Wechselköpfe von Dr.Best® für elektrische Zahnbürsten
Die elektromechanische Mundhygiene hat sich etabliert: 20 Prozent aller Befragten einer repräsentativen Forsa-Umfrage verwenden ausschließlich eine elektrische Zahnbürste, und weitere zwölf Prozent wechseln zwischen dem Elektromodell und einer Handzahnbürste. Zähneputzen ist eben mit der elektrischen Zahnbürste einfach und bequem. Außerdem können Fehler bei der Putztechnik ausgeglichen werden. So zumindest begründen die Teilnehmer einer qualifizierten Marktanalyse vom Juni 2010 ihre Entscheidung für die motorisierte Putzhilfe. Doch jeder Mund ist anders. Schon bei der Auswahl der richtigen Handzahnbürste ist die Beratungskapazität der Praxis gefragt, um ein optimales Putzergebnis zu bewirken. Bisher gibt es jedoch für elektrische Zahnbürsten nur jeweils einen Universalkopf.
Die Dr.Best® Forschung hat jetzt zwei verschiedene Wechselkopf-Varianten für elektrische Zahnbürsten von Oral-B entwickelt, die auf die unterschiedlichen Mundhygiene-Bedürfnisse der Zahnbürstenverwender abgestimmt sind. Beide bestehen aus zwei Materialkomponenten und machen somit erstmals eine deutliche Farbunterscheidung möglich.
Der neue Zwischenzahn® Wechselkopf hat spezielle Seidenfein-Borsten, die von der Zahnseide inspiriert sind. Dank ihrer besonders feinen Borstenenden gelangen sie tief in enge Zahnzwischenräume und reinigen auch nachweislich effektiv den Zahnfleischrand. Mit dem neuen Dr.Best® Hoch-Tief Wechselkopf können Verwender jetzt erstmals zwischen den unterschiedlichen Härtegraden „weich“ und „mittel“ wählen.
Die Wahl zwischen verschiedenen Härtegraden ist besonders im Hinblick auf das individuelle Putzverhalten wichtig. „Nicht für jeden Anwender ist die gleiche Borstenhärte empfehlenswert“, so Professor Dr. Stefan Zimmer von der Universität Witten/Herdecke. In einer klinischen Untersuchung von Handzahnbürsten mit unterschiedlichen Härtegraden hat Zimmer belegt, dass harte Zahnbürsten zwar besser reinigen als weiche, aber insbesondere bei nicht korrekter Anwendung das Zahnfleisch verletzen können. Mundhygiene-bewusste Verwender, die einer Umfrage zu Folge elektrische Zahnbürsten bevorzugen, neigen bevorzugt zu Putzdefekten. Da eine Zunahme dieses Phänomens beobachtet werden kann, empfiehlt Zimmer eher mittelharte und weiche Zahnbürsten. Verwender von elektrischen Zahnbürsten konnten bislang bei dem Kauf ihres Wechselkopfes nicht zwischen diesen beiden Härtegraden wählen.
Generell wissen Elektroverwender nur sehr wenig über Wechselkopf-Lösungen. Laut Forsa-Umfrage sind 72 Prozent der Verwender von elektrischen Zahnbürsten überzeugt, dass es für ihr Zahnbürstenmodell nur einen passenden Wechselkopf gibt. Somit ist auch der Nachkauf des Wechselkopfes mit Verunsicherung verbunden. Der „Tunnelblick“ resultiert in der bekannten Variante, berücksichtigt jedoch nicht die individuellen Bedürfnisse.
Individuelle Lösungen für besseres Putzverhalten
Dabei besteht laut Marktanalyse zumindest der Wunsch nach individuellen Lösungen. So finden es zum Beispiel 61 Prozent der Befragten wichtig, den eigenen Wechselkopf farblich von denen anderer Familienmitglieder unterscheiden zu können, um eine Verwechslung zu vermeiden. Und obwohl Verwender von elektrischen Zahnbürsten bislang beim Kauf ihres Wechselkopfes nicht zwischen Härtegraden wählen konnten, glaubt diese Zielgruppe, einen „normalen“ oder „weichen“ Wechselkopf zu benutzen. „Unsere Marktforschungen haben gezeigt, dass viele Verwender von elektrischen Zahnbürsten die Bedeutung des Wechselkopfes für ihre tägliche Mundhygiene gar nicht erkennen. Dieser Teil wird häufig nur als Verlängerung des Griffs wahrgenommen“, erläutert Dr. Thomas Nahde von der Dr.Best® Forschung. „Mit unseren neuen Wechselköpfen möchten wir die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Verwender erfüllen, nicht zuletzt auch, um die Zufriedenheit und die Motivation für ein besseres Putzverhalten zu erhöhen. Dabei haben wir unsere Kompetenz bei der Entwicklung innovativer Borstenkonfigurationen mit der ausgefeilten Technik des jeweiligen Handstücks kombiniert“, so Nahde.
Sehr gute Erreichbarkeit der Zahnzwischenräume
Bestätigt werden die Vorteile des neuartigen Dr.Best® Zwischenzahn® Wechselkopfes durch vier aktuelle Laborstudien von Prof. Samuel L. Yankell von Yankell Research Consulting, USA. Die Untersuchungen zeigten, dass die neue Wechselkopf-Variante tief in die Zahnzwischenräume gelangt und dabei effektiv den Zahnfleischrand reinigt.
Produktinfo:
Die neuen Dr.Best® Hoch-Tief-Wechselköpfe gibt es ab 2. November in den Härtegraden mittel und weich in vier Farben (tannengrün, saphirblau, kristallblau, mint) für EUR 8,99 im Dreierpack (unverbindliche Preisempfehlung) in ausgewählten Drogerie- und Lebensmittelmärkten und unter www.amazon.de.
Die Dr.Best® Zwischenzahn® Wechselköpfe gibt es ab 2. November im Härtegrad mittel in vier Farben (tannengrün, saphirblau, kristallblau, mint) für EUR 8,99 im Zweierpack (unverbindliche Preisempfehlung) in ausgewählten Drogerie- und Lebensmittelmärkten und unter www.amazon.de.
