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Kommentar

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Was man nicht darf in Deutschland

 

Der langjährig als Politiker (der SPD!) in Berlin tätige Thilo Sarrazin wurde auf den Posten eines Bundesbankers weggelobt, er passte einfach nicht mehr in die links-linke Koalition von Herrn Wowereit. Nun ist Sarrazin wieder mal über einen flotten Sprich gestolpert ("Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.") der zu einer Rückstufung seiner Kompetenzen bei der Bank geführt hat – er wurde also abgestraft. Zahlreiche Prominente finden das ungerecht, und die Mehrheit der Deutschen findet sowieso, dass Sarrazin Recht habe. Ja, es gibt auch Stimmen, die warnen, dass man doch die Meinungsfreiheit in diesem Lande nicht so bescheiden dürfe, wie es tatsächlich der Fall ist. Alles, was der linken Meinung widerspricht wird niedergemacht, leider, und da bleibt die Meinungsfreiheit eben nun mal auf der Strecke – da stehen auch eigene Erfahrungen des Autors zur Verfügung Beispiel: die Wiedergabe einer Äußerung auf einem wissenschaftliche Kongress (!) für Kinderzahnheilkunde, gemacht von einem der führenden Zahnheilkundler (!) zum Thema Krankheit und Schichtzugehörigkeit (!) wurde so kommentiert, dass der Autor als „brauner Zahnarzt“ denunziert wurde, und das ohne Widerspruch durch irgendjemanden aus den Fach- oder anderen Medien. Dabei haben alle Untersuchungen gezeigt, dass der Zusammenhang evident ist, hoch signifikant sogar – auch das offizielle Survey des RKI-Instituts hat dies so wiedergegeben. Nur, sagen darf man´s trotzdem nicht. Die selbst ernannten Hüter der „sozialen Gerechtigkeit passen da ganz genau auf. Man fükht sich halt der „parteilichen Objektivität“ nach Lesart des Herr Lenin (Wladimir Iljitsch Uljanow war sein richtiger Name) verpflichtet: alles was links ist ist objektiv richtig, basta. Und da kommt es bene gar nicht darauf an, ob das unsinnig wäre oder nicht, links ist die Wahrheit.

Da wurden sich dann die „Volks“-Parteien, dass ihnen die Wähler in Scharen davon laufen. Ja was denn, wenn die sich nur noch um Randgruppen kümmern und das Volk vergessen bzw. nur noch im Namen führen? Eine Volkspartei hat doch gefälligst das Volk zu vertreten, oder etwa nicht? Das Volk wird aber – in breiter Mehrheit – überhaupt nicht wahrgenommen, Volkes Wille wird nicht nur ignoriert, er wird ins Gegenteil verkehrt, und das Volk wird nur noch als Sklavenheer zur Bezahlung der Rechnungen, die ohne Mitwirkung des Volks aufgelaufen sind, ausgenutzt.

Was nun Thilo Sarrazin, unbeirrbarer Sozialdemokrat der alten Schule, also einer, der noch tatsächlich Volkes Interesse im Auge hatte, so an Sprüchen drauf hat, fidnen Sie in der Zitatensammlung unter www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-47442.html

 

 

LA-Dent
Leseranalyse aktuell
 

Die LpA Reichweite der Zeitschriften (LpA bedeutet Leser pro Ausgabe) geht weiter zurück – für die ZM, immerhin Pflichtblatt für jeden Zahnarzt, wurden nur noch 73,2 % gemessen, und die Plätze dahinter sehen dann noch schlimmer aus: Der Freie Zahnarzt hat noch 57,7, dann ZMK mit 45,6, Rang 4 für die DZW mit 44,1 – die ist heftig abgestürzt, Rang 5 und weniger liegen bereits unter 40 %, d.h., die erreichen  mal eben nur etwas mehr als jeden dritten Zahnarzt, oder weniger.
Ähnlich sieht das Bild bei der K1 Reichweite (K1 bedeutet im Grunde K= Kenntnis, d.h., da wird gefragt, ob man die Zeitschrift überhaupt kennt) aus. ZM 81 %, DZW 58,7, knapp dahinter Der freie Zahnarzt (58,2,), gefolgt von ZMK mit 50,7. Der Rest ist Schweigen – die Hälfte bzw. sogar noch weniger Zahnärzte kennen die übrigen Titel überhaupt, oder umgekehrt: etwa ein Drittel scheint nicht mal die ZM zu lesen, die DZW kennt man, liest jedoch nicht jede Ausgabe (anders wären die Diskrepanzen kaum erklärbar zwischen K1 und LpA) und andere zahnärztliche Printausgaben erreichen kaum noch wirklich viele Zahnärzte. Dabei geben befragte Zahnärzte an, sie nutzten zu 63 % (also zu etwa zwei Drittel) bevorzugt Periodika als Informationsquelle, knapp vor Büchern mit 61 %. Jeder zweite Zahnarzt (genau 50 %) bevorzugt Kollegengespräche zum fachlichen Austausch und der Information (das ist ist sehr aufschlussreich, denn es zeigt, wie sehr Empfehlungen der Kollegen beachtet werden), und bereits 43 % nutzen das Internet – hier scheint die Zukunft zu liegen, denn, wenn schon die traditionell auf diesem Gebiet trägen Zahnärzte das World Wide Web so intensiv nutzen (ist ja ganz was anderes, im Internet zu surfen als quasi passiv was zu lesen) zeigt das schon einen allgemeinen Trend, der sich fortsetzen dürfte. Präsenzfortbildung auf Tagungen und Kongressen nutzen nach eigenen Angaben 41 %, und erstaunliche 40 % (!) nutzen Herstellerinformationen und -broschüren als Informationsquelle. Ist zu fragen, wie kritisch/unkritisch da Zahnärzte mit per se Produkt-lastigen Informationen umgehen.                
Ausstellungen und Messen treten in der Bedeutung erwartungsgemäß dagegen in den Hintergrund:(27 %). Audiovisuelle Medien werden zu nur 16 % genutzt – es scheint, dass Zahnärzte eher kommunikativ agieren (Kollegengespräch!) als sich passiv informieren zu lassen (Videofortbildung,  Druckerzeugnisse). Bei den Auswertungen zu Druckerzeugnissen ist ja zu beachten, dass die ZM Pflichtlektüre darstellen, d.h., die ZM kommen einem amtlichen Anzeiger gleich. Und da bleibt jeder dritte Zahnarzt außen vor?!
Es ist den Finanziers der LAdent sehr zu danken, dass sie sich den Kosten und Mühen unterziehen, entgegen vieler Widerstände trotzdem an regelmäßigen Studien festzuhalten. Wie sonnst sollten man das Fortbildungsverhalten der Zielgruppe „Zahnärzte“ kennen lernen? Was uns jetzt noch fehlt, sind Auswertungen der Kammern zu der Art der Fortbildung, mit der die Pflichtpunkte erworben wurden. Da werden dann ja nicht mehr die Druckmedien untersucht (für selbstbestimmtes  Lesen erhält man ja eine Pauschale, das muss man nicht nachweisen(, aber Personalveranstaltungen und audiovisuelles Lernen, dafür gintes Punkte, die man belegen muss, und da wäre es schon aufschlussreich und spannend, zu erfahren, wie das Verhalten der Zahnärzte auf diesem Gebiet ist. Wird noch etwas dauern, bis wir da Zahlen sehen, schließlich ist der erste 5-Jahreszyklus erst im Juli abgeschlossen worden.

