 12 € kostet, nicht grade ein Schnäppchen. Auch „Pasta“ ist nicht billiger zu haben und beim „Secondo2“ schlagen sie gleich richtig zu – ein komplettes Essen kostet, trinkt man noch Wein dazu, pro Person locker 50 €, wenn man a lá Carte isst. Touristenmeüs gibt’s billiger, die sind halt dann auch nicht grade der Renner, wenn´s um Qualität geht. Muss man halt einkalkulieren.
Die berühmten Carnevalsveranstaltungen (Bälle) kosten ab 500 € aufwärts, kein wirklich billiges Vergnügen, bedenkt man, dass da Maskenzwang herrscht und eine Maske auch nicht umsonst zu kriegen ist. Ganz besonders die, die man in Venedig trägt – da tut´s keine Billigverkleidung, die legen sehr viel Wert auf Historismus.
Aber: am ganzen Carnevalsenspurt – also ungefähr die letzte Woche – wimmelt es in Venedig an den historischen Orten (insbesondere am Markusplatz) nur so von Masken, die mit sehr viel Liebe zum, Detail und immenser Arbeit hergestellt #Venedig3#wurden. Und man trifft man sich im Caffee Florian, um auch gesehen zu werden. Oder, man geht nach Burano und lässt sich dort fotografieren – das ist es ja, was die Leute motiviert: gesehen und bewundert werden.
Und dann am Carnevals-Sonntag – dann quillt die Stadt über, die Züge sind so überfüllt, dass schon ab Verona kein Platz mehr zu kriegen ist und die Bahnsteige überlaufen, am Markusplatz kann man nicht mehr umfallen, weil man in der Menge eingekeilt worden ist, kurz, es wird unangenehm. Abends aber, wenn die Billigtouristen wieder weg sind, weil der #Venedig5#Bus nicht artet, dann kann man Venedig wieder so richtig genießen, denn dann feiern nicht nur die „besseren“ Touristen, dann feiern auch die Einheimischen …

gh
 

 