Quellen:
„Dr.Best Wahlparty: Deutschland wählt die klügeren Köpfe“ am 21. Oktober 2010 in München / 26. Oktober 2010 in Hamburg
feedbaQ qualitative Marktanalyse, Juni 2010
forsa. Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH, September 2010
5. Zimmer Implantologie Tage
Highlight im Düsseldorfer Hilton
Am 7. und 8. Mai fanden sich immerhin fast 500 – ganz genau 496 – fortbildungsinteressierte Zahnmediziner zur Wochenendarbeit ein: Fortbildung ist Arbeitszeit, man könnte ja auch etwas anderes anfangen mit seinem freien Wochenende. Weitere 85 Zahnärzte nutzten die Chance in Workshops den Kollegen über die Schulter zu schauen und so intensiv Lerninhalte zu verinnerlichen. Die Zahl an Teilnehmern gibt einen enorm positiven Trend wieder – 2006 waren es noch 200 Teilnehmer, nun also das halbe Tausend.
Vergleicht man dieses Fortbildungswochenende – mit dem regen Gedankenaustausch mit Kollegen und den Praktiker gerecht aufgebauten Inhalten – mit den Veranstaltungen anderer Anbieter fällt eines besonders auf: die Zufriedenheit der Seminarteilnehmer war enorm hoch, und die haben verglichen…
Aber, alles der Reihe nach. Zimmer ist ein weltweit operierendes Unternehmen mit Schwerpunkt Orthopädie – und Zimmer Dental ist der Ablege r, der sich um Zahnheilkunde kümmert, mit weltweit 700 Mitarbeitern. Da können Synergien genutzt werden. So befindet sich momentan ein für Zahnimplantate neues Materialkonzept in den klinischen Studien, das von Hüftprothesen abgeleitet wurde. Wir alle wissen, dass die Entwicklung in stetigem Fluss ist und die Forschungs- und Entwicklungskosten der limitierende Faktor jeglicher Weiterentwicklung sind – da nutzt die Größe und Ausrichtung eines Konzerns sicherlich Kosten einzusparen bzw. wegen insgesamt kostengünstiger Entwicklungsarbeit raschere und bessere Ergebnisse zu erhalten. Getestet wird derzeit eine Oberfläche, die analog der Knochenstruktur aufgebaut ist. Bei Hüftendoprothesen hat sich diese Oberfläche als sehr vorteilhaft erwiesen, die Knochenapposition läuft wie bei beim natürlichen Knochen ab, so dass sich eine besonders stabile Verbindung am Interface ausbildet.
Weitere Neuentwicklungen, vorgestellt anlässlich der Fortbildungsveranstaltung, sind ein intelligenter Bohrerstop, mit dem kosteneffizient die Frästiefe des Implantatbetts eingestellt werden kann („klick & go“), die Zimmer Guided Surgery Software ist nun kompatibel mit allen marktgängigen Systemen und fungiert so als offenes System. Ebenso neu sind die ERA Miniimplantate, die ab Mitte des Jahres verfügbar sein werden und die speziell der Prothesenstabilisierung z.B. bei Cover Dentures dienen. Diese Minis sind einteilig – und die Kurse dazu sind ausgebucht, ein Zeichen dafür, dass hier einem Bedürfnis entsprochen wurde. Zunehmend ältere Patienten wollen einen fester sitzenden Zahnersatz ohne langwierige und belastende Augmentationen.
Zu den Neuigkeiten gehört auch HemCon, ein aus der Militärmedizin hergeleitetes Präparat zur raschen Blutstillung (wird als Dentalverband eingesetzt). Und letztlich wurde ein Sinusliftballon entwickelt, mit dessen Hilfe die Wahrscheinlichkeit für eine Verletzung der Kieferschleimhaut gesenkt werden kann.
Nun reicht es ja selten aus, nur Produkte – „Hardware“ – anzubieten, es gehören auch Anwenderschulungen – „Software“ – dazu, um ein Implantatsystem erfolgreich zu machen. Deshalb hat Zimmer auch schon vor geraumer Zeit das erste Zimmerinstitut in Carlsbad, Kalifornien, gegründet, ein weiteres folgte in Winterthur/Schweiz, und aktuell entstand das dritte in New Jersey.
Um all die Produkte auch richtig einsetzen zu können, sollte man Kurse in den Zimmerinstituten belegen – dort kann man zuerst am Phantomkopf üben, und was wichtig erscheint, man bekommt die Chirurgie und die Prothetik an einem Wochenende geboten, das spart Zeit und Kosten. Solche Kurse laufen derzeit 26, nächstes Jahr ist die Maximalzahl von 33 in Winterthur angepeilt.
Dies alles war nur „Beimusik“, die eigentliche Tagung eröffnete eine Art Handwerkerband, da wurde mit allerlei nützlichen Werkzeugen (z. B. Leitern, Fässer etc.) Musik gemacht – eine Einstimmung auf unser Thema (Zahnärzte werden ja gerne als „akademische Handwerker“ angesehen).
Schon im ersten Sitzungsteil wurden vom Vorsitzenden unsere Bemühungen auf den Punkt gebracht: die Patienten haben einen Anspruch auf Lebensqualität, und mit Implantaten können wir „ihnen ihre Würde zurückgeben“. Das ist der wesentliche Punkt: in der Zahnheilkunde kann es nicht ständig um noch mehr Einsparungen gehen – wir geben Lebensqualität, und die kann man schlecht in Euro und Cent messen.
Ein richtiger Hochkaräter war natürlich der erste Referent, Prof. Hannes Wachtel. Wachtel bietet Wissenschaft und Praxis in Kombination, das hat man nicht immer. Und Wachtel hat sozusagen die Richtung der Tagung vorgegeben: wir müssen uns auch und insbesondere den Fehlschlägen unserer Arbeit stellen, denn super Ergebnisse kann jeder vorzeigen, es geht jedoch mehr um den Alltag, und da sind Misserfolge der Maßstab: man muss sich stets die Frage stellen, was mache ich, wenn was schief geht?