Was kann man aus der borliegenden Studie gerausfiltern?
1.    Messen und Ausstellungen bringen wohl letztendlich weniger als sie kosten
2.    hat man einen Zahnarzt überzeugt, gibt’s eine Stafette (man muss also „Meinungsbildner“ besonders beachten)
3.    Kongresse und Tagumgen sind eminent wichtig, w3as die Rolle der Wissenschaft bestärkt
4.    Das Internet ist ein wichtiges und zukünftig immer wirchtigeres Medien für die Information auch der Zahnärzte
5.    Druckerzeugnisse haben nach wie vor einen großen Stellenwert, wenn auch mit abnehmender Bedeutung
Und: es wird wohl Aufgabe der Wissenschaft sein, den Zahnärzten eine Korrektur der Aussagen von Werbebroschüren nahe zu bringen. Die Vergangenheit hat uns ja gelehrt, dass die Werbung in den seltensten Fällen mit der Realität konform geht (Beispiele: „schrumpfungsfreie Konposite“ – da warten wir seit Jahrzehnten drauf, die Werbung verspricht´s, aber, die wissenschaftliche Überprüfung ergibt: Fehlanzeige!), ultraschnell härtende Polymerisationslampen (das hat sich als Unsinn herausgestellt), „biokompatible“ Materialien, die steht mehr Bio drauf als drin ist, Produktentwicklungen, die übe4r das Versuchsstadium nie hinausgekommen sind, aber verkauft wurden (wer erinnert sich noch „Silicoater“?) und vor allem überzogene Indikationen (Beispiel Titan, Zirkon-Keramik, Vector), die von der Wissenschaft nicht gestützt wurden, die Zahnärzte sehr viel Geld gekostet und dem Fortschritt nicht wirklich geholfen hat.
Um es juristisch auszudrücken: der Zahnarzt darf nur bewährte Materialien und Methoden am Patienten einsetzen – die Werbung erwähnt so etwas kaum; oder, haben Sie schon mal gelesen (bei der Auslobung eines neuen Produkts) dass das noch gar nicht wirklich getestet wurde?! Studien mit sehr dünner Teilnehmerzahl und ganz kurzem Zeitrahmen, die reichen einfach nicht, auch wenn das Gasnze vielversprechend aussieht. Welcher Praktiker könnte auh den Wahrheitsgehalt wirklich überprüfen…

Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens

Oder:

Wer von Moral redet hat sowieso keine…

Aktuell haben sie wieder ein Thema: da stellt sich die Ulla Schmidt vor die Kameras und beklagt lautstark, dass (wie es derzeit aktuell diskutiert wird) Ärzte für Überweisungen von Patienten in bestimmte Krankenhäuse4r Geld erhalten. Das sei ungesetzlich, und überhaupt unanständig. Da schmeißt wer mit Steinen uns sitzt selber im Glashaus, Stichwort Dienstwagenaffaire. Da ist sie sich ja gar keiner Schuld bewusst, weil´s ja alle so machen. Da hat sie Recht, Politiker bedienen sich im Selbstbedienungsladen „Staat“ nach Belieben (die legen ja auch selber ihre Bezüge fest, nebst Altersgeld und anderer Privilegien. Und kommen sich dabei so richtig arm vor – weil, einer wie der Chef von dem Pleiteunternehmen Arcandor nimmt nach 6 Monaten Tätigkeit mal so eben 15 Millionen € Abfindung mit, zusätzlich zu der reichlich Asche, die in dem halben Jahr auch schon eingesteckt hat. Da kann kein Politiker mithalten, und andere Manager haben´s ja schon vorgemacht, Beispiel HRE: erst das Ding in den Sand setzen und dann noch rasch abzocken.

Und die Eignerin von Quelle (ist ja Teil von Arcandor)? Die hat ihre unternehmerische Verantwortung ernst genommen und hat fast ihr ganzes Privatvermögen zur Rettung des Versandhauses eingeracht, bloß, danken tut´s ihr niemand, die hat man sogar noch öffentlich lächerlich gemacht. Es glaubt halt keiner mehr an Moral in diesem Land – und warum? Weil man die abgeschafft hat!

Politiker haben ein „Ehrenamt“ inne, hat man vergessen, aber, so ist es. Die Apanage, die ihnen zufließt, sollte eher eine Aufwandsentschädigung sein als ein echter Lohn. So war´s zumindest ursprünglich. Dann hat das Verfassungsgericht schon mal geurteilt, das sei ja so eigentlich nicht haltbar, weil, wenn man Politiker nicht anständig bezahlt, dann machen sie auch keine anständige Arbeit. Stimmt. Nur: wenn man anfängt, die Politik zu ökonomisieren, will heißen, den Politiker umzustylen zu einem Homo ökonomicus, dann entläßt man ihn/sie folgerichtig aus der moralischen Verantwortung. Dann streben unsere Volksvertreter nach Geld, immer noch mehr Geld – können wir ja täglich beobachten, woebi Privilegien, wie kostenfreie Flüge, Dienstwagen, usw. ja auch als „Geld“ anzusehen sind.

Und jetzt kommen wir zu den Ärzten:Die hatten ursprünglich auch ein „Ehrenamt“, daher noch das „Honorar“, ein „Ehrensold“, also keine echte Bezahlung. Da konnte man mit Recht Moral verlangen. Und wie für Politiker muss auch für Ärzte gelten, dass der Ehrensold so bemessen sein muss, dass keine wirtschaftlichen Zwänge auftreten können. Ärzte sollten ebenso wie Politiker unabhängig von Gewinnstreben Entscheidungen treffen (können). Zumindest in der Theorie.