#Bahams-Stimmung#Die Inseln, zum Commonwealth gehörend, erlangten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhundert die Selbstständigkeit, nach langer kolonialer Geschichte. Auf einer der Bahamainseln landete Columbus auf seiner Suche nach dem Seeweg nach Indien – so ganz genau weiß man eigentlich gar nicht, welche der Inseln das war – und so entstand der Name „West Indies“, Westindien, was geografisch ein grandioser Irrtum war. Die dortigen Bewohner nannten sich selber „Kariben“, daraus entstand der Name „Karibische See“. Die Kariben überlebten nicht lange – von den Kolonialherren zur Sklavenarbeit eingesetzt und rücksichtslos ausgebeutet fielen sie den von den Europäern eingeschleppten Seuchen, wie Pocken und Grippe, so schnell zum Opfer, dass innerhalb weniger Jahre kein Ureinwohner überlebte. Die Kolonialherren ersetzten die Indianer durch importierte Negersklaven, und so findet man in „Westindien“ eine fast ausschließlich schwarze Bevölkerung vor, die im Aussehen jedoch europäisch wirkt, abgesehen von der dunklen Hautfarbe. Hier haben sich wohl die weißen Herren eingebracht, zumindest was die Gesichtsform betrifft. Für den europäischen Geschmack sind die Bewohner der Inseln deshalb „schön“, wobei sich das auch relativiert neuerdings – der „American Way“, #Amerikaner#der auch dort adaptiert wurde, hat dafür gesorgt, dass man immer mehr formlose Fettklumpen durch die Straßen wanken sieht, und der Durchschnitt hat ebenso mit Adipositas zu kämpfen wie in Deutschland.
Die Bahamas gehören geografisch auch gar nicht zur „Karibik“, sondern sind Inseln des Atlantik, der Karibik vorgelagert. Weil auf den Bahamas keine Einkommensteuer (!) verlangt wird, hat es einen enormen Zuzug von Banken gegeben, und die Bahamesen sind wohlhabend geworden. Es gibt eine „Einwohner-Kopfsteuer“ und Umsatzsteuer, das ist alles, was der Staat den Bewohnern abnimmt – auch den Neubürgern. Wer 500.000 $ ins Land investiert, und mindestens 4 Wochen dort wohnt kann die Staatsbürgerschaft beantragen und dem Antrag wird im Allgemeinen stattgegeben. So werden die Inseln langsam wieder etwas „weißer“.
Die südliche Lage in den Subtropen bewirkt ein angenehmes Klima das ganze Jahr über, nur die reinen Sommermonate sind für den europäischen Geschmack ein wenig zu heiß – aber, es gibt ja Klimaanlagen. Jedenfalls lässt es sich im „Commonwealth of Bahamas“ recht angenehm leben. Und die Kriminalität? Klar, es gibt Kriminelle, wie überall auf der Welt, nur: Die Bahamas sind sehr „britisch“, also höflich, freundlich und gelassen – da ist die Kriminalitätsrate auch nicht besonders hoch, die Polizisten können es sich leisten, ohne Schusswaffen Dienst zu tun. Nur der Vollständigkeit halber – Amtssprache ist ein gepflegtes Englisch, mit zunehmend amerikanischem Einschlag. Ist halt nicht weit zu den USA …
#Maske#Die Bahamas kennt man meist nur von den Kreuzfahrten auf den monströsen Schiffen, die in der Karibik wie eigene große Städte herumschwimmen und regelmäßig die interessantesten Orte anlaufen. Und an Weihnachten, der Hochsaison der Karibik-Kreuzfahrten, ist der Hafen von Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, ein Pflichtbesuch. Der #Tänzer#Grund: die „Junkanoo-Parade“. Junkanoo (John Kanoo) – für weitere Infos: www.junkanoo.com – war – der Legende nach – ein schwarzer Sklave, in dessen Erinnerung alljährlich die Parade abgehalten wird, mit einem Wettbewerb der Gruppen um die schönste Performance, und das jeweilige Thema ist ein gut gehütetes Geheimnis – für die Kostüme, die Festwagen usw. wird sehr viel Arbeit und Liebe investiert, die arbeiten da praktisch das ganze Jahr daran. Und dann kommt der Tag der Parade: einmal am „Boxing Day“, der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember und an #Tänzer2#„New Years Eve“. Beginn ist etwa 1 bis 2 Uhr Nachts, und dann wird zelebriert bis gegen 11 Uhr mittags. Es ist schon beeindruckend, #Musik#die Musik, die vorbeitanzenden Paraden, die milde Nachttemperatur – nur: Alkohol in der Öffentlichkeit, das geht gar nicht, da verschwindet man ganz schnell in der Zelle, Rauchverbot ist auch überall in öffentlichen Räumen, das muss man schon beachten. Dafür ist das Zuschauen vollkommen kostenlos – man kann Tribünenplätze mieten, aber, es gibt reichlich Platz auch für kostenlose Zuschauerränge. Die Parade zieht traditionell durch die Baystreet und kommt auf der parallelen Straße zurück, die Straßen sind für den Verkehr gesperrt (logisch), und Paradisten tanzen bis sie erschöpft zusammenbrechen, und dann kommen sie beim nächsten Mal zurück in die Reihen. Macht gar nichts, wenn man was verpasst hat – die kommen öfter vorbei und nicht nur einmal.