So hat er sich am Beispiel eigener Fälle einigen Fehleinschätzungen gewidmet. Man ist ja tatsächlich bisher davon ausgegangen, dass die Sofortimplantation dem Erhalt von Alveolarknochen und Weichgewebe förderlich sei. Hier hat Wachtel einen Patientenfall gezeigt und diskutiert, in dem nach Extraktion und Sofortimplantation acht Jahre post op eine unübersehbare Gingivarezession eingetreten war – und das im besonders sensiblen Bereich mittlerer Incisivus. Den enttäuschenden Befund konnte der Referent dann mit klinischen Studien hinterlegen. Extraktionen führen zwingend zu Knochenverlust, und die Sofortimplantation hat dann freiliegende Implantatkörper zur Folge. Für die Praxis bedeutet das: will man die notwendige Ästhetik dauerhaft erhalten, darf man den Zeitfaktor nicht vergessen – der labiale Gingivarand retrahiert. Um hier gegenzusteuern sollte der labiale Knochen verdickt werden, ebenso wie das Weichgewebe. Dazu muss man von der Idee möglichst großer Implantatdurchmesser abrücken, leicht nach palatinal versetzt implantieren (dadurch entsteht ein Spalt nach labial, den man mit Ersatzmaterial, Knochenspänen und Eigenblut auffüllt) und sich dem soft tissue profile widmen, z.B. durch Bindewebetransplantat o.ä. Die Verdickung des Weichgewebes in Verbindung mit einem dickeren facialen Knochen hat eine deutlich stabilere Situation zur Folge. Bereitet man das Implantatbett so vor, so hat man nach cá drei Monaten etwa 30 Prozent Verlust, aber danach eine stabile Ausprägung. Berücksichtigt man dies vorab, so erreicht man ästhetisch hervorragende Ergebnisse. „Dicke ist gleich Höhe“ – das muss bei der roten Ästhetik stets beachtet werden.
Ein anders Problem betrifft die angestrebte Augmentation bzw. GBR. Hier wurde dem Auditorium ein UK-Fall exemplarisch vorgestellt. Der Misserfolg: trotzdem vermeintlich alles richtig gemacht wurde (Knochenspäne, Ersatzmaterial, Eigenblut unter Kollagenmembran und darüber ein sicherer Verschluss) fand sich trotzdem sechs Monate post op keine Regeneration bzw. kein Knochengewinn. Auch hier diskutierte Wachtel auf wissenschaftlicher Basis seinen eigenen Fehlschlag. Für eine GBR elementar sind die Faktoren Biokompatibilität, Gewebeintegration, Zelloklusivität, klinisches Handling und Raum sowie in jedem Fall ein absolut dichter Verschluss. Eine Dehiszenz bedeutet stets Infektion mit der Folge des Fehlschlags. Und natürlich muss Raum für die Knochenneubildung da sein, und wenn die Membran den Raum nicht offenhält oder die Naht nicht spannungsfrei liegt gewinnt man nichts. Dabei ist – da waren sich alle Referenten einig – Kollagen als Membran besser als das e-PTFE. Titanmesh zur Raumstabilisierung wäre jedenfalls auch besser als e-PTFE. Bei den verfügbaren Membranen hat man das Problem, dass eine sehr gute Biokompatibilität oftmals mit zu rascher Resorption einhergeht, Wachtel hat da schon Kombinationen von Bioguide und Ossix ausprobiert (die haben unterschiedliche Eigenschaften, die man so in einer Art Synergie optimieren kann). Bei den Knochenersatzmaterialien tendieren alle Referenten zu Puros (wird von Zimmer vertrieben), ein Material aus humanem Knochen, das naturgemäß die ideale Struktur zeigt.
Die Münchner Gruppe um Bolz und Wachtel hat auch ein Therapieprotokoll zur Stabilisierung eines Regenerats – um den Wangendruck aufzunehmen transplantieren sie kleine Knochenblöcke. Generell gilt, dass Knochen mit Compacta weniger gut geeignet ist – Compacta ist praktisch ohne jede Durchblutung und kann deshalb kaum alia loco integriert werden. Knochentransplantat bzw. -augmentat sollte stets so viel als möglich spongiös sein.
Das Münchner Konzept (klar, parodontologisch ausgerichtet!) stellt den Zahnerhalt auch stets über die mögliche Implantation – der natürliche Zahn ist nach Endo bzw. Paro, so weit diese möglich sind, stets dem Implantat überlegen, so die Botschaft.
Im Fall eines mittleren oberen Schneidezahns war wegen Wurzelfraktur diese Möglichkeit ausgeschlossen – also wurde extrahiert, danach die Alveole stabilisiert mit Hilfe von Knochenersatzmaterial und Weichgewebstransplantat (zur Verdickung) und darüber mit einer Marylandbrücke temporär versorgt. Nach sechs Wochen war der erwartete Knochenverlust eingetreten, allerdings konnte dann nach sechs Monaten sehr schön die Papille aus dem stabilisierten und verdickten Mucosaanteil gewonnen werden.
Für eine ästhetische Implantatlösung in der Front hat die Tagung Therapieprotokolle geliefert, die beweisbar gute Ergebnisse zeitigen – für Praktiker eine besonders wertvolle Hilfe. Patienten wollen ja keine Implantate, sie wollen festsitzende Zähne, denen man nicht ansieht, dass es Prothesen sind. So wurde ein Frontzahnfall vorgestellt, bei dem bereits Knochendefekte vorlagen. Hier wurde mit Puros, Eigenknochen und darüber einer Kollagenmembran sowie (das ist wichtig) einem dichten Wundverschluss (der Mucosalappen erhielt eine Periostschlitzung zur Entlastung; nur spannungsfreie Nähte bieten eine Gewähr dafür, dass nicht gleich Dehiszenzen alle Mühe konterkarieren) die GBR dokumentiert. Proben nach 4, 6, 9 und 12 Monaten post op zeigen einen regulären Heilungsverlauf mit permanenter Neubildung von Alveolarknochen. Nach nur 6 Monaten zeigte die Histologie bereits 80 Prozent, nach 12 Monaten 95 Prozent ausgereiften Knochen.
Dies bestätigten alle Referenten: die Biologie gibt die Regeln vor. Dr. Ole Richter postulierte auch: „Ästhetik ist kein Luxus, Ästhetik ist Teil der Funktion“. Deshalb wurde auch der Darstellung der Zusammenhänge sowie der entsprechenden Therapieprotokolle viel Platz eingeräumt.