Und dann haben sie angefangen, die Gesundheitsversorgung zu ökonomisieren: steht sogar im Gesetz, dass Mediziner nach ökonomischen Prinzipien handeln sollen. Viele Kollegen verweigern dieser Aufforderung den Gehorsam, die wollen nur den Menschen, den Patienten, helfen, und der bürokratische und ökonomische Aufwand ist ihnen ein Gräuel. Die kommen der Politik gerade Recht, sind sie doch willige Opfer einer moralisierenden Gesellschaft, die für sich selber keine Moralprinzipien gelten lässt (da betrügt Jeder Jeden, so gut es nur geht). Nur, von anderen wird verlangt, dass die „Moral“ gelten soll – ist wie beim Sex: wer besonders häufig ins Bordell geht regt sich besonders über die Nutten in der Nachbarschaft auf. Bigotte Verhaltensweisen sind nicht neu, die gab´s schon immer. Und wenn jetzt Ärzte den ökonomischen Auftrag ernst nehmen und zusehen, das maximale herauszuschlagen, dann ist das Geschrei groß. Vielleicht mag man halt eine letzte Bastion der Moral erhalten, nämlich selbstlos handelnden Arzt. Den Politiker glaubt man die Selbstlosigkeit schon lange nicht mehr. Schöne Idee – nur, wie soll´s funktionieren? Wenn Ärzte ökonomisch unter Deruck kommen – und das ist ja keine Seltenheit mehr heutzutage -, dann handeln sie eben ökonomisch, und wenn´s sein soll, indem sie gefakte Rezepte zusammen mit dem Apotheker zu Lasten der Kassen ausstellen, oder eben Provisionszahlungen der Krankenhäuser annehmen. Zu solchen Geschäften gehören ja immer mindestes zwei, hier sind die Krankenhausmanager (die müssen ja auch ökonomisch handeln, und die sind meist keine Ärzte!) die großen Versucher. Die wollen (es gibt ja das „Komplexhonorar“ für Krankenhausleistungen, natürlich möglichst Patienten, die wenig kosten aber viel einbringen (das sollen sie kraft Gesetz ja auch, sonst hätte man sich das Komplexhonorar, das ausdrücklich der ökonomischen Verbesserung dienen soll, ja sparen können), und über Provisionszahlungen an einweisende Ärzte lässt sich das treffsicher steuern. Da braucht sich niemand darüber aufzuregen: wer solche Instrumente schafft, wie wir sie in der GKV zuhauf vorfinden, muss doch damit rechnen, dass das solche Folgen hat! Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens hat Nebenwirkungen, hätte man bedenken sollen, als man´s angefangen hat…

Wie heißt es doch? Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein? Kann man so interpretieren: wer nach Moral schriet, der soll erst mal selber welche vorzeigen – und da wird man sich schon hart tun in diesem Land, um da einen echten „Heiligen“ zu finden!

 

Und nun was ganz ernstes: auch wenn´s den Moralisten nicht schmecken mag – das mit den Provisionszahlungen ist sogar noch wirtschaftlich sehr vernünftig! Warum? Ganz einfach. Das Krankenhaus bekommt eine Pauschale für eine bestimmte Krankheit („Komplexhonorar“) und muss zusehen wie es damit zu Recht kommt. Der Kassenarzt bekommt ebenfalls eine Pauschale (pro Patient pro Quartal). Nun ist der Arzt ja viel billiger als das Krankenhaus – was liegt da näher (um Kosten einzusparen) asl ein Deal zwischen Krankehaus und Arzt dergestalt, dass Patienten möglichst nur kurz im Krankenhaus verweilen (das spart enorm!) und ein Großteil der Nachsorge findet dann beim Arzt statt, Und weil der eigentlich viel zu wenig von der Kasse kriegt und deshalb normale4rweise gar kein Interesse daran hat, einen Patienten so früh wieder aufzunehmen, zahlt die Klinik eben was extra. Damit ist doch allen gedient: der Arzt kommt besser zu Recht, das Krankenhaus auch, und letztlich ist auch der Steuerzahler gut bedeint, weil die Klinik jetzt weniger Defizit macht und weniger aus dem Staatsäckel zugeschossen werden muss. Und den Patienten kann´s schon gar egal sein, weil, die kriegen ja ihre Behandlung!

 

Kann man weiter folgern: die Moralapostel haben nicht nur selber keine Moral, sie können auch nciht rechnen!

 

gh

 

 

 

 



Und, was folgern wir daraus? Die derzeitigen Gesundheitsförderprogramme wenden sich argumentativ an Menschen mit einem Mindestmaß an Bildung – man erklärt, argumentiert, und man appelliert. Ganz nach den regeln der Verhaltenstherapie, die an Studenten (!) entwickelt wurde. Das funktioniert aber nicht bei Bildungsfernen, das ist längst bei den Verhaltensforschern bekannt, hat sich aber leider bei Politikern und Medienvertretern noch nicht herumgesprochen, weshalb es immer noch – entgegen jeglichem Sachverstand – Stimmen gibt, die einer Neuausrichtung verweigern. Dadurch wird den Betroffenen jedoch ein Bärendienst erwiesen: sie werden nicht gesünder (wie den auch) und es werden wirtschaftliche Ressourcen, die an anderer Stelle dringend gebraucht würden, einfach sinnlos für untaugliche Programme vergeudet.

Insbesondere in der Zahnmedizin haben wir doch seit Jahrzehnten alle Beweise: je niedriger die Bildung, desto schlechter die Zähne, und unsere Präventionsprogramme wirken auch nur bei Gebildeten.

Deshalb ist zu fordern: Es ist eine Anpassung an die aktuellen Erkenntnisse vorzunehmen, es sind Programme zu entwickeln, die eine verbesserte Wirksamkeit zeigen. Ansätze dazugibt es (Beispiel Ärztepräsident Berlin), Vorschläge dazu sollten vernünftig diskutiert und nicht gleich kategorisch abgeurteilt werden. Als Arzt weiß man nämlich: Ideologie hilft wenig – nur wer sich am Erfolg messen lässt, hat langfristig recht!

 

gh




Sozialstaat Deutschland

Wie lange noch?

 