Wie organisiert man das?
Die Anreise – am besten mit dem Flugzeug, ist kostengünstig und bequem, aber: Direktflüge aus Deutschland gibt es kaum, und wenn, dann zu absurd hohen Preisen. Das liegt, habe ich mir sagen lassen, an den hohen Flugbenzinpreisen in Nassau, da fliegen die Gesellschaften von Florida aus hin (mit volleren Tanks als normal, um auch ohne nachtanken zurückzukommen), der Flug ab Miami oder Fort Lauderdale kostet um 200 $ und dauert mal grade 30 Minuten. Braucht man nur einen Flug von Deutschland nach Miami (Beispiel), der kostet um 400 € (wenn man rechtzeitig bucht) in der Touristclass, Lufthansa bedient Miami von Frankfurt und München aus, von anderen Städten braucht man halt die Zubringerflüge. Kann sein, dass man einen Codeshare-Flug erwischt (United oder US-Air). Für den Weiterflug sollte man eine Nacht in einem Flughafenhotel einplanen, ist angenehmer und kostet nicht die Welt, man kriegt sehr ordentliche Hotels zwischen 50 und 100 $, pro Zimmer, nicht pro Person, das gehört erwähnt, und meistens ohne Frühstück, weil man das im Coffeeshop auch sehr billig kriegt (um die 5 $).
Die Währung der Bahamas ist der „Bahama-Dollar“, die ist aber 1:1 an den US $ gebunden, und meistens zahlt man deshalb auch gleich in US $. Hotels sind preislich „normal“, wobei eine Empfehlung, die Insel „Paradiese Island“ wäre, die ist mit einer Brücke mit der Hauptinsel „New Providence“ (mit der Hauptstadt Nassau) verbunden, und es braucht nur einen Fußmarsch von etwa 30 Minuten um von dem Hotel auf Paradiese Island in die Innenstadt von Nassau zu gelangen. Die Hotels auf Paradise Island stehen in hartem Wettbewerb, da wurden riesige Bettenkapazitäten #Atlantis#geschaffen, das hat die Preise gedrückt. Nobelstes Hotel ist, das 5 – 6* Hotel Atlantis (da gibt’s auch in Dubai eines von der Sorte), das ist aber sehr, sehr groß – so was muss man mögen. Dafür findet man dort ein sensationell gut ausgestattetes Aquarium, in dem es sogar die Aufzucht gefährdeter Meerestiere (z.B. Schildkröten) gibt. Haie aller Art schwimmen da sogar über den Köpfen (die haben einen Glastunnel unter das Aquarium gebaut), da gibt es kaum Vergleichbares weltweit. Nur, das Aquarium kann man (gegen Eintrittsgeld) auch als nicht Atlantisbewohner besuchen.
Ein konkreter Tipp: Das Hotel „Harbourside Resort“ (4*) bietet „all inclusive“ Aufenthalt an, einschließlich alkoholischer Getränke (die sind auf den Bahamas von hervorragender Qualität), und einschließlich Flug von Miami (und natürlich zurück) kostet das in der Hochsaison (also zu Junkanoo) für 4 Nächte 550 € pro Person, ein Preis, bei dem man eigentlich nicht diskutieren sollte (bei www.expedia.de). Länger muss man auch gar nicht auf der Insel bleiben – man kriegt da leicht den Urlaubskoller – und dann kann man sich noch ein paar Tage Florida gönnen, der Ocean Drive in #Ocean Drive#Miami South Beach (Art Deco Viertel) ist auch recht angenehm, und man kann einfach mehr machen in der Großstadt. Ist ja auch ein Erlebnis in einem pittoresken Hotel zu wohnen, in dem schon Filmstars ihre Tage (und Nächte) zugebracht haben (persönlich hab´ ich da den Fiereck getroffen), in direkter Nachbarschaft zum Versace-Anwesen.

Die Hotelpreise sind (bedingt durch den günstigen Dollarkurs) moderat, und wenn man keine zu großen Ansprüche stellt, kriegt man die Übernachtung (pro Zimmer) auch für deutlich unter 100 $.
Ein Leihwagen auf den Bahamas lohnt nicht – die Inseln sind relativ überschaubar, Verkehrsmittel der Wahl ist da das Motorboot. Dafür ist das Auto in Florida ein Muss, ohne geht da gar nichts!

Bahamas und Motorboot: Wenn es zeitlich noch machbar ist, ist eine Tour auf die anderen Inseln mehr als empfehlenswert – da kriegt man intakte Korallenbänke zu sehen, pinkfarbene einsame Strände, einmalige Reptilien, die noch unverändert aus der Saurierzeit stammen, Haie und Rochen in freier Wildbahn, kurz, die Natur ist (noch) intakt dort.

Und wenn es gefällt – die Banken auf den Bahamas bieten einen guten Service, kann man ja auch mal darüber nachdenken – ein Alterssitz, auf dem man keine Sorge haben muss, dass wegen der Steuern das gesparte Geld immer weniger wird …
gh
 

Mit der Harley durch den Wilden Westen

Riding the iron horse…

Amerika – da denkt jeder Motorradfan gleich an die Rote 66, die legendäre Streckte von Chicago durch die Great Plains bis Los Angeles. Nun ja – wenn man´s mal gemacht hat, braucht man das nie wieder. Ist ja, auch mal interessant 2.000 km Schnurgeradeaus, ohne Steigung, zu fahren – nur, sehr spannend ist das nicht.