Wichtig ist, dass man möglichst wenig traumatisch extrahiert – von der gewohnten Luxation sollte man sich verabschieden -, der zu extrahierende Zahn sollte ähnlich einem Flaschenkorken mit intelligenten Geräten (da stehen einige zur Verfügung) aus der Alveole gehoben und nicht gehebelt werden. Trotzdem ist stets eine Atrophie zu erwarten, die bis zu 1,9 mm beträgt. Insofern ist die Sofortimplantation im ästhetisch wichtigen Bereich ungünstig. Man sollte umgekehrt die Alveolen durch Einbringen z.B. von Bio-Oss oder anderen augmentativen Materialien für die spätere Implantation verbessern – die gezeigten Bilder waren dazu recht eindrucksvoll. Ole Richter geht so vor, dass frühestens nach 12 Wochen post extractionem Implantate gesetzt werden. Und: die 3D Diagnostik scheint bei den führenden Implantologen mittlerweile Standard zu sein, damit kann der ideale Zeitpunkt ebenso wie die ideale Implantatbettpräparation viel besser geplant werden. Bei Defekten hat sich auch das Einbringen einer Membran und darüber (üb er die Alveole) die Fixation eines freien Schleimhauttransplantats (fixiert mit 4 bis 6 Nähten, kreuzweise vernäht) bewährt, zur Anwendung kommt resorbierbares Nahtmaterial. Eine Kontinuität von Epithel wirkt der Resorption entgegen und führt zur angestrebten Verdickung der Mucosa. Und wenn man ausreichend Material für die rote Ästhetik verfügbar gemacht hat, kommt es noch darauf an, die Papille richtig auszuformen – dazu wird ein richtig geformtes Provisorium eingesetzt.
Dr. Georg Bayer, amtierender Präsident der GOI und Inhaber einer implantologischen Großpraxis in Landsberg/Lech – die Praxis implantiert weit mehr als 3000 Implantate jährlich – fand die richtigen Worte in seinem humorvollen und vom Auditorium begeistert aufgenommenen Referat: die Zahnextraktion stellt eine Amputation dar, hier wird ein Organ dem Körper entnommen, und dessen müssen sich die Zahnärzte stets bewusst sein. Schon in der Planung der Amputation muss deshalb bereits die Therapie bedacht werden: was soll an Stelle des extrahierenden Zahnes stehen? Die provokante Frage nach der Frontzahnbrücke ist symptomatisch: wie soll man damit wirklichen Zahnersatz herstellen, wie eine so perfekte Ästhetik erreichen, dass die Lebensqualität nicht beeinträchtigt wird? Auch Bayer sieht das so wie alle anderen Referenten: wir müssen danach streben, unsere Arbeit unsichtbar werden zu lassen. Dazu gehört auch, dass wir eine vorhersagbare weiße und rote Ästhetik anstreben. Insbesondere die rote Ästhetik hat dabei riesige Fortschritte gemacht – mittlerweile beschäftigen sich die führenden Implantologen neben der Kontur auch mit der Gingivatextur, der Farbe usw. – dies ist gar nicht so simpel, da wir ja keine Gingiva um das Implantat haben sondern Mucosa, und auch der Knochen schaut beim Implantat ganz anders aus als beim Zahn – dünn auslaufende Lamellen sind beim Implantat ebenso unmöglich wie lange Gingivalsäume. Und Bayer hat explizit drauf hingewiesen: „Ästhetik ist immer anders“, will heißen, individuell. Auch der GOI Präsident betont, dass die Planung einer Extraktion die Therapie beinhalten muss – hier stehe man am Scheideweg: Sofort- oder Spätimplantation oder irgendwo dazwischen. Wichtig ist, das haben neuere Erkenntnisse gezeigt, dass wir die Natur, die Physiologie und Anatomie, als Gegner der Implantologie ansehen müssen. Denn, ein „Bindeknochen“ mit inserierenden Sharpey´schen Fasern, den finden wir nun mal beim Implantat nicht vor – der aber bestimmt die Ästhetik beim natürlichen Zahn. Und Bayer kommt zum Schluss: die Sofortimplantation, die funktioniert nicht wirklich. Aus der Erfahrung ungezählter Implantationen hat die Landsberger Praxis einige wertvolle Tipps für das Therapieprotokoll für die Kollegen bereit: Stets nach Extraktion (Extraktion so atraumatisch wie irgend möglich) die Alveole sorgfältig sondieren, je nach Fall eine Alveolenversorgung vornehmen (zum Erhalt von Knochen und Weichgewebe), darüber temporäre Versorgung mittels Klebeprothetik. Die Klebeprothetik hat den Vorzug, dass nicht nur die Alveole gut geschützt wird, man kann auch damit die rote Ästhetik vorbereiten.
Ein griffiger Slogan Bayers ist „Der Alveolarknochen ist die Witwe des extrahierten Zahnes“ – könnte man kaum treffender formulieren. Die Folge der Extraktion: wegen Verlust des Bindeknochens beobachten wir innerhalb von drei Monaten post extractionem 2-3 mm Verlust an Knochenhöhe, bevorzugt an dünnen Knochenlamellen, wie wir sie z.B. in der OK-Front generell vorfinden. Wurde der Zahn nach Aufklappung entfernt verlieren wir zusätzlich mindestens 1 bis 2 mm an Höhe. Bayers Rat: achten Sie auf breite bukkale Lamellen! Dies gilt insbesondere bei Sofortimplantation – und: achten Sie auf den Mindestabstand zum Nachbarzahn bzw. Nachbarimplantat. Da hat sich auch ein Paradigmenwechsel ergeben: meinte man früher man müsse möglichst viele Implantate setzen (optimal so viele Implantate wie vorher Zähne), so begrenzt die Biologie dieses Ansinnen zur Devise weniger ist mehr. Auch eine eingängige Empfehlung ist „Zeit spart Nerven“, also lieber die geschlossene Einheilung abwarten und dann mit deutlich besserer Vorhersagbarkeit implantieren (verzögerte Sofort-Implantation). Nach Extraktion empfiehlt Bayer – ebenso wie die anderen Referenten – die GBR als „wichtigste Maßnahme in der Front“, und kein Knochenersatz könne die GBR toppen. Als Negativbeispiel eigener Erfahrungen hat der Referent einen Fall von Sofortimplantation in der Front gezeigt, bei dem bei der Nachkontrolle massive Dehiszenzen aufgetreten sind, wobei das gesetzte Implantat im Ergebnis bukkal bzw. labial fast vollkommen frei lag. Die Diskussion dazu: ausreichend Knochendicke ist notwendig, und die liegt nach Extraktion praktisch nie vor. Bayer kann begeistern – das Auditorium ging voll mit, insbesondere als er Zweifel an den in der Literatur vorzufindenden Daten äußerte. Bayer: „Die beste Augmentation ist die vermiedene Augmentation“. Bei älteren Patienten und im Seitenzahngebiet ist die Augmentation in Frage zu stellen, denn der Erfolg sei doch fraglich. Dieser ist stets individuell – abhängig von Situs, Technik, apparativer Ausstattung, persönlichen Fertigkeiten des Operateurs, Compliance und vor allem Glück. Jedoch, so Bayer: Mißerfolge sind dazu da, zu lernen und (Zahn)Ärzte noch besser zu machen.