Die Bundesregierung meldet Sozialausgaben von insgesamt 754 Milliarden € – in DM sind das etwa 1,5 Billionen. Seit der Umstellung DM/€ hat´s ja keine gravierenden Einkommenszuwächse gegeben, da wäre es schon gut, sich die Irrsinnszahl 1,5 Nillionen mal durch den Kopfe gehen zu lassen. Nur optisch sieht es nicht ganz so furchtbar aus, weil eben in Euro nur die halbe Zahl da steht. Die Sozialtransfers betragen mittlerweile etwa ein Drittel der wirtschaftlichen Gesamtleistung. Diese Gesamtleistung muss man auch genauer anschauen: es handelt sich um die Gesamtsumme aller Waren- und Dienstleistungen; da wird, wenn man es recht überlegt, vieles mehrfach gezählt, weil ja z.B. ein Handel immer zwei Partner hat, und beide tragen zum Gesamtergebnis bei, obgleich ja dabei nichts neues erschaffen wurde. Realistischer wäre es, nur die Industrie- und Agrarproduktion in die Rechnung aufzunehmen, weil Dienstleistung ein zu schwammiges Feld ist – nehmen wir nur die Banken mit ihrer Krise, deren Gewinne (und späteren Verluste) wurden ja auch in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung einbezogen, obgleich auf mehr als tönernen Füßen basierend. Sieht also insgesamt vermutlich noch düsterer aus. Weshalb düster? Nun: in den nächsten zwei Jahren wird Deutschland einen Verschuldungsberg von 80 Prozent der wirtschaftlichen Gesamtleistung aufgebaut haben, so die Bundesregierung in ihren eher optimistischen Prognosen. Alleine der Schuldendienst dafür wird, eine wohl als sicher anzunehmende Anhebung des Zinsniveaus in die Größenordnung zwischen 5 und 10 Prozent vorausgesetzt, zwischen 5 und 10 Prozent der Gesamtleistung (!) nur an Zinsen verschlingen, bei sehr geringer Tilgung von nur ein Prozent, was eine Laufzeit von annähernd 50 Jahren voraussetzen würde. Da darf aber dann gar nichts dazwischenkommen. Wie soll das noch gestellt werden? Geht doch gar nicht, selbst unerschütterliche Optimisten müssen da Probleme sehen. Nur, wo bitte soll das Staatswesen denn sparen, wenn nicht am größten Ausgabenblock? Steuererhöhungen, so sicher die nach der Wahl kommen werden, sind auch kein Allheilmittel, weil sie ja die wirtschaftliche Gesamtleistung nicht vergrößern. Es ist ja heute schon so, dass der normale Arbeitnehmer etwa 50 Prozent seines Bruttolohns an den Staat abführt, und wenn man das korrekt rechnet und die Sozialleistungen der Arbeitgeber, die ja auch nicht aus der Geldpresse bezahlt werden sondern von den Arbeitern selbst erwirtschaftet werden müssen, dann sind wir schon bei einer Abgabenlast jenseits von gut und böse, da kommen wir auf gut und geren zwei Drittel. Und das Ganze wird ja noch verschärft: immer mehr Rentner, denen man sich nicht traut die Rente zu kürzen, müssen von immer weniger Werktätigen finanziert werden, wobei die Qualität der Arbeit auch noch abnimmt – immer mehr Hochqualifizierte verlassen das sinkende Schiff, mit unabsehbaren Folgen für die Konkurrenzfähigkeit des Standorts Deutschland. Was die Autokrise langfristig bedeutet wird man noch mit Erschrecken zur Kenntnis nehmen müssen. Denn, das ist die letzte Schlüsselindustrie mit vielen Arbeitsplätzen, über die Deutschland noch verfügt und in der man eine Führungsrolle hatte. Die meisten anderen Industriezweige, auf die man sich einmal gestützt hat, sind verloren gegangen: die Uhrenindustrie, die Textilindustrie, die Photoindustrie, der Schiffbau und die Stahlindustrie sowie der Bergbau, um nur einige wenige zu nennen. Klar, es gibt noch vereinzelt Textilunternehmen, es gibt sogar noch Stahlwerke – nur, die Zahl der Arbeitsplätze dort ist drastisch zurückgegangen, ein Großteil der Industrieanlagen wurde an China verkauft, oder andere aufstrebende Länder. Was das bedeutet, sehen wir an den Arbeitslosenzahlen, die, wenn wir ehrlich sind, nie wirklich abgenommen haben. So melden die Institute etwa 8 Millionen „Arbeitnehmer“ mit Minibezahlung, dazu kommen die „Selbständigen“ mit einem Einkommen an der Sozialhilfegrenze, alles eigentlich Arbeitslose, die man der Optik wegen nicht mitzählt; und nimmt man noch die Vielen, die in „Umschulungen“ stecken, so schaut´s noch düsterer aus. Immer mehr Menschen arbeiten zu einem Arbeitsentgelt, das nicht höher ist als die Sozialhilfe. Nur, die zahlen keine oder nur minimale Abgaben und erhalten doch die volle Absicherung (Beispiel Krankenkasse). Damit wird die finanzielle Decke der Sozialsysteme immer dünner – wie soll man das noch in den Griff kriegen? Steuererhöhungen für Reiche? Warum hört man dann nichts von den Erfolgen der „Reichensteuer“? Weil da nichts zählbares in die Kasse kommt, es wird wieder an der Mittelschicht hängen bleiben. Nur, wie die letzten verbliebenen Leistunsträger das stemmen sollen, bleibt wohl ein Rätsel. Muss man mal bedenken: der Sozialstaat wird derzeit nur noch über Neuschulden finanziert – und wo soll das Geld herkommen, um das zurückzuzahlen oder auch nur den status quo aufrechtzuerhalten? Wenn absehbar die Hälfte der wirtschaftlichen Gesamtleistung für Sozialausgaben und die davon ausgelösten Schulden draufgehen?! Leute, zieht euch warm an, es wird kälter in Deutschland, auch wenn man aktuell so gerne über „soziale Wärme“ reden mag!


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Emotio contra ratio -
die unendliche Geschichte