#USA1#Das erwartet aber den Fan, wenn er in Chicago losfährt, um den Spuren des großen Frauentrecks zu folgen, der diese Strecke berühmt gemacht hat. Da muss man viel Zeit mitbringen und viel Kaffee, damit man unterwegs nicht einnickt …
Wenn man aber konzentriert was erleben will, dort, wo es die Highlights des Wilden Westen gibt, und vor allem wenn man eben wenig Zeit mitbringt, dann kann man das ganz anders angehen.

Hier Vorschläge für Routen, die auch mit knappem Zeitbudget Spaß machen!

Vorschlag 1

Flug nach Albuquerque in New Mexico, Flug z.B. mit Delta oder United, beide haben Kooperationspartner in unterschiedlichen Allianzen; Delta ist mit Air France zusammen, United mit Lufthansa. Da kann man am Vielfliegerprogramm der jeweiligen Allianz kräftig Punkte ernten, die sich dann in Upgrades oder Freiflügen abfeiern lassen. Cave: nur die US-Linien geben reichlich Punkte, die Lufthansa ist sehr knauserig und dann wenn man was haben will für die gesammelten Punkte kriegt man´s nicht. Bei Delta fliegt man zweimal über den Atlantik und hat schon einen Freiflug – da kann man bei LH lange warten …!