Die weiteren Referenten arbeiten, so zeigt sich, ziemlich auf gleichem Niveau, die Techniken ähneln sich sehr. So stellt auch Dr. Thorsten Kamm einen exemplarischen Fall vor – UK Front, parodontal schwerst erkrankt, mit massiven Knochendefekten schon in der Planung vor Extraktion am Röntgenbild gut erkennbar. Der Lösungsweg ging über Socketpreservation und einem Gingivatransplantat zur Weichgewebsvermehrung. Kamm legte nochmals deutlich dar, dass die Blutversorgung beim ankylotisch eingeheilten bzw. einheilenden Implantat deutlich schlechter ist als beim Zahn – er gibt etwa ein nur Drittel an – weshalb der Durchmesser eher kleiner zu wählen sei und vor allem die Implantatposition richtig, d.h., mit ausreichend Distanz zum Nachbarn bzw. mit ausreichender Knochendicke (keine dünn auslaufenden Knochenlammellen) geplant werden muss. Die bukkale Wand darf laut Kamm nie unter 2 mm betragen, besser sind 3 mm, und der Abstand zum Nachbarn muss mindestens 3,5 bis 4 mm betragen. Kamm setzt gerne die Zimmer One-Piece Implantate ein, mit einer Standardgröße bis max. 3 mm. Dies wurde in Tierversuchen als optimal erarbeitet. Kamm arbeitet auch gerne mit einem Rolllappen, so kann man von palatinal Material gewinnen. Auch er rät dringend, das Beratungsgespräch mit den Patienten sehr intensiv zu führen.
In die gleiche Kerbe schlägt auch Dr. Matthias Stamm, der radikal Patienten mit ungenügender Compliance ausselektiert: „Ohne Prophylaxe kein Implantat“. Die von allen (!) selbst durchgeführte und den Kollegen angeratene Planung ist im Rahmen eines praxisinternen QM umsetzbar, sonst wohl kaum, dazu sind die Regeln zu streng. Nur, der Erfolg gibt den erfolgreichen Kollegen Recht. Auf einen wichtigen Punkt ist dann Stamm noch eingegangen: arbeitet man mit überweisenden Kollegen zusammen, dann muss die Aufgabenteilung eindeutig geklärt sein – „wer ist wofür verantwortlich“. Der amerikanische Kollege Dr. Henry Salama hat dann den Eindruck verstärkt, dass die Wissensvermittlung auf dem Symposium den aktuellen Stand wiedergibt – auch der Amerikaner arbeitet minimal invasiv (insbesondere bei der Extraktion), vermeidet die Aufklappung und setzt zur Unterstützung Antibiotika ein (so zementiert Salama die temporäre Versorgung nicht, sondern setzt mit einer Antibiotikapaste ein). Durch die entsprechende Vorgehensweise sei das ästhetische Ergebnis mit einer hohen Wahrscheinlichkeit vorhersagbar.
Salama bevorzugt eine feste Verbindung zwischen Implantat und Abutment und reduziert damit das Auftreten der typischen kraterförmigen Einbrüche rund um das Implantat, das zu unangenehmen ästhetischen Problemen führt (wenn Titan grau durchschimmert ist das eben unschön). Salama bevorzugt Keramikabutments – wie die Übrigen auch – und typisiert seine Fälle: er analysiert eigene Fehlschläge so, dass eine Fehleinschätzung (also falsche Typisierung) dazu geführt habe, dazu stellt er einen Fall vor, in dem statt eigentlich Typ 2 (labialer Defekt) ein Typ 1 diagnostiziert worden war (Typ 1 ist die einfachste Variante, mit vollkommen unbeschädigten Verhältnissen und ausreichend Knochendicke in allen Dimensionen). Nur bei Typ 1 sei die Sofortimplantation überhaupt denkbar, so Salama. Die einrucksvollen Bilder zeigen stets die Schonung des labialen Knochenraums – das Implantat wird nach palatinal versetzt eingesetzt, so bleibt ein Spalt nach bukkal bzw. labial, der mit geeignetem Material aufgefüllt wird. So ist sich der amerikanische Kollege sicher dass er immer ausreichend Knochendicke nach labial erhält.
In der Diskussion wurde naturgemäß die auf uns zurollende Welle an Periimplantitsfällen intensiv besprochen – hier sind erste Lösungsansätze erkennbar: strahlen, ätzen und Laser werden als erfolgversprechend angegeben. Nach Konditionierung der Implantatoberflächen wird mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt, da sind sich Alle einig.
Zum krönenden Abschluss hat dann noch der Weltklasseschwimmer Michael Groß seine ganz eigene Sicht, wie man sich selber motivieren kann, vorgetragen. Groß hat – so ist seine feste Überzeugung – aus jeder Niederlage, aus jedem Fehlschlag, neue Kraft gesammelt für den nächsten Wettkampf – und, das hat er auch den Zahnärzten angeraten. Nur nicht entmutigen lassen, wenn mal was nicht so klappt wie gewünscht…
Dr. Gerhard Hetz, München
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Qualitäts-Kunststoffmaterial für eine breite Palette an temporären Versorgungsmöglichkeiten
Ivoclar Vivadent wird Nobel Biocare mit dem neu entwickelten Kunststoffmaterial zur Herstellung von temporären Kronen und Brücken beliefern. Das Kunststoffmaterial von Ivoclar Vivadent bietet in Kombination mit der hochmodernen computergestützten Gestaltung und der einzigartigen computergestützten Herstellungstechnik des NobelProcera-Systems eine langlebige prothetische Versorgungsmöglichkeit, mit der eine ausgezeichnete Oberflächenbeschaffenheit und Passgenauigkeit erreicht wird. Diese neue Lösung für temporäre Versorgungen wird ab März/April 2010 erhältlich sein.