Die meisten Entscheidungen trifft der Mensch unterbewusst, aus der Emotion heraus, und nicht nach reiflicher Überlegung, also rational. Dabei wird dieses Verhalten gerne „rationalisiert“, d.h., man sucht hinterher rationale Gründe für das emotionale Verhalten, man will sich eben nicht eingestehen, dass man emotional entschieden hat. Dies trifft auch und insbesondere für ärztliche Entscheidungen zu, viel mehr, als man glaubt. Dazu gibt es statistisches Material in Fülle, und deshalb wurden auch die Prinzipien der !“EBM“, Evidence Based Medicine“ entwickelt. Ärzte und Zahnärzte sollen sich in ihren Entscheidungen nicht auf „Erfahrung“ (ein anderes Wort für Gefühl, wenn man ehrlich ist) sondern auf möglichst objektive wissenschaftliche Erkenntnisse stützen. Das ist gar nicht so einfach – wer will und kann tatsächlich all das, was an Wissenschaft, ausgedrückt durch Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Studien, produziert wird, permanent in sich aufnehmen und vor allem auch in die tägliche Routine einbeziehen? Es braucht zur Vereinfachung „Transformatoren“, die Wissenschaft kurz und knapp in Handlungsanweisungen übersetzen – dies wäre die originäre Aufgabe der Fachmedien sowie der Fortbildungskurse. Untersucht man jedoch die Medien genauer muss man feststellen, dass genau dies nicht bzw. ungenügend angeboten wird. Man findet zwar ausgewählte Publikationen aus der Wissenschaft, eine Zuordnung findet jedoch kaum statt. So kann der Leser nur schwer beurteilen, wie sich die Erkenntnisse auf seine Arbeit auswirken sollten. Überdies hat die werbende Wirtschaft einen sehr großen Einfluss auf die Inhalte – kritische Stimmen werden generell unterdrückt. Dies ist in anderen Ländern anders geregelt – Beispiel USA. Da wäre es heute unvorstellbar dass z.B. eine Studie zu einem Material einfach so publiziert wird, ohne dass ein Board von Wissenschaftlern diese auf Korrektheit geprüft hätte, und eine begleitende Werbung wäre definitiv ausgeschlossen – ganz das Gegenteil zu den Verhältnissen in Deutschland. Dabei wäre eine korrektere Vorgehensweise für keinen der Beteiligten von Nachteil, denn letztendlich setzt sich immer das bessere durch. Es hat nur einen Beigeschmack von Manipulation, wenn Studien mit Fallzahlen von kaum über 10 mit sehr positivem Ergebnis veröffentlicht werden und auf der gleichen Seite oder zumindest im der gleichen Ausgabe eine bezahlte Werbung des Unternehmens, dessen Produkt da untersucht wurde, steht. Es gibt auch zu denken, wenn man vergleichende Studien zu mehreren Produkten liest und feststellen muss, dass da stets ein anderes Produkt am besten abschneidet. Zum Grübeln sollte es einen auch bringen, wenn im kleinen Kreis von Wissenschaftlern die Allergenität von Kunststoffen mindestens gleich hoch wie die von Amalgam beurteilt wird, man dazu aber nie etwas in den Fachmedien lesen kann – ebenso macht es Kopfschmerzen, wenn bestimmte Studien nur noch im Ausland veröffentlicht werden (z,B. zur Plaqueaffinität von Kompositen), hierzulande jedoch nicht.
Neutrale Redaktion sähe anders aus. Wenn nun diese möglicherweise produktlastigen Studien zur Grundlage von Entscheidungen gemacht werden ist das schädlich für die Therapie – im Bereich Allgemeinmedizin wird dies öffentlich ausgiebig diskutiert, in der Zahnheilkunde nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit (und da sind die Praktiker ebenfalls als Öffentlichkeit anzusehen). So werden Techniken und Materialien in den Markt gedrückt, die bei nüchterner Betrachtungsweise und unter Kenntnis aller Fakten kaum gekauft würden. Verschärft wird die Situation durch Bezüge zur emotionalen Ebene: da wird an alte Erfahrungen angeknüpft (z.B. stopfbares Komposit in Anlehnung an Amalgam, wobei die „Bulk“-Füllung zumindest von seriösen Wissenschaftlern strikt abgelehnt wird, da werden „Bio“-Legierungen angeboten, deren „Bio“-Eigenschaften mit sehr dubiosen Messmethoden belegt werden, und so weiter). Insbesondere die „Einfachheit“ der Anwendung wird gerne und ausgiebig dargelegt, wobei bei genauerem Hinsehen eher das Gegenteil der Fall ist. Der Gipfel ist das Versprechen eines schrumpfungsfreien Kompositmaterials, mit dem seit Jahrzehnten ebenso beharrlich wie falsch geworben wird. Alles, was derzeit erhältlich ist, schrumpft. Außer Amalgam. Schmalz, Regensburg, bezeichnete anläßlich der IADR-Tagung in München Amalgam als „das beste Füllungsmaterial“, die DGZ veröffentlichte einen Freispruch für dieses Material „wegen erwiesener Unschuld“ – das kann man jetzt zulassen, weil eine Renaissance des Amalgams ausgeschlossen werden kann. Wiederr mal: Ratio zählt nicht, die Emotion hat gewonnen.
Es ist auch bedenklich, wenn Werbung für zahnärztliche Materialien mit nackten Frauenbildern daherkommt. Es ist doch offensichtlich, dass hier nicht die Ration sondern die Emotio angesprochen werden soll – wie ees Werbestrategen schon immer postulierten: „Sex sells“. Autos oder Reifen („Pirelli“) haben ja auch überhaupt nichts mit halbnackten frauenkörpern zu tun, trotzdem wird damit geworben.
A props Auto: das Eöektroaito gilt inzwsichen ja auch als der Weisheit letzrter Schluss. Aber: nur, weil dabei der Dreck nicht direkt aus dem Auspuff kommt, heißt das doch noch lange nicht, dass das umweltfreundlich wäre. Da müsste man schon Überlegungen zur ökologischen Gesamtbilanz anstellen. Und die sieht dann so aus: wegen des steigenden Strombedarfs schon heute (also noch ohne Elektroautos) will man in Deutschland neue Stromkraftwerke bauen, für die als Primärenergei Braunkohle eingesetzt werden soll. Die EU will das verhindern wegen Umweltbedenken – denn: bei der Verstromung von Primärenergei wird der Dreck eben nicht verhindert, sondern nur an anderer Stelle in die Luft geblasen. Interessiert aber keinen – weil: die Emotion („saubere Autos“) wieder mal über den Verstand siegt.
Wie überall im Leben gilt also auch hier: Wissen ist die Basis guter Entscheidungen, und Wissen muss man sich mühsam und langwierig aneignen. Das kriegt man ncith geschenkt, schon gar nicht dadurch, dass man die Lerninhalte in den Schulen einfach herabsetzt und Jedem dann ein Abschlusszeugnis in die Hand drückt. „Gerechter“ wird’s dadurch jedenfalls nicht, lediglich das geistige Niveau sinkt. Wieder mal nur emotional, nicht rational gehandelt.
Nun kann selbst bei bestem Willen keine Ausbildung jemanden so mit Wissen ausstatten dass es ein Leben lang reichen würde. Dies gilt insbesondere für den (zahn)ärztlichen Berufsstand. Als Arzt oder Zahnarzt muss ich lebenslang weiter lernen – die rasche Wissensvermehrung, die Forschung und Entwicklung, fordert das.
Deshalb ist die seriöse Fortbildung so eminent wichtig, wobei es dringend zu empfehlen ist, die wichtigen wissenschaftlichen Tagungen regelmäßig in das eigene Fortbildungsprogramm einzubeziehen. Daneben sidn „Hand-on“-Kurse sinnvoll, in denen Praktiker ihre Fähigkeiten und Tipps weitergeben können – der gesunde Mix macht´s letztlich, was zu Qualität führt.
Unter diesen Gesichtspunkten suchen wir beim Deutschen Dental Kolleg unsere Themen und Referenten zusammen – der Zahnarzt in der Praxis oll so objektiv wie irgend möglich informiert werden. In diesem Zusammenhang dringen wir auch darauf, regelmäßig die Tagungsberichte im Dental Observer abzurufen. Tagungsberichte sind aufwändig – deshalb iost es sinnvoll, solche Berichte in digitaler Form anzubieten. Dann kann jeder Zahnarzt sich nur das herunterladen und ausdrucken, was ihn speziell interessiert. Wir wissen ja alle, dass der Zuwachs an wissen bzw. die Zahl wissenschaftlicher Studien inzwischen so gewaltig ist, dass es keinen Sinn macht, alles in gedruckter Form zu verarbeiten, das würde jeglichen Rahmen sprengen.
 