In Albuquerque sollte man sich erst mal eine Nacht ein Hotel reservieren – die Motorradverleiher geben keine Maschine heraus, wenn man ohne zu schlafen aus dem Flieger kommt. Ein eigenes Gerät mitbringen ist unsinnig – man muss (aus Sicherheitsgründen) den Tank demontieren, und die Frachtrate ist auch utopisch. Das käme nur infrage, wenn man sehr lange bleiben will – nur, wer hat schon die Zeit dafür?
Also wird man ein Bike mieten. Es empfiehlt sich das von Deutschland aus zu tun, weil dann die europäischen Geschäftsbedingungen gelten – im Streitfall muss man nicht in USA fliegen, das findet dann zuhause statt. Und: Bei Anmietung von hier aus kriegt man bessere Versicherungsbedingungen!
Für Motorräder ist „American Eagle“ erste Anlaufstelle in USA. Die haben in jeder größeren Stadt Anmietstationen und halten hochwertiges und modernes Material vor. Dort kriegt man Harleys der unterschiedlichsten Ausführungen – was anderes als eine Harley Davidson in USA zu bewegen wäre fast ehrenrührig, ist es doch das Kultmotorrad schlechthin.
Und dann hat man das Bike in seinem Besitz. Die Harleys in New Mexico haben wenig Schalldämpfung, da genießt man den kernigen Sound das V-Motors. Und: In den meisten Westernstaaten gibt es (noch) keine Helmpflicht. Die geben einem einen Helm mit, aber fast jeder hängt das Teil irgendwie ans Bike und fährt ohne (Risiko!). Macht einfach mehr Spaß.
Weil die Auslieferung prinzipiell nachmittags stattfindet, sollte man sich für den ersten Tag keine zu große Strecke vornehmen. Realistisches Ziel von Albuquerque aus wäre z.B. Gallup, kurz vor der Grenze nach Arizona. Oder, man macht einen Umweg und reitet kurz hoch nach Santa Fe.
Jedenfalls geht die Tour erst mal nach Westen, nach Arizona#USA3#, und dort zweigt man nicht weit hinter der Grenze ab in den Petryfied Forest National Park – das sollte man sich nicht entgehen lassen. Es ist eine einmalige Konzentration an versteinerten Bäumen, die man da zu sehen bekommt, nebst der „Painted Desert“, geht in einem Aufwasch.
Kommt drauf an, wie man es sich eingeteilt hat – jedenfalls sollte man spätestens in Gallup übernachtet haben. Dann ist man frisch für den NP und kann dann weiter nach Westen fahren, Richtung Grand Canyon, immer entlang der historischen Route 66 – die führt nämlich parallel zur Interstate. #USA10#Da gibt’s immer was zu sehen rechts und links der Straße. Und dann kommt man nach Flagstaff. Jetzt muss man sich entscheiden: rauf zum Grand Canyon oder Richtung Süden. Oder beides, wenn man genug Zeit mitgebracht hat. Besucht man den Grand Canyon, sollte man dort übernachten (am Eingang zum Park gibt’s ein Motel, teuer und eigentlich ungemütlich, besser wäre es auf dem Campingplatz, da muss man halt ein kleines Zelt dabei haben, wäre eh´stilvoller). Sonst hat man nichts davon – eine Fahrt am South Rim ist schon beeindruckend, und man muss Pausen machen, um richtig was zu sehen.
Man kann noch einen kurzen Abstecher entlang der Route 66 machen nach Williams, aber, eigentlich lohnt sich´s nicht. Besser, man wendet sich nach Süden – aber nicht auf die Interstate, sondern parallel Richtung, Sedona und dem Oak Canyon. Kann man nicht verfehlen, Sedona steht fett auf dem Richtungsschild. Die Fahrt durch den Oak Canyon entschädigt für vieles – das ist Wild West Romantik und Fahrspaß vom Feinsten.
In Sedona sollte man unbedingt eine Pause einlegen – der Red Rock Park ist schon sehr sehenswert. Sedona hat sich zu einem Nobelstädtchen entwickelt, sogar mit eigenem Flugplatz.
Die Übernachtungsmöglichkeiten in Sedona sind sehr gut, aber nicht billig. Es gilt – wie generell – das Hotel vorzubuchen, dann bekommt man bessere Preise. Ein Tipp: wenn man eines der handlichen Netbooks dabei hat, kann man das Hotel zuhause in Deutschland buchen. Wie das sein kann? Internet macht´s möglich. Man geht online (kann man in praktisch allen Hotels bzw. Motels problemlos) und logt bei seinem heimischen Reisebüro ein (z.B. www.hotel.de), bucht dort das Hotel (hat den Zusatznutzen, dass europäisches Reiserecht gilt) und hat seine Reservierung sicher. Ganz einfach.
Nach dem Erlebnis, red Rocks geht’s Richtung Phoenix, ist eine langweilige Strecke durch die Wüste, in der zunehmend Kakteen das Bild bestimmen, vorbei an dem hässlichen „Stadt“-Bild (schlimmer als Los Angeles, ein Sammelsurium von „Häusern“ – alles in Leichtbauweise, also Holz mit Pappmachee) runter bis Tucson und dort rein in den Desert Park. Da kann man sehr schön zwischen den Kakteen fahren, die sind locker 5-6 Meter hoch, ein beeindruckendes Panorama: rote Hügel mit den grünen Sequoia drauf.
Was man sich nicht entgehen lassen sollte auf der Tour ist eine Fahrt nach Tombstone, und dort ist der Besuch des Boothill ein Muss. Am Eingang steht, man solle den gebührenden Ernst wahren, da es sich um einen echten Friedhof handelt – fällt nicht leicht, bei Grabinschriften wie „aus Versehen aufgehängt“. Tombstone ist der Ort, in dem die legendäre Schießerei im OK Corral stattfand, in dem der amerikanische Zahnarzt Doc Holiday zusammen mit Wyatt Earp den Bösen den Garaus gemacht hat – findet jeden Tag als Westernshow viel klatschendes Publikum. Wobei zu erwähnen wäre, dass unser Kollege Holiday seinen Lebensunterhalt nicht mit bohren sondern mit Spielen bestritt.
Irgendwo in der Gegend sollte man sein Nachtlager aufschlagen, Motels gibt es ja genug, wenn an auf die Inteerstate fährt.
Der nächste Point of Interset wäre White Sands, eine Gipswüste, also nicht Sand, sondern Gips bestimmt das Bild. Regen gibt’s da keinen, sonst wäre da alles betonhart, aber so …
In der Gegend von White Sands halten die Amis ihre Schießübungen mit Raketen ab, kann sein, dass man Sperrungen der Straße deshalb erlebt. Der NP jedenfalls ist schon sehr sehenswert: Schnee (Gips) weiße Dünen, so weit das Auge reicht, ab und zu am Rand der Düne eine Agave, das war´s.
Von White Sands (wir sind inzwischen wieder in New Mexico, dem bevölkerungsärmsten Staat der USA) fährt man in Richtung Albuquerque, wo die Rundtour endet – Zeitbedarf etwa eine Woche, Fahrstrecke etwa 2000 Meilen – genug Zeit, um alles so richtig zugenießen.

gh