IPS e.max-Keramik für die Herstellung vollanatomischer Kronen
Zusätzlich wird Ivoclar Vivadent Nobel Biocare mit dem IPS e.max CAD Lithium-Disilikat-Keramikmaterial beliefern, aus dem vollanatomische Kronen geschliffen werden. Die IPS e.max Lithium-Disilikat-Keramik weist hervorragende Festigkeitswerte auf, zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Transluzenz für eine ausdrucksstarke Ästhetik aus und bietet eine hohe Langlebigkeit. IPS e.max-Keramik kann zur Herstellung zahn- oder implantatgetragener definitiver Restaurationen verwendet werden. Nobel Biocare wird das neue IPS e.max-Angebot ab Mitte 2010 einführen.
Optionen für die Verblendung
Ivoclar Vivadent verfügt über ein breites Angebot an Verblendungsoptionen. Die beiden Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um einen Zertifizierungsprozess zu entwickeln, mit dem die höchste Qualität der definitiven Versorgung, die mit den Produkten der beiden Partner hergestellt wird, sichergestellt werden soll. NobelProcera-Kunden stehen nun Möglichkeiten und Verfahren zur Verblendung mit Keramik- und Kunststoffmaterial zur Verfügung, die perfekt auf die Produkte und das Materialportfolio von NobelProcera abgestimmt sind.
Zusammenarbeit auf Geschäfts-, Weiterbildungs- und Forschungsebene
Gemäß dem Vertrag erstreckt sich die Zusammenarbeit auf die Entwicklung neuer Materialien, die Gestaltung von Trainings- und Weiterbildungsangeboten und geschäftsbezogene Aktivitäten. Nobel Biocare wird die Verwendung von Verblendmaterialien in Zusammenhang mit NobelProcera-Produkten empfehlen. Darüber hinaus werden NobelProcera-Kunden dank der neuen NobelProcera CAD-Software vom Prothesenzahn-Portfolio von Ivoclar Vivadent profitieren können. Die Vertragspartner werden ihre führende Rolle im Bereich der Aus- und Weiterbildung kombinieren und maßgeschneiderte Trainingsangebote entwickeln, die folgende Themenbereiche abdecken: die Herstellung temporärer Restaurationen, IPS e.max, Verblendung, herausnehmbare Prothetik sowie Behandlungsplanung, Präparation und Eingliederungstechnik. Außerdem werden Ivoclar Vivadent und Nobel Biocare auch im Hinblick auf die klinische Forschung und klinische Studien zusammenarbeiten.
Ivoclar Vivadents Kooperationsstrategie im Materialbereich – neue Technologien für neue Technologien
„Ivoclar Vivadent ist sehr bemüht, innovative dentale Materialtechnologien für fortschrittliche Herstellungstechnologien wie CAD/CAM zu entwickeln“, so Ganley. „Einfach ausgedrückt: Unser Ziel ist es, neue Technologien für neue Technologien zu entwickeln. Wie bereits in der Vergangenheit werden wir als Marktführer im Bereich der Materialsysteme auch in Zukunft unsere Aktivitäten auf die marktführenden digitalen CAD/CAM-Systeme abstimmen. Wir sind überzeugt, dass unsere Fokussierung auf die Materialien uns einen klaren Entwicklungsvorteil und unseren Partnern im Rahmen der Kooperation ebenso offenkundige neue Möglichkeiten bietet.“
Nobel Biocares Preferred-Partner-Programm
Nobel Biocare entwickelt ein Preferred-Partner-Programm für bestimmte führende Anbieter von Dentalmaterialien. „Diese Kooperation mit dem weltweit führenden Hersteller von Dentalmaterialien Ivoclar Vivadent ist ein wichtiger Schritt im Rahmen unserer Strategie, die darauf abzielt, NobelProceras Position als eines der Hauptsysteme im Bereich der CAD/CAM-basierten Zahnheilkunde zu stärken“, sagte der CEO von Nobel Biocare, Domenico Scala. „Die Zusammenarbeit, die auch die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Aus- und Weiterbildung umfasst, stellt eine optimale Kombination der Produkte beider Unternehmen sicher, wodurch eine Verbesserung der klinischen Ergebnisse für Dentalfachleute und die Patienten erreicht wird."
SDL
#Kaminski# #Klaiber#Unter allen Teilnehmern seit 01. Juli 2009 hatte Heraeus zwei luxuriöse Kreuzfahrten mit der Color Line von Kiel nach Oslo und retour ausgeschrieben. Mitte Januar wurden zwei Gewinner aus dem Lostopf gezogen: Die beiden glücklichen Gewinner, Dr. Marcus Kaminski aus Norderstedt und Thomas Klaiber aus Herne, werden mit jeweils einer Begleitperson diese Seereise der besonderen Klasse erleben dürfen.
Herzlichen Glückwunsch!
SDL
Als ideale Ergänzung zu Venus Diamond und kombinierbar mit allen Bondings und Kompositen auf Acrylatbasis, geht Heraeus mit dem fließfähigen Venus Diamond Flow einen weiteren Schritt in der langjährigen Erfolgsgeschichte der Komposite aus dem Hause Heraeus. Wie das Universalkomposit Venus Diamond basiert Venus Diamond Flow ebenfalls auf einer innovativen chemischen Formel mit Nanofüllern. Sie verleiht dem Material die einzigartige Kombination aus hoher Biegefestigkeit und minimaler Schrumpfkraft. Dadurch werden Restaurationen widerstandsfähiger und langlebiger.
Natürliche Schönheit durch Nanopartikel
Venus Diamond Flow zeichnet sich durch ein hohes Maß an Farbadaption aus und ermöglicht dadurch ein besonders natürliches Aussehen. Der Brechungsindex des Füllersystems mit Nanopartikeln und der Monomer-Matrix wurde optimal aufeinander abgestimmt, wodurch das Material nach der Polymerisation die Farbe der umgebenden Zahnhartsubstanz annimmt und Füllungsränder quasi unsichtbar werden. Ein schöner und dauerhafter Glanz lässt sich durch die gute Polierbarkeit von Venus Diamond Flow zudem einfach und zuverlässig herstellen.