Emotio contra ratio -
die unendliche Geschichte

Die meisten Entscheidungen trifft der Mensch unterbewusst, aus der Emotion heraus, und nicht nach reiflicher Überlegung, also rational. Dabei wird dieses Verhalten gerne „rationalisiert“, d.h., man sucht hinterher rationale Gründe für das emotionale Verhalten, man will sich eben nicht eingestehen, dass man emotional entschieden hat. Dies trifft auch und insbesondere für ärztliche Entscheidungen zu, viel mehr, als man glaubt. Dazu gibt es statistisches Material in Fülle, und deshalb wurden auch die Prinzipien der !“EBM“, Evidence Based Medicine“ entwickelt. Ärzte und Zahnärzte sollen sich in ihren Entscheidungen nicht auf „Erfahrung“ (ein anderes Wort für Gefühl, wenn man ehrlich ist) sondern auf möglichst objektive wissenschaftliche Erkenntnisse stützen. Das ist gar nicht so einfach – wer will und kann tatsächlich all das, was an Wissenschaft, ausgedrückt durch Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Studien, produziert wird, permanent in sich aufnehmen und vor allem auch in die tägliche Routine einbeziehen? Es braucht zur Vereinfachung „Transformatoren“, die Wissenschaft kurz und knapp in Handlungsanweisungen übersetzen – dies wäre die originäre Aufgabe der Fachmedien sowie der Fortbildungskurse. Untersucht man jedoch die Medien genauer muss man feststellen, dass genau dies nicht bzw. ungenügend angeboten wird. Man findet zwar ausgewählte Publikationen aus der Wissenschaft, eine Zuordnung findet jedoch kaum statt. So kann der Leser nur schwer beurteilen, wie sich die Erkenntnisse auf seine Arbeit auswirken sollten. Überdies hat die werbende Wirtschaft einen sehr großen Einfluss auf die Inhalte – kritische Stimmen werden generell unterdrückt. Dies ist in anderen Ländern anders geregelt – Beispiel USA. Da wäre es heute unvorstellbar dass z.B. eine Studie zu einem Material einfach so publiziert wird, ohne dass ein Board von Wissenschaftlern diese auf Korrektheit geprüft hätte, und eine begleitende Werbung wäre definitiv ausgeschlossen – ganz das Gegenteil zu den Verhältnissen in Deutschland. Dabei wäre eine korrektere Vorgehensweise für keinen der Beteiligten von Nachteil, denn letztendlich setzt sich immer das bessere durch. Es hat nur einen Beigeschmack von Manipulation, wenn Studien mit Fallzahlen von kaum über 10 mit sehr positivem Ergebnis veröffentlicht werden und auf der gleichen Seite oder zumindest im der gleichen Ausgabe eine bezahlte Werbung des Unternehmens, dessen Produkt da untersucht wurde, steht. Es gibt auch zu denken, wenn man vergleichende Studien zu mehreren Produkten liest und feststellen muss, dass da stets ein anderes Produkt am besten abschneidet. Zum Grübeln sollte es einen auch bringen, wenn im kleinen Kreis von Wissenschaftlern die Allergenität von Kunststoffen mindestens gleich hoch wie die von Amalgam beurteilt wird, man dazu aber nie etwas in den Fachmedien lesen kann – ebenso macht es Kopfschmerzen, wenn bestimmte Studien nur noch im Ausland veröffentlicht werden (z,B. zur Plaqueaffinität von Kompositen), hierzulande jedoch nicht.
Neutrale Redaktion sähe anders aus. Wenn nun diese möglicherweise produktlastigen Studien zur Grundlage von Entscheidungen gemacht werden ist das schädlich für die Therapie – im Bereich Allgemeinmedizin wird dies öffentlich ausgiebig diskutiert, in der Zahnheilkunde nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit (und da sind die Praktiker ebenfalls als Öffentlichkeit anzusehen). So werden Techniken und Materialien in den Markt gedrückt, die bei nüchterner Betrachtungsweise und unter Kenntnis aller Fakten kaum gekauft würden. Verschärft wird die Situation durch Bezüge zur emotionalen Ebene: da wird an alte Erfahrungen angeknüpft (z.B. stopfbares Komposit in Anlehnung an Amalgam, wobei die „Bulk“-Füllung zumindest von seriösen Wissenschaftlern strikt abgelehnt wird, da werden „Bio“-Legierungen angeboten, deren „Bio“-Eigenschaften mit sehr dubiosen Messmethoden belegt werden, und so weiter). Insbesondere die „Einfachheit“ der Anwendung wird gerne und ausgiebig dargelegt, wobei bei genauerem Hinsehen eher das Gegenteil der Fall ist. Der Gipfel ist das Versprechen eines schrumpfungsfreien Kompositmaterials, mit dem seit Jahrzehnten ebenso beharrlich wie falsch geworben wird. Alles, was derzeit erhältlich ist, schrumpft. Außer Amalgam. Schmalz, Regensburg, bezeichnete anläßlich der IADR-Tagung in München Amalgam als „das beste Füllungsmaterial“, die DGZ veröffentlichte einen Freispruch für dieses Material „wegen erwiesener Unschuld“ – das kann man jetzt zulassen, weil eine Renaissance des Amalgams ausgeschlossen werden kann. Wiederr mal: Ratio zählt nicht, die Emotion hat gewonnen.
Es ist auch bedenklich, wenn Werbung für zahnärztliche Materialien mit nackten Frauenbildern daherkommt. Es ist doch offensichtlich, dass hier nicht die Ration sondern die Emotio angesprochen werden soll – wie ees Werbestrategen schon immer postulierten: „Sex sells“. Autos oder Reifen („Pirelli“) haben ja auch überhaupt nichts mit halbnackten frauenkörpern zu tun, trotzdem wird damit geworben.
A props Auto: das Eöektroaito gilt inzwsichen ja auch als der Weisheit letzrter Schluss. Aber: nur, weil dabei der Dreck nicht direkt aus dem Auspuff kommt, heißt das doch noch lange nicht, dass das umweltfreundlich wäre. Da müsste man schon Überlegungen zur ökologischen Gesamtbilanz anstellen. Und die sieht dann so aus: wegen des steigenden Strombedarfs schon heute (also noch ohne Elektroautos) will man in Deutschland neue Stromkraftwerke bauen, für die als Primärenergei Braunkohle eingesetzt werden soll. Die EU will das verhindern wegen Umweltbedenken – denn: bei der Verstromung von Primärenergei wird der Dreck eben nicht verhindert, sondern nur an anderer Stelle in die Luft geblasen. Interessiert aber keinen – weil: die Emotion („saubere Autos“) wieder mal über den Verstand siegt.
Wie überall im Leben gilt also auch hier: Wissen ist die Basis guter Entscheidungen, und Wissen muss man sich mühsam und langwierig aneignen. Das kriegt man ncith geschenkt, schon gar nicht dadurch, dass man die Lerninhalte in den Schulen einfach herabsetzt und Jedem dann ein Abschlusszeugnis in die Hand drückt. „Gerechter“ wird’s dadurch jedenfalls nicht, lediglich das geistige Niveau sinkt. Wieder mal nur emotional, nicht rational gehandelt.
Nun kann selbst bei bestem Willen keine Ausbildung jemanden so mit Wissen ausstatten dass es ein Leben lang reichen würde. Dies gilt insbesondere für den (zahn)ärztlichen Berufsstand. Als Arzt oder Zahnarzt muss ich lebenslang weiter lernen – die rasche Wissensvermehrung, die Forschung und Entwicklung, fordert das.
Deshalb ist die seriöse Fortbildung so eminent wichtig, wobei es dringend zu empfehlen ist, die wichtigen wissenschaftlichen Tagungen regelmäßig in das eigene Fortbildungsprogramm einzubeziehen. Daneben sidn „Hand-on“-Kurse sinnvoll, in denen Praktiker ihre Fähigkeiten und Tipps weitergeben können – der gesunde Mix macht´s letztlich, was zu Qualität führt.
Unter diesen Gesichtspunkten suchen wir beim Deutschen Dental Kolleg unsere Themen und Referenten zusammen – der Zahnarzt in der Praxis oll so objektiv wie irgend möglich informiert werden. In diesem Zusammenhang dringen wir auch darauf, regelmäßig die Tagungsberichte im Dental Observer abzurufen. Tagungsberichte sind aufwändig – deshalb iost es sinnvoll, solche Berichte in digitaler Form anzubieten. Dann kann jeder Zahnarzt sich nur das herunterladen und ausdrucken, was ihn speziell interessiert. Wir wissen ja alle, dass der Zuwachs an wissen bzw. die Zahl wissenschaftlicher Studien inzwischen so gewaltig ist, dass es keinen Sinn macht, alles in gedruckter Form zu verarbeiten, das würde jeglichen Rahmen sprengen.
 

 

 Die Bosse kassieren – und wir verlieren …

Ist schon aufschlussreich – nachdem es jahrzehntelang ein Geheimnis war, wie viel unsere Bosse (die KZV- und KV-Vorstände) so an „Aufwandsentschädigung“ erhalten, wurden wegen des § 79 SGB V nun zum 1. März, also präzise im Gesetz zum vorgeschriebenen Zeitpunkt (nachzulesen z.B. in ZM 5B) Zahlen genannt. Als Zahnarzt in der Praxis kann man da nur staunen: Da bekommt der KZV-Bundesvorsitzende sage und schreibe 233.578 € im Jahr, zuzüglich Sozialleistungen, und ein KZV-Vorsitzender (z.B. Bayern) kriegt auch noch 201.000 € jährlich, zuzüglich zu den Praxiseinnahmen, versteht sich und Regelungen für Zahlungen nach dem Ausscheiden aus dem Amt. Nun ja, könnte man meinen, sind ja nicht so gar Viele – aber hallo, da gibt es ja noch die Vorstandmitglieder und deren Stellvertreter, und die langen auch kräftig hin (bei der Bundes-KZV 222.961 €), und all das bezahlt der Kassenzahnarzt mit seiner „Verwaltungsgebühr“, die ihm vom Honorar abgezogen wird.
Und dann gibt’s ja auch noch die Kassenbosse, die in gleicher Dimension abzocken. So kriegt der Chef der Technikerkasse (TKK) 245.781,18 € jährlich, natürlich zuzüglich noch großzügigerer Sozialleistungen, und auch die AOK-Bosse wollen da nicht zurückstehen: Der Chef der AOK Bayern verdiente 2008 176.000 €, das war ein Plus gegenüber dem Vorjahr von satten 13 Prozent. Nur, auch Kassenbosse gibt es viele – alleine 15 AOK-Chefs, 9 Bosse der Ersatzkassen, 14 Innungskrankenkassen und hunderte Betriebskrankenkassen. Deren Einkommen wird aus Beiträgen der Pflichtversicherten bezahlt – aber, letztendlich zahlt das auch der (Zahn) Arzt, weil ja angeblich viel zu wenig Geld zum Verteilen da ist. Man kann die Honorare nicht aufstocken, so das Argument, weil sonst die Beiträge über Gebühr angehoben werden müssten.
Nun stellt sich die Frage, wofür sind die Beiträge eigentlich da? Richtig, damit sollen Arzt- und Zahnarztkosten finanziert werden. Nur, wenn die Kassen- und KV-Bosse immer mehr vom Kuchen abschneiden, bleibt für die (Zahn)Ärzte am Ende immer weniger übrig, einfache Logik.
Nun könnte man ja meinen, die Bosse leisteten eine Arbeit, die irgendwie für mehr Geld in der Kasse sorgt und so das zu verteilende Volumen vermehrt – nur, wie soll das denn gehen? Die Beitragshöhe ist gesetzlich festgeschrieben, ebenso sind die Leistungspositionen gesetzlich geregelt. De facto haben wir also schon längst eine „Einheitskasse“, mit einheitlichen Beiträgen und einheitlichen Sachleistungen. Ja, was leistet dann so ein Kassenvorstand eigentlich noch? Kostenkontrolle? Geht ja nur bei den Kassenangestellten – nur, die kriegen ja auch jährlich ein sattes Plus, da sorgt schon die Gewerkschaft dafür. Also, wo liegt das finanzielle Plus bei der Tätigkeit eines Kassenbosses? Leuchtet mir nicht ein.
Und bei den KZV oder KV-Bossen? Die verwalten den Mangel, na ja, auch eine Tätigkeit, aber, richtig „verdienen“ tut da keiner was. Durch die Tätigkeit dieser Bosse kommt kein müder Euro mehr in den Verteilungstopf! Und wenn so einer mal vor laufenden Kameras die Chance hätte, die Öffentlichkeit aufzurütteln – da versagt er kläglich. Kann man jedes Mal mit Entsetzen registrieren, wie ungeschickt unsere Bosse da auftreten. Nützt uns jedenfalls wenig, was die machen.
Und das Ganze wird von den Ärztinnen und Ärzten dieser Republik finanziert – das Morbiditätsrisiko geht ebenso zulasten der (Zahn)Ärzteschaft wie das Beschäftigungsrisiko – wenn die Grundlohnsumme durch Arbeitslosigkeit sinkt, gibt’s auch weniger für den Honorartopf. Und anders als bei den Bossen kriegt der (Zahn)Arzt keinen Cent für Abwesenheit, sei es Urlaub oder Krankheit. Und an einen fertigen Arbeitsplatz können wir uns auch nicht setzen, den bezahlen wir auch selber.
Muss man sich nicht wundern, wenn die Verdrossenheit immer schneller zunimmt – steht ja stets die Frage im Raum: Für wen arbeite ich eigentlich? Wenn (relativ) immer weniger Geld aus dem Gesamttopf für die Patientenbehandlung ausgegeben wird und zweistellige Zuwachsraten nur in den Verwaltungskosten zu finden sind, fällt die Antwort leicht: für unseren neuen Adel, die Unzahl an Bossen, die uns mit immer neuen Vorschriften, undurchsichtigen HVM´s und massiven Regulierungen das Leben schwer machen …

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Zahnarzt gestern, heute… und Morgen?

Bis 1988 war die Welt der Zahnärzte weitgehend noch in Ordnung – wer viel gearbeitet hat, hat auch viel verdient, wir hatten zwar wirklich reichlich zu tun, aber, der Job hat auch Spaß gemacht. Und dann (Stichwort GOZ ´88) haben die „Reformen“ angefangen, und was hat die Standesvertretung gemacht? Erst mal nichts. Bleiben wir bei der GOZ. Da wurden Zahnärzte massiv schlechter gestellt als Ärzte (die GOÄ stellt Ärzte deutlich besser, sowohl in Bezug auf die Gebührenhöhe als auch auf die Abrechenbarkeit der Materialkosten). Mit dem Urteil des BGH vom Mai 2004 wurde die Gewohnheit, die Materialkosten analog der GOÄ doch in Rechnung zu stellen, untersagt, Ausnahmen ausgenommen. Wer das Urteil liest, findet rasch eine verräterische Nebenbemerkung: Der BGH hat Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit der GOZ, weil hier Zahnärzte eben ohne ersichtlichen Grund schlechter gestellt sind als Ärzte. Warum hat die Standesvertretung nicht fristgerecht Verfassungsbeschwerde gegen die GOZ eingelegt? Heute geht aus formalen Gründen da nichts mehr. Und dann die weiteren „Reformen“: Da wird in der GKV die Gebühr für den HKP abgeschafft, einfach so. Weshalb hat es da keinen Widerstand gegeben? Die Folge ist, dass heute ein Kollege einen HKP aufstellt (die Planungsleistung ist dabei das wesentliche!) und der dann im Internet zur Versteigerung angeboten wird – die Praxis, die am wenigsten verlangt, bekommt den Zuschlag. Da hat die KZVB ein Urteil erstritten (warum nur die KZVB, weshalb nicht die Bundes-KZV?), das ist aber noch nicht rechtskräftig, deshalb gibt es die „Zweite Meinung“ immer noch. Da können Kassen ohne Gegenwehr den Versicherten empfehlen, ZE im Ausland anfertigen zu lassen, ohne darüber aufzuklären, dass Nacharbeiten vom deutschen Zahnarzt ohne Bezahlung geleistet werden müssten. Also würde im Zweifel die ganze Arbeit noch mal gemacht – zulasten der GKV. Tolle Sparmaßnahmen. Und stets bleibt die Standesvertretung stumm – keine adäquate Aufklärung der Öffentlichkeit. Der medienwirksame Kollege (mehrfacher Olympiasieger im Eisschnelllauf, wer kennt noch den Namen Erhard Keller?) mit besten Verbindungen ins Fernsehen – so hat er mir selber gesagt – hat seine Hilfe angeboten, die wurde von den Oberen schroff zurückgewiesen. Dabei geht ohne effektive professionelle Medienarbeit gar nichts. Wer die Medien nicht für sich gewinnen kann oder gar gegen sich hat, wird politisch wenig ausrichten.