Einfache Verarbeitung und exzellente Radiopazität
Durch das neu entwickelte Nano-Hybrid System ergeben sich optimale Verarbeitungseigenschaften, die Zahnärzten die Praxisroutine erleichtern. So bildet Venus Diamond Flow in schwer zugänglichen Bereichen der Kavität eine gleichmäßige und glatte Oberfläche. Beide Darreichungsformen in PLTs und Spritzen mit Metallkanüle ermöglichen hochästhetische Ergebnisse durch eine kontrollierte und punktgenaue Applikation in nur wenigen Schritten, unerwünschtes Nachlaufen wird gleichzeitig verhindert. Venus Diamond Flow zeichnet sich durch eine hohe Standfestigkeit aus und behält Form und Position nach der Applikation. Es fließt durch seine thixotropen Eigenschaften damit nur unter dem Druck von Instrumenten.
Wie aktuelle Studienergebnisse einer Forschungsgruppe um Dr. Peter Yamen von der Universität Michigan (USA) beweisen, lassen sich Kompositfüllungen mit Venus Diamond Flow leicht auf dem Röntgenbild von der umgebenden Zahnhartsubstanz unterscheiden. Venus Diamond Flow stellt damit eine zuverlässige Diagnose sicher.
Die ideale Wahl für vielfältige Indikationen
Die fließfähige Konsistenz von Venus Diamond Flow macht das Material zu einem vielfältig einsetzbaren Komposit: Venus Diamond Flow ist ideal für die erweiterte Fissurenversiegelung, als Kavitätenliner, für Zahnhalsfüllungen und minimalinvasive Restaurationen der Klasse III oder die Schienung gelockerter Zähne geeignet. Das fließfähige Komposit eignet sich zudem für minimalinvasive Füllungen im nicht kaukrafttragenden Bereich und für kleinflächige Reparaturen von direkten und indirekten Restaurationen.
SDL
In den vergangenen hundert Jahren hat die Zahnmedizin bahnbrechende Innovationen erlebt. Dazu zählen Legierungen mit unterschiedlichsten Eigenschaften, zahnfarbene Füllungsmaterialien, die Metallkeramik und vollkeramische Restaurationen. Der Harvard-Cement hat sich in diesem Umfeld starker Veränderungen immer wieder bewährt. Aktuell spielt er unter anderem zur Befestigung von Zirkonoxidrestaurationen traditionelle Stärken, wie Bioverträglichkeit und einfache Handhabung, wiederum in einer neuen Anwendung aus. Hervorgegangen ist dieses einzigartige Produkt aus der Experimentierfreudigkeit und gleichzeitigen Praxisorientierung, wie sie für einen bestimmten Typ von genialem Forscher in der Zeit zwischen etwa 1850 und 1920 charakteristisch war.
Ein Blick in die Geschichte
Ein Zement ist grundsätzlich nichts anderes als ein hydraulisch (d.h. unter Wasser erhärtendes) Bindemittel. Über seine Eignung für eine bestimmte Anwendung entscheidet jedoch das genaue Rezept, und speziell für den Einsatz im zahnmedizinischen Bereich gab es im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert unterschiedliche Ansätze. Zu ihnen zählen beispielsweise der Sorelkitt von 1856 oder der „Sürsen’sche Zahncäment“ des Berliner Hofzahnarztes Wilhelm Suersen, dessen genaue Zusammensetzung 1859 vom Apotheker Otto Helm bestimmt wurde. Beide haben sich nicht durchgesetzt, weil die verwendeten Chloride (Zinkchlorid bzw. Magnesiumchlorid) schädigende Einflüsse auf die Pulpa hatten.
Die ersten Zahnzemente auf der Basis von Phosphorsäure und Zinkoxid wurde damals von Rostaing di Rostagni entwickelt. Die Rezeptur dieser so genannten Dentinagene blieb allerdings streng geheim und ist heute nicht mehr bekannt. Es war zum Teil noch eine Zeit der Alchemie und der „geheimnisumwitterten Magier“, die sie zu nutzen wussten. Gleichzeitig vollzog sich der Siegeszug der Wissenschaften, und wenige Jahre später gab es das Patent auf den Dentalzement, wie er in immergleicher Zusammensetzung noch heute als Original Harvard-Cement verwendet wird.
Eine Entwicklung, die sich in der Praxis ebenfalls bewährt hat, stellt Carboxylatzement dar1. Dabei handelt es sich um Zinkoxidpulver, das mit einer langkettigen Polyacrylsäure als der Flüssigkeit kombiniert wird. Diese sorgt für etwas höhere anfängliche pH-Werte. Die entsprechend reduzierte Säurewirkung kann mögliche Sensibilitäten beim Patienten zusätzlich vermindern. Ein solches Produkt steht unter dem Namen HARVARD Polycarboxylat-Cement zur Verfügung.
Handfeste Vorteile in der zahnärztlichen Anwendung
Harvard-Cement dient heute insbesondere als Befestigungsmaterial für indirekte Restaurationen wie Kronen, Brücken und lnlays. Daneben hat es sich auch für die Befestigung von Wurzelstiften und orthodontischen Bändern, für Stumpfaufbauten, als Unterfüllung und als temporäre Füllung bewährt. Als vorteilhaft gegenüber der Adhäsivtechnik erweist er sich insbesondere bei subgingival liegenden Präparationsgrenzen, denn hier ist die erforderliche Trockenlegung schwer zu erreichen. Eine höhere Sicherheit bietet damit der Harvard-Cement.
Neuerlich interessant wird er durch die Möglichkeit zur Befestigung von nicht anätzbaren Oxidkeramiken wie Zirkonoxid. Dieses soll ja mit seiner Bioverträglichkeit punkten. Das Plus wird jedoch gefährdet, wenn monomerhaltige Adhäsive verwendet werden müssen, die ihrerseits ein bekanntermaßen allergisierendes Potenzial aufweisen. Bei Harvard-Cement hingegen ist eine solche Wirkung in über hundert Jahren nicht aufgetreten. Hinzu kommt als weiterer Vorteil die Möglichkeit zur temporären Befestigung. Dafür steht mit HARVARD Temp auch ein speziell auf diese Anwendung zugeschnittenes Produkt zur Verfügung, das noch dazu in der modernen Darreichungsform aus der Spritze erhältlich ist.
Aus ästhetischen Gesichtspunkten überzeugen die Abdeckung von gefärbten Zahnstümpfen, metallischen Stiftaufbauten und lmplantat-Abutments. Dadurch schafft Harvard-Cement optimale Voraussetzungen für eine harmonische Gestaltung von Restaurationen.
Für Zahnarzt und Assistenz ist die hohe Sicherheit bei der Anwendung von großer Bedeutung. Gemäß einer einfachen Vorschrift, die aus den Grundoperationen „1. portionieren, 2. mischen und 3. applizieren“ besteht, erfolgt die Herstellung der gebrauchsfertigen Masse nach kurzer Übung mit Routine. Die Adhäsivtechnik erweist sich – trotz aller Fortschritte – immer noch als eindeutig komplizierter und daher auch fehleranfälliger.
Angesichts der aktuellen Bedeutung von Harvard-Cement für die zahnärztliche Praxis, wie sie vorstehend dargestellt ist, lässt sich festhalten: Dieses Material hat sich als eine feste Größe in der Zahnmedizin etabliert, über eine ungewöhnlich lange Zeit gehalten und dürfte diese Position auch in Zukunft behaupten.
Über Generationen eine feste Größe
Produkte, die seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten nach demselben Rezept hergestellt werden, geben uns das gute Gefühl, dass es in unserer temporeichen Zeit doch beruhigende Konstanten gibt. Wir kennen so etwas aber eher aus ganz anderen Lebensbereichen – etwa vom Whiskey. In der Materialwissenschaft ist es selten, und es verleiht dem Harvard-Cement eine Ausnahmestellung. Zu verdanken ist sie wohl der mutigen Experimentierfreude von Chemikern, Apothekern und Zahnärzten des 19. Jahrhunderts, die ohne das systematische Wissen der heutigen Zeit, aber mit riesigem Engagement, intuitivem Gespür und auch mit dem nötigen Quäntchen Glück unzählige Rezepturen prüften, bis sie die optimale gefunden hatten. Eine ganze Reihe großer Namen sind aus dieser Zeit hervorgegangen, unter ihnen Merck und Fresenius, um nur zwei davon zu nennen. Harvard und der Original Harvard-Cement befinden sich hier in illustrer Gesellschaft und sind damit im Dentalbereich eine einzigartige Erscheinung.
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Das System basiert auf einer Kombination aus mechanischer, antibakterieller, chemischer und biochemischer Wirkung. Zur mechanischen Reinigung stehen eine besondere Zahnbürste mit mikrofeinen Borstenenden und Polierkelchen zur gründlichen Reinigung von Zähnen und Zahnfleischsaum sowie ein extra flacher Zungenreiniger mit Noppen und Lamellen zur Verfügung. Deren Wirkung wird durch das Zahn- und Zungen-Gel mit den Wirkstoffen Aminfluorid/Zinnfluorid, Zinklaktat sowie Wirkstoffen zur Hemmung von Mundgeruch unterstützt. Das Gel wird sowohl zur täglichen Zahnhygiene wie auch zur Reinigung der Zunge verwendet. Denn das enthaltene Fluorid gewährleistet auch einen wirkungsvollen Schutz gegen Karies.
Das Gel und die 2009 neu eingeführte Mundspülung wirken beide antibakteriell, binden geruchsbildende Stoffe chemisch und reduzieren den Stoffwechsel geruchsaktiver Bakterien biochemisch.
Die Anwendung des Systems besteht im täglichen Zähneputzen unter Verwendung der speziellen Zahnbürste und des Zahn- und Zungen-Gels. Während der anschließenden mechanischen Entfernung bakterieller Zungenbeläge durch den Zungenreiniger wird das Gel, dessen Wirkung wissenschaftlich belegt ist, mithilfe des Zungenreinigers appliziert. Somit setzt die wirksame Bekämpfung geruchsaktiver Bakterien und Bindung geruchsbildender Stoffe bereits am Ort der Entstehung ein. Ergänzend gewährleistet die antibakterielle Mundspülung ein lang anhaltend frisches Mundgefühl unter Erhaltung der natürlichen Mundflora. Die Wirkung der Mundspülung ist ebenfalls klinisch durch eine von der Arbeitsgruppe um Dr. Walter Wigger-Alberti vom proDERM Institut für Angewandte Dermatologische Forschung durchgeführte Studie belegt. Das in der Apotheke frei verkäufliche System ist für die tägliche Langzeitanwendung geeignet.
Literatur
Wigger-Alberti W et al. Clinical efficacy of an experimental toothpaste for the treatment of bad breath. Interner Report (2009).
Wigger-Alberti W et al. Efficacy of a new mouthrinse formulation on the reduction of oral malodour in vivo. A randomized, double-blind, placebo-controlled, 3 week clinical study. J Breath Res 4 (2010) doi:10.1088/1752-7155/4/1/017102.
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Folgende Veranstaltungstermine stehen zur Auswahl:
• Frankfurt/M., 24. Februar 2010
• Stuttgart, 3. März 2010
• Berlin, 12. März 2010
• Hamburg, 26. März 2010
• München, 16. April 2010
• Köln, 5. Mai 2010
Für die Fortbildung werden 3 Fortbildungspunkte vergeben.
Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen erhalten Interessierte unter der Service-Nummer 06221 – 64 99 710 oder unter www.gaba-dent.de/fortbildung.
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Interaktive Website der GABA – beste Ideen werden prämiert
Von der „Volkskrankheit“ Karies sind nach wie vor 99% der Erwachsenen betroffen. Das Kariesrisiko steigt an, sobald systematische Zahnpflege und regelmäßige Fluoridierung vernachlässigt werden. Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, sucht die GABA unter dem Motto „Karies schläft nie“ die beste kreative Umsetzung des Themas. In einem interaktiven Weblog kann unter www.karies-schläft-nie.de ab 1. März 2010 jeder seine Kreativität unter Beweis stellen und Einfälle rund um das Thema „Karies schläft nie“ einstellen. Ob Videos, Fotos, Gedichte, Songs – dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.
Die eingestellten Beiträge können von Besuchern der Internetseite bewertet und kommentiert werden. Die besten Einfälle werden mit attraktiven Preisen belohnt.
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