Und nun was ganz merkwürdiges: eine bezahlte (!) Anzeige in KZV Transparent für Hilfeleistungen an die Kollegen zur Bewältigung der bürokratischen Aufgaben wird nicht zugelassen, weil dies „… den Interessen der KZV widerspricht“. Ja, wie jetzt? Die KZV mag es nicht, wenn man ganz legal den Kollegen hilft? Irgendwie zumindest eigenartig.

Jetzt haben wir 2009, und eine neue GOZ droht. Die wurde nur deshalb bisher nicht (schreckliche) Realität, weil die CSU in Bayern die letzte Wahl sehr eindeutig verloren hat und jetzt auf das alte Erfolgsrezept zurückgreift, gegen alles zu sein, was aus Berlin (früher Bonn, ist ja egal) kommt. Gegnerschaft als Prinzip, sozusagen. Der Einspruch der Verbände? Der wäre sinnlos, da hört doch keiner drauf, die sind auch nur Papiertiger. Warum? Naja, hören Sie sich doch mal den Herrn Professor Lauterbach an, da ist jeder Kommentar überflüssig. Der Kollege Prof. Noack hat im privaten Gespräch kein gutes Haar an seinem Professorenkollegen gelassen, der wäre gegen jedes vernünftige Argument immun.
Gut, die neue GOZ kriegen wir also erst nach der Wahl. Frühestens. Hoffen wir, dass die Situation danach weiter unklar bleibt, dann wird man sich wieder nicht trauen bzw. hat andere Sorgen als die Honorare weiter abzusenken. Vergessen wir nicht: Unsere derzeitige GOZ `88 gesteht uns Honorare auf der Höhe der alten BUGO-Z aus den 60er Jahren zu, das wurde bisher noch nie irgendeiner Berufsgruppe zugemutet. Und die sollen noch mal abgesenkt werden …

Dafür haben wir jetzt andere Misslichkeiten am Bein. Beispiel Fortbildungspflicht. Bis 30. Juni müssen Sie Ihre Punkte gemeldet haben, und dann fängt ab 1. Juli die nächste 5-Jahresperiode an. Fortbildung, klar, wir brauchen die – nur, wie sollen wir die finanzieren? Eine Präsenzfortbildung kostet ein Vermögen (nicht weil die Kursgebühren hoch wären, sondern weil die Praxis dafür zu bleibt!). Und industriegesponsorte Fortbildung geht ja schon gar nicht, da kriegt man Probleme bei der Anerkennung. Das Problem: Wenn Sie Ihre Fortbildungspunkte jetzt melden, wird das erst später kontrolliert, ob alles seine Richtigkeit hat. Und wenn dann etwas nicht stimmt, wird rückwirkend (!) das Honorar gekürzt. Sagt Ihnen die Standesvertretung nicht? Ist aber so! Ebenso die anderen Prüfungen (Wirtschaftlichkeit usw.) – das SGB V gibt vor, dass Sie da rückwirkend für 5 Jahre bluten müssen, wenn´s dumm läuft. Und dann noch das QM – das kostet auch nicht grade wenig, rechnen wir nicht nur die Anschaffungskosten, sondern das, was an zusätzlicher Bürokratie anfällt. Alles nicht sehr lustig …

Und wie wird es weitergehen? Ulla Schmidt hat sich da kaum missverständlich geäußert. Sie findet (das hat sie zumindest im Internet so verbreiten lassen), dass die Polikliniken in der DDR doch gut gewesen wären, das könne man als Modell für die Bundesrepublik übernehmen. Da kann man sich ausrechnen, was auf uns zukommt: Die Einzelpraxis wird es immer schwerer haben (ist ja politisch so gewollt, Praxisnetzwerke usw. werden ja gefordert und gefördert), ist abzusehen. Und die Standesvertreter? Nun, die hat man „gekauft“. Analog der Situation bei den Gewerkschaften hat man die gewählten Führer finanziell sehr gut gestellt, wenn Sie den Funktionärsposten übernehmen. Ein KZV-Vorsitzender ist jetzt hauptamtlich angestellt, mit Pensionsansprüchen. Wenn es da keine demokratische Kontrolle mehr gibt – wer soll glauben, dass dem Vorsitzenden nicht das Hemd näher sitzt als der Rock? Und dass KZV oder Kammer die Interessen der Zahnärzte gar nicht wirklich vertreten dürfen, das steht im Gesetz (stammt, wie so vieles „Gutes“, aus den 30er Jahren…), will aber keiner sagen. Erinnern Sie sich? Als der Kollege Schirbort (Niedersachsen) als KZV-Vorsitzender versucht hat, was für die Kollegen zu tun, wurde gleich der Staatskommissar eingesetzt.

Was also tun? Ich meine: Zahnärzte müssen von anderen Berufen lernen, dann können wir die Zukunft auch zu unseren Gunsten gestalten. Wir brauchen eine freie Organisation, die wie eine Gewerkschaft funktioniert, damit die Kassen endlich mal ein Gegenüber haben, das tatsächlich verhandelt und nicht nur Befehle entgegen nimmt. So wie das mittlerweile bei den Ärzten ist – die Kollegen dort haben sich anders organisiert: da gibt’s den Hausärzteverband, den Fachärzteverband, usw. die sind nicht so stark in die KV eingebunden, und wenn die noch lernen, sich besser intern abzustimmen und nicht gegeneinander zu kämpfen, dann könnte das ein Vorbild für uns werden …
Und noch was zum Schluss: Wir Zahnärzte haben ein schweres und anspruchsvolles Studium hingelegt, wir sind „NC“ Abiturienten, also eine Elite im Land. Auch unsere Kollegen in anderen Ländern sind so, und die finden großen Respekt in der Gesellschaft – weshalb lassen wir uns also so mies behandeln, als seien wir irgendwelche Ungelernten? Wir dürfen (mit Recht!) verlangen, dass man uns den gebührenden Respekt entgegenbringt! Wer uns und unsere Arbeit nicht „würdigt“ nimmt uns die „Würde“ …

Dr. Gerhard Hetz, Zahnarzt und Publizist